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	<title>Deutschland Archive - tuerkische-allgemeine.de</title>
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	<description>Ihre Zeitung für Türkische News aus dem Deutschsprachigen Raum</description>
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	<title>Deutschland Archive - tuerkische-allgemeine.de</title>
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		<title>Eine Analyse mit Warnungen. Verfassungsschutzchef Sinan Selen und die neue Generation deutsch-türkischer Verantwortungsträger</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Birol Kilic]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Sep 2025 11:53:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Birol Kilic, Analyse und Beobachtungen aus Wien, 15.09.2025 Die Ernennung von Sinan&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/09/15/eine-analyse-mit-warnungen-verfassungsschutzchef-sinan-selen-und-die-neue-generation-deutsch-tuerkischer-verantwortungstraeger/">Eine Analyse mit Warnungen. Verfassungsschutzchef Sinan Selen und die neue Generation deutsch-türkischer Verantwortungsträger</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Birol Kilic, Analyse und Beobachtungen aus Wien, 15.09.2025</p>
<p>Die Ernennung von Sinan Selen zum Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz ist kein Zufall – sie ist das Ergebnis jahrzehntelanger Integrität, Fachkompetenz und loyalen Dienstes am deutschen Staat und an der deutschen Gesellschaft. Selen, Sohn türkischer Eltern, ist ein Produkt des deutschen Bildungssystems – geprägt von juristischer Exzellenz, Führungskompetenz und einer Spezialisierung auf internationale Terrorismusbekämpfung. In Europa gilt er als einer der führenden Experten auf diesem Gebiet.</p>
<p>Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) bildet das Rückgrat der deutschen und europäischen Demokratie. Es schützt die freiheitlich-demokratische Grundordnung, überwacht extremistische Bestrebungen, ausländische Spionageaktivitäten und sicherheitsrelevante Bedrohungen. In Zeiten wachsender Polarisierung und globaler Unsicherheit ist das BfV nicht nur ein Sicherheitsorgan, sondern ein demokratischer Schutzschild. Dass mit Sinan Selen ein deutsch-türkischer Jurist an der Spitze steht, sendet ein starkes Signal für die Offenheit und Leistungsorientierung des deutschen Rechtsstaats.</p>
<p>Wir gratulieren der rechtsstaatlichen Republik Deutschland. Hochachtung!</p>
<h5>Deutsch-türkische Präsenz: Kein Randphänomen, sondern Rückgrat</h5>
<p>Was einst als Gastarbeitergeschichte begann, ist heute eine Erfolgserzählung mit hunderten Kapiteln – geschrieben von Menschen mit türkischen Wurzeln, die Deutschlands Institutionen, Wirtschaft und Kultur mitgestalten. Nicht als Ausnahme, sondern als Teil des demokratischen Gefüges.</p>
<p>Ein paar Beispiele aus Tausenden.</p>
<p><strong>Politik und Verwaltung</strong></p>
<p>Macit Karaahmetoğlu – Vorsitzender des Verfassungsausschusses im Bundestag <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Berivan Aymaz – Kandidatin für das Amt der Oberbürgermeisterin in Köln <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Sinan Selen – Vizepräsident des Bundesamts für Verfassungsschutz <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Cem Özdemir – Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Muhterem Aras – Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Gülistan Yüksel – SPD-Bundestagsabgeordnete, engagiert in Integrationsfragen <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Metin Hakverdi – Jurist und Bundestagsabgeordneter mit transatlantischem Profil</p>
<p><strong>Wissenschaft und Medizin</strong></p>
<p>Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu – Bildungsforscherin, Stimme für chancengerechte Bildung <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dr. Dilek Gürsoy – Herzchirurgin, erste Frau in Europa, die ein Kunstherz implantierte <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Prof. Dr. Ahmet Gül – Nanotechnologe mit internationaler Reputation <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Prof. Dr. Hacı Halil Uslucan – Psychologe und Integrationsforscher <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dr. Caner Aver – Politikwissenschaftler, Mitautor der Springer-Studie zur türkischen Bildungselite in Deutschland <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Necla Kelek – Sozialwissenschaftlerin und Publizistin, bekannt für ihre kritischen Analysen zu Integration und Parallelgesellschaften</p>
<p><strong>Wirtschaft und Innovation</strong></p>
<p>Kaan Terzioğlu – Ehemaliger CEO von Vodafone Deutschland <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Serhat Yılmaz – Strategiechef bei Delivery Hero <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Eren Ünlü – Bauunternehmer mit Projekten in mehreren Bundesländern <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Melih Yalçın – Gründer von Start-ups im Bereich Künstliche Intelligenz <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ayşe Öztürk – Geschäftsführerin eines erfolgreichen Logistikunternehmens in NRW <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Tülin Akın – Agrarinnovatorin, ausgezeichnet für digitale Lösungen im ländlichen Raum</p>
<p><strong>Kunst, Medien und Kultur</strong></p>
<p>Fatih Akin – Regisseur, dessen Filme deutsche Realität neu definieren <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Emine Sevgi Özdamar – Schriftstellerin, Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Kaya Yanar – Komiker, der mit Ethno-Humor Brücken baut <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Bülend Ürük – Kommunikationschef der Funke Mediengruppe <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ayşe Erkmen – Bildende Künstlerin mit Ausstellungen in Berlin, Venedig und New York <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Meral Zeller – Schauspielerin und Theaterpädagogin mit migrantischer Perspektive</p>
<p>Gastronomie und Öffentlichkeit</p>
<p>Ali Güngörmüs – Sternekoch und TV-Persönlichkeit <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Sibel Özilgen – Unternehmerin im Bereich nachhaltiger Ernährung und Eventkultur <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Mehmet Yalçınkaya – Koch und Juror bei deutschen Kochshows mit türkischem Akzent</p>
<p><strong>Die Biontech-Revolution: Deutsch-Türkische Wurzeln, globale Wirkung aus Deutschland</strong></p>
<p>Die Corona-Pandemie brachte viele Herausforderungen – aber auch Hoffnung. Und diese Hoffnung trug zwei türkischstämmige Namen: Uğur Şahin und Özlem Türeci. Das Ehepaar, Gründer des Mainzer Unternehmens BioNTech, entwickelte den ersten weltweit zugelassenen mRNA-Impfstoff gegen COVID-19.</p>
<p>Beide stammen aus Familien türkischer Herkunft. Şahin wurde in İskenderun geboren, Türecis Vater war Chirurg aus Istanbul. Ihre wissenschaftliche Laufbahn begann in der Krebsforschung – ihre Vision: Krankheiten mit Präzision bekämpfen. Mit dem Impfstoff BNT162b2 gelang ihnen eine medizinische Sensation, die Millionen Leben rettete.</p>
<p>In Deutschland gefeiert, in der Türkei verehrt – ihr Erfolg ist nicht nur ein Triumph der Wissenschaft, sondern auch ein Symbol für gelungene Integration und globale Verantwortung.</p>
<p>Diese Namen sind keine Ausnahmeerscheinungen – sie sind Teil einer neuen deutschen Realität. Nicht am Rand, sondern mittendrin. Nicht geduldet, sondern gebraucht. Die Republik ist vielfältiger, als ihre Archive es je erfassen konnten.</p>
<h5>Kaum bekannt: Ein Deutscher gründete den türkischen Geheimdienst-Oberst Walter Nicolai</h5>
<p>Nach der Gründung der Republik Türkei im Oktober 1923 begann der Aufbau staatlicher Institutionen – darunter auch ein moderner Nachrichtendienst. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Was viele nicht wissen: Die Grundstruktur dieses Dienstes wurde maßgeblich von einem Deutschen entworfen. Sein Name: Oberst Walter Nicolai.</p>
<p>Als ehemaliger Chef der deutschen Spionage im Ersten Weltkrieg wurde er 1925 auf Empfehlung des deutschen Botschafters nach Ankara entsandt – offiziell als Mitarbeiter der Firma Junkers, inoffiziell als strategischer Berater. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Mit seiner Hilfe entstand 1926 die „Milli Emniyet Hizmeti“ (MAH und heute MIT), das Rückgrat der türkischen Sicherheitsarchitektur.</p>
<p><strong>Aus Wiener Perspektive</strong></p>
<p>Aus Wiener Perspektive ist es erfreulich zu sehen, dass Menschen mit türkischen Wurzeln nicht nur integriert sind, sondern aktiv zum Funktionieren und zur Weiterentwicklung demokratischer Institutionen beitragen. Die zweite Generation von Migrant:innen aus der Türkei – sowie jene, die in Deutschland studiert und sich beruflich etabliert haben – sind heute zehntausende in Wissenschaft, Kunst, Medien, Sicherheit und Politik präsent. Sie sind keine Fremdkörper, sondern Teil des demokratischen Gefüges. Das ist der Erfolg der Deutschen Republik! Eine freiheitliche, demokratische, vielfältige und rechtsstaatliche Republik, der wir aus Wien als wehrhafte Demokraten salutieren.</p>
<p>Die Loyalität dieser deutsch-türkischen Bürger:innen gegenüber dem deutschen Staat sollte nicht misstrauisch beäugt, sondern als Bereicherung verstanden werden. Die Geschichte zeigt: Türkische Gemeinschaften haben in den letzten zwei Jahrtausenden nicht nur eigene Staaten gegründet, sondern auch in fremden Ländern mit Hingabe und Disziplin gedient. Heute gibt es zahlreiche deutsch-türkische Unternehmer:innen, die Milliardenumsätze erzielen und Arbeitsplätze schaffen – ein Beweis für die Kraft der pluralistischen, rechtsstaatlichen Nachkriegsgesellschaft Deutschlands.</p>
<p>Diese Menschen sollten nicht behindert, sondern neutral und konstruktiv begleitet werden. Ihre Zweisprachigkeit und kulturelle Vielfalt sind kein Widerspruch zur deutschen Identität, sondern ein Teil davon. Sie stärken die pluralistische, freiheitliche und säkulare Struktur der Bundesrepublik – und tun dies oft aus tiefer Verfassungstreue.</p>
<p>Was für Deutschland gilt, gilt in Teilen auch für Österreich – vielleicht sogar noch dringlicher. Auch hier leben hunderttausende Menschen mit Migrationshintergrund, deren Beitrag zur Gesellschaft nicht unterschätzt werden darf. Und was die Millionen Geflüchteten in der Türkei betrifft: Die Erwartung ist nicht, dass sie das Land destabilisieren.</p>
<p>Doch bei aller Anerkennung für gelungene Integration darf man die geopolitische Verantwortung nicht vergessen. Deutschland darf als NATO-Mitglied nicht länger unter dem Deckmantel der Freundschaft Instabilität in die Türkei exportieren – etwa durch die indirekte Unterstützung von Akteuren, die der säkularen Republik feindlich gegenüberstehen. Seit den 1970er Jahren wurde die Türkei oft als geopolitisches Hinterland behandelt, was langfristig Schaden angerichtet hat. Heute sehen wir, wie Instabilität aus der Türkei nach Europa zurückkehrt – in Form von Radikalisierung, Polarisierung und gesellschaftlicher Spannung. Menschen wie Sinan Selen stehen für das Gegenteil: für Stabilität, Verfassungstreue und demokratische Verantwortung.</p>
<h5>Flüchtlingslager Türkei gegen Geld</h5>
<p>Auch die Europäische Union muss sich ihrer Rolle bewusst werden. Die Türkei wurde über Jahre hinweg als „Flüchtlingslager Türkei gegen Geld“ instrumentalisiert – oft unter intransparenten Bedingungen. Diese Politik hat nicht nur Millionen türkischer Bürger:innen enttäuscht, sondern auch der demokratischen Entwicklung des Landes geschadet. Man vergisst: Die Türkei ist mit über 85 Millionen Einwohner:innen direkter Nachbar der EU. Wenn sie in einen Sumpf aus Bürgerkrieg und autoritärer Zersetzung abrutscht, wird auch Europa hineingezogen. Seit Jahren warnen wir: Stabilität in der Türkei ist keine nationale, sondern eine europäische Frage.</p>
<h5><strong>Europa braucht Haltung – nicht nur Verträge<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></h5>
<p>Die Europäische Union darf die türkische Politik und Bürokratie nicht durch finanzielle Mittel korrumpieren. Irreguläre Flüchtlinge, die sich ohne rechtliche Grundlage in der EU aufhalten, sollten direkt in ihre Herkunftsländer wie Syrien, Afghanistan oder andere zurückgeführt werden – nicht über diplomatischen Druck, intransparente Zahlungen oder politische Erpressung in die Türkei abgeschoben werden.</p>
<h5><strong>Ein humanitärer Appell aus Wien: Bitte nicht böse sein. <span class="Apple-converted-space"> </span></strong></h5>
<p>Ein besonders erschütternder Fall wurde kürzlich auf der Seite der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich dokumentiert. Eine 85-jährige türkische Staatsbürgerin mit gültigem EU-Daueraufenthaltstitel, vollständig sehbehindert und gehbehindert, wurde am Flughafen Wien von der Grenzpolizei festgehalten und nach Istanbul zurückgeschickt – mit der Begründung, sie habe sich drei Monate zu lange in der Türkei aufgehalten. Trotz Aufenthaltserlaubnis bis 2029 und über 50 in Wien lebenden österreichischen Verwandten wurde ihr weder ein Stuhl noch ein Glas Wasser angeboten.</p>
<p>Dieser Vorfall ist kein Einzelfall, sondern ein Symbol für strukturelle Missstände im Umgang mit türkischen Staatsbürger:innen, die alle Hürden und Bedingungen der EU erfüllt haben. Solche Maßnahmen sind nicht nur unmenschlich, sondern auch politisch gefährlich.</p>
<h5>Wir müssen warnen <span class="Apple-converted-space"> </span></h5>
<p>Die Türkei ist kein Hinterhof Europas, sondern ein souveräner Nachbarstaat mit mehr als 85 Millionen Einwohner:innen. Wer Stabilität in der Region will, muss die Würde und die Rechte der türkischen Bürgerinnen und Bürger gesetzlich fair behandeln.</p>
<p>Eine instabile, undemokratische und rechtsstaatlich erodierte Türkei, die wirtschaftlich, demokratisch und rechtlich zusammenbricht, wird die nächsten hundert Jahre ein Sumpf vor der eigenen EU-Tür sein. Wir müssen warnen! Die große Milliarden-EU-Mauer gegen die Türkei in Bulgarien und Griechenland wird die EU nicht schützen können. Wir müssen warnen! Denn Österreich wird das erste EU-Land sein, das den Schaden ausbaden muss. Auch die ganz Rechten, sogar populistische oder konservative Kräfte, können hier nichts machen. Gar nichts!</p>
<p>Bis heute – seit über 60 Jahren – wurden auf Seiten der EU, besonders von Deutschland und Österreich, Fehler gemacht, die gegen ihre eigenen Werte und Interessen verstoßen. Unterstützt wurden diese Fehler von der NATO (USA). Schrecklich, was Sie in Europa nach 1960 gemacht haben&#8230; Vor diesen Fehlern warnen diese Zeilenschreiber seit 35 Jahren – und sie werden nicht müde.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/09/15/eine-analyse-mit-warnungen-verfassungsschutzchef-sinan-selen-und-die-neue-generation-deutsch-tuerkischer-verantwortungstraeger/">Eine Analyse mit Warnungen. Verfassungsschutzchef Sinan Selen und die neue Generation deutsch-türkischer Verantwortungsträger</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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		<title>Ein Denkmal für den Wiener Gelehrten Andreas Tietze in Wien und Ankara.</title>
		<link>https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/09/14/ein-denkmal-fuer-den-wiener-gelehrten-andreas-tietze-in-wien-und-ankara/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Günes]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Sep 2025 21:01:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 7. Juli 2025 erschien auf der Prominenten-Seite der seriösen und investigativen&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/09/14/ein-denkmal-fuer-den-wiener-gelehrten-andreas-tietze-in-wien-und-ankara/">Ein Denkmal für den Wiener Gelehrten Andreas Tietze in Wien und Ankara.</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 7. Juli 2025 erschien auf der Prominenten-Seite der seriösen und investigativen türkischen Tageszeitung Cumhuriyet (Die Republik) der Artikel „Andreas Tietze, Gelehrter aus Wien: Ein Leben für die türkische Sprache“. Geschrieben wurde er von Birol Kılıç, dem Obmann der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich (TKG), aus Wien.</p>
<p>Cumhuriyet,  von Birol Kilic, Wien, 07.09.2025</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-73800 aligncenter" src="https://www.yenivatan.at/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-14-um-11.48.25-278x450.jpeg" alt="" width="278" height="450" /></p>
<h6><strong>Ein Wiener Gelehrter – ein Leben für die türkische Sprache</strong></h6>
<p>Die Sprache eines Landes ist weit mehr als ein bloßes Kommunikationsmittel. <span class="Apple-converted-space"> </span>Sie ist Trägerin der kollektiven Seele, nährt Zusammengehörigkeit und Solidarität und bildet die tiefste Schicht des gemeinsamen Daseins. <span class="Apple-converted-space">  </span>Gerade für junge Republiken, die aus den Überresten von Vielvölkerreichen und Imperien hervorgegangen sind—wie die Republik Türkei und die Republik Österreich—ist der achtsame Umgang mit der Landessprache heute von existenzieller Bedeutung. <span class="Apple-converted-space">  </span>Denn Sprache ist nicht nur Ausdruck, sondern Haltung. <span class="Apple-converted-space">  </span>Nicht nur Werkzeug, sondern Heimat. Wir wissen das in Österreich zu schätzen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h6><strong>Andreas Tietze: Ein Leben für Türkisch</strong></h6>
<p>Ein Beispiel für unermüdliche Hingabe ist der Turkologe Prof. Dr. Andreas Tietze (1914–2003). Als Wiener Gelehrter widmete er siebzig Jahre seines Lebens der Erforschung und Bewahrung der türkischen Sprache. 1938 floh er vor dem Hitler-Faschismus aus Wien in die Türkei, fand an der Universität Istanbul eine neue akademische Heimat und erkannte bald, dass Türkisch kein Abstellgleis westlicher Orientalistik ist. Es sind die Dialekte der einfachen Menschen, das gesprochene Wort auf dem Land, die tiefe Philosophie der Sprache, Redewendungen und Sprachvarianten, die verschiedenen Ausdrucksweisen—sie bilden das lebendige Herz einer Sprache.</p>
<h6><strong>TETTL – Ein Epos in zehn Bänden</strong></h6>
<p>Sein Hauptwerk, an dem er 70 Jahre gearbeitet hat, das „<strong>Historisch-etymologische Wörterbuch des Türkischen in der Türkei“ (TETTL),</strong> erhebt sich weit über den Status eines Lexikons hinaus. Es ist ein zehnbändiges Epos, das die Entwicklung der türkischen Sprache von den Anfängen im 14. Jahrhundert bis zum Ende des 20. Jahrhunderts nachzeichnet. Von Oghusisch über Altanatolisch und Rumelitürkisch bis zum modernen Standardtürkisch – ein Vermächtnis aus allen Regionen Anatoliens.</p>
<figure id="attachment_73807" class="wp-caption aligncenter" aria-describedby="caption-attachment-73807"><img decoding="async" class="wp-image-73807 " src="https://www.yenivatan.at/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-14-um-12.08.23.jpeg" alt="" width="516" height="567" /><figcaption id="caption-attachment-73807" class="wp-caption-text">Historisch-etymologische Wörterbuch des Türkischen in der Türkei“ (TETTL)</figcaption></figure>
<h6><strong>Familientradition und Wiener Wurzeln</strong></h6>
<p>Tietze war nicht nur ein Gelehrter, er war zugleich Sohn zweier großer Persönlichkeiten der Wiener Kunst- und Wissenschaftswelt. Sein Vater, <strong>Hans Tietze,</strong> zählte zu den führenden Kunsthistorikern Österreichs. Als Professor an der Universität Wien und hoher Beamter im Bildungsministerium prägte er die Museen und Denkmäler des Landes; eine Wiener Straße trägt bis heute seinen Namen: <strong>die Tietzestrasse.</strong> Seine Mutter, <strong>Erica Conrat</strong>, forschte mit besonderer Leidenschaft zur Kunst der Renaissance und des Barock. Eine Abteilung der Universität Wien bewahrt ihren Namen und ihr wissenschaftliches Erbe.</p>
<p><strong>Ein Vater wurde zur Straße, eine Mutter zur Institution, und ihr Sohn zum Wort</strong>. Gemeinsam haben sie Wien und darüber hinaus geprägt – in Kunst, Sprache und Wissenschaft.</p>
<h6><strong>Vollendung des Werkes und Ehrung</strong></h6>
<p>Nach Tietzes Tod im Jahr 2003 setzten sich Sprachwissenschaftler dafür ein, das unvollendete TETTL in seiner Gesamtheit zugänglich zu machen. Die Türkische Akademie der Wissenschaften (TÜBA) übernahm die Rechte, und unter der Leitung von Emine Yılmaz und Nurettin Demir entstand bis 2012 die endgültige zehnbändige Fassung. Ihr Verdienst findet in Wien einen Ehrenplatz und in der Türkengemeinschaft tiefe Dankbarkeit.</p>
<p>Ein weiteres eindrucksvolles Zeugnis seiner Wirkung ist das im Jahr 2022 erschienene Werk <i>Andreas Tietze und die österreichische Turkologie: Eine legendäre Bereicherung für die türkische Sprache</i>, herausgegeben von Emine Yılmaz und Nurettin Demir. Diese Publikation ist weit mehr als eine wissenschaftliche Würdigung—sie ist eine lebendige Fortsetzung seines Lebenswerks, ein intellektuelles Denkmal, das bis in unsere Gegenwart hineinstrahlt. <a href="https://neueweltverlag.at/neues-buch-andreas-tietze-und-die-oesterreichische-turkologie/">Es erfüllt uns mit besonderer Ehre, dieses Werk in Wien im Namen des Neuen Welt Verlags herausgeben zu dürfen.</a></p>
<p><strong><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-73805" src="https://www.yenivatan.at/wp-content/uploads/2025/09/andreastietze3dcover-940x590-1-450x282.jpg" alt="" width="450" height="282" /></strong></p>
<h6><strong>Ein Denkmal als Zeichen der Dankbarkeit für Andreas Thietze</strong></h6>
<p>In Wien sollte ein Denkmal entstehen, still und tief getragen von Hand und Herz, um Andreas Tietze die Ehre zu erweisen, die seinem Lebenswerk gebührt. Und auch in der Türkei möge sein Bildnis als Mahnmal der Dankbarkeit stehen. Denn wahre Arbeit verdient wahre Erinnerung.  Vor diesem Andenken verneigen wir uns mit Liebe und Respekt. (Cumhuriyet,  von Birol Kilic, Wien, 07.09.2025)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/09/14/ein-denkmal-fuer-den-wiener-gelehrten-andreas-tietze-in-wien-und-ankara/">Ein Denkmal für den Wiener Gelehrten Andreas Tietze in Wien und Ankara.</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Starke Diplomatie versus  Machtdiplomatie</title>
		<link>https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/08/15/starke-diplomatie-versus-machtdiplomatie/</link>
					<comments>https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/08/15/starke-diplomatie-versus-machtdiplomatie/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Günes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Aug 2025 18:01:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Aufteilung Europas über die Ukraine wird auf der Tagesordnung des Alaska-Gipfels&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/08/15/starke-diplomatie-versus-machtdiplomatie/">Starke Diplomatie versus  Machtdiplomatie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<header class="entry-header-outer">
<div class="entry-header">
<h5 class="entry-sub-title">Die Aufteilung Europas über die Ukraine wird auf der Tagesordnung des Alaska-Gipfels stehen. Es wird der erste amerikanisch-russische Gipfel seit dem Kalten Krieg sein, bei dem die Souveränitätsansprüche eines europäischen Landes auf dem Territorium eines Nachbarlandes verhandelt werden</h5>
</div>
</header>
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</div>
<div class="entry-content entry clearfix">
<p>Ahmet Özay, Köln, 15.08.2025</p>
<p>Die Beendigung des Krieges in der Ukraine ist für den Westen von höchster Priorität. Trump und Putin treffen sich auf amerikanischem Boden in Anchorage, der größten Stadt Alaskas. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat einen Haftbefehl gegen den russischen Präsidenten erlassen, doch Trump bietet ihm eine Rückkehr auf die diplomatische Bühne. Russland will die ukrainischen Gebiete annektieren. Mit Russland an einen Tisch zu sitzen, wird jedoch als Verstoß gegen die nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffene Weltordnung interpretiert. Der „Alaska-Gipfel” wird zweifellos auch eine Plattform sein, auf der die von Israel in Gaza fortgesetzte Zerstörung und der „Völkermord“  thematisiert werden. Die am 7. Oktober 2023, Putins 71. Geburtstag, begonnene Besetzung Gazas geht nun in ihr zweites Jahr.</p>
<h3><strong>Ehemaliges russisches Territorium</strong></h3>
<p>Die Russen betraten Alaska erstmals im Jahr 1741 mit <strong>Vitus Bering</strong>. Im Jahr 1784 gründeten sie ihre ersten Siedlungen. Die russische Präsenz in Alaska fällt zeitlich mit der Abspaltung der Krim vom Osmanischen Reich durch Russland zusammen. 1799 gründete Zar Pawel die Russisch-Amerikanische Kompanie und übertrug ihr die Verwaltung Alaskas. Die russische Bevölkerung in Alaska umfasste jedoch nie mehr als einige Hundert Menschen. In den 1850er Jahren verloren die Russen das Interesse an Alaska. Angesichts der zunehmenden Bedrohung durch Großbritannien während des Krimkriegs verkaufte Russland Alaska für<strong> 7,2 Millionen Dollar an die Vereinigten Staaten von Amerika</strong>. 1867 wurde Alaska amerikanisches Territorium und 1959 schließlich der 49. Bundesstaat der USA.<strong> Somit wurde de facto  das Schicksal der Ukraine und der Krim bereits 1852, nach dem Krimkrieg, besiegelt, als Russland die Region an die USA abtrat.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-73179 size-full" src="https://www.yenivatan.at/wp-content/uploads/2025/08/WhatsApp-Image-2025-08-15-at-15.21.40-1-1.jpeg" alt="" width="1200" height="800" /></p>
<h3>Treffen in London</h3>
<p>Der ukrainische Präsident Selenskyj wird bei den Gesprächen in Alaska nicht anwesend sein. Zur Vorbereitung des Gipfels trafen sich der stellvertretende US-Präsident <strong>J. D. Vance</strong> und ukrainische Delegationen in der britischen Hauptstadt London. Für die Ukraine nahmen der Leiter des Präsidialamtes, <strong>Andriy Yermak</strong>, und der Staatssekretär im Nationalen Sicherheitsrat<strong>, Rüstem Umerov</strong>, an dem Treffen teil.</p>
<p>Yermak betonte die Position der Ukraine und traf sich mit dem Außenminister und dem Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten.</p>
<p>In einer schriftlichen Erklärung zu dem Treffen sagte Staatssekretär<strong> Umerov:</strong> „Wir haben Schritte erörtert, die uns einem gerechten und dauerhaften Frieden näherbringen. Unsere Position ist klar. Ein dauerhafter Frieden ist nur möglich, wenn die Souveränität der Ukraine uneingeschränkt respektiert wird, die Besetzung anerkannt wird und die Aggression bedingungslos beendet wird.“</p>
<h3>Wer sitzt am Verhandlungstisch?</h3>
<p>Der „Alaska-Gipfel“, bei dem Europa außen vor gelassen wurde, hat in den europäischen Hauptstädten für Unruhe gesorgt. Auf Initiative Deutschlands haben die europäischen Länder nacheinander Gespräche geführt und ihre Bemühungen fortgesetzt, Einfluss auf die „in Alaska geschaffene Verhandlungsplattform“ zu nehmen. Die EU-Mitglieder haben eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht und eine Videokonferenz mit Präsident Trump abgehalten.</p>
<p>Trump bezeichnet diesen Gipfel als „Kennenlernrunde“ und sagt, er könne „in den ersten Minuten Putins Absichten spüren“.</p>
<p>Laut Trump soll das Treffen mit Putin in Alaska dazu dienen, den Krieg in der Ukraine „schnell zu beenden“. Diplomatische Quellen sind jedoch der Meinung, dass Trumps Plan noch nicht klar ist. Die Kreml-Seite betont hingegen, dass es sich um ein „bilaterales Treffen zwischen den USA und Russland“ handeln werde. Selenskyj ist nicht dabei.</p>
<p>In Alaska geht es darum, dass die USA ihre angeschlagene Führungsposition verteidigen, Russland Zeit gewinnt, die kriegsmüde Ukraine verschnaufen kann und Europa irgendwie mit am Tisch sitzt.</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-73180 size-large aligncenter" src="https://www.yenivatan.at/wp-content/uploads/2025/08/WhatsApp-Image-2025-08-15-at-15.21.40-2-720x481.jpeg" alt="" width="720" height="481" /></h3>
<h3>Die Sorge Europas</h3>
<p>In einer Erklärung im Namen der 26 Mitgliedstaaten  der EU wurden „die Beendigung des russischen Angriffs auf die Ukraine und die Bemühungen um einen gerechten Frieden und Sicherheit für die Ukraine“ begrüßt. Nur Ungarn schloss sich dieser Erklärung nicht an.</p>
<p>Die Besorgnis Europas über den „Alaska-Prozess” kam in dem Satz <strong>„Internationale Grenzen können nicht mit Gewalt verändert werden”</strong> zum Ausdruck. Es wurde betont, dass „der Weg zum Frieden nicht ohne die Ukraine festgelegt werden kann“. Die auffälligste Formulierung bezog sich auf die Forderung, dass „eine diplomatische Lösung die lebenswichtigen Sicherheitsinteressen der Ukraine und Europas schützen muss“. Mit dieser Formulierung sollte zum Ausdruck gebracht werden, dass eine diplomatische Lösung nicht dazu führen darf, dass Russland belohnt wird, während Europa bzw. die EU im Stich gelassen wird.</p>
<p>Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz lud Selenskyj nach Berlin ein. Unter deutscher Federführung fand eine Videokonferenz mit US-Präsident Trump statt. Neben dem deutschen Bundeskanzler nahmen auch die Staats- und Regierungschefs Finnlands, Frankreichs, Italiens und Polens sowie Vertreter der EU und der NATO teil.</p>
<p>Vor seiner Ankunft in Berlin hatte der ukrainische Präsident ein Telefongespräch mit dem türkischen Präsidenten Erdoğan geführt. Er erklärte, dass „ohne die Ukraine keine Entscheidung getroffen werden kann”.</p>
<h3>Was steht auf dem Spiel?</h3>
<p>Auch wenn der „Alaska-Gipfel“ als Suche nach Frieden bezeichnet wird, wird er mit Sicherheit Auswirkungen über die Ukraine hinaus haben.</p>
<p>Um einen dauerhaften Frieden zu erreichen, herrscht die Meinung vor, dass fünf Regionen als Zwischenlösung an Russland abgetreten werden sollen. Diese Zwischenlösung entspricht jedoch nicht den endgültigen Zielen Russlands. Tatsächlich hat der Kreml vor dem Gipfel behauptet, dass die fünf von Russland besetzten Regionen gemäß der russischen Verfassung russisches Hoheitsgebiet seien. Allerdings hat Russland bis auf eine Ausnahme in keinem dieser fünf Verwaltungsgebiete die militärische Kontrolle erlangt. Die Frage ist, wie und durch wen Russland diese Gebiete erhalten wird.</p>
<p>Dieses Ziel können die USA und Russland nur erreichen, wenn sie die Ukraine überzeugen. Wenn dies nicht möglich ist, werden die beiden Großmächte dann gemeinsam über den Sturz der legitimen Regierung der Ukraine beraten?</p>
<p>Russland zieht diese Methode derzeit nicht vor. Ein solcher Schritt würde nicht nur in der Ukraine, sondern auch in Russland zu einem Bürgerkrieg und zur Spaltung des Landes führen.</p>
<p>Ein weiterer Punkt ist die Zukunft der israelischen Besetzung des Gazastreifens, die mit „Völkermord“ und „ethnischen Säuberungen“ einhergeht. Die Angriffspolitik Israels bindet dem Westen in Bezug auf Finanzierung und Waffenlieferungen die Hände. Russland ist sich dessen bewusst. Es ist jedoch unrealistisch, dass die israelischen Angriffe in naher Zukunft enden werden, denn das wäre ganz und gar nicht im Interesse Russlands.</p>
<h3><strong>Sonderoperation</strong></h3>
<p>Ein weiterer Punkt ist das zwischen den USA, Armenien und Aserbaidschan geschlossene Abkommen über Zengezur. Wird die verstärkte Präsenz amerikanischer und israelischer Truppen in Aserbaidschan zu einem neuen Krieg führen? <strong>Mitglieder des russischen Parlaments haben bereits geäußert, dass die Eröffnung von NATO-Stützpunkten in Aserbaidschan Russland zu einer neuen „Sonderoperation” veranlassen könnte</strong>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-73182 size-large" src="https://www.yenivatan.at/wp-content/uploads/2025/08/WhatsApp-Image-2025-08-15-at-15.21.41-2-540x720.jpeg" alt="" width="540" height="720" /></h3>
<h3>Die Russen sind ein kriegerisches Volk</h3>
<p>In diesen Tagen, in denen die Karten neu gemischt werden, findet jedes Wort des amerikanischen Präsidenten Trump in Europa große Resonanz. Trump sagte: „Die Russen sind ein kriegerisches Volk. Sie haben Hitler besiegt, sie haben Napoleon besiegt. Ich habe Viktor Orbán gefragt: ‚Kann Russland von der Ukraine besiegt werden?‘ Er hat mich angesehen, als hätte ich eine dumme Frage gestellt.“  Diese Worte bringen uns auf die türkische Redewendung „Bozacının şahidi, şıracı“ in Rage. Es handelt sich um eine Redewendung auf Türkisch, die sinngemäß übersetzt „Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.“ bzw. „Die einen decken sich gegenseitig.“ bedeutet.</p>
<p>Hinter Trumps freundlicher Haltung gegenüber Russland steht zunächst die Suche nach einer Lösung im Ukraine-Konflikt. Danach sollen milliardenschwere Verträge mit Russland in der Arktis abgeschlossen werden. Andernfalls droht den USA, die russisches Öl nutzen – wie beispielsweise Indien –, eine Erhöhung der Zölle um 50 %. Mit dieser Einschätzung geht der amerikanische Präsident in die Verhandlungen mit Russland.</p>
<p>Laut der britischen Zeitung Telegraph hat die Ukraine einem Waffenstillstand unter der Bedingung zugestimmt, dass sie „einen Teil ihres besetzten Territoriums” an Russland abtritt.</p>
<p>Die „Times“ spricht von einem 4-Stufen-Plan. Der erste Schritt ist die Einfrierung der Frontlinien, der zweite die Übergabe des gesamten Donbass an die Russische Föderation. Im dritten Schritt fordert Russland die Regionen Cherson, Saporischschja, Donezk und Luhansk vollständig. Russland fordert, dass diese Regionen die Grenze der Ukraine bilden. Die Krim ist in diesen Verhandlungen kein Thema, da die russische Besetzung als gegeben hingenommen wird.</p>
<h3>Diplomaten-Gipfel in Kiew</h3>
<p>In der ukrainischen Hauptstadt Kiew fand ein Gipfel der Diplomaten statt. Das Institut für Außenpolitik versammelte unter dem Motto „<strong>Von der starken Diplomatie zur Machtdiplomatie”</strong> Dutzende Botschafter und Generalkonsuln der Ukraine aus aller Welt. Gastgeber war ein in der Türkei wohlbekannter Name: der ehemalige ukrainische Botschafter in Ankara und Außenminister <strong>Andrij Sybiha</strong>.</p>
<p>Die Diplomaten wurden über den Kriegsverlauf und die Friedensgespräche informiert. An dem Treffen nahmen auch der ukrainische Botschafter in Ankara, <strong>Narman Celal</strong>, und der Honorarkonsul in Bursa, Görkem Şehsuvar, teil. Es wurden die Beiträge der Türkei in der neuen Phase, die auf die Ukraine zukommt, erörtert.</p>
<p>Der ukrainische Honorarkonsul in Bursa wies darauf hin, dass die Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland unter der Schirmherrschaft der Türkei fortgesetzt werden sollen. Während seines dreitägigen Aufenthalts in Kiew betonte er, dass er den Wunsch hege, die Ukraine wieder in ihrer alten Pracht zu sehen. „Die Ukraine sieht die endgültigen Ziele Russlands”, sagte Şehsuvar. Unter dieser Prämisse wurden drei Tage lang die Thesen der Ukraine dargelegt. Unabhängig davon, wie die Entscheidungen im Westen ausfallen werden, ist die Ukraine entschlossen, ihre territoriale Integrität entweder am Verhandlungstisch oder an der Front zu verteidigen. Entsprechend dieser Entschlossenheit wurde die Überschrift der Sitzung gewählt.<strong> In Kiew gehen die Menschen nicht einmal mehr in Schutzräume</strong>. Ich habe diese Entschlossenheit gesehen. Es ist offensichtlich, dass die Ukraine Unterstützung benötigt, um die Rechtmäßigkeit ihrer nationalen Verteidigung zu erklären.</p>
<p>Unabhängig vom Ergebnis des Gipfeltreffens in Alaska werden die Verhandlungen zwischen den Delegationen der Ukraine und Russlands in Istanbul fortgesetzt.<strong> Denn die Ukraine, mit der wir unsere größte Seegrenze teilen, betrachtet die Position der Türkei in ihrer Außenpolitik als unverzichtbare Priorität.</strong></p>
<p>Der Prozess von Teheran, Jalta und Potsdam, in dem das europäische Territorium aufgeteilt wurde, wird nun in Alaska fortgesetzt. (Ahmet Özay, Köln, 15.08.2025, Türkische Allgemeine)</p>
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		<title>&#8222;Deutsche Pons – das ist echt frech!&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Günes]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Aug 2025 14:27:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wien, 4..08 2025, Türkische Allgemeine Im Jahr 2000 hat der PONS-Verlag das&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wien, 4..08 2025, Türkische Allgemeine</strong></p>
<p>Im Jahr 2000 hat der PONS-Verlag das „Illustrierte Türkisch-Deutsche Wörterbuch“ für 30 Euro herausgebracht. Es soll Deutschsprachigen das Türkischlernen mit Bildern ermöglichen, vermittelt jedoch ein falsches Bild von der modernen Türkei, verzerrt die Realität und bestätigt westliche Klischees. De facto werden dadurch krankhafte Vorurteile zementiert. Dies sind die leisesten Kritiken gegenüber dem Buch, über die wir hier berichten werden.</p>
<h3>Reaktionen – spät, aber doch</h3>
<p>Als Reaktion darauf wurde ein Brief an den Verlag geschickt, dessen Inhalt die Türkische Allgemeine ihren Lesern unten zugänglich macht. Ein in Wien promovierender türkischer Staatsbürger hat sich besorgt über das im Jahr 2020 erschienene „Illustrierte Türkisch-Deutsche Wörterbuch“ des PONS-Verlags geäußert und einen Protestbrief an den Verlag gesandt.</p>
<p>Ein türkischer Student griff während seiner Bemühungen, die deutsche Sprache zu lernen, auf das Werk zurück. Er stellte jedoch fest, dass die Bilder aus einer einseitigen und voreingenommenen Perspektive der türkischen Gesellschaft ausgewählt worden waren und Vorurteile verstärken. Der Student beschloss, einen Brief zu schreiben, um seine Bedenken zum Ausdruck zu bringen. In seinem Brief betonte er, dass die Bilder die kulturelle Vielfalt und den Modernisierungsprozess der Türkei nicht ausreichend widerspiegelten.</p>
<h3>Hier ist der Brief</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-7167 size-large" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-14.51.59-1024x903.png" alt="" width="1024" height="903" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-14.51.59-1024x903.png 1024w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-14.51.59-300x265.png 300w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-14.51.59-768x678.png 768w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-14.51.59-800x706.png 800w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-14.51.59-600x529.png 600w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-14.51.59.png 1104w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-7168 size-full" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-14.51.32.png" alt="" width="356" height="814" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-14.51.32.png 356w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-14.51.32-131x300.png 131w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-14.51.32-262x600.png 262w" sizes="(max-width: 356px) 100vw, 356px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-7169 size-full" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-14.51.40.png" alt="" width="1024" height="642" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-14.51.40.png 1024w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-14.51.40-300x188.png 300w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-14.51.40-768x482.png 768w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-14.51.40-800x502.png 800w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-14.51.40-600x376.png 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_7172" aria-describedby="caption-attachment-7172" style="width: 2560px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7172 size-full" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-16.29.06-scaled.jpeg" alt="" width="2560" height="1489" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-16.29.06-scaled.jpeg 2560w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-16.29.06-300x174.jpeg 300w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-16.29.06-1024x596.jpeg 1024w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-16.29.06-768x447.jpeg 768w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-16.29.06-1536x893.jpeg 1536w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-16.29.06-2048x1191.jpeg 2048w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-16.29.06-800x465.jpeg 800w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-16.29.06-1160x675.jpeg 1160w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-16.29.06-3072x1787.jpeg 3072w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-16.29.06-1600x931.jpeg 1600w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-16.29.06-2320x1349.jpeg 2320w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-11-um-16.29.06-600x349.jpeg 600w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /><figcaption id="caption-attachment-7172" class="wp-caption-text">Screenshot</figcaption></figure>
<h3></h3>
<p>Hier ist der aufsehenerregende Brief, den die in Wien lebende türkische Doktorandin in englischer Sprache an den PONS-Verlag bezüglich des „Illustrierten Türkisch-Deutschen Wörterbuchs“ geschrieben hat.</p>
<p>An den PONS Verlag</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren der PONS-Verlagsleitung,</p>
<p>zunächst möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich Ihnen mit großer Enttäuschung schreibe. Ich habe heute das Türkisch-Deutsch-Wörterbuch Ihres Verlags gekauft und festgestellt, dass die Bilder im Abschnitt „In der Türkei“, die unsere Kultur repräsentieren sollen, äußerst einseitig sind. Sie bestehen meist aus orientalistischen Klischees bzw. decken kolonialistische Klischees auf und haben nichts mit der Realität in der modernen Türkei zu tun.</p>
<p>Der Versuch, die türkische Kultur auf der ersten Seite direkt über religiöse Elemente (Prediger, Imam, Gebet, Moschee, Gebetsteppich, Takunya (Holzschuhe) usw.) bzw. Bauchtanz zu erklären, zeugt von einer äußerst falschen und kolonialistischen Sichtweise. Außerdem ist die Aufnahme des Begriffs „başlık parası – Brautgeld“ für mich als in der Türkei Geborenen und Aufgewachsenen völlig neu.</p>
<p>Ich finde es bedauerlich, dass Sie die türkische Kultur in einem Land, in dem Millionen von Türken leben, so fremd und falsch darstellen. Durch die Verwendung von Elementen wie Fes, Brautpreis, „beşi bir yerde”, religiösen Symbolen und Bauchtänzerinnen werden nicht nur negative Stereotype über Türken verstärkt, sondern es entsteht auch eine Wahrnehmung, die den säkularen Kampf und die Realität in der Türkei untergräbt.</p>
<p>Als junge türkische Akademikerin und Frau möchte ich dieses Problem ansprechen, da die Beispiele in Ihrer Publikation mit dem Verständnis des politischen Islams in der Türkei in Verbindung gebracht werden können. Meine Aussage, dass Sprache eine politische Haltung darstellt, rührt daher, dass Ihre Darstellung als Herausgeber eine Perspektive erkennen lässt, die den demokratischen Kampf der Menschen in der Türkei, ihre Teilnahme an Protesten gegen den politischen Islam sowie unseren Einsatz zur Verteidigung der säkularen Werte und die vielfältige, freheitlich demokratische Grundhaltung unserer Verfassung ignoriert. Problematisch ist auch, dass die von Ihnen gewählte Sprache und die verwendeten Bilder ausschließlich religiöse („eine ganze Seite über die Türkei mit religiösen Elementen“) und patriarchale („Brautgeld“, „Bridegeld“, „Bauchtänzerin“, „Heiratsthema“) Inhalte enthalten. Dies trägt zur Objektivierung türkischer Frauen bei. Ich danke Ihnen, dass Sie meine Anmerkung ernst genommen haben, und freue mich auf Ihre nächste Publikation.</p>
<p>Schließlich ist Sprache eine dynamische Realität. Wenn Sie sich auf einen Zeitraum vor 150 Jahren beziehen, mögen die von Ihnen erwähnten kulturellen Elemente vielleicht Sinn ergeben. Auch Deutschland ist erst seit ca. 80 bis 150 Jahren so. Als Übersetzerin hoffe ich jedoch, dass Sie die aktuellen Dynamiken der Sprache berücksichtigen und sich in Ihren zukünftigen Veröffentlichungen der politischen Dimension der Sprache sowie der Stereotype, mit denen Nationen zu kämpfen haben, bewusst sind.</p>
<p>So endete der Protestbrief, den wir erhalten haben.</p>
<h3>Was sagen aber die Experten in Wien dazu?</h3>
<p>Der PONS-Verlag hat mit seinem &#8222;Illustrierten Türkisch-Deutschen Wörterbuch&#8220; für 30 Euro für ordentlich Aufsehen gesorgt. Aber was sagen die Kultur-Experten dazu?</p>
<p>Die Experten sagen, dass die Bilder im PONS-Buch die Modernisierung der Türkei und das moderne Leben der türkischen Frauen ignorieren. Stattdessen spiegelten sie eine ziemlich herablassende, arrogante, orientalistische und kolonialistische Sichtweise des Westens aus dem 20. Jahrhundert wider.</p>
<p><strong>&#8222;Deutsche Pons – das ist echt frech!&#8220;</strong></p>
<p>Gegenüber der Türkischen Allgemeinen äußerten sie sich wie folgt:</p>
<p>„Diese Sichtweise stellt die moderne Republik Türkei, die Nachfolgerin des Osmanischen Reiches, immer noch als ein rückständiges Land im Sumpf des Nahen Ostens dar. Hier hat die Türkei in den letzten 20 Jahren sehr gelitten und wurde durch salafistisch-wahabitische Kräfte de facto in den Sumpf des Nahen Ostens geschickt. Aber. Die moderne Türkei wurde durch die verschiedenen Waffen des Westens und die byzantinischen Machenschaften mit ihren unmoralischen Religionshändlern de facto zerstört und wird von den Experten von oben herab betrachtet. Sie beschreiben das Land wie ‚exotische Tiere, die sich gegenseitig auffressen. Deutsche Pons – das ist echt frech!&#8220;</p>
<p>Starke Worte.</p>
<p>Nach dieser bemerkenswerten Kritik forderten die Experten den PONS-Verlag auf, die kulturelle Vielfalt der Türkei und das wahre Gesicht der modernen Türkei gegenüber Personen, die Türkisch lernen möchten, fairer darzustellen. Die Experten betonten, dass solche illustrierten Türkisch-Lehrbücher im Rahmen des Sprachlernprozesses nicht nur Vokabeln, sondern auch kulturelle und kontextuelle Aspekte der Modernisierung vermitteln sollten.</p>
<p>In diesem Zusammenhang sprachen sie sich dafür aus, Bilder hinzuzufügen, die die reiche Geschichte, das kulturelle Erbe und die Stellung der Frau in der türkischen Gesellschaft zumindest ansatzweise widerspiegeln. Abschließend erklärten die Fachverleger: „Dies ist nicht nur für Sprachlernende von großer Bedeutung, sondern auch für das internationale Image der Türkei.“ Dies ist ein bewusster Versuch von PONS, mit orientalistisch-arrogantem Gehabe zu diffamieren. Nicht alle Deutschen sind so, aber viele vertreten diese Sichtweise. Wir raten davon ab, dies fortzusetzen. Die alten Zeiten sind nach Ukraine- Russland und Syrien Krieg vorbei. Deutsche Pons und das Bilderwörterbuch Türkisch-Deutsch schüren Vorurteile gegen die moderne Frau in der Türkei und ihren säkularen Lebensstil. Seit Jahren versucht man, mit westlicher Hilfe die moderne Republik in einen soft-sunnitischen Molla-Iran umzuwandeln, indem man Hand in Hand mit den Reaktionären und Fundamentalisten aus der Türkei und der Welt arbeitet. Damit schießt Deutschland und die EU sich selbst in die Beine. Wir raten davon ab, dies fortzusetzen.“ (<strong>Wien, 4..08 2025, Türkische Allgemeine</strong>)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/08/11/deutsche-pons-das-ist-echt-frech/">&#8222;Deutsche Pons – das ist echt frech!&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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		<title>ALMAN PONS’UN  HIZLI TÜRKÇE ÖĞRETMESİNE TEPKİ NEREDEN GELDİ?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Günes]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Aug 2025 13:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>VİYANA. PONS yayınevi, 30 avroya &#8222;Resimli Türkçe-Almanca Sözlüğü&#8220; adlı bir kitap yayınlayarak,&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/08/11/alman-ponsun-hizli-tuerkce-oegretmesine-tepki-nereden-geldi/">ALMAN PONS’UN  HIZLI TÜRKÇE ÖĞRETMESİNE TEPKİ NEREDEN GELDİ?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-pm-slice="1 1 []"><strong>VİYANA.</strong> PONS yayınevi, 30 avroya &#8222;Resimli Türkçe-Almanca Sözlüğü&#8220; adlı bir kitap yayınlayarak, Almanca konuşanlara modern Türkiye&#8217;yi göz ardı eden ve Batı&#8217;nın önyargılarını pekiştiren bir içerik sunduğu iddia ediliyor. Bu duruma tepki olarak yayınevine bir mektup gönderildi ve Türkische Allgemeine, mektubun içeriğini okuyucularına aktarıyor.</p>
<p data-pm-slice="1 1 []">Viyana&#8217;da doktora yapan bir Türk vatandaşı, 2018 baskılı Almanca PONS sözlüğünün 2020&#8217;de &#8222;Resimli Türkçe-Almanca Sözlüğü&#8220; olarak yeniden yayımlanmasından rahatsızlık duyduğunu ifade etti. Bu projenin yöneticisi Alman Christiana Mackenzie, sözlüğün daha önce resimsiz olan versiyonunun, internette ismi bulunmayan Erkin Güneşdoğdu&#8217;nun desteğiyle geliştiğini belirtti.</p>
<p data-pm-slice="1 1 []">Bir Türk üniversitesi öğrencisi, Almanca dilini öğrenme çabaları sırasında PONS yayınevinin &#8222;Resimli Türkçe-Almanca Sözlüğü&#8220; adlı eserine başvurdu. Ancak, bu sözlüğün içindeki resimlerin tek taraflı ve önyargılı bir bakış açısıyla hazırlandığını fark etti. Bu durumu gözlemleyen öğrenci, hissettiği rahatsızlığı dile getirmek amacıyla bir mektup yazmaya karar verdi. Mektubunda, sözlükteki görsellerin Türkiye&#8217;nin zengin kültürel çeşitliliğini ve modernleşme sürecini yeterince yansıtmadığını vurguladı.</p>
<h3 data-pm-slice="1 1 []"><a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/IN-DER-TUeRKEI.pdf">PONS IN DER TÜRKEI</a></h3>
<h3 data-pm-slice="1 1 []"></h3>
<h3 data-pm-slice="1 1 []">İşte o mektup</h3>
<p data-pm-slice="1 1 []">İşte Viyana&#8217;da yaşayan bayan Türk doktora öğrencisinin PONS yayınevine İngilizce kaleme aldığı &#8222;Resimli Türkçe-Almanca Sözlüğü&#8220; ile ilgili dikkat çeken mektup..</p>
<p>&#8222;Sayın İlgili,</p>
<p>Öncelikle, büyük bir hayal kırıklığıyla size yazdığımı belirtmek isterim. Bugün, yayın evinizin (PONS) Türkçe-Almanca sözlük kitabını satın aldım ve “In Der Türkei” bölümünde kültürümüzü temsil etmesi amaçlanan görsellerin son derece oryantalist ve Türkiye&#8217;nin gerçekliğinden tamamen kopuk olduğunu gördüm. Türk kültürünü ilk sayfada doğrudan dini unsurlar (vaiz, imam, namaz, cami, seccade vb.) aracılığıyla açıklamaya çalışmak, son derece hatalı ve oryantalist bir bakış açısını yansıtmaktadır. Ayrıca, “başlık parası – das Brautgeld” ifadesinin kitaba dahil edilmesi, Türkiye&#8217;de doğup büyümüş biri olarak hayatımda ilk kez gördüğüm bir şeydir. Milyonlarca Türk&#8217;ün yaşadığı bir ülkede, Türk kültürünü bu kadar yabancı ve yanlış bir şekilde temsil etmenizi talihsiz ve iyi niyetli bulmuyorum. Fes, başlık parası, “beşi bir yerde”, dini semboller ve dansözler gibi unsurların kullanılması, Türkler hakkındaki olumsuz stereotipleri pekiştirmekle kalmaz, aynı zamanda Türkiye&#8217;deki laik mücadeleyi baltalayan bir algı yaratır. Son olarak, dil dinamik bir gerçektir. Eğer bahsettiğiniz zaman dilimi 150 yıl önceyse, belki de bahsettiğiniz kültürel unsurlar mantıklı olabilir. Ancak, bir çevirmen olarak, dilin güncel dinamiklerini göz önünde bulundurmanızı ve gelecekteki yayınlarınızda dilin politik duruşu ve ulusların mücadele ettiği stereotiplerin bilincinde olmanızı umuyorum.&#8220;</p>
<figure id="attachment_7154" aria-describedby="caption-attachment-7154" style="width: 2087px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7154 size-full" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/xxx-scaled.jpeg" alt="" width="2087" height="2560" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/xxx-scaled.jpeg 2087w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/xxx-245x300.jpeg 245w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/xxx-835x1024.jpeg 835w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/xxx-768x942.jpeg 768w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/xxx-1252x1536.jpeg 1252w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/xxx-1669x2048.jpeg 1669w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/xxx-800x982.jpeg 800w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/xxx-1160x1423.jpeg 1160w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/xxx-1600x1963.jpeg 1600w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/xxx-489x600.jpeg 489w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/xxx-1536x1885.jpeg 1536w" sizes="(max-width: 2087px) 100vw, 2087px" /><figcaption id="caption-attachment-7154" class="wp-caption-text">PONS yayınevi, 30 avroya &#8222;Resimli Türkçe-Almanca Sözlüğü&#8220; adlı bir kitap geçte olsa protesto edilmesi dikkat çekti.</figcaption></figure>
<h3 data-pm-slice="1 1 []"></h3>
<h3 data-pm-slice="1 1 []">Yayıncı Viyana&#8217;da yaşayan uzmanlar ne diyor</h3>
<p data-pm-slice="1 1 []">Bu öğrencinin PONS&#8217;a gönderdiği mektubu aşağıda yayınlamadan önce, bu PONS kitabını alanında uzman olan Avusturyalı Türk yayıncılarla paylaştık. Onların görüşleri oldukça sert eleştirilerle doluydu.</p>
<p data-pm-slice="1 1 []">Uzmanlar, PONS&#8217;daki resimlerin, Türkiye&#8217;nin modernleşme sürecini ve modern Türk kadınını yok sayarak, 20. yüzyıldan kalma Batı&#8217;nın aşağılayıcı, küstah ve üstten bakan oryantalist bakış açısını yansıttığını belirtere şunları ifade ettiler: &#8222;Bu bakış açısı, Osmanlı İmparatorluğu&#8217;nun ardılı olan modern Türkiye Cumhuriyeti&#8217;ni hala Orta Doğu bataklığında geri kalmış bir ülke olarak tasvir etmektedir. Uzmanlar, Batı&#8217;nın silahları ve Bizans oyunlarıyla bu bölgenin ahlaksız din bezirganlarıyla mahvedilmiş Türkiye&#8217;ye üstten bakarak, bu ülkeyi &#8222;birbirine yiyen egzotik hayvanlar&#8220; olarak tanımlamaktır.</p>
<p data-pm-slice="1 1 []">Bu eleştirilerin ardından uzmanlar, PONS yayınevinin Türkçe öğrenmek isteyen Almanca konuşan bireylere yönelik olarak Türkiye&#8217;nin kültürel çeşitliliğini ve modern Türkiye&#8217;nin gerçek yüzünü daha adil bir şekilde temsil etmesini talep ettiler. Uzmanlar, bu tür resimli Türkçe öğrenme eserlerinin, dil öğrenme sürecinde sadece kelimeleri değil, aynı zamanda kültürel ama bir o kadar da gelinen modernleşme bağlamlarını da içermesi gerektiğini vurguladılar. Bu bağlamda, Türkiye&#8217;nin zengin tarihini, kültürel mirasını ve kadınların toplumdaki yerini daha doğru bir şekilde yansıtacak tek kare bile olsa görsellerin eklenmesi gerektiğini savundular. Uzman yayıncılar son olarak, &#8222;Bu durum, sadece dil öğrenenler için değil, aynı zamanda Türkiye&#8217;nin uluslararası imajı açısından da büyük bir önem taşımaktadır. Bu PONS tarafından bilinçli bir şekilde oryantalist küstah bir üstenci bakışla çamura sokma girişimidir. Almanların hepsi böyle değildir ama içlerinde bu bakış açısına sahip olanlar çoktur. Vazgeçmelerini tavsiye ederiz.&#8220; ifadelerini kullandılar.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Yorum sizlerin&#8230;</p>
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		<item>
		<title>Ist die deutsche Justiz auf dem rechten Auge blind?</title>
		<link>https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/07/29/ist-die-deutsche-justiz-auf-dem-rechten-auge-blind/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Günes]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jul 2025 11:19:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Köln,  31.07.2025 von Ahmet Özay Am 25. März 2024 wurde der rechtsextreme&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/07/29/ist-die-deutsche-justiz-auf-dem-rechten-auge-blind/">Ist die deutsche Justiz auf dem rechten Auge blind?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Köln,  31.07.2025 von Ahmet Özay</p>
<p>Am 25. März 2024 wurde der rechtsextreme Rassist Daniel Szalla im zweiten Solinger Prozess, in dem vier bulgarische Staatsbürger türkischer Herkunft verbrannt wurden, zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht argumentierte jedoch, dass Szalla die Morde nicht aus rassistischen Gründen begangen habe. In der letzten Verhandlung wurde die Zahl der Zuschauer:innen auf 22 begrenzt undst die deutsche Justiz auf dem rechten Auge blind? Der Düsseldorfer Generalkonsul Ali İhsan İzbul wurde nicht in den Saal gelassen. Er konnte die Verhandlung nur verfolgen, weil ihm einer der türkischen Zuschauer seinen Platz überließ.</p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-7060 size-large" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-4-1024x579.jpeg" alt="" width="1024" height="579" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-4-1024x579.jpeg 1024w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-4-300x170.jpeg 300w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-4-768x434.jpeg 768w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-4-1536x869.jpeg 1536w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-4-800x453.jpeg 800w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-4-1160x656.jpeg 1160w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-4-600x339.jpeg 600w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-4.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-7061 size-large" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-5-1024x473.jpeg" alt="" width="1024" height="473" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-5-1024x473.jpeg 1024w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-5-300x139.jpeg 300w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-5-768x355.jpeg 768w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-5-800x370.jpeg 800w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-5-1160x536.jpeg 1160w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-5-600x277.jpeg 600w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-5.jpeg 1266w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im letzten Solingen-Brandanschlagprozess, der seit Februar vor dem Landgericht Wuppertal verhandelt wurde und bei dem vier bulgarischstämmige Türken ums Leben kamen, wurde der rassistische Angeklagte zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Ereignisse während des insgesamt 21-tägigen Prozesses ließen jedoch die Frage aufkommen: „Ist die deutsche Justiz blind?”</p>
<p>Die vom zuständigen Staatsanwalt beantragte schwere Freiheitsstrafe für den Angeklagten Daniel Szalla wegen der Brandstiftung vom 25. März 2024 wurde vom Gericht bestätigt. Das Gericht verkündete sein Urteil auf Antrag der Staatsanwaltschaft, die behauptete, der Angeklagte habe die Tat nicht aus rassistischen Motiven begangen. Für drei weitere Brandstiftungen, die während des Prozesses bekannt wurden und die Daniel Szalla gestanden hat, wurde der Angeklagte jeweils zu zwei Jahren Haft verurteilt.</p>
<p>Die Verhandlung bleibt aufgrund zahlreicher Informationen, Dokumente, Bilder und Aussagen, gelöschter Beweise und verschwundener Berichte in Erinnerung. Die rechtsextreme Identität des Angeklagten, die von den Sicherheitsbehörden verschleiert worden war, wurde von den Anwälten der türkischen Familien aufgedeckt. Außerdem wurde deutlich, dass der Brandstifter aller vier Brände ein Rassist war. Trotzdem zogen es sowohl die deutsche Polizei als auch die zuständige Staatsanwaltschaft vor, die Brandstiftungen als „Einzelfälle und Persönlichkeitsstörungen” abzutun.</p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-7056 size-large" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-10-1024x768.jpeg" alt="" width="1024" height="768" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-10-1024x768.jpeg 1024w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-10-300x225.jpeg 300w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-10-768x576.jpeg 768w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-10-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-10-800x600.jpeg 800w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-10-1160x870.jpeg 1160w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-10-600x450.jpeg 600w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-10.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>ABRECHNUNG MIT FEUER</strong></p>
<p>Die Abrechnung mit Feuer oder die Verwendung von Feuer als Mittel der Bestrafung hat in der katholischen Welt eine jahrhundertelange Tradition. Feuer war zeitweise Teil des kirchlichen Rechtsprozesses.</p>
<p>Heute existiert „Feuer” im sozialen Sinne als Mittel der Rache in den Händen rassistischer Fanatiker, die sich vom Einfluss blutiger Traumata der Geschichte nicht befreien können.</p>
<p>Die Sicherheitsbehörden, die auf diese Fehlfunktion der Gesellschaft vorbereitet sind, lassen keine Maßnahme aus, um das „Feuer” des Rassismus zu löschen.</p>
<p>In solchen Fällen werden im Laufe der Ermittlungen Beweise aussortiert und Protokolle gehen verloren. Dem Staatsanwalt wird ein Profil des Verdächtigen vorgelegt, das soziale und politische Aspekte ausblendet und sich auf persönliche Probleme beschränkt.</p>
<p>Das Ziel besteht darin, eine Weiterleitung der Akte an die Bundesanwaltschaft wegen vorsätzlicher Brandstiftung zu verhindern. Andernfalls würde sich das Verfahren zu einem Terrorprozess entwickeln.</p>
<p>Es würde zu einem gesellschaftlichen Ereignis werden und internationale Dimensionen annehmen. Deutschland würde erneut blamiert werden.</p>
<p>Anwesend sind der Generalkonsul von Düsseldorf, Ali İhsan İzbul, Anwälte und Angehörige der Opfer.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-7058 size-large" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-6-1024x768.jpeg" alt="" width="1024" height="768" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-6-1024x768.jpeg 1024w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-6-300x225.jpeg 300w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-6-768x576.jpeg 768w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-6-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-6-800x600.jpeg 800w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-6-1160x870.jpeg 1160w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-6-600x450.jpeg 600w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-6.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>ERSTE ERKLÄRUNG</strong></p>
<p>Zu Beginn der Ermittlungen zur Brandstiftung im März 2024 hatte der zuständige Staatsanwalt erklärt, es gebe keinen rassistischen Hintergrund für die Tat, und die Ermittlungen entsprechend ausgerichtet.</p>
<p>Zu dieser Zeit war Bundespräsident Franz Walter Steinmeier in Istanbul. In seiner Rede vor Präsident Erdoğan sagte er: „Ich hätte nicht gedacht, dass sich 30 Jahre später erneut ein Vorfall wie in Solingen ereignen würde.“ Damit erklärte er, dass das Motiv für die zweite Brandstiftung dasselbe sei wie für die erste. Steinmeier war als Minister für die Koordinierung der deutschen Geheimdienste zuständig. Ein Versprecher war daher ausgeschlossen.</p>
<p>Nach Beginn der Gerichtsverhandlungen wurden nach und nach Beweise von den Anwälten der türkischen Familien vernichtet, Spuren beseitigt und Berichte verschwanden. Zudem wurde die rechtsextreme Identität des Angeklagten Daniel Szalla durch die Justiz verschleiert. Außerdem wurde bekannt, dass der Angeklagte ein rassistischer Brandstifter war, der vier Brände gelegt hatte. Die deutsche Polizei und der zuständige Staatsanwalt hatten den Fall jedoch als Streit zwischen Mieter und Vermieter dargestellt. Sie hatten die Brandstiftung als Einzelfall abgetan.</p>
<p>Im Laufe des Prozesses legten die Anwälte der türkischen Familien neue Beweise vor.</p>
<p>Im April reichte die Anwältin von Ayşe und Nihat Kostadincheva, die bei dem Brand in dem Gebäude schwer verletzt wurden, einen Antrag beim Gericht ein. Sie wies darauf hin, dass der Angeklagte neben der Brandstiftung auch Probleme mit Ausländern hatte, die der Polizei gemeldet worden waren. Sie beantragte, zwei ausländische Zeugen, darunter einen Marokkaner, vor Gericht zu laden. Der Richter lehnte diesen Antrag ab.</p>
<p>Bei dem Brand in dem vierstöckigen Gebäude in Solingen kamen vier Menschen türkischer Herkunft ums Leben, darunter zwei Kinder. Neun Menschen wurden verletzt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7062 size-large aligncenter" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-2-461x1024.jpeg" alt="" width="461" height="1024" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-2-461x1024.jpeg 461w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-2-135x300.jpeg 135w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-2-691x1536.jpeg 691w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-2-270x600.jpeg 270w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/07/WhatsApp-Image-2025-07-29-at-13.40.37-2.jpeg 720w" sizes="(max-width: 461px) 100vw, 461px" /></p>
<p><strong>VIERTER BRANDANSCHLAG</strong></p>
<p>Farce: De facto eine innige Freundschaft (auf Türkisch: „Al takke ver külah”).</p>
<p>Zwei Monate später wurde die Anhörung des marokkanischen Zeugen zugelassen. Dieser erklärte vor Gericht, dass er in der Vergangenheit mit Jesica Breuer, der Freundin des Angeklagten Daniel Szalla, im selben Gebäude gewohnt habe. Er wies darauf hin, dass der Mörder und seine Freundin aus dem Gebäude ausgezogen seien und dieses am 25. Januar 2022 in Brand gesteckt worden war. Er betonte, dass die Garten- und Eingangstüren des Gebäudes von außen verschlossen gewesen seien, als die Bewohner:innen während des Brandes fliehen wollten. Vor beiden Türen war jeweils eine Gasflasche abgestellt worden. Kurz gesagt, es handelte sich um einen geplanten Mord. Trotz aller Beweise hat die Wuppertaler Polizei den Angeklagten nicht vernommen. Es wurde kein Sachverständiger zum Tatort gerufen. Die Brandstiftung wurde als „Kurzschluss“ gemeldet. Nachdem der Staatsanwalt die Aussage des marokkanischen Zeugen gehört hatte, musste er diese in die Akte des Verdächtigen aufnehmen. Der Verdächtige hatte zuvor bereits ein Haus chinesischer Eigentümer in der Nähe des Hauses der türkischen Familie in Brand gesetzt. In einer Zwischenentscheidung wurde der Wuppertaler Polizei die Ermittlungsbefugnis entzogen und der Polizei in Hagen übertragen, um die neuen Erkenntnisse zu untersuchen.</p>
<p>Denn die Missstände bei der Wuppertaler Polizei nahmen kein Ende. Als schließlich die Beweise ausgewertet und die Zeugen angehört wurden, stellte sich heraus, dass der Angeklagte auch dieses Gebäude in Brand gesetzt hatte.</p>
<p><strong>EINER VON 25</strong></p>
<p>Fatih Zingal, der die bulgarisch-türkische Familie Zhilov vertritt, die vier Angehörige verloren hat, sagte gegenüber Yeni Şafak: „Ich bin seit 25 Jahren Rechtsanwalt. Der Gerichtsprozess ist für mich eine Premiere.</p>
<p>Die Polizei sammelt Beweise und legt sie dem Staatsanwalt vor. Der Staatsanwalt erstellt die Anklageschrift. Hier war das nicht der Fall. Die Beweise wurden vernichtet. Der Polizeibericht, in dem der Angeklagte als „rechtsextrem“ bezeichnet wurde, ist verschwunden. Das Gericht nahm die Social-Media-Beiträge und Computeraufzeichnungen des Angeklagten unter Berufung auf die „Privatsphäre” nicht in die Prozessakte auf.</p>
<p>Allerdings wurde bekannt, dass sich auf dem Computer des Angeklagten neonazistisches Material befand.</p>
<p>Nach dem vierten Brandanschlag des Mörders gaben die Anwälte der türkischen Familien eine Erklärung ab, in der sie die Rechtsverstöße im Zusammenhang mit dem zweiten Anschlag von Solingen öffentlich machten. Die Frankfurter Anwältin Seda Başay Yıldız sagte: „Ich bin mir sicher, dass die Brandstiftung eindeutig aus rassistischen Motiven begangen wurde. In allen Häusern, die der Angeklagte in Brand gesetzt hat, lebten Ausländer:innen. Bei dem zuletzt aufgedeckten Vorfall ist die Polizei nicht zum Tatort gefahren, hat keine Zeugen befragt und keine Sachverständigen hinzugezogen.“</p>
<p>Letztendlich entschied sich der Staatsanwalt jedoch, den Sachverständigenbericht zu berücksichtigen, und kam zu der umstrittenen Einschätzung: „Der Angeklagte ist zwar ein Mörder, der Gebäude von Ausländer:innen in Brand gesetzt hat, aber er hat die Brände nicht aus rassistischen Motiven gelegt. Der Grund für die Brandstiftung ist in seiner Lebensgeschichte zu suchen.“</p>
<p><strong>Gerechtigkeit wurde verletzt</strong></p>
<p>Adnan Menderes Erdal, der während der Ermittlungen die bulgarisch-türkische Familie vertreten hatte, betonte, dass der in Wuppertal zu Ende gegangene Prozess voller Ungereimtheiten sei, die in der deutschen Rechtsgeschichte beispiellos seien. Er bezeichnete den Prozess als Skandal und führte aus: „Unmittelbar nach der Brandstiftung in Solingen erklärte der zuständige Staatsanwalt in Wuppertal, es liege kein fremdenfeindliches Motiv vor. Ich habe den Staatsanwalt öffentlich kritisiert und erklärt, dass seine Erklärung falsch sei, da er eine solche Erklärung nicht vor Abschluss der Ermittlungen, sondern erst nach deren Abschluss hätte abgeben dürfen. Der Staatsanwalt wollte die Motive des Verdächtigen bewusst oder vorsätzlich verschleiern. Das ist ihm auch gelungen. Die Polizeibehörde spielte dabei eine ähnliche Rolle. Auch wenn sie bewusst und absichtlich die fremdenfeindliche Motivation des Täters verschleiern wollten, ist alles vor der Öffentlichkeit geschehen. Da der Angeklagte nicht vor den Bundesgerichtshof gestellt wurde, kam es zu diesem Ergebnis und die deutsche Justiz hat einen schweren Schlag erlitten.“</p>
<p><strong>KEIN PLATZ FÜR DEN KONSUL</strong></p>
<p>Der letzte Verhandlungstag wurde auch vom türkischen Generalkonsul in Düsseldorf, Ali İhsan İzbul, in Wuppertal verfolgt. Da die Zahl der Zuschauer im Gerichtssaal aus „Platzmangel“ auf 22 begrenzt worden war, konnte der Generalkonsul den Gerichtssaal zunächst nicht betreten. Erst als einer der türkischen Zuschauer seinen Platz räumte, konnte Izbul den Gerichtssaal betreten. Diese Haltung des Gerichts stieß bei den türkischen Zuschauer:innen auf Ablehnung.</p>
<p>In der Nacht vom 25. März 2024 kamen bei einem Brandanschlag in Solingen der bulgarisch-türkische Vater Ismail Zhilov (29), seine Frau Kıymet Zhilov sowie ihre Kinder Gizem (3) und Elis (5) ums Leben.</p>
<p>Der zweite Vorfall von Solingen endete für die türkische Gemeinschaft mit drei wichtigen Lehren:</p>
<p>Erstens konnte die Brandstiftung dank der Entschlossenheit der Türkei nicht vertuscht werden.</p>
<p>Zweitens wurde deutlich, dass Bulgarien auch im 21. Jahrhundert seine Bürger:innen türkischer Herkunft herabwürdigt. Denn die bulgarischen Behörden in Deutschland zogen es vor, den Verhandlungen fernzubleiben.</p>
<p>Drittens zeigt der „Zweite Solinger Brandanschlag”, das dieser Fall als letzter in die Rechtsgeschichte eingegangen ist, in dem die deutsche Justiz „blind für die rechte Seite” war.</p>
<p>(Ahmet Özay, Köln, 29.07.2025)</p>
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		<title>Nach dem gestrigen Massaker an Dürussen in Syrien folgt ein Hilferuf!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Günes]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jul 2025 12:15:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>WIEN/BERLIN. Eine assyrische Aktivistin aus Deutschland ruft zur Hilfe für die Minderheiten&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>WIEN/BERLIN. </strong>Eine assyrische Aktivistin aus Deutschland ruft zur Hilfe für die Minderheiten in Syrien gegen die Regierung in Damaskus auf.</p>
<p>Ein Leserbrief einer Aktivistin der Assyrischen Autonomie Bewegung e. V. aus Deutschland erreichte uns nach dem gestrigen (14.07.2025) Dürussen-Massaker in der Region Suwaida in Syrien.</p>
<p>Laut deutschen und internationalen Medien (auch in der DW und der DPA) kam es dort zu einem Gewaltausbruch. Ein Bericht der <a href="https://www.news894.de/artikel/rund-90-tote-nach-neuer-gewalt-in-syrien-2381102.html">DPA lautet beispielsweise wie folgt:</a> „<em>In Syrien sind trotz der Bemühungen um mehr Stabilität bei erneuten Unruhen Dutzende Menschen ums Leben gekommen. In der südlichen Provinz Suwaida wurden bei Zusammenstößen bewaffneter Gruppen mindestens 89 Menschen getötet, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Unter den Toten seien 50 Angehörige der drusischen Minderheit, 18 Beduinen und 14 Regierungssoldaten gewesen. Dutzende Menschen seien zudem verletzt worden, einige davon lebensgefährlich. Unter den Opfern seien auch Kinder.&#8220;</em></p>
<p>Der assyrische Aktivist Charli Kanoun zeichnet ein anderes Bild: Er macht die aktuelle Damaskus-Regierung HTS unter Ahmet Al Schaare, auch bekannt als Al Jolani, verantwortlich.</p>
<h2>Hier ist der Leserbrief aus Deutschland von Charli Kanoun, einem Aktivisten der Assyrischen Autonomie Bewegung e. V.</h2>
<p>Die aktuellen Auseinandersetzungen zwischen der drusischen Bevölkerung und islamistischen Gruppierungen sind kein neues Kapitel im syrischen Drama, sondern Teil eines seit Langem bekannten Szenarios. Seit sich Abu Mohammed al-Jolani, ehemals Anführer der Al-Nusra-Front, in Idlib und Umgebung als neue Macht etabliert hat, gewinnen dschihadistische Gruppen immer mehr freien Raum. Unter seiner Duldung, wenn nicht gar mit seiner Zustimmung, sind sie in Regionen, in denen keine staatliche Ordnung mehr gilt, zu Herren über Leben und Tod geworden.</p>
<p>Die Leidtragenden sind wie so oft die Schutzlosen: religiöse und ethnische Minderheiten. Christen, Assyrer, Drusen und Jesiden – für sie bedeutet diese Machtverlagerung Unsicherheit, Vertreibung und oft auch den Tod. Kirchen werden geplündert, Dörfer entvölkert und religiöse Symbole entweiht. Die islamistische Agenda lässt keinen Platz für kulturelle Vielfalt – sie strebt nach Gleichschaltung durch Angst und Gewalt.</p>
<p>Was wir erleben, ist kein isolierter Konflikt. Es ist das systematische Zersetzen eines Landes, das einst für seine Vielfalt bekannt war. Heute hingegen werden Andersgläubige und ethnische Minderheiten gezielt ausgerottet. Und das Schlimmste ist, dass sich die Welt daran gewöhnt hat. Die internationale Öffentlichkeit reagiert, wenn überhaupt, nur mit Schulterzucken.</p>
<p>Doch für uns ist das kein Randthema. Es geht um unser Überleben. Als Assyrer, als Christen, als Gläubige, als Menschen. Wir gehören zu den ältesten Völkern dieser Region und werden dennoch so behandelt, als hätten wir nie existiert. Unsere Stimmen verhallen zwischen politischen Interessen und medialer Gleichgültigkeit.</p>
<p>Wir Assyrer wissen genau, wozu Gruppen wie jene um Jolani fähig sind. Wir haben Verbrechen gesehen, wir haben Terror überlebt. Unsere Klöster wurden niedergebrannt, unsere Kinder entführt und unsere Dörfer ausgelöscht. Selbst unsere Friedhöfe wurden nicht verschont. Das war keine Ausnahme, sondern Methode.</p>
<p>Es braucht mehr als Worte. Benötigt wird eine internationale Schutzmission für die bedrohten Minderheiten Syriens. Benötigt werden neutrale Kräfte, die in einigen Gebieten für Sicherheit sorgen, humanitäre Korridore sichern und das extremistische Treiben eindämmen. Ohne solchen Schutz wird sich die ethnisch-religiöse Landkarte des Nahen Ostens weiter leeren – und mit ihr ein ganzes Kapitel Menschheitsgeschichte.</p>
<p>Wenn sich die internationale Gemeinschaft nicht bald bewegt und keine Schutztruppen entsendet, dann sehen wir das Unheil bereits kommen. Das Schlimmste steht direkt vor der Tür. Noch haben wir die Möglichkeit zu handeln – aber vielleicht nicht mehr lange.</p>
<p><strong>Charli Kanoun</strong></p>
<p><strong>Aktivist in der Assyrischen Autonomie Bewegung e. V.</p>
<p>Vorsitzender des Assyrischen Kulturvereins e.V. </strong></p>
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		<title>Trump verhängt Embargo gegen Nachrichtenagentur AP</title>
		<link>https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/02/19/trump-verhaengt-embargo-gegen-nachrichtenagentur-ap/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Günes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Feb 2025 09:14:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AP warf dem Weißen Haus in einer Erklärung vor, das Grundprinzip der&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/02/19/trump-verhaengt-embargo-gegen-nachrichtenagentur-ap/">Trump verhängt Embargo gegen Nachrichtenagentur AP</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>AP warf dem Weißen Haus in einer Erklärung vor, das Grundprinzip der Pressefreiheit zu verletzen.</p>
<p><strong>WIEN/WASHINGTON.</strong> Der zum zweiten Mal gewählte US-Präsident Donald Trump hat der Nachrichtenagentur Associated Press den Zugang zum Oval Office verwehrt, weil sie auf ihrer Karte nicht den Namen „Golf von Amerika“ verwendet.</p>
<p>US-Präsident Trump gab in seiner Villa Mar-a-Lago in Florida eine Pressekonferenz. Trump wurde nach seiner Meinung zum Rauswurf von AP aus dem Oval Office gefragt, die nach dem Dekret zur Umbenennung des Golfs von Mexiko in Golf von Amerika ihre alte Praxis in dieser Angelegenheit fortgesetzt hatte.</p>
<p><strong>„SIE WERDEN DRAUSSEN BLEIBEN, BIS SIE ES AKZEPTIEREN“.</strong></p>
<p>„Ich weiß nicht, was sie tun, aber ich sage nur, dass sie draußen bleiben werden, bis sie akzeptieren, dass es der Golf von Amerika ist“, sagte Trump.</p>
<p>In Bezug auf sein Dekret sagte Trump, er verstehe das Beharren von AP auf dem alten Namen nicht und finde es „lächerlich“.</p>
<p>„Sie tun uns keinen Gefallen und ich glaube nicht, dass ich ihnen einen Gefallen tun werde. So funktioniert das Leben“, sagte Trump und fügte hinzu, dass AP nicht ins Oval Office einziehen werde, solange sie nicht den Namen Golf von Amerika benutzten.</p>
<p><strong>STREIT UM DEN NAMEN GOLF</strong></p>
<p>AP kündigte an, sich nicht an Donald Trumps Anordnung zu halten, den Namen „Golf von Mexiko“ in „Golf von Amerika“ zu ändern. In einer Erklärung warf AP dem Weißen Haus vor, das Grundprinzip der Pressefreiheit zu verletzen.</p>
<p>Trumps Dekret gelte nur für die Vereinigten Staaten, nicht aber für Mexiko oder andere internationale Organisationen.</p>
<p>Mit dem am 20. Januar im Weißen Haus unterzeichneten Dekret ordnete Trump die Umbenennung des Golfs von Mexiko in „Golf von Amerika“ an. In dem Erlass heißt es: „Präsident Trump bringt gesunden Menschenverstand in die Regierung und erneuert die Grundlagen der amerikanischen Zivilisation“.</p>
<p><strong>ELON MUSK NICHT IN „INTERESSENKONFLIKT“ VERWICKELT</strong></p>
<p>US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass sein hochrangiger Berater Elon Musk, der eine wichtige Rolle bei der Überwachung von Regierungsinstitutionen spielt, nicht in diese Aufgaben involviert sein wird, wenn es einen „Interessenkonflikt“ zwischen seiner eigenen Arbeit und Regierungsangelegenheiten gibt.</p>
<p>Trump merkte an, dass Musk bei der Verkleinerung der Bundesregierung, der Eliminierung unnötiger Kosten und der Reduzierung der Ausgabenlast der Institutionen sehr gute Arbeit geleistet habe.</p>
<p><strong>„ER WÜRDE SO ETWAS NICHT WOLLEN.“</strong></p>
<p>Trump sagte, Musk sei ein sehr intelligenter und kreativer Denker und betonte, dass er aus diesem Grund mit Musk zusammengearbeitet habe und mit der bisherigen Arbeit in den Bundesinstitutionen zufrieden sei.</p>
<p>Auf die Frage, wie sich Musk, der viele eigene Unternehmen besitzt und viele Ausschreibungen von Bundesbehörden erhalten hat, im Falle eines Konflikts zwischen seinen eigenen Geschäften und denen der Regierung verhalten würde, antwortete Trump: „Dann wird er sich nicht einmischen. Das will er sowieso nicht“, antwortete er.</p>
<p>Musk erklärte auch, dass er versuche, in diesen Fragen vorsichtig zu sein und sagte: „Ich habe den Präsidenten um nichts gebeten. Wenn es eine solche Situation (eines Interessenkonflikts) gibt, werde ich mich (von diesen Posten) zurückziehen“.</p>
<p>In einigen seiner früheren Äußerungen hatte Trump erklärt, dass Musk nicht in eine solche Situation verwickelt werden würde, und Musk bestätigte Trumps Worte.</p>
<p><strong>EINFLUSS DES WEISSEN HAUSES AUF UNABHÄNGIGE ORGANISATIONEN WIRD ZUNEHMEN</strong></p>
<p>Das von US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Dekret sieht vor, dass unabhängige Organisationen ihre Regeln dem Weißen Haus vorlegen müssen.<br />
Das Weiße Haus hat das von Präsident Trump unterzeichnete Dekret über unabhängige Organisationen veröffentlicht.</p>
<p>Das Dekret, das besagt, dass diese Organisationen ihre wichtigen Regeln dem Büro für Verwaltung und Haushalt des Weißen Hauses zur Überprüfung vorlegen müssen, legt fest, dass diese Organisationen auch einer „Leistungsbewertung“ unterzogen werden.</p>
<p>„Sogenannte unabhängige Behörden wie die Federal Trade Commission (FTC), die Federal Communications Commission (FCC) und die Securities and Exchange Commission (SEC) haben ohne die Aufsicht des Präsidenten enorme Macht über die amerikanische Öffentlichkeit ausgeübt“, heißt es in der Erklärung. ( Türkische Allgemeine, Wien, 19.02.2025)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/02/19/trump-verhaengt-embargo-gegen-nachrichtenagentur-ap/">Trump verhängt Embargo gegen Nachrichtenagentur AP</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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