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	<title>Welt Archive - tuerkische-allgemeine.de</title>
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		<title>Magyar: &#8222;Sogar Goebbels wäre von diesem Sender beeindruckt. Dieser Kanal wird geschlossen.“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Günes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 18:34:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Magyar startet hart – sagte live im Staatsfernsehen: „Sogar Goebbels wäre von&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2026/04/15/magyar-sogar-goebbels-waere-von-diesem-sender-beeindruckt-dieser-kanal-wird-geschlossen/">Magyar: &#8222;Sogar Goebbels wäre von diesem Sender beeindruckt. Dieser Kanal wird geschlossen.“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4 data-start="0" data-end="140"><strong data-start="0" data-end="140">Magyar startet hart – sagte live im Staatsfernsehen: „Sogar Goebbels wäre von diesem Sender beeindruckt. Dieser Kanal wird geschlossen.“</strong></h4>
<p data-start="142" data-end="456"><strong data-start="142" data-end="154">BUDAPEST</strong> – Ungarns neuer Ministerpräsident Peter Magyar hat unmittelbar nach seinem Wahlsieg einen politischen Paukenschlag ausgelöst. Noch bevor seine Regierung offiziell ihre Arbeit aufnahm, kündigte Magyar live im staatlichen Fernsehsender M1 an, die Nachrichtenredaktion des Senders vorläufig stillzulegen. <b id="mwBA">M1</b> (ursprünglich <i id="mwBQ">MTV1</i>) ist ein Fernsehsender der ungarischen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt Duna Média.</p>
<p data-start="458" data-end="543">Besonders brisant: Er verkündete dies direkt im Studio von M1 – vor laufender Kamera. In einem Beitrag auf sozialen Medien schrieb Magyar später:<br data-start="604" data-end="607" />„Nach anderthalb Jahren bin ich in das Studio des sogenannten öffentlichen Fernsehens zurückgekehrt. Wir haben soeben die letzten Tage einer Propagandamaschine erlebt.“</p>
<p data-start="777" data-end="985">Weiter erklärte er: „Nach Bildung der Tisza-Regierung werden wir den Nachrichtenbetrieb der sogenannten öffentlichen Medien aussetzen, bis ihr echter öffentlich-rechtlicher Charakter wiederhergestellt ist.“</p>
<div style="width: 1200px;" class="wp-video"><video class="wp-video-shortcode" id="video-8046-1" width="1200" height="677" preload="metadata" controls="controls"><source type="video/mp4" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/04/peter-magyar-sert-basladi-devlet-televizyonunda-sunucuya-boyle-dedi-burayi-kapatacagim-gekt.mp4?_=1" /><a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/04/peter-magyar-sert-basladi-devlet-televizyonunda-sunucuya-boyle-dedi-burayi-kapatacagim-gekt.mp4">https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/04/peter-magyar-sert-basladi-devlet-televizyonunda-sunucuya-boyle-dedi-burayi-kapatacagim-gekt.mp4</a></video></div>
<h2 data-section-id="1xp21gz" data-start="736" data-end="780">Scharfer Schlagabtausch mit dem Moderator</h2>
<p data-start="782" data-end="900">Als der Moderator nach der „rechtlichen Grundlage“ dieser Entscheidung fragte, reagierte Magyar mit beißender Schärfe:</p>
<p data-start="902" data-end="1019">„Wenn mir jemand auf diesem Sender Gesetzesbruch vorwirft, dann ist das so, als würde ein Dieb die Polizei anklagen.“</p>
<p data-start="1021" data-end="1081">Die Aussage löste in Ungarn umgehend heftige Reaktionen aus.</p>
<h2 data-section-id="s2ttdn" data-start="1083" data-end="1123">Orbáns Wirtschaftsnetzwerke im Visier</h2>
<p data-start="1125" data-end="1290">Magyar kündigte nicht nur Veränderungen im Mediensektor an. Auch das wirtschaftliche Umfeld des früheren Ministerpräsidenten Viktor Orbán nahm er frontal ins Visier.</p>
<p data-start="1292" data-end="1413">„Alle Vermögenswerte, die in der Orbán-Zeit an Geschäftsleute und Stiftungen vergeben wurden, werden wir verstaatlichen.“</p>
<p data-start="1415" data-end="1638">Besonders nannte er die Orbán-nahe Stiftung <strong data-start="1459" data-end="1489">Mathias Corvinus Collegium</strong>, der nach seinen Angaben kostenlos Beteiligungen an Ungarns Ölkonzern <strong data-start="1560" data-end="1567">MOL</strong> sowie am Pharmaunternehmen <strong data-start="1595" data-end="1613">Gedeon Richter</strong> übertragen worden seien.</p>
<p data-start="1640" data-end="1706">„Diese Anteile werden wir unverzüglich zurückholen“, sagte Magyar.</p>
<h2 data-section-id="1ovns03" data-start="1708" data-end="1749">„400.000 Kinder leben in tiefer Armut“</h2>
<p data-start="1751" data-end="1861">Zugleich zeichnete der neue Regierungschef ein düsteres Bild der sozialen Lage nach 16 Jahren Orbán-Regierung.</p>
<p data-start="1863" data-end="1959">„Nach sechzehn Jahren Orbán leben heute 400.000 ungarische Kinder in tiefer Armut“, erklärte er.</p>
<p data-start="1961" data-end="2045">Damit verband Magyar seine wirtschaftspolitische Kritik direkt mit sozialer Anklage.</p>
<h2 data-section-id="1qg3b6f" data-start="2047" data-end="2092">Live-Abrechnung mit der Propagandamaschine</h2>
<p data-start="2094" data-end="2358">Während des gesamten Interviews kam es zu frostigen Szenen zwischen Moderator und Premierminister. Als der Moderator mit einer spitzen Bemerkung auf ein Treffen Magyars mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj anspielte, wies ihn Magyar scharf zurecht:</p>
<p data-start="2360" data-end="2475">„Ich verstehe Ihren Witz, er gefällt mir sogar. Aber diese Anspielungen haben inzwischen keinerlei Bedeutung mehr.“</p>
<p data-start="2477" data-end="2593">Danach listete Magyar frühere Berichte des Senders über seine Person auf und warf M1 gezielte Falschinformation vor.</p>
<p data-start="2595" data-end="2777">„Nach Ihrer Darstellung war Deutschland zusammengebrochen, dort gibt es kein Internet mehr, die Menschen haben nicht einmal mehr Sex. Das ganze ungarische Volk hat über Sie gelacht.“</p>
<p data-start="2779" data-end="2795">Weiter sagte er:</p>
<p data-start="2797" data-end="2990">„Auf diesem Sender wurde behauptet, sogar meine kleinen Kinder würden nicht mehr mit mir sprechen. Dabei leben sie mit mir zusammen, und erst gestern habe ich sie selbst zum Training gefahren.“</p>
<h2 data-section-id="azku4q" data-start="2992" data-end="3030">„Sie hätten Orbán nie unterbrochen“</h2>
<p data-start="3032" data-end="3164">Der dramatischste Moment der Sendung entstand, als der Moderator versuchte, Magyar ins Wort zu fallen. Der Premier reagierte sofort:</p>
<p data-start="3166" data-end="3305">„In diesem Studio hätte es bisher kein Moderator gewagt, dem korruptesten und verlogensten Ministerpräsidenten Ungarns ins Wort zu fallen.“</p>
<p data-start="3307" data-end="3409">Damit spielte er direkt auf Viktor Orbán an. Im Studio herrschte daraufhin für Sekunden eisige Stille.</p>
<h2 data-section-id="3drq1t" data-start="3411" data-end="3446">„Diese Lügenfabrik wird beendet“</h2>
<p data-start="3448" data-end="3598">Magyar kündigte an, dass die neue Tisza-Regierung gemeinsam mit anderen Parlamentsparteien und Berufsverbänden eine neue Medienordnung schaffen werde.</p>
<p data-start="3600" data-end="3759">„Nach Bildung der Tisza-Regierung wird diese Lügenfabrik beendet. Wir werden die Voraussetzungen für unabhängige, objektive und unparteiische Medien schaffen.“</p>
<p data-start="3761" data-end="3805">Dann folgte sein schärfster Satz des Abends:</p>
<p data-start="3807" data-end="3983">„Was hier seit 2010 betrieben wurde – ein Propagandasystem, das selbst Goebbels oder einen nordkoreanischen Diktator neidisch machen würde – kann unmöglich fortgesetzt werden.“</p>
<h2 data-section-id="107cqe2" data-start="987" data-end="1021"><span style="font-size: 2rem; font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, 'Segoe UI', Roboto, 'Helvetica Neue', Arial, 'Noto Sans', sans-serif, 'Apple Color Emoji', 'Segoe UI Emoji', 'Segoe UI Symbol', 'Noto Color Emoji';">Präsident Sulyok soll zurücktreten</span></h2>
<p data-start="2791" data-end="2849">Auch Staatspräsident Tamás Sulyok griff Magyar frontal an.</p>
<p data-start="2851" data-end="2941">„In meinen Augen und in den Augen des Volkes ist er nicht länger Präsident dieses Landes.“ Nach einem Treffen im Sándor-Palast erklärte Magyar: „Tamás Sulyok ist nicht geeignet, die Einheit der Nation zu vertreten. Er sollte nach Bildung der neuen Regierung sofort zurücktreten.“</p>
<h2 data-section-id="birdx6" data-start="3134" data-end="3160">Machtwechsel mit Ansage</h2>
<p data-start="3162" data-end="3418" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Mit seinen Aussagen machte Peter Magyar deutlich, dass Ungarn nach dem Ende der Orbán-Ära vor einem radikalen politischen Umbruch steht. Medien, Stiftungen, staatliche Institutionen und die politische Elite des alten Systems geraten nun massiv unter Druck.</p>
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		<title>Trump-Krise: Der Bruch zwischen dem Weissen Haus, Italien und dem Vatikan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Günes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 08:16:57 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Trump greift Meloni an, beschimpft den Papst und ignoriert frühere Warnungen katholischer&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<section class="text-token-text-primary w-full focus:outline-none [--shadow-height:45px] has-data-writing-block:pointer-events-none has-data-writing-block:-mt-(--shadow-height) has-data-writing-block:pt-(--shadow-height) [&amp;:has([data-writing-block])&gt;*]:pointer-events-auto [content-visibility:auto] supports-[content-visibility:auto]:[contain-intrinsic-size:auto_100lvh] R6Vx5W_threadScrollVars scroll-mb-[calc(var(--scroll-root-safe-area-inset-bottom,0px)+var(--thread-response-height))] scroll-mt-[calc(var(--header-height)+min(200px,max(70px,20svh)))]" dir="auto" data-turn-id="request-699c0ae8-63d0-8326-9ea2-0d4feb60a07d-16" data-testid="conversation-turn-41" data-scroll-anchor="false" data-turn="assistant">
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<h4 data-start="93" data-end="547"><strong data-start="93" data-end="111">Trump greift Meloni an, beschimpft den Papst und ignoriert frühere Warnungen katholischer Geistlicher vor einem Iran-Krieg. Aus dem Nahost-Konflikt wird nun eine offene Machtprobe zwischen Washington, Rom und dem Vatikan.</strong></h4>
<p>WASHINGTON/ROM – Der Ton zwischen Washington, Rom und dem Vatikan wird schärfer. US-Präsident Donald Trump hat die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni öffentlich attackiert und zugleich seine Angriffe auf Papst Leo XIV. verschärft. Aus einem politischen Dissens über den Iran-Konflikt ist inzwischen eine offene diplomatische Krise geworden, die das Verhältnis der Vereinigten Staaten zu zwei ihrer wichtigsten Partner in Europa belastet.</p>
<p data-start="549" data-end="973">Im Zentrum der Auseinandersetzung steht die von den USA und Israel geführte Militäraktion gegen den Iran. Während Trump von seinen Verbündeten politische Rückendeckung und praktische Unterstützung erwartet, verweigert sich Italien einer Beteiligung. Meloni setzt stattdessen auf Zurückhaltung, diplomatische Kanäle und innenpolitische Stabilität. Im Weissen Haus wird diese Haltung jedoch zunehmend als Illoyalität gewertet.</p>
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<p data-start="0" data-end="751" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Bereits 2020 hatten katholische Stimmen in den USA vor einer militärischen Eskalation mit dem Iran gewarnt. Mehrere Geistliche, Theologen und Kirchenvertreter erinnerten damals unter Hinweis auf die traditionelle Lehre vom „gerechten Krieg“ daran, dass ein bewaffneter Angriff nur unter engsten moralischen und völkerrechtlichen Voraussetzungen legitimierbar sei. Besonders deutlich fiel die Kritik des bekannten Paters Richard Heilman aus, der erklärte, ein Krieg gegen den Iran würde unabsehbares Leid über die Zivilbevölkerung bringen und den gesamten Nahen Osten weiter destabilisieren. Die heutigen Spannungen zwischen Trump und Papst Leo XIV. knüpfen damit an einen Konflikt an, der innerhalb katholischer Kreise bereits seit Jahren schwelt</p>
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<p data-start="0" data-end="751" data-is-last-node="" data-is-only-node="">
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<p data-start="975" data-end="1009"><strong data-start="975" data-end="1009">Jahr 2026: Trump greift Meloni frontal an</strong></p>
<p data-start="1011" data-end="1220">In einem Gespräch mit der italienischen Zeitung <em data-start="1059" data-end="1080">Corriere della Sera</em> liess Trump seinem Ärger freien Lauf. Noch bevor konkrete Fragen gestellt wurden, stellte er die italienische Regierung öffentlich infrage.</p>
<p data-start="1222" data-end="1454">„Sind Ihre Bürger damit zufrieden, dass Ihre Ministerpräsidentin nichts unternimmt, um die Ölversorgung zu sichern?“, fragte Trump demonstrativ. Die Aussage wurde in Rom als direkter Angriff auf die Souveränität Italiens verstanden.</p>
<p data-start="1456" data-end="1770">Besonders bemerkenswert war Trumps persönliche Abrechnung mit Meloni. Die italienische Regierungschefin galt lange als ideologisch nahestehende Partnerin innerhalb des konservativen Lagers. Umso härter fiel nun Trumps Urteil aus: „Ich dachte, sie sei mutig, aber ich habe mich geirrt. Ich bin schockiert über sie.“</p>
<p data-start="1772" data-end="1899">Mit diesen Worten zog Trump faktisch einen Schlussstrich unter das bislang demonstrativ freundschaftliche Verhältnis zu Meloni.</p>
<div style="width: 720px;" class="wp-video"><video class="wp-video-shortcode" id="video-8037-3" width="720" height="1280" preload="metadata" controls="controls"><source type="video/mp4" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/04/Donald-Trump-has-attacked-Pope-Leo-XIV-on-social-media-calling-the-pontiff-weak-on-crime-and-.mp4?_=3" /><a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/04/Donald-Trump-has-attacked-Pope-Leo-XIV-on-social-media-calling-the-pontiff-weak-on-crime-and-.mp4">https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/04/Donald-Trump-has-attacked-Pope-Leo-XIV-on-social-media-calling-the-pontiff-weak-on-crime-and-.mp4</a></video></div>
<p data-start="1901" data-end="1928"><strong data-start="1901" data-end="1928">Iran-Krieg als Auslöser</strong></p>
<p data-start="1930" data-end="2247">Hintergrund des Konflikts ist Italiens Weigerung, sich an der seit dem 28. Februar laufenden Offensive gegen den Iran zu beteiligen. Rom lehnt eine militärische Eskalation im Nahen Osten ab und warnt vor neuen Flüchtlingsbewegungen, steigenden Energiepreisen und unkalkulierbaren Sicherheitsrisiken im Mittelmeerraum.</p>
<p data-start="2249" data-end="2433">Trump hingegen fordert von NATO-Partnern klare Positionierungen. Nach Angaben aus diplomatischen Kreisen betrachtet Washington die italienische Zurückhaltung als strategischen Affront.</p>
<p data-start="2435" data-end="2480"><strong data-start="2435" data-end="2480">Trump legt im Streit mit dem Vatikan nach</strong></p>
<p data-start="2482" data-end="2687">Noch brisanter ist die zweite Front des Konflikts: der Vatikan. Nachdem Meloni frühere Aussagen Trumps über Papst Leo XIV. als „inakzeptabel“ bezeichnet hatte, reagierte der US-Präsident mit neuer Schärfe.</p>
<p data-start="2689" data-end="2925">„Sie ist diejenige, die inakzeptabel ist“, sagte Trump über Meloni. Dann fügte er hinzu: „Es ist ihr völlig egal, ob der Iran Atomwaffen besitzt oder nicht – ein Land, das Italien innerhalb von zwei Minuten in die Luft sprengen könnte.“</p>
<p data-start="2927" data-end="3026">Mit dieser Formulierung verband Trump Kritik an Meloni mit massiven Drohszenarien gegenüber Europa.</p>
<p data-start="3028" data-end="3266">Auch Papst Leo XIV. griff Trump erneut persönlich an. Er bezeichnete das Oberhaupt der katholischen Kirche als außenpolitisch „schwach und schrecklich“ und erklärte weiter: „Der Papst hat keine Ahnung, was im Iran wirklich vor sich geht.“</p>
<p data-start="3268" data-end="3300"><strong data-start="3268" data-end="3300">Vatikan setzt auf Diplomatie</strong></p>
<p data-start="3302" data-end="3562">Im Vatikan wurden die Aussagen mit großer Irritation aufgenommen. Papst Leo XIV. hatte in den vergangenen Wochen mehrfach zu Verhandlungen, Waffenruhe und internationaler Vermittlung aufgerufen. Seine Linie lautet: Deeskalation statt weiterer Kriegsausweitung.</p>
<p data-start="3564" data-end="3813">Dass ein amtierender US-Präsident den Papst öffentlich derart angreift, wird in Rom als außergewöhnlicher Vorgang gewertet. Kirchennahe Kreise sprechen von einem schweren Belastungstest für die Beziehungen zwischen Washington und dem Heiligen Stuhl.</p>
<p data-start="3815" data-end="3854"><strong data-start="3815" data-end="3854">Rom zwischen Washington und Vatikan</strong></p>
<p data-start="3856" data-end="4113">Für Giorgia Meloni ist die Situation politisch heikel. Einerseits pflegte sie lange gute Kontakte zum republikanischen Lager in den USA. Andererseits kann sie innenpolitisch weder einen offenen Bruch mit Europa noch einen Konflikt mit dem Vatikan riskieren.</p>
<p data-start="4115" data-end="4371">Italien steht damit zwischen den Fronten: auf der einen Seite der Druck aus Washington, auf der anderen Seite die moralische Autorität des Papstes sowie die skeptische Haltung weiter Teile der italienischen Öffentlichkeit gegenüber einem neuen Nahostkrieg.</p>
<p data-start="4373" data-end="4412"><strong data-start="4373" data-end="4412">Transatlantische Spannungen wachsen</strong></p>
<p data-start="4414" data-end="4738">Beobachter warnen inzwischen vor tieferen Folgen. Sollte Washington seinen Druck auf europäische Regierungen erhöhen, könnten bestehende Risse innerhalb der NATO und der westlichen Allianz weiter aufbrechen. Der Fall Italien zeigt bereits jetzt, dass nicht alle Partner bereit sind, Trumps außenpolitischen Kurs mitzutragen.</p>
<p data-start="4740" data-end="4920" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Was als Streit über den Iran begann, hat sich zu einem Dreifrontenkonflikt entwickelt: Trump gegen Meloni, Trump gegen den Papst – und Washington gegen wachsende Zweifel in Europa.</p>
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<p data-start="0" data-end="751" data-is-last-node="" data-is-only-node="">.</p>
<p>Quellen:</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=lKHlfgmyvkY&amp;t=398s">https://www.youtube.com/watch?v=lKHlfgmyvkY&amp;t=398s</a></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=lKHlfgmyvkY">https://www.youtube.com/watch?v=lKHlfgmyvkY</a></p>
<p><a href="https://www.euronews.com/video/2026/04/14/trump-refuses-to-apologise-after-clash-with-pope-leo-xiv-over-iran-war?utm_source=chatgpt.com">https://www.euronews.com/video/2026/04/14/trump-refuses-to-apologise-after-clash-with-pope-leo-xiv-over-iran-war?utm_source=chatgpt.com</a></p>
<p><a href="https://www.euronews.com/my-europe/2026/04/15/trump-accuses-italys-meloni-of-not-having-courage-to-back-iran-war?utm_source=chatgpt.com">https://www.euronews.com/my-europe/2026/04/15/trump-accuses-italys-meloni-of-not-having-courage-to-back-iran-war?utm_source=chatgpt.com</a></p>
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		<title>Deutsch-türkische Informatikerin übernimmt als Retorin das Steuer an der TU Berlin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Günes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 20:47:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Berlin, 03.04.2026-Sie wuchs in Bursa auf, büffelte in einem türkischen Mädchengymnasium, verbrachte&#8230;</p>
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<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]"><strong>Berlin, 03.04.2026-</strong>Sie wuchs in Bursa auf, büffelte in einem türkischen Mädchengymnasium, verbrachte die Sommer in München – und steht jetzt an der Spitze einer der renommiertesten Technischen Universitäten Deutschlands. Eine Karriere, die sich wie ein Roman liest.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Seit dem 1. April 2026 leitet Prof. Dr. Fatma Deniz die Technische Universität Berlin. Die 42-Jährige ist die erste Frau mit türkischen Wurzeln, die dieses Amt übernimmt – und sie hat sich den Chefsessel nicht geschenkt bekommen.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]"><strong>Klare Ansage im Senat</strong></p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Im Senat setzte sie sich klar durch: Während die bisherige Präsidentin Geraldine Rauch gerade einmal 18 Stimmen holte, stimmten 42 Senatsmitglieder für Deniz – weit mehr als die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit. Die Rektorwahl fand in zwei Runden statt; im ersten Wahlgang traten noch fünf Kandidatinnen und Kandidaten an, drei zogen sich vor der Stichwahl zurück. Das Ergebnis war dann eindeutig.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]"><strong>Vom Internat in die Chefetage</strong></p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Aufgewachsen in Bursa, Abitur als Jahrgangsbeste im Jahr 2001, Studium der Informatik an der TU München, Forschungsaufenthalt am kalifornischen Caltech, Promotion an der TU Berlin in Kooperation mit dem Bernstein Center for Computational Neuroscience – Deniz hat sich ihren Weg durch die internationale Wissenschaftswelt Schritt für Schritt erarbeitet.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Dass sie dabei auch harte Jahre im Internat durchgestanden hat, erwähnt sie selbst ohne Umschweife: „Ich habe früh gelernt, mit Problemen umzugehen, mit Unsicherheiten zu leben und meinen eigenen Weg zu finden.&#8220; Worte, die nach gelebter Erfahrung klingen – nicht nach PR-Sprache.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]"><strong>Berkeley, Berlin, und dann ganz nach oben</strong></p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Nach ihrer Promotion forschte Deniz mehrere Jahre an der University of California, Berkeley, unter anderem am Helen Wills Neuroscience Institute. 2020 kehrte sie nach Berlin zurück, wurde 2023 Professorin an der TU Berlin und leitete das Fachgebiet „Sprache und Kommunikation in biologischen und künstlichen Systemen&#8220;. Von der Professorin zur Präsidentin in gerade einmal drei Jahren – das ist kein Zufall, das ist Programm.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Forschungsgelder vom European Research Council, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Bundesministerium für Forschung sowie der amerikanischen National Science Foundation – Deniz weiß, wie man sich in der hart umkämpften Wissenschaftswelt behauptet und Vertrauen gewinnt.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]"><strong>Nachhaltig, digital, international</strong></p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Bundeskanzler Friedrich Merz holte sie im Januar 2026 persönlich in den Rat für Nachhaltige Entwicklung. Deniz erklärte dazu: „Die großen Fragen nachhaltiger Entwicklung lassen sich nicht einzeln lösen. Wissenschaft kann Orientierung geben, um Resilienz in Zeiten des Wandels zu stärken.&#8220; Für Deniz kein Widerspruch zur Technik: Digitalisierung und Klimaschutz gehören für sie zusammen – und beides will sie nun von der Spitze der TU Berlin aus vorantreiben.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Mit ihrer Amtsübernahme trat Deniz gleichzeitig in das Board of Directors der Berlin University Alliance ein – dem höchsten Steuerungsgremium des Exzellenzverbunds aus FU Berlin, HU Berlin, TU Berlin und der Charité. Digitale Infrastruktur, internationale Spitzenforschung und eine starke Berliner Stimme in Europa – das sind ihre erklärten Ziele.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]"><strong>Ein Jubiläum, ein Neuanfang</strong></p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Dass ausgerechnet im April 2026 auch das 80-jährige Bestehen der TU Berlin gefeiert wird, passt ins Bild. Ein Jubiläum, ein Neuanfang – und eine Frau, die beides verkörpert. Die Inauguration findet im Rahmen eines Festakts statt, zu dem unter anderem der britische Botschafter sowie Vertreter aus Politik und Wissenschaft erwartet werden.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Deniz selbst gab die Richtung nach ihrer Wahl klar vor: „Unser gemeinsames Ziel ist es, hier im Zentrum der Hauptstadt eine moderne Technische Universität zu schaffen, die wissenschaftliche Exzellenz lebt und atmet – mit verlässlichen Strukturen und einer Kultur, in der Lernen, Entwicklung und Verantwortung im Mittelpunkt stehen.&#8220;</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]"><em>Quelle: TU Berlin / Berlin University Alliance, 1. April 2026</em></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2026/04/03/deutsch-tuerkische-informatikerin-uebernimmt-als-retorin-das-steuer-an-der-tu-berlin/">Deutsch-türkische Informatikerin übernimmt als Retorin das Steuer an der TU Berlin</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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		<title>Wien im Blick eines Osmanen Was Gaspard Testa 1793 sah — und was uns heute noch angeht</title>
		<link>https://www.tuerkische-allgemeine.de/2026/03/08/wien-im-blick-eines-osmanen-was-gaspard-testa-1793-sah-und-was-uns-heute-noch-angeht/</link>
					<comments>https://www.tuerkische-allgemeine.de/2026/03/08/wien-im-blick-eines-osmanen-was-gaspard-testa-1793-sah-und-was-uns-heute-noch-angeht/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Birol Kilic]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Mar 2026 17:37:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wien 1793 – Gesehen mit den Augen eines Osmanischen Dragoman- Diplomaten Sie&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2026/03/08/wien-im-blick-eines-osmanen-was-gaspard-testa-1793-sah-und-was-uns-heute-noch-angeht/">Wien im Blick eines Osmanen Was Gaspard Testa 1793 sah — und was uns heute noch angeht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Wien 1793 – Gesehen mit den Augen eines Osmanischen Dragoman- Diplomaten</h2>
<h4>
<p>Sie zeigen Wien nicht durch die Augen eines europäischen Reisenden, sondern durch den Blick eines Beobachters aus der osmanischen Welt.</h4>
<p>Birol Kılıç, 08.03.2026, Wien, Rezension</p>
<p data-start="0" data-end="253">Unglaublich… Haben Sie sich jemals gefragt, wie Wien im Jahr 1793 aussah? Wie die Straßen beschaffen waren, wie das tägliche Leben verlief, wie die Menschen lebten und sich in dieser Stadt bewegten? Wenn ja, dann könnte dieses Werk Ihr Interesse wecken.</p>
<p data-start="255" data-end="812">Denn wenn man einen Zeitzeugen des Jahres 1793 erleben möchte – jemanden, der beschreibt, wie Wien damals aussah, von den Straßen über die Frauen und Geschäfte bis hin zur Beleuchtung auf dem Weg zur Oper – und der sogar Kaiser Franz II. (1792–1806), den letzten Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, persönlich in Wien gesehen hat, während er siebzehn Tage lang als Botschaftsdrogman (Übersetzer) tätig war, dann sollte man dieses Buch über Wien und andere europäische Städte lesen. Dieses Werk öffnet ein Fenster in eine vergangene Zeit.</p>
<p data-start="814" data-end="1292">Der Text ist nicht in der distanzierten Sprache eines Historikers verfasst, sondern klingt wie die unmittelbare Stimme eines Tagebuchs. In seinen Zeilen liegen die Frische der Beobachtung, die Nähe des Erlebten und die Authentizität eines Menschen, der mitten<strong> im damaligen Wien stand.</strong> Jahr 1793&#8230;Derzeit arbeiten wir auch mit dem „Neue Welt Verlag” aus Wien daran, dieses türkisch-niederländische Buch gemeinsam mit dem Herausgeber Tütüncü in deutscher Sprache herauszugeben. Bevor es soweit ist, möchte ich jedoch gerne einen kurzen Einblick in die Entstehung und Bedeutung dieses Werkes von Testa aus dem Jahr 1793 geben und einige Hintergrundinformationen dazu liefern..</p>
<p data-start="1294" data-end="1650">Der Autor dieser im Jahr 1793 in Wien angefertigten Aufzeichnungen ist <strong>Gesbart Baron Testa,</strong> ein osmanischer Bürger und Untertan genuesischer( aus Italien) Abstammung sowie römisch-katholischen Glaubens. Testa wurde am 1. August 1770 in Istanbul geboren. Seine Geschichte ist zugleich die Geschichte einer Familie, die über Jahrhunderte hinweg zwischen zwei Welten lebte.</p>
<p data-start="1652" data-end="2121">Die Familie Testa gehörte zu jenen levantinischen Familien Galatas, deren Leben sich im Schnittpunkt von Handel, Diplomatie und Kultur bewegte. Ihre Wurzeln reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück, als sich ihre Vorfahren aus der Seerepublik Genua( Italien)   in Galata niederließen. Dieses Viertel am Goldenen Horn war damals einer der internationalsten Orte der östlichen Mittelmeerwelt – ein Treffpunkt von Händlern, Diplomaten und Reisenden aus Europa und dem Osmanischen Reich.</p>
<p data-start="2123" data-end="2570">Nach der Eroberung Konstantinopels <strong>im Jahr 1453 überreichten Vertreter der Genuesen von Galata Sultan Mehmed II. die Schlüssel des Viertels.</strong> Der Sultan gewährte den Bewohnern Schutz und Handelsprivilegien. In den folgenden Jahrhunderten entwickelten sich daraus enge Beziehungen zwischen den levantinischen Familien Galatas und der osmanischen Verwaltung. Viele dieser Familien wurden zu wichtigen Vermittlern zwischen Europa und der Hohen Pforte.</p>
<p data-start="2572" data-end="2936">Auch in der Familie Testa setzte sich diese Tradition fort. Bereits der Großvater Gaspard Testas arbeitete als Dolmetscher an der niederländischen Botschaft in Istanbul. Dass der junge Testa denselben Weg einschlug, war daher kaum überraschend. Es war die Fortsetzung einer Familienlinie, die seit Generationen zwischen Europa und der osmanischen Welt vermittelte.</p>
<p data-start="2938" data-end="3274">1791 trat Gaspard Testa als Dolmetscher in den Dienst der niederländischen Botschaft. Im Laufe der Jahre machte er eine bemerkenswerte diplomatische Karriere: zunächst als Attaché, später als Kanzler, Sekretär und schließlich als Geschäftsträger. Sein Leben war ganz der Aufgabe gewidmet, zwischen zwei politischen Welten zu vermitteln.</p>
<p data-start="3276" data-end="3733">Als Testa im Jahr 1793 nach Wien kam, regierte <strong>Kaiser Franz II. über die Habsburgermonarchie.</strong> Franz II. galt nicht als großer Reformer, sondern als vorsichtiger Bewahrer der bestehenden Ordnung. Diese Ordnung war jedoch nicht von ihm geschaffen worden. Ihre Grundlagen waren bereits im 18. Jahrhundert unter seiner Großmutter Maria Theresia und ihrem Sohn Joseph II. gelegt worden, die durch umfassende Reformen Verwaltung, Bildung und Staat modernisierten.</p>
<p data-start="3735" data-end="4087">Franz II. selbst galt als zurückhaltender und pflichtbewusster Herrscher. Zeitgenossen beschrieben ihn als nüchtern und stark auf Stabilität bedacht. Große politische Visionen lagen ihm weniger als die Bewahrung von Ruhe, Ordnung und Kontinuität im Staat – besonders in den unruhigen Jahren der Französischen Revolution und der napoleonischen Umbrüche.</p>
<p data-start="4089" data-end="4490">Genau in diese Welt trat der junge Gaspard Testa ein, als er im Herbst 1793 Wien erreichte – eine Stadt, die ihm zugleich vertraut und fremd erscheinen musste. Vertraut, weil sie ein Zentrum europäischer Diplomatie war. Fremd, weil ihre Ordnung, ihre Straßen, ihre Beleuchtung und ihr öffentliches Leben eine andere Vorstellung von Stadt und Staat widerspiegelten als jene, die er aus Istanbul kannte.</p>
<p data-start="4492" data-end="4885">Gerade deshalb sind seine Notizen aus dem Jahr 1793 über Wien heute so faszinierend. Sie zeigen Wien nicht durch die Augen eines europäischen Reisenden, sondern durch den Blick eines Beobachters aus der osmanischen Welt. Manchmal genügt dabei eine scheinbar kleine Beobachtung – eine gepflasterte Straße, eine Laterne oder eine Szene im Theater –, um den Unterschied zwischen zwei politischen Kulturen sichtbar zu machen.</p>
<p data-start="4887" data-end="5003" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Testas Tagebuch ist deshalb mehr als nur ein Reisebericht. Es ist ein seltenes Dokument der Begegnung zweier Welten.</p>
<h4 class="isSelectedEnd"><span style="font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, 'Segoe UI', Roboto, 'Helvetica Neue', Arial, 'Noto Sans', sans-serif, 'Apple Color Emoji', 'Segoe UI Emoji', 'Segoe UI Symbol', 'Noto Color Emoji';">.</span>Wie kamen die Genuesen nach Istanbul?</h4>
<p class="isSelectedEnd">Zur Zeit, aus der die Familie Testa stammt, existierte Italien als einheitlicher Staat noch nicht. Die italienische Halbinsel bestand vielmehr aus zahlreichen unabhängigen Stadtstaaten und Republiken, darunter Venedig, Florenz, Pisa und die mächtige Seerepublik Genua. Diese Republiken waren bedeutende Handelsmächte des Mittelmeerraums und unterhielten weitreichende Handelsnetze von Spanien bis zum Schwarzen Meer.</p>
<h4>Ahdnamen für die Genuesen</h4>
<p class="isSelectedEnd">Die sogenannten Ahdnamen für die Genuesen waren offizielle Urkunden des Osmanischen Reiches, mit denen genuesischen Kaufleuten und der Bevölkerung von Galata insbesondere während und nach der Eroberung Konstantinopels im Jahr 1453 Schutz und Handelsprivilegien gewährt wurden. Diese Dokumente garantierten den Genuesen Sicherheit für Leben und Eigentum sowie weitreichende wirtschaftliche Rechte, damit sie ihre Handelsaktivitäten im Mittelmeer und im Schwarzen Meer weiterhin ausüben konnten. In der europäischen Geschichtsschreibung werden solche Urkunden häufig als Schutz- und Privilegienbriefe oder als frühe Formen von Handelskapitulationen bezeichnet.</p>
<p class="isSelectedEnd">Die bekannteste und grundlegende dieser Urkunden ist die Ahdname, die Sultan Mehmed II., genannt „der Eroberer“, im Jahr 1453 den Einwohnern von Galata – vor allem den dort lebenden Genuesen – verlieh. Nachdem Galata seine Schlüssel übergeben hatte, gewährte der Sultan der lokalen Bevölkerung Schutz und erklärte sinngemäß, dass sie unter seiner Garantie stehen und ihre Geschäfte weiterhin ausüben könnten. Mehmed II., der sich nach der Einnahme der Stadt auch als <strong>Kayser-i Rûm</strong> („Kaiser von Rom“) verstand, sah sich bewusst in der Tradition der römisch-byzantinischen Kaiser und orientierte sich dabei auch am historischen Vorbild Konstantins des Großen, des Gründers Konstantinopels.</p>
<p class="isSelectedEnd">Zu den wichtigsten Bestimmungen dieser Ahdnamen gehörten wirtschaftliche und rechtliche Privilegien für genuesische Kaufleute. Ihnen wurden vergleichsweise niedrige Zölle eingeräumt sowie das Recht, in den osmanischen Häfen frei Handel zu treiben. Darüber hinaus wurden diese Privilegien von späteren osmanischen Herrschern – darunter Bayezid II., Selim I. und Süleyman I. – bei ihrem Regierungsantritt erneuert und bestätigt, wodurch die wirtschaftliche Präsenz der genuesischen Händler über lange Zeit gesichert blieb.</p>
<p class="isSelectedEnd">Ein weiterer wichtiger Bestandteil dieser Vereinbarungen war die religiöse Toleranz. Die Kirchen der genuesischen Gemeinschaft wurden geschützt, und den Angehörigen dieser lateinischen Bevölkerung wurde erlaubt, ihren christlichen Glauben frei auszuüben.</p>
<p>In der historischen Entwicklung stellen diese Ahdnamen ein bedeutendes Beispiel für die Handels- und Diplomatiepolitik des Osmanischen Reiches dar. Sie zeigen, wie das Reich bereits in seiner frühen Phase stabile wirtschaftliche Beziehungen zu westlichen Seemächten aufbaute und diese durch rechtliche Garantien absicherte.</p>
<h4>Die Wiederentdeckung des Tagebuchs</h4>
<p class="isSelectedEnd">Die Notizen Testas wurden gelesen, erschlossen und herausgegeben von Mehmet Tütüncü, einem Vertreter der zweiten Generation niederländischer Staatsbürger mit türkischen Wurzeln, der sich sowohl in den Niederlanden als auch in der Türkei durch seine historischen Publikationen einen Namen gemacht hat. Ihm sind wir zu großem Dank verpflichtet. Denn seiner sorgfältigen Arbeit verdanken wir es, dass wir heute die Aufzeichnungen eines christlichen und zugleich glücklichen osmanischen Bürgers lesen können, der im Jahr 1793 seine Eindrücke von Wien festhielt.</p>
<p class="isSelectedEnd">Mehmet Tütüncü lebt in den Niederlanden, ich selbst in Wien. Uns verbindet nicht nur das Interesse an Geschichte, sondern auch die Leidenschaft für Bücher und ihre Veröffentlichung. Seit Jahren schicken wir uns gegenseitig Publikationen zu. Auf diese Weise gelangte schließlich auch das Werk von Testa in unsere Hände. Tütüncü hatte das Manuskript in einer dunklen Kammer in Holland entdeckt, es ans Licht gebracht, in modernes Niederländisch und Türkisch übertragen und mit eigenen Mitteln als Buch veröffentlicht.</p>
<h4>Ein Tagebuch aus Wien</h4>
<p class="isSelectedEnd">In Wien hatte ich die Gelegenheit, dieses Notizbuch eines Drogman-Zeitzeugen eingehend zu studieren. Seine Familie stammte ursprünglich aus Genua und lebte seit dem 15. Jahrhundert im Osmanischen Reich, wo sie zahlreiche Privilegien genoss. Testa selbst war ein Sohn Istanbuls – ebenso wie ich.</p>
<p class="isSelectedEnd">Es sind jedoch nicht immer die großen Ereignisse, an denen sich der Zustand einer Epoche erkennen lässt. Zwar markieren Schlachten, Revolutionen und Verträge die dramatischen Wendepunkte der Geschichte. Doch das eigentliche Gesicht einer Zeit zeigt sich häufig in den unscheinbaren Dingen des Alltags: im Pflaster einer Straße, im Licht einer Laterne oder in der Art, wie Menschen sich im öffentlichen Raum bewegen. Gerade in diesen kleinen Details offenbart sich oft die tiefere Wahrheit einer Epoche. Und genau deshalb ist Testas Tagebuch so wertvoll: Es zeigt uns nicht nur die großen Bühnen der Geschichte, sondern vor allem das leise, alltägliche Leben einer vergangenen Welt.</p>
<h4>Eine Begegnung zweier Welten</h4>
<p class="isSelectedEnd">Als der junge osmanische Diplomat Gaspard Testa im Herbst des Jahres 1793 nach Wien kam, sah er deshalb nicht nur eine europäische Residenzstadt. Er begegnete einer Ordnung. Und in dieser Ordnung erkannte er – vielleicht ohne es selbst vollständig zu formulieren – den Unterschied zwischen zwei politischen Welten.</p>
<p class="isSelectedEnd">Es gibt Texte, die nicht nur von einer Reise berichten, sondern zugleich davon, wie zwei Imperien einander wahrnehmen. Das Reisetagebuch des jungen osmanischen Untertanen Gaspard Testa (1770–1847) gehört zu diesen seltenen Dokumenten. Testa, der in den vielsprachigen Straßen Galatas aufgewachsen war und aus einer Familie stammte, deren Leben eng mit der Diplomatie verbunden war, verließ im Jahr 1793 zum ersten Mal die Grenzen des Osmanischen Reiches. Im Gefolge des niederländischen Botschafters machte er sich von Istanbul aus auf den Weg nach Wien.</p>
<p class="isSelectedEnd">Gerade darin liegt die besondere Bedeutung dieses Tagebuchs. Über Jahrhunderte hinweg war es meist Europa gewesen, das den Orient beschrieb und interpretierte. Reisende aus dem Westen beobachteten den Osten und formten daraus ein Bild, das lange Zeit das europäische Verständnis der Welt prägte. Bei Testa kehrt sich diese Blickrichtung um. Hier beobachtet ein Mann aus der osmanischen Welt Europa – mit Neugier, Aufmerksamkeit und jener nüchternen Genauigkeit, die oft mehr verrät als große politische Analysen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Denn Testa interessiert sich nicht in erster Linie für höfische Zeremonien oder diplomatische Rituale. Sein Blick fällt auf andere Dinge: auf Straßen, auf Werkstätten, auf Märkte und auf das Verhalten der Menschen im Alltag. Gerade diese scheinbar kleinen Beobachtungen zeigen ihm, wie unterschiedlich zwei politische und gesellschaftliche Ordnungen funktionieren.</p>
<p class="isSelectedEnd">Dass wir dieses Tagebuch heute lesen können, verdanken wir der Arbeit des Historikers Mehmet Tütüncü, der in den Niederlanden seit vielen Jahren zu den Beziehungen zwischen der osmanischen Welt und Europa forscht. Sein Werk über Gaspard Testas Reisetagebuch hat ein Dokument aus den Archiven ans Licht geholt, das lange Zeit nur wenigen Spezialisten bekannt war. Tütüncü veröffentlichte seine Untersuchung zunächst 2002 auf Niederländisch und später, im Jahr 2023, auch auf Türkisch. Damit wurde ein Text zugänglich, der nicht nur für Historiker von Interesse ist, sondern für jeden, der verstehen möchte, wie Europa und die osmanische Welt einander am Ende des 18. Jahrhunderts wahrnahmen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Als jemand, der selbst in Wien lebt und publiziert, erscheint es mir daher nur angemessen, diesen Dank gleich zu Beginn auszusprechen. Denn ohne diese editorische Arbeit wäre Testas Stimme heute kaum hörbar.</p>
<p class="isSelectedEnd">Liest man das Tagebuch, fällt schnell auf, dass Testa weniger ein politischer Kommentator als vielmehr ein genauer Beobachter ist. Seine Notizen sind von einer Mischung aus Staunen und analytischer Neugier geprägt. Gerade deshalb besitzen sie bis heute eine erstaunliche Frische.</p>
<p>Denn Testa beschreibt nicht nur eine Reise. Er beschreibt eine Begegnung mit einer anderen Ordnung der Welt.</p>
<h4 class="isSelectedEnd">Wer war Gaspard Testa?</h4>
<p class="isSelectedEnd">Gaspard Testa wurde am 1. August 1770 in Istanbul geboren. Seine Geschichte ist zugleich die Geschichte einer Familie, die über Jahrhunderte hinweg zwischen zwei Welten lebte. Die Testas gehörten zu jenen levantinischen Familien, deren Leben sich im Schnittpunkt von Handel, Diplomatie und Kultur bewegte.</p>
<p class="isSelectedEnd">Ihre Wurzeln reichen weit zurück. Bereits um 1260 ließ sich die Familie, ursprünglich aus Genua stammend, in Galata nieder. Galata war damals ein Ort, an dem sich verschiedene Sprachen, Religionen und Handelsinteressen begegneten. Wer dort aufwuchs, lernte früh, zwischen Welten zu vermitteln.</p>
<p class="isSelectedEnd">Diese Fähigkeit sollte für die Familie Testa zu einer Art historischer Berufung werden.</p>
<p class="isSelectedEnd">Nach der Eroberung Konstantinopels im Jahr 1453 gehörten Mitglieder der Familie zu jenen, die dem osmanischen Sultan Mehmed II. die Schlüssel von Galata überreichten. Aus diesem Moment entwickelte sich ein besonderes Verhältnis zwischen der Familie und der osmanischen Verwaltung. Über Generationen hinweg wurden die Testas zu Vermittlern zwischen europäischen Mächten und der Hohen Pforte.</p>
<p class="isSelectedEnd">In einer Zeit, in der Diplomatie ohne Sprachkenntnisse kaum möglich war, waren solche Vermittler von unschätzbarem Wert. Sie übersetzten nicht nur Worte, sondern auch politische Kulturen.</p>
<h4 class="isSelectedEnd">Eine Familie zwischen Imperien</h4>
<p class="isSelectedEnd">Auch Gaspards Großvater diente bereits als Dolmetscher an der niederländischen Botschaft in Istanbul. Dass der junge Testa denselben Weg einschlug, war daher keine zufällige Entscheidung, sondern die Fortsetzung einer Familienlinie, die seit Jahrhunderten zwischen Europa und der osmanischen Welt vermittelte.</p>
<p class="isSelectedEnd">1791 trat Gaspard Testa als Dolmetscher in den Dienst der niederländischen Botschaft. Im Laufe der Jahre sollte er eine bemerkenswerte diplomatische Karriere machen: zunächst als Attaché, später als Kanzler, Sekretär und schließlich als Geschäftsträger. Sein Leben war ganz der Aufgabe gewidmet, zwischen zwei politischen Welten zu vermitteln.</p>
<p class="isSelectedEnd">1846 wurde ihm der Titel eines Barons verliehen. Ein Jahr später, 1847, starb er in Istanbul. Begraben liegt er in der Kirche Santa Maria Draperis nahe dem niederländischen Generalkonsulat – ein Ort, der symbolisch für das Leben eines Mannes steht, der zwischen Kulturen und Staaten wirkte.</p>
<h4 class="isSelectedEnd">Ein Tagebuch aus dem Archiv</h4>
<p class="isSelectedEnd">Das Reisetagebuch, das Testa während seiner Reise im Jahr 1793 verfasste, ist ein erstaunlich kleines Dokument: nur 26 Blätter, insgesamt 52 Seiten, geschrieben auf Französisch.</p>
<p class="isSelectedEnd">Doch sein historischer Wert ist weit größer als sein Umfang vermuten lässt. Die Handschrift wurde später teilweise dem niederländischen Staatsarchiv übergeben und befindet sich heute unter den Papieren der Familie van Dedem. Lange Zeit blieb sie dort unbeachtet – ein stilles Dokument in den Archiven Europas.</p>
<p class="isSelectedEnd">Erst die Arbeit des Historikers Mehmet Tütüncü brachte diesen Text wieder ans Licht. Mit großer Sorgfalt rekonstruierte er den historischen Kontext und veröffentlichte das Werk zunächst auf Niederländisch und später auf Türkisch.</p>
<p class="isSelectedEnd">Damit wurde eine Quelle zugänglich, die nicht nur eine Reise beschreibt, sondern auch einen seltenen Perspektivwechsel ermöglicht.</p>
<h4 class="isSelectedEnd">Zwei Jahrhunderte diplomatischer Beziehungen</h4>
<p class="isSelectedEnd">Die Reise, die Testa 1793 unternahm, fand in einem besonderen historischen Moment statt. Zu diesem Zeitpunkt verband das Osmanische Reich und die Niederlande bereits eine fast zweihundertjährige diplomatische Beziehung.</p>
<p class="isSelectedEnd">Diese Beziehung beruhte nicht allein auf Handel. Sie war auch Teil der politischen Kräftebalance Europas.</p>
<p class="isSelectedEnd">Im frühen 17. Jahrhundert suchten sowohl die Niederlande als auch das Osmanische Reich Verbündete gegen die katholischen Großmächte Europas. Die Habsburger und Spanien dominierten weite Teile des Kontinents und der Weltmeere. Für beide Staaten konnte daher ein pragmatisches Bündnis sinnvoll sein.</p>
<p class="isSelectedEnd">1612 gewährte der osmanische Sultan niederländischen Kaufleuten weitreichende Rechte im Reich: sie durften reisen, Handel treiben und sich niederlassen. Diese Entscheidung legte den Grundstein für stabile diplomatische Beziehungen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Schon bald entstanden niederländische Handelskolonien in Städten wie Aleppo, Smyrna und Konstantinopel. Diplomatie folgte dem Handel.</p>
<h4 class="isSelectedEnd">Die Rückreise eines Botschafters</h4>
<p class="isSelectedEnd">Der niederländische Botschafter Frederik Gysbert Baron van Dedem hatte acht Jahre in Istanbul verbracht. 1793 endete seine Mission.</p>
<p class="isSelectedEnd">Van Dedem war ein niederländischer Aristokrat. Sein Familiensitz, das Schloss De Gelder in der Provinz Overijssel, symbolisierte seine gesellschaftliche Stellung. Nach Jahren diplomatischer Arbeit war es Zeit, nach Hause zurückzukehren.</p>
<p class="isSelectedEnd">Diese Rückreise wurde zur Reisegesellschaft von zehn Personen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Zu ihr gehörten neben dem Botschafter seine Frau Adriana Frederica Johanna Sloet und sein Sohn Anthony. Hinzu kamen eine Kaufmannswitwe aus Amsterdam, ein schwedischer Diplomat, ein Offizier aus Triest, ein Professor, ein Prager Kaufmann, ein Diener – und Gaspard Testa.</p>
<p class="isSelectedEnd">Am 5. September 1793 verließ die Gruppe Istanbul. Vor ihnen lagen mehr als 1500 Kilometer.</p>
<h4 class="isSelectedEnd">Aufbruch aus Istanbul</h4>
<p class="isSelectedEnd">Die Reise begann mit Postkutschen und Pferdegespannen. Ein offizieller Wegführer begleitete die Gruppe bis zur österreichischen Grenze. Auch Janitscharen wurden abgestellt, um die Reisenden zu schützen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Reisen im späten 18. Jahrhundert bedeutete Geduld. Schon kurz nach dem Aufbruch brach in der Nähe von Eyüp die Achse einer Kutsche. Solche Zwischenfälle waren keine Ausnahme. Brücken waren oft baufällig, Straßen schlecht instand gehalten.</p>
<p class="isSelectedEnd">Postpferde mussten immer wieder gewechselt werden, und häufig fehlten frische Tiere. Reisen war langsam. Und manchmal gefährlich.</p>
<h4 class="isSelectedEnd">Räuber, Krankheit und Unsicherheit</h4>
<p class="isSelectedEnd">Besonders auf der Strecke zwischen Edirne und Philippopolis warnte der Wegführer vor Räubern. Er versuchte sogar, die Gruppe von der Hauptstraße abzubringen. Später stellte sich heraus, dass diese Warnungen übertrieben waren.</p>
<p class="isSelectedEnd">Doch die Unsicherheit blieb. Auch Unterkünfte waren ein Problem. Manche Nächte verbrachte die Gruppe in Geschäften oder einfachen Schuppen. Die weiblichen Reisenden schliefen gelegentlich sogar in den Kutschen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Hinzu kam eine weitere Gefahr, die damals in Europa allgegenwärtig war: die Pest. An der österreichisch-osmanischen Grenze in Zemlin wurde die Reisegruppe zehn Tage lang unter Quarantäne gestellt.</p>
<h4 class="isSelectedEnd">Europa und Wien in Aufruhr</h4>
<p class="isSelectedEnd">Während Testa durch den Balkan reiste, befand sich Europa in einer seiner dramatischsten Phasen. Die Französische Revolution hatte den Kontinent erschüttert. Im Januar 1793 wurde Ludwig XVI. hingerichtet. Wenige Monate später, im Oktober desselben Jahres, folgte Marie Antoinette. Für die europäischen Monarchien war dies ein Schock.</p>
<p class="isSelectedEnd">Die politische Ordnung des Kontinents begann zu wanken. Und genau in diesem Moment betrat der junge osmanische Diplomat Wien.</p>
<h4 class="isSelectedEnd">Siebzehn Tage in Wien</h4>
<p class="isSelectedEnd">Am 23. Oktober 1793 erreichte die Reisegesellschaft Wien. Nach Wochen auf staubigen Straßen, nach zerbrochenen Wagenachsen, Quarantäne und improvisierten Unterkünften öffnete sich nun eine andere Welt.</p>
<p class="isSelectedEnd">Die Gruppe bezog Quartier in einem Gasthof am Graben, einer der elegantesten Straßen der Stadt. Der niederländische Botschafter van Dedem mietete dort ein komfortables Appartement. Wien war damals eine der bedeutendsten Residenzstädte Europas – politisches Zentrum der Habsburgermonarchie und zugleich ein Ort intensiven kulturellen Lebens.</p>
<p class="isSelectedEnd">Kaum angekommen, wurde van Dedem krank. Doch nach der Behandlung durch den Hofarzt Brambilla besserte sich sein Zustand rasch, und bald begann die gesellschaftliche Routine der Diplomatie: Einladungen, Theaterbesuche, Gespräche mit hochrangigen Persönlichkeiten.</p>
<p class="isSelectedEnd">Unter den Besuchern befanden sich Prinz Colloredo-Mels, der einflussreiche Staatsmann Prinz von Kaunitz, der Marquis di Gallo sowie mehrere europäische Diplomaten. Für Testa jedoch war etwas anderes wichtiger als diplomatische Begegnungen. Sein Blick richtete sich auf die Stadt selbst.</p>
<h4 class="isSelectedEnd">Straßen und Ordnung</h4>
<p class="isSelectedEnd">Eines der ersten Dinge, die Testa in Wien bemerkte, waren die Straßen. „Zum ersten Mal sah ich Straßen, die mit quadratischen Steinen gepflastert waren“, notierte er. Auch die Gehwege waren befestigt, und die Straßennamen waren deutlich angeschrieben. Diese Beobachtung wirkt auf den heutigen Leser banal. Doch für jemanden, der aus einer osmanischen Großstadt kam, war dies bemerkenswert.</p>
<p class="isSelectedEnd">Denn hier zeigte sich eine andere Vorstellung davon, wie eine Stadt organisiert sein sollte. Wien war nicht nur eine Ansammlung von Gebäuden; es war ein geordnetes System. Die Straßen wurden regelmäßig gereinigt und repariert. Die Orientierung fiel leichter. Der öffentliche Raum wirkte kontrolliert und gepflegt.</p>
<p class="isSelectedEnd">In Istanbul dagegen war die städtische Struktur stärker durch Viertel, religiöse Gemeinschaften und lokale Gewohnheiten geprägt. Die Verwaltung griff weniger direkt in die Gestaltung des urbanen Alltags ein. Testas Beobachtung deutet damit auf einen tieferen Unterschied hin: auf zwei verschiedene Vorstellungen von Stadt.</p>
<h4 class="isSelectedEnd">Die Nacht wird öffentlich</h4>
<p class="isSelectedEnd">Besonders beeindruckt war Testa von der Beleuchtung der Stadt. „Nachts wurde Wien durch birnenförmige Laternen erhellt“, schrieb er.</p>
<p class="isSelectedEnd">Heute erscheint uns dies selbstverständlich. Doch im späten 18. Jahrhundert war öffentliche Beleuchtung ein Symbol moderner Stadtverwaltung. Über Jahrhunderte war die Nacht ein Raum der Unsicherheit gewesen. Dunkle Straßen bedeuteten Gefahr – für Reisende ebenso wie für Bewohner. Die Laternen Wiens veränderten diese Erfahrung. Die Stadt blieb auch nach Sonnenuntergang zugänglich. Menschen konnten sich sicher bewegen. Der öffentliche Raum hörte nicht mit dem Einbruch der Dunkelheit auf.Es war eine kleine technische Veränderung – mit großen gesellschaftlichen Folgen.</p>
<h4 class="isSelectedEnd">Frauen im öffentlichen Leben</h4>
<p class="isSelectedEnd">Eine weitere Beobachtung beschäftigte Testa besonders: die Rolle der Frauen. Bereits kurz nach dem Überschreiten der osmanischen Grenze fiel ihm auf, dass Frauen in den Städten sichtbar arbeiteten. Sie standen hinter Verkaufstheken, betrieben Geschäfte oder waren im Dienstleistungsbereich tätig.</p>
<p class="isSelectedEnd">In seinem Tagebuch schrieb er: „In meine Heimat ( Istanbul) können Frauen keine Läden führen; sie beschäftigen sich vor allem mit den Arbeiten im Haus. Hier jedoch sah ich, dass sie jede Art von Arbeit verrichteten.“</p>
<p class="isSelectedEnd">Diese Beobachtung ist bemerkenswert, weil Testa sie ohne moralisches Urteil festhält. Er beschreibt lediglich eine Realität, die sich von der ihm vertrauten unterscheidet. Doch gerade darin liegt ihre Bedeutung. Denn wirtschaftliche Teilhabe verändert Gesellschaften. Wenn Frauen im öffentlichen Raum arbeiten, verändert sich auch die Struktur des Alltags – und damit die soziale Dynamik einer Stadt.</p>
<h4 class="isSelectedEnd">Der Kaiser im Theater</h4>
<p class="isSelectedEnd">Eine Szene im Theater überraschte Testa besonders. Als der Kaiser seine Loge betrat, erhob sich niemand im Publikum. Für Testa war dies fast unvorstellbar. In der osmanischen politischen Kultur war die Gegenwart des Sultans mit einem klaren Zeremoniell verbunden. Wer ihm begegnete, zeigte Respekt durch sichtbare Gesten – man stand auf, trat zur Seite, senkte den Blick. Im Wiener Theater jedoch blieb das Publikum sitzen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Noch erstaunlicher war für Testa, dass Menschen im Parterre frei über den Kaiser sprachen, als wäre er eine gewöhnliche Person. Für einen Beobachter aus dem Osmanischen Reich musste diese Szene irritierend wirken. Sie zeigte eine andere Beziehung zwischen Herrscher und Gesellschaft. Nicht unbedingt Opposition – aber eine größere Distanzlosigkeit. Eine andere politische Kultur.</p>
<h4 class="isSelectedEnd">Hunde, Hygiene und Ordnung</h4>
<p class="isSelectedEnd">Auch scheinbar nebensächliche Details fielen Testa auf.In Wien liefen keine herrenlosen Hunde auf den Straßen. Jeder Hund trug ein Halsband und gehörte einem Besitzer. Die Polizei ließ außerdem keine toten Tiere auf der Straße liegen. Diese Beobachtung war für Testa bemerkenswert, weil die Situation in Istanbul anders aussah. Dort lebten viele streunende Hunde in den Straßen der Stadt.</p>
<p class="isSelectedEnd">Der Unterschied war mehr als nur eine Frage der Tierhaltung. Er spiegelte ein wachsendes Interesse der europäischen Staaten an öffentlicher Hygiene wider. Im Laufe des 18. Jahrhunderts entwickelte sich in vielen Städten eine neue Politik der öffentlichen Gesundheit. Saubere Straßen, kontrollierte Tierhaltung und organisierte Abfallentsorgung wurden Teil staatlicher Verantwortung.</p>
<h4 class="isSelectedEnd">Fabriken und Produktion</h4>
<p class="isSelectedEnd">Während seines Aufenthalts besuchte Testa auch eine Seidenmanufaktur.Dort beobachtete er Maschinen, die Stoffe mit erstaunlicher Geschwindigkeit produzierten. Obwohl weniger Arbeiter beschäftigt waren als in vergleichbaren Werkstätten in Konstantinopel, war die Produktivität deutlich höher.</p>
<p class="isSelectedEnd">Für Testa war dies ein Hinweis auf einen technologischen Unterschied. Die Produktion im Osmanischen Reich beruhte häufig auf Handarbeit und großen Arbeitsgruppen. In Mitteleuropa dagegen begannen mechanische Vorrichtungen die Effizienz zu erhöhen. Diese Beobachtung zeigt, wie aufmerksam Testa wirtschaftliche Entwicklungen registrierte. Er verstand, dass sich die Stärke eines Staates nicht nur auf dem Schlachtfeld entscheidet, sondern auch in Werkstätten und Fabriken.</p>
<h4 class="isSelectedEnd">Mehrstöckige Häuser und Hausnummern</h4>
<p class="isSelectedEnd">Ein weiteres Detail faszinierte ihn: die Architektur der Stadt.Viele Wiener Häuser waren fünf oder sogar sieben Stockwerke hoch. Mehrere Familien lebten in einem Gebäude, ohne einander unbedingt zu kennen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Jedes Haus besaß zudem eine Nummer. Für Testa war dies eine praktische Innovation. Hausnummern erleichterten Verwaltung, Postverkehr und militärische Registrierung. Es war ein kleines Element – doch es machte sichtbar, wie Verwaltung und Alltag miteinander verbunden waren.</p>
<h4 class="isSelectedEnd">Zwei Imperien, zwei Wege</h4>
<p class="isSelectedEnd">Die Beobachtungen Testas sind mehr als persönliche Eindrücke eines Reisenden. Sie spiegeln eine größere historische Entwicklung. Im 18. Jahrhundert hatte die Habsburgermonarchie unter Maria Theresia und Joseph II. umfangreiche Reformen eingeleitet: Schulpflicht, Verwaltungsreformen, Verbesserungen der Infrastruktur und eine stärkere Rolle des Staates im öffentlichen Leben. Das Osmanische Reich hingegen bewegte sich langsamer in Richtung Reform.</p>
<p class="isSelectedEnd">Sultan Selim III. begann zwar militärische Modernisierungen, doch viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens blieben stärker von traditionellen Strukturen geprägt. Der Unterschied zwischen beiden Reichen zeigte sich daher nicht nur in politischen Institutionen – sondern auch im Alltag. In Straßen. In Fabriken.</p>
<h4 class="isSelectedEnd">Ein Blick aus dem Osten</h4>
<p class="isSelectedEnd">Testas Tagebuch ist deshalb so faszinierend, weil es Europa aus einer ungewohnten Perspektive beschreibt. Er ist kein europäischer Reisender, der den Orient exotisch betrachtet. Stattdessen ist er ein Mann aus der osmanischen Welt, der Europa mit wachem Blick beobachtet.</p>
<p class="isSelectedEnd">Er staunt, aber er urteilt selten. Er registriert Unterschiede, ohne sofort Schlüsse zu ziehen. Gerade diese Nüchternheit macht seine Notizen zu einer wertvollen historischen Quelle.</p>
<h4 class="isSelectedEnd">Das Ende der Reise</h4>
<p class="isSelectedEnd">Ende November 1793 erreichte die Reisegesellschaft schließlich die Niederlande. Am 26. November überquerten sie den Wassergraben von Schloss De Gelder, dem Familiensitz des Botschafters van Dedem. Nach drei Monaten war die Reise beendet.</p>
<p class="isSelectedEnd">Testa blieb noch einige Monate in Holland, besuchte die Universität Leiden und unterstützte Gelehrte bei Übersetzungen osmanischer Texte. Danach kehrte er nach Istanbul zurück. Dort verbrachte er den Rest seines Lebens als Diplomat – ein Mann zwischen zwei Welten.</p>
<h4 class="isSelectedEnd">Die Religion des Staates ist die Gerechtigkeit</h4>
<p class="isSelectedEnd">Wenn man Testas Beobachtungen heute liest, wird deutlich, dass sie über eine Reise hinausgehen. Sie erzählen von der Beziehung zwischen Staat und Gesellschaft, von der Art, wie Städte organisiert sind, und davon, wie Freiheit im Alltag sichtbar wird.</p>
<p class="isSelectedEnd">Ein alter Satz, der Imam Ali zugeschrieben wird, bringt diese Erfahrung vielleicht am besten auf den Punkt: „Die Religion des Staates ist die Gerechtigkeit.“</p>
<p>Gerechtigkeit zeigt sich nicht nur in Gesetzen oder Gerichten. Sie zeigt sich auch in beleuchteten Straßen, in offenen Märkten, in der Würde der Bürger und in der Ordnung des öffentlichen Raumes. Testas Tagebuch erinnert uns daran, dass Zivilisation oft in den kleinen Dingen sichtbar wird. Manchmal genügt ein Pflasterstein, um den Unterschied zwischen zwei Welten zu erkennen.</p>
<h4 data-section-id="l0upx7" data-start="264" data-end="289"><span style="font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, 'Segoe UI', Roboto, 'Helvetica Neue', Arial, 'Noto Sans', sans-serif, 'Apple Color Emoji', 'Segoe UI Emoji', 'Segoe UI Symbol', 'Noto Color Emoji'; color: #333333; font-size: 16px;">( Birol Kılıç, 09.03.2026, Wien, Rezension)</span></h4>
<p><strong>Das Buch &gt;  </strong><strong data-start="371" data-end="443">Gaspard Testa&#8217;nın seyahat günlüğü üzerine genişletilmiş bir inceleme</strong></p>
<p data-start="445" data-end="488">Kaynak eser: Mehmet Tütüncü (SOTA Hollanda)</p>
<p data-start="445" data-end="488"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-7922 size-full" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/03/testa2-scaled.jpeg" alt="" width="1920" height="2560" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/03/testa2-scaled.jpeg 1920w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/03/testa2-225x300.jpeg 225w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/03/testa2-768x1024.jpeg 768w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/03/testa2-1152x1536.jpeg 1152w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/03/testa2-1536x2048.jpeg 1536w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/03/testa2-800x1067.jpeg 800w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/03/testa2-1160x1547.jpeg 1160w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Günes]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Feb 2026 13:05:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Devlet adını ve kamu vergilerini kullanan; tüm Avusturya&#8217;daki Müslümanları sözde bilimsel bir&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2026/02/26/devlet-gibi-goeruenuer-devletin-abnin-ve-halkin-vergisini-kullanir-ama-volksanwaltschafta-hesap-vermez/">Devlet gibi görünür, devletin, AB&#8217;nin ve halkın vergisini kullanır — ama Volksanwaltschaft&#8217;a hesap vermez!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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<h4 data-start="529" data-end="1166">Devlet adını ve kamu vergilerini kullanan; tüm Avusturya&#8217;daki Müslümanları sözde bilimsel bir kamu araştırması kılığında &#8222;Integrationsbarometer 2025&#8220; aracılığıyla damgalayan ve aşağılanmalarına zemin hazırlayan Entegrasyon Fonu&#8217;nun denetim dışında olduğunu, anayasal bir kurum olan Avusturya Kamu Denetçiliği (Volksanwaltschaft) resmen tescil etti.</h4>
<p data-start="529" data-end="1166"><strong data-start="529" data-end="539">Viyana, 26.02.2026-</strong> – <strong data-start="542" data-end="623">Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG / Avusturya Türk Kültür Cemiyeti)</strong>, 9 Şubat 2025 tarihinde, <strong data-start="651" data-end="724">Österreichischer Integrationsfonds (ÖIF / Avusturya Entegrasyon Fonu)</strong> tarafından yayımlanan <strong data-start="747" data-end="779">„Integrationsbarometer 2025“</strong> adlı rapor ile ilgili olarak Avusturya Anayası&#8217;ndan kanunla hak tanınmış <strong>&#8222;Avusturya Cumhuriyeti Kamu Denetçiliği ´ne (Volksanwaltschaft) </strong>resmi bir şikâyet dilekçesi sundu.</p>
</div>
<p data-start="529" data-end="1166"><img decoding="async" class="wp-image-7910 size-large aligncenter" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/02/VolksanwaltschaftTKGAntwort-576x1024.jpg" alt="" width="576" height="1024" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/02/VolksanwaltschaftTKGAntwort-576x1024.jpg 576w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/02/VolksanwaltschaftTKGAntwort-169x300.jpg 169w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/02/VolksanwaltschaftTKGAntwort-768x1365.jpg 768w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/02/VolksanwaltschaftTKGAntwort-864x1536.jpg 864w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/02/VolksanwaltschaftTKGAntwort-1152x2048.jpg 1152w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/02/VolksanwaltschaftTKGAntwort-800x1422.jpg 800w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/02/VolksanwaltschaftTKGAntwort-1160x2062.jpg 1160w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/02/VolksanwaltschaftTKGAntwort-scaled.jpg 1440w" sizes="(max-width: 576px) 100vw, 576px" /></p>
<div class="markdown prose dark:prose-invert w-full wrap-break-word light markdown-new-styling">
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<p>TKG’ye göre konu, tek bir ifadenin eleştirisi değil; yaklaşık <strong data-start="971" data-end="1112">yirmi yıldır süren, kamu kaynaklarıyla finanse edilen ve 2000 yıllarında milli ( Türkler) ve 2025 yılında en üst düzeyde dini azınlıkları ( toptan Avusturya´da farklı köken ve kişililikte lan tüm  Müslümanlar etikleneliyor) problemli şekilde kategorize eden devlet yayıncılığı pratiğinin</strong> bir parçası.</p>
<p data-start="1168" data-end="1673">TKG,  <strong>&#8222;Avusturya Cumhuriyeti Kamu Denetçiliği ´ne (Volksanwaltschaft) i</strong>lettiği dilekçede, “Integrationsbarometer 2025”in, dahil edildiği kategori seçimleri ve sunum biçimiyle, <strong data-start="1297" data-end="1417">özellikle Müslüman kökenli bireyler gibi heterojen toplulukları bir “sorun grubu” olarak gösterme riskini taşıdığını</strong> belirtti ve kaynaklar artı hukuki belgeleri sundu. TKG ayrıca bu tür Integrationsbarometer2025 gibi çalışmaların bilimsel standartlara, özellikle uluslararası <strong data-start="1505" data-end="1588">ICC/ESOMAR Kodex (Uluslararası Sosyal ve Pazar Araştırmaları Etik Standartları)</strong> kurallarına yeterince uyulmadığını ifade etti.</p>
<h3 data-start="1680" data-end="1751"><strong data-start="1684" data-end="1751">Volksanwaltschaft TKG&#8217;ya şikayaette bulunuyor: “Integrationsfonds yılladır taleb etmememize rağmen denetim kapsamında değil. ”</strong></h3>
<p data-start="1753" data-end="2419">23 Şubat 2026 tarihli resmi cevapta, Avusturya Cumhuriyet&#8217;i <strong>Volksanwaltschaft&#8217;ı,</strong> ÖIF’nin yasal olarak <strong data-start="1830" data-end="1881">bir „Verwaltungsorgan ( Avusturya devletinin idari makamı)“ olmadığını</strong>, 1991’de İçişleri Bakanlığı’ndan ayrılarak <strong data-start="1925" data-end="2003">„ausgegliederter Rechtsträger (ayrılmış tüzel kişilik/ayrıştırılmış yapı)”</strong> haline geldiğini açıkladı. Buna bağlı olarak, <strong>&#8222;Avusturya Cumhuriyeti Kamu Denetçiliği ´ne (Volksanwaltschaft) </strong><strong data-start="2070" data-end="2119">Missstandskontrolle (idari aksaklık denetimi)</strong> yetkisinin ÖIF’ye <strong data-start="2138" data-end="2154">uzanmadığını</strong> belirtti. Bu yetki sadece idari makamlara aittir ve ÖIF bu tanımın dışındadır. Gerekli yasal düzenleme için <strong data-start="2263" data-end="2306">Nationalrat (Ulusal Konsey / Parlament)</strong>’ın müdahalesi gerektiği ancak bunun bugüne kadar yapılmadığı ifade edildi.</p>
<p>Kamu Denetçiliği, 23 Şubat 2026 tarihli ve 2026-0.141.958 iş sayılı yazısında konuyu açık bir biçimde ortaya koydu. Kararda şu ifadelere yer verildi:<br />
&#8222;ÖIF, 1991 yılında İçişleri Bakanlığı&#8217;ndan ayrıştırılarak kurulmuş bir fondur. Bu nedenle ÖIF bir idari organ değildir. Kamu Denetçiliği&#8217;nin denetim yetkisi idari organları kapsamaktadır; &#8218;ayrıştırılmış hukuki kişiler&#8216; bu kapsama girmemektedir. Kamu Denetçiliği, denetim yetkisinin ayrıştırılmış hukuki kişileri de kapsayacak şekilde genişletilmesi için yıllardır talepte bulunmaktadır. Ne var ki bu genişletme kararı yalnızca Ulusal Meclis ya da eyalet meclisleri tarafından alınabilir. Maalesef bu adım bugüne kadar atılmamıştır.&#8220;</p>
<p data-start="2421" data-end="2633">Bu yanıt, kamuoyunda bir soruyu yeniden gündeme taşımıştır:<br data-start="2480" data-end="2483" /><strong data-start="2483" data-end="2633">Entegrasyon Fonu (Integratinsfond der Republik Österreich) devlet adına hem de Avusturya Cumhuriyeti Entegrasyon Fonu isminin sonunda kullanara hareket eden, kamu  yani bizim vergilerimizden toplanan kaynakları kullanan ve kamu politikasını etkileyen bir kurum nasıl oluyor da &#8222;Avusturya Cumhuriyeti Kamu Denetçiliği ´ne (Volksanwaltschaft) muaf kalabiliyor?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]"><strong>Şikâyetin arka planı</strong></h3>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">TKG, 9 Şubat 2025&#8217;te Entegrasyon Fonu&#8217;nun yaptırdığı ve Peter Hajek tarafından hazırlanan &#8222;Entegrasyon Baromet resi 2025&#8220; çalışmasını Kamu Denetçiliği&#8217;ne şikâyet etmişti. TKG, devlet finansmanıyla hazırlanan bu yayının dini grupları stigmatize edici ve aşağılayıcı bir nitelik taşıdığını öne sürdü.</p>
<h3 class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]"><strong>Yapısal bir denetim boşluğu</strong></h3>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">TKG, bu kararın önemli bir yapısal gerçeği gün yüzüne çıkardığını vurguladı. Söz konusu kurum, &#8222;Avusturya Cumhuriyeti Entegrasyon Fonu&#8220; adıyla faaliyet göstermekte, kamu kaynaklarını kullanmakta ve entegrasyon politikası alanında yasal görevler üstlenmektedir. Buna karşın Kamu Denetçiliği&#8217;nin denetim yetkisi dışında kalmaktadır.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">TKG, Kamu Denetçiliği&#8217;nin kararına şu değerlendirmeyi ekledi:  Devlet adı taşıyor, Devlet parası kullanıyor , Devlet politikası uyguluyor  ama devlet denetimine tabi değil.</p>
<h3 class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]"><strong>Hukuki baskı mı, içerik tartışması mı?</strong></h3>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">TKG, &#8222;Entegrasyon Barometresi 2025&#8243;in yöntemsel temellerini ve içeriğini 18 Aralık 2025&#8217;ten bu yana kamuoyu önünde, belgelenmiş biçimde sorgulamaktadır. Ancak eleştirilere içeriksel bir yanıt gelmek yerine, 35.000 Euro tutarında streitwert (dava değeri) içeren ve icra tehdidi barındıran bir avukatlık yazısı iletildi. TKG, bu durumu AB Anti-SLAPP Direktifi (2024/1069) kapsamında değerlendirmekte ve söz konusu tutumu kamuoyuyla paylaşmış bulunmaktadır.</p>
<h3 class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]"><strong>Meclis ve Sayıştay&#8217;a çağrı</strong></h3>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">TKG, bu gelişme üzerine Avusturya Ulusal Meclisi üyelerine somut sorular yöneltti: Neden devlet adı taşıyan ve kamu parasıyla faaliyet gösteren bir kurum Kamu Denetçiliği&#8217;nin denetimi dışında tutulmaktadır? Neden yıllardır talep edilen denetim yetkisinin genişletilmesi yasalaştırılmamıştır? Entegrasyon Fonu üzerindeki parlamenter denetim ve Sayıştay denetimi hangi ölçüde işlevseldir?</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">TKG, bağımsız bir sivil toplum düşünce kuruluşu olarak anayasal çerçeve ve Avrupa İnsan Hakları Sözleşmesi temelinde savunduğu meşru eleştiriden geri adım atmayacağını kamuoyuna bildirdi.</p>
<h3 data-start="2640" data-end="2724"><strong data-start="2644" data-end="2724">TKG’ye Göre Demokratik Bir Sorun: Kamu Kaynağı + Kamu Etkisi + Denetimsizlik</strong></h3>
<p data-start="2726" data-end="3159">TKG, ÖIF’nin yalnızca kamu fonları kullanmakla kalmayıp aynı zamanda kamuoyu oluşturma ve devamlı son yirmi yıldır başta Türkler ve son yıllarda toptan Avusturya&#8217;da tüm Müslümanları damgalayacı ve oldukça aşağılamamalara kapı açıcı medya ve siyasi gündemi şekillendirme potansiyeli taşıyan çalışmalar yayımladığını vurguluyor ve bunu belgeliyor ve son yirmi yıldan fazla tüm Türkler&#8217;in ve şimdi Müslümanları bu tür sözde bilimsel kamu araştırmalarla her yerde başta devlet dairelerinde işe alınmadan tutun iş dünyasında, işçi dünyasında ve okullarda ve hatta yollarda ayrımcılığa ve aşağılamalara tabii tutulduğunu ve son verilmesini talep ederek Integrationsbarometer2025&#8217;in derhal resmi sayfalardan kaldırılmasını talep ediyor.  <strong>&#8222;Avusturya Cumhuriyeti Kamu Denetçiliği ´ne (Volksanwaltschaft) a gönderilen şikayet dosyasında b</strong>u çerçevede kamu tarafından finanse edilen bir kurumun demokratik kontrol mekanizmaları dışına çıkması, <strong data-start="3007" data-end="3065">şeffaflık, hesap verebilirlik ve demokratik sorumluluk</strong> açısından önemli bir eksiklik olarak değerlendiriliyor.</p>
<p data-start="3161" data-end="3576">TKG ayrıca, <strong>&#8222;Avusturya Cumhuriyeti Kamu Denetçiliği ´ne (Volksanwaltschaft)</strong> iletilen kendi eleştirilerinin bilimsel ve hukuki temelli olduğunu; buna rağmen ÖIF’nin eleştirilere içeriksel yanıt vermek yerine <strong data-start="3322" data-end="3377">yüksek maliyetli hukuki tehditlerle/SLAPP ile  yanıt verdiğini</strong> belirtiyor. Bu tavrın, demokratik tartışmayı – özellikle de sivil toplumun devlet yayıncılığını eleştirme hakkını – sınırlama riski taşıdığına dikkat çekiliyor.</p>
<h3 data-start="3583" data-end="3648"><strong data-start="3587" data-end="3648">Parlamentoya Çağrı: Denetim ve Hesap Verebilirlik Arayışı</strong></h3>
<p data-start="3650" data-end="3910"><strong>&#8222;Avusturya Cumhuriyeti Kamu Denetçiliği ´ne (Volksanwaltschaft)</strong>, Entegrasyon Fonu&#8217;nun denetim yetkisinin genişletilmesi konusunda parlamentoya açıkça işaret ederken, TKG bu çağrıyı <strong data-start="3762" data-end="3835">daha geniş bir siyasi ve demokratik sorumluluğa dönüştürme ihtiyacını</strong> vurguluyor. TKG, Avusturya Millet Meclisi /<strong data-start="3853" data-end="3910">Nationalrat/ milletvekillerine şu soruları APA OTS basın bildirisinde yöneltti:</strong></p>
<p data-start="3914" data-end="4004">1-Kamu adına faaliyet gösteren bir kurum neden Volksanwaltschaft denetimine tabi değildir?</p>
<p data-start="4007" data-end="4061">2-Bu alandaki denetim eksikliği neden kapatılmamıştır?</p>
<p data-start="4064" data-end="4148">3- ÖIF’yi parlamenter ve mali denetime dahil edecek düzenlemeler neden yapılmamıştır?</p>
<p data-start="4151" data-end="4291">4-Kamu fonlarının kullanımı ve toplumsal etkileri nasıl daha güçlü ve şeffaf şekilde kontrol edilebilir?</p>
<h3 data-start="4298" data-end="4365"><strong data-start="4302" data-end="4365">“Bilimsel Araştırma” mi, yoksa problematik ifade biçimi mi?</strong></h3>
<p data-start="4367" data-end="4846">ÖIF’nin yayımladığı  <a href="https://www.profil.at/oesterreich/integrationsfonds-aufregung-verein-ex-chef-janda-376276">&#8222;Müslümanlar Araştırması&#8220; adıyla 2000 yıllarında başlayan ve skandalla biten</a> “Integrationsbarometer 2025” aslında 2015’ten bu yana düzenli olarak yürütülen kamu anketlerinden biridir. Resmî tanıtımda bu çalışmaların entegrasyon ve toplum konularında <strong data-start="4560" data-end="4588">„eylem temelli tartışma“</strong>, <strong data-start="4590" data-end="4628">„veri odaklı karar alma süreçleri“</strong> sunduğu belirtilirken, TKG bu tanıma itiraz ediyor: Çalışmanın sunum şeklinin, özellikle dinî azınlıklar hakkında <strong data-start="4743" data-end="4766">“sorun perspektifi”</strong> oluşturma potansiyeli taşıdığı görüşünde.</p>
<h3 data-start="4853" data-end="4906"><strong data-start="4857" data-end="4906">Demokratik denetim ve şeffaflık talebi</strong></h3>
<p data-start="4908" data-end="5179">TKG, demokratik bir toplumda devletin tarafsızlık, açıklık ve hesap verebilirlik ilkelerinin esas olduğunu vurguluyor. Devlet veya kamu adına davranan bir kurumun aynı zamanda halk denetimi dışında kalmasının <strong data-start="5117" data-end="5145">demokratik bir eksikliği</strong> temsil ettiği görüşünü savunuyor.</p>
<p data-start="5181" data-end="5345">Eleştiri ve analiz, TKG’ye göre sadece akademik bir tartışma değil; <strong data-start="5249" data-end="5344">Avusturya’da uzun vadeli toplumsal ilişkiler ve demokratik kültür için önemli bir meseledir</strong>.</p>
<p data-start="5352" data-end="5596">Detaylı açıklama ve TKG metni:<br data-start="5389" data-end="5392" /><a class="decorated-link" href="https://www.turkischegemeinde.at/volksanwaltschaft-bestaetigt-kontrollluecke-beim-integrationsfonds-staatlicher-name-staatliche-mittel-aber-keine-missstandskontrolle/?utm_source=chatgpt.com" target="_new" rel="noopener" data-start="5392" data-end="5558">https://www.turkischegemeinde.at/volksanwaltschaft-bestaetigt-kontrollluecke-beim-integrationsfonds-staatlicher-name-staatliche-mittel-aber-keine-missstandskontrolle/</a></p>
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<div class="z-0 flex min-h-[46px] justify-start">
<p>APA OTS deki basın bildirisi</p>
<p><a href="https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260225_OTS0069/stigmatisierung-integrationsfond-staatlicher-name-staatliche-mittel-aber-keine-missstandskontrolle">https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260225_OTS0069/stigmatisierung-integrationsfond-staatlicher-name-staatliche-mittel-aber-keine-missstandskontrolle</a></p>
</div>
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</article>
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<h3>Kaynaklar</h3>
<p><strong>1-Integrationsbarometer 2025: ÖIF ersetzt Antworten auf Grundrechtskritik durch eine 35.000-Euro anwaltliche Drohkulisse statt durch Transparenz</strong><br />
<a href="https://www.turkischegemeinde.at/integrationsbarometer-2025-oeif-ersetzt-antworten-auf-grundrechtskritik-durch-eine-35-000-euro-anwaltliche-drohkulisse-statt-durch-transparenz/">https://www.turkischegemeinde.at/integrationsbarometer-2025-oeif-ersetzt-antworten-auf-grundrechtskritik-durch-eine-35-000-euro-anwaltliche-drohkulisse-statt-durch-transparenz/</a></p>
<article class="text-token-text-primary w-full focus:outline-none [--shadow-height:45px] has-data-writing-block:pointer-events-none has-data-writing-block:-mt-(--shadow-height) has-data-writing-block:pt-(--shadow-height) [&amp;:has([data-writing-block])&gt;*]:pointer-events-auto [content-visibility:auto] supports-[content-visibility:auto]:[contain-intrinsic-size:auto_100lvh] scroll-mt-[calc(var(--header-height)+min(200px,max(70px,20svh)))]" dir="auto" tabindex="-1" data-turn-id="513231d4-4db6-49a8-b16c-52c575d4a11b" data-testid="conversation-turn-320" data-scroll-anchor="false" data-turn="assistant">
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<p class="p1"><a href="https://www.turkischegemeinde.at/wp-content/uploads/FOND-Integrationsbarometer2020-2.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PDF: Stellungnahme TKG Think Tank PDF- Österreichischer Integrationsfonds (ÖIF)</a><br />
<a href="https://www.turkischegemeinde.at/wp-content/uploads/FOND-Integrationsbarometer2020-2.pdf">https://www.turkischegemeinde.at/wp-content/uploads/FOND-Integrationsbarometer2020-2.pdf</a></p>
<p><a href="https://www.turkischegemeinde.at/wp-content/uploads/Stellungnahme-TKG-Peter-Hajek-Antworten-3.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PDF: Stellungnahme TKG Think Tank- PDF –Meinungsforscher Dr. Peter Hajek</a></p>
<p><a href="https://www.turkischegemeinde.at/wp-content/uploads/Stellungnahme-TKG-Peter-Hajek-Antworten-3.pdf">https://www.turkischegemeinde.at/wp-content/uploads/Stellungnahme-TKG-Peter-Hajek-Antworten-2.pdf</a></p>
<p><span class="s1"><a href="https://www.turkischegemeinde.at/wp-content/uploads/Anlage3.pdf">ALS PDF: Strukturierte Gegenüberstellung: Integrationsbarometer 2025 (ÖIF) und ICC/ESOMAR-Kodex</a></span></p>
<p><a href="https://www.turkischegemeinde.at/wp-content/uploads/Anlage_3_ICC_ESOMAR_Mapping_Integrationsbarometer_2025-1-1.pdf">ALS PDF:  ANLAGE: ICC/ESOMAR-MAPPING – Integrationsbarometer 2025 (ÖIF)</a></p>
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</article>
<p class="entry-title post__title"><strong>2- TKG übermittelt förmlichen Antrag zum „Integrationsbarometer 2025“ persönlich an den Verfassungsgerichtshof-2.Antrag<br />
</strong><a href="https://www.turkischegemeinde.at/tkg-uebermittelt-foermlichen-antrag-zum-integrationsbarometer-2025-persoenlich-an-den-verfassungsgerichtshof/">https://www.turkischegemeinde.at/tkg-uebermittelt-foermlichen-antrag-zum-integrationsbarometer-2025-persoenlich-an-den-verfassungsgerichtshof/</a></p>
<p><strong>3- TKG schaltet Volksanwaltschaft ein (PDF-Volltext): Beschwerde gegen Integrationsbarometer 2025<br />
</strong><a href="https://www.turkischegemeinde.at/tkg-schaltet-volksanwaltschaft-ein-pdf-volltext-beschwerde-gegen-integrationsbarometer-2025/">https://www.turkischegemeinde.at/tkg-schaltet-volksanwaltschaft-ein-pdf-volltext-beschwerde-gegen-integrationsbarometer-2025/</a></p>
<p><strong>4- Integrationsbarometer 2025: Analyse eines möglichen Risikos der Verhetzung (§ 283 StGB) im Kontext des „kulturellen Rassismus“</strong><br />
<a href="https://www.turkischegemeinde.at/integrationsbarometer-2025-analyse-eines-moeglichen-risikos-der-verhetzung-%c2%a7-283-stgb-im-kontext-des-kulturellen-rassismus/">https://www.turkischegemeinde.at/integrationsbarometer-2025-analyse-eines-moeglichen-risikos-der-verhetzung-%c2%a7-283-stgb-im-kontext-des-kulturellen-rassismus/</a></p>
<p><strong>5-Integrationsbarometer 2025: TKGs kritische, grundrechtsbezogene Gesamtbewertung der Antworten des ÖIF und von Peter Hajek, dem Meinungsforscher, der das Integrationsbarometer 2025<br />
</strong><a href="https://www.turkischegemeinde.at/integrationsbarometer-2025-tkgs-kritische-grundrechtsbezogene-gesamtbewertung-der-antworten-des-oeif-und-von-peter-hajek/">https://www.turkischegemeinde.at/integrationsbarometer-2025-tkgs-kritische-grundrechtsbezogene-gesamtbewertung-der-antworten-des-oeif-und-von-peter-hajek/</a></p>
<p><strong>6- Meinungsforschung und Integrationsbarometer 2025: VfGH über verfassungsrechtliche Bedenken informiert-1. Antrag<br />
</strong><a href="https://www.turkischegemeinde.at/meinungsforschung-und-integrationsbarometer-2025-vfgh-ueber-verfassungsrechtliche-bedenken-informiert/">https://www.turkischegemeinde.at/meinungsforschung-und-integrationsbarometer-2025-vfgh-ueber-verfassungsrechtliche-bedenken-informiert<strong>/</strong></a></p>
<p><strong>7- Offener Brief an die Präsidentin der WKÖ: Integrationsbarometer 2025 und der Wirtschaftsstandort Österreich</strong><br />
<a href="https://www.turkischegemeinde.at/offener-brief-an-die-praesidentin-der-wkoe-integrationsbarometer-2025-und-der-wirtschaftsstandort-oesterreich/">https://www.turkischegemeinde.at/offener-brief-an-die-praesidentin-der-wkoe-integrationsbarometer-2025-und-der-wirtschaftsstandort-oesterreich/</a></p>
<p>8- <strong>TKG hat beim Meinungsforschungsverband  VMÖ  und VdMI und ViÖsterreich formelle Beschwerde zum Integrationsbarometer 2025 erhoben</strong>.</p>
<p><a href="https://www.turkischegemeinde.at/tkg-erhebt-formelle-beschwerde-zum-integrationsbarometer-2025-fragen-zur-staatlichen-neutralitaet-und-wissenschaftlichen-sorgfalt/">https://www.turkischegemeinde.at/tkg-erhebt-formelle-beschwerde-zum-integrationsbarometer-2025-fragen-zur-staatlichen-neutralitaet-und-wissenschaftlichen-sorgfalt/</a></p>
<p><strong>9- APA-OTS-Pressemitteilungen bezüglich des Integrationsbarometers 2025 ab 18.12.2025</strong><br />
<a href="https://www.ots.at/pressemappe/1970/tuerkische-kulturgemeinde-in-oesterreich">https://www.ots.at/pressemappe/1970/tuerkische-kulturgemeinde-in-oesterreich</a></p>
<p class="p2"><span class="s2">Volksanwaltschaft – Kontrolle ausgegliederter Rechtsträger</span></p>
<p class="p2"><a href="https://volksanwaltschaft.gv.at/"><span class="s2">https://volksanwaltschaft.gv.at</span></a></p>
<p class="p2"><span class="s2">Der Standard – Ausgliederungen und Kontrolllücken</span></p>
<p class="p2"><a href="https://www.derstandard.at/story/2000129300300/ausgliederungen-und-kontrollluecken"><span class="s2">https://www.derstandard.at/story/2000129300300/ausgliederungen-und-kontrollluecken</span></a></p>
<p class="p2"><span class="s2">Profil – Freunderlwirtschaft in Österreich</span></p>
<p class="p2"><a href="https://www.profil.at/oesterreich/freunderlwirtschaft-oesterreich"><span class="s2">https://www.profil.at/oesterreich/freunderlwirtschaft-oesterreich</span></a></p>
<p class="p2"><span class="s2">ORF – Diskussion über demokratische Kontrolle ausgegliederter Einrichtungen</span></p>
<p class="p2"><a href="https://orf.at/stories/3278912"><span class="s2">https://orf.at/stories/3278912</span></a></p>
<p class="p2"><span class="s2">Rechnungshof – Berichte zu ausgegliederten Rechtsträgern</span></p>
<p class="p2"><a href="https://www.rechnungshof.gv.at/"><span class="s2">https://www.rechnungshof.gv.at</span></a></p>
</div>
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            	</item>
		<item>
		<title>“Azınlıkları damgalayan yaklaşım hukuk devletini sınavdan geçiriyor”</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Günes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Feb 2026 08:43:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>TKG’den Avusturya Entegrasyon Fonu’na sert tepki: “Azınlıkları damgalayan yaklaşım hukuk devletini sınavdan&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2026/02/18/azinliklari-damgalayan-yaklasim-hukuk-devletini-sinavdan-geciriyor/">“Azınlıkları damgalayan yaklaşım hukuk devletini sınavdan geçiriyor”</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="224" data-end="714"><strong>TKG’den Avusturya Entegrasyon Fonu’na sert tepki: “Azınlıkları damgalayan yaklaşım hukuk devletini sınavdan geçiriyor”</strong></p>
<p><strong>Berlin, 18.02.2025/ Türkische Allgemeine-</strong>Avusturya Türk Kültür Toplumu (TKG), Avusturya Cumhuriyeti Entegrasyon Fonu’nun (Österreichischer Integrationsfonds – ÖIF) 2025 Entegrasyon Barometresi etrafında yürüttüğü iletişim ve hukuki adımlara sert tepki gösterdi. TKG, devlet tarafından finanse edilen bir kurumun dini azınlıkları genelleştirici kategorilerle ele almasının ve bu uygulamaya yöneltilen eleştirilerin hukuki baskı araçlarıyla bastırılmaya çalışılmasının, hukuk devleti ilkesini doğrudan sınavdan geçirdiğini vurguladı.</p>
<p data-start="744" data-end="1141">Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG), ÖIF’in 4 Şubat 2026 tarihli “Richtigstellung zur Aussendung der TKG zum Integrationsbarometer” başlıklı açıklamasına kapsamlı ikinci  bir yanıt yayınladı ve Viyana&#8217;daki hükümetin tarihsel sorumluğu konusunda dikkat çekti.</p>
<p>TKG, bu yanıtında tartışmanın özünün teknik bir ayrıntı ya da münferit bir telif meselesi olmadığını belirterek, meseleyi, <strong>“Demokratische Kontrolle statt anwaltlicher Drohkulisse” (</strong><strong>Avukatların tehditleri yerine demokratik kontrol) </strong> başlığı altında ele aldı.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-7858 size-full" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/02/TKGnin-yanitlari.jpg" alt="" width="1969" height="1110" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/02/TKGnin-yanitlari.jpg 1969w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/02/TKGnin-yanitlari-300x169.jpg 300w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/02/TKGnin-yanitlari-1024x577.jpg 1024w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/02/TKGnin-yanitlari-768x433.jpg 768w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/02/TKGnin-yanitlari-1536x866.jpg 1536w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/02/TKGnin-yanitlari-800x451.jpg 800w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/02/TKGnin-yanitlari-1160x654.jpg 1160w" sizes="(max-width: 1969px) 100vw, 1969px" /></p>
<p data-start="1143" data-end="1162"><strong data-start="1143" data-end="1162">Tartışmanın özü</strong></p>
<p data-start="1164" data-end="1618">TKG’ye göre yaşananlar, bir PDF dosyasının nerede durduğu veya bir bağlantının nasıl verildiği meselesi değildir. Tartışmanın merkezinde, devlet tarafından finanse edilen bir kurumun yıllar boyunca dini bir azınlığı pauschalisierende Kategorien, yani genelleştirici ve damgalamaya açık kategoriler üzerinden sözde “bilimsel” kamuoyu araştırmalarının odağına yerleştirmesi ve bu pratiğe yönelik eleştirilerin hukuki tehditlerle karşılanması bulunmaktadır.</p>
<p data-start="1620" data-end="1819">TKG, bu yaklaşımın demokratik denetimle bağdaşmadığını ve eleştirinin içerikten kaçırılarak maliyet riski, icra tehdidi ve yüksek dava değerleri üzerinden baskı altına alınmaya çalışıldığını savundu.</p>
<p data-start="1821" data-end="1856"><strong data-start="1821" data-end="1856">Viyana’nın tarihsel sorumluluğu</strong></p>
<p data-start="1858" data-end="2124">TKG açıklamasında, Viyana’nın tarihsel deneyimlerine de dikkat çekti. Hıristiyan-Sosyal Belediye Başkanı Karl Lueger döneminde antisemit söylemin siyasi olarak normalleştirildiğini hatırlatan TKG, bu normalleşmenin dönemin toplumsal iklimini belirlediğini vurguladı.</p>
<p data-start="2126" data-end="2403">O dönemde Sigmund Freud, Arthur Schnitzler, Gustav Mahler ve Stefan Zweig gibi çok sayıda Yahudi aydın, sanatçı ve bilim insanının, etiketleme, değersizleştirme ve siyasi araçsallaştırmanın kamusal hayatın olağan bir parçası hâline geldiği bir ortamda yaşadığına işaret edildi.</p>
<p data-start="2405" data-end="2787">TKG’ye göre bu tarihsel hatırlatma bir benzetme ya da dramatizasyon değil, Avusturya’nın sorumluluk kültürünün doğal bir parçasıdır. Açıklamada, entegrasyondan söz eden her devlet kurumunun anayasal tarafsızlık ilkesini, azınlıkların korunmasını ve hiçbir topluluğun toptan bir “sorun kategorisi” olarak tanımlanmaması gerektiğini göz önünde bulundurmak zorunda olduğu ifade edildi.</p>
<p data-start="2789" data-end="2831"><strong data-start="2789" data-end="2831">Demokratik denetim mi, hukuki baskı mı</strong></p>
<p data-start="2833" data-end="3135">TKG, Integrationsbarometer 2025 etrafındaki tartışmanın özünde şu sorunun bulunduğunu belirtti: Devlet tarafından finanse edilen bir kurum, kendi yöntemlerine ve toplumsal etkilerine yönelik kamusal eleştiriye tahammül edebilir mi; yoksa bu eleştiriyi hukuki tırmanma yoluyla bastırmayı mı tercih eder?</p>
<p data-start="3137" data-end="3307">Açıklamada, “Demokratik denetim hukuki baskı ile ikame edildiğinde sorun sivil toplum kuruluşlarında değil, hukuk devletinin kendisindedir” değerlendirmesine yer verildi.</p>
<p data-start="3309" data-end="3357"><strong data-start="3309" data-end="3357">“800 bin Müslüman homojen bir grup değildir”</strong></p>
<p data-start="3359" data-end="3704">TKG, Avusturya’daki yaklaşık 800 bin Müslümanın tekil ve homojen bir topluluk olarak ele alınamayacağını vurguladı. Açıklamada, 2000–2025 yılları arasında farklı adlar altında tekrarlanan araştırma ve anketlerin, geniş ve heterojen bir topluluğu siyasi olarak sınıflandıran, etiketleyen ve genelleştiren bir pratiğin parçası olduğu ifade edildi.</p>
<p data-start="3706" data-end="3930">TKG’ye göre asıl soru, damgalama kapasitesine sahip olduğu ve siyasi olarak kolayca araçsallaştırılabildiği ortaya konmuş bu yaklaşımın, “bilimsel kamuoyu araştırması” adı altında meşrulaştırılmaya devam edip edemeyeceğidir.</p>
<p data-start="3932" data-end="3973"><strong data-start="3932" data-end="3973">Etik ve hukuki standartlar tartışması</strong></p>
<p data-start="3975" data-end="4205">TKG ayrıca, “Müslüman çalışmaları”ndan 2025 Entegrasyon Barometresi’ne uzanan devlet destekli kamuoyu araştırmalarının, uluslararası kamuoyu araştırması etik standartlarını belirleyen ICC/ESOMAR Kodeksi ile bağdaşmadığını savundu.</p>
<p data-start="4207" data-end="4428">Açıklamada, “Bilimsellik iddiası altında azınlıklara yönelik toplumsal gerilimi artıran devlet destekli araştırmalar, entegrasyona katkı değil; kamusal alanda yeni sorunlar üreten bir yaklaşımdır” ifadelerine yer verildi. (<strong>Berlin, 18.02.2025/ Türkische Allgemeine)</strong></p>
<p>Kaynak:</p>
<p><a href="https://www.turkischegemeinde.at/antwort-der-tkg-auf-die-oeif-stellungnahme-vom-04-02-2026-demokratische-kontrolle-statt-anwaltlicher-drohkulisse/">https://www.turkischegemeinde.at/antwort-der-tkg-auf-die-oeif-stellungnahme-vom-04-02-2026-demokratische-kontrolle-statt-anwaltlicher-drohkulisse/</a></p>
<p>18.12.2025´de başlayarak ilk geniş eleştiriyi yapan TKG&#8217;nin resmi tüm APA OTS paylaşımları buradan okunabilir</p>
<p><a href="https://www.ots.at/suche?query=&amp;seite=1&amp;emittentId=1970">https://www.ots.at/suche?query=&amp;seite=1&amp;emittentId=1970</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2026/02/18/azinliklari-damgalayan-yaklasim-hukuk-devletini-sinavdan-geciriyor/">“Azınlıkları damgalayan yaklaşım hukuk devletini sınavdan geçiriyor”</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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            	</item>
		<item>
		<title>Warum Beethoven in Wien nie schweigt</title>
		<link>https://www.tuerkische-allgemeine.de/2026/02/01/warum-beethoven-in-wien-nie-schweigt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Günes]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Feb 2026 17:01:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Türkische Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 02. Juli 2026 ( Sonntag) veröffentlichte die seriöse, säkulare und investigativ&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2026/02/01/warum-beethoven-in-wien-nie-schweigt/">Warum Beethoven in Wien nie schweigt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><span class="s2">Am 02. Juli 2026 ( Sonntag) veröffentlichte die seriöse, säkulare und investigativ arbeitende türkische Tageszeitung Cumhuriyet (Die Republik) auf ihrer prominenten Kultur‑ und Gesellschaftsseite( Seite2)  einen Artikel des Wiener Verlegers und Obmanns der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich (TKG Think Tank), Prof. Birol Kilic, unter dem Titel „Warum ich in der Wiener Ballsaison an Beethoven denken muss?“.</span></p>
<p class="p1"><span class="s2"><br />
Die Türkische Allgemeine  hat den Essay-Artikel ohne Kommentar ins Türkische übersetzt.</span></p>
<h4><strong>Warum ich in der Wiener Ballsaison an Beethoven denken muss?<br />
</strong></h4>
<p class="p1"><span class="s1">Zwischen Kristalllüstern und Stille: Warum Beethoven in Wien nie schweigt</span></p>
<p>Cumhuriyet, 01.02.2026, von Birol Kilic, Wien</p>
<p>Ab Ende November wechselt die Stadt in eine andere Sprache: die Sprache der Bälle. Mit mehr als vierhundert Ballveranstaltungen verwandelt sich Wien in das Zentrum der Ballkultur. Säle, Kristalllüster, schwarze Fräcke und hinter steinernen Mauern verborgene Erinnerungen… Jedes Jahr, wenn ich an der Staatsoper vorbeigehe, legt sich dasselbe Gefühl auf mein Herz: Diese Stadt, die eine atemberaubend widersprüchliche Geschichte und ebenso außergewöhnliche Menschen hervorgebracht hat, erinnert einen zugleich an die Zerbrechlichkeit und die Widerstandskraft des Menschseins. Draußen die schneidende Kälte, drinnen eine glitzernde Welt – und über all dieser Pracht ein feiner kafkaesker Nebel. Eleganz und Beklemmung stehen Seite an Seite, als hätten sie sich seit Jahrhunderten aneinander gewöhnt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-76525 aligncenter" src="https://www.yenivatan.at/wp-content/uploads/2026/02/Cumhuriyet.01.02.2026-Viyana-Birol-Kilic-360x450.jpg" alt="" width="360" height="450" /></p>
<p class="p2"><span class="s2">Am 12. Februar 2026 wird der Wiener Opernball – der Ball aller Bälle – dieses Haus wieder für eine Nacht in einen Ballsaal verwandeln, und ich werde unbedingt dabei sein und beobachten. Während die Welt von Kriegsängsten, wirtschaftlichen Erschütterungen und dem Ruf nach Gerechtigkeit durchgeschüttelt wird, bereitet Wien sich darauf vor, sein Ritual erneut zu drehen. Das ist das Schicksal dieser Stadt: Selbst aus Schmerz macht sie einen Walzer. Wenn „Alles Walzer“ erklingt, bewegt sich die Zeit nicht mehr geradeaus, sondern beginnt Kreise zu ziehen – als würde die Stadt selbst für einen Moment den Atem der Geschichte anhalten.</span></p>
<p class="p2"><span class="s2">Doch das wahre Gedächtnis Wiens liegt nicht in den Bällen, sondern in der Musik – und in den Menschen, die dieser Stadt ihren Stempel aufgedrückt haben. Und die stärkste Stimme dieses Gedächtnisses ist jener goldene Name, zu dem wir immer wieder zurückkehren: Beethoven.</span></p>
<p class="p2"><span class="s2">Er ist der unsichtbare Dirigent dieser Stadt, der noch immer jede Gasse, jeden Platz, jeden Winterabend mit einer leisen moralischen Schwingung erfüllt.</span></p>
<h4 class="p3"><strong><span class="s3">Er vergrößerte die Stimme der Menschheit</span></strong></h4>
<p class="p2"><span class="s2">Als Beethoven nach Wien kam, träumte er davon, Schüler Mozarts zu werden; Mozarts Tod ließ diesen Traum unerfüllt. Doch Beethovens Ankunft in Wien veränderte die Richtung der Musikgeschichte. Damals war Wien mit seinen aristokratischen Salons die Kulturhauptstadt Europas. Diese Stadt nährte Beethoven nicht nur – sie verwandelte ihn. Beethoven, der die Ideale von Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Brüderlichkeit in Musik übersetzte, wurde in diesen steinernen Gassen zu einem moralischen Gewissen. Auch als sein Gehör schwand, komponierte er weiter und ließ die Stimme der Menschheit wachsen.</span></p>
<p class="p2"><span class="s2">Er hörte die Welt nicht mehr – aber die Welt hörte ihn. Und bis heute hört sie ihn, besonders in Wien, wo jeder Ton wie ein Echo der Freiheit wirkt.</span></p>
<h4 class="p2"><span class="s2">Ein Moment der Menschlichkeit: Beethoven und Haydn im kafkaesken Wien</span></h4>
<p class="p2"><span class="s2"><br />
Im Hintergrund dieser Geschichte steht Joseph Haydn. Haydns letzter öffentlicher Auftritt fand im Saal der heutigen Österreichischen Akademie der Wissenschaften statt. An jenem Abend, an dem der alte „Papa Haydn“ mühsam in seine Loge geführt wurde, stand Beethoven auf, ging zu seinem Lehrer und küsste seine Hand. Diese Szene ist nicht nur ein musikalischer Moment; sie ist die reinste Form menschlicher Anständigkeit. Wer verstehen will, woher Beethovens Gerechtigkeitssinn stammt, braucht nur diesen Augenblick.</span></p>
<h4 class="p3"><span class="s1">Eine Stadt aus Licht und Schatten</span></h4>
<p class="p2"><span class="s2">Wien ist deshalb nicht nur ein Konzertsaal, sondern ein Produktionsort für Schönheit und Unruhe zugleich. In derselben Stadt schwebt Strauss’ Walzer, hallen Freuds dunkle Korridore nach, hört man die Schritte Kafkas. Wien ist die Stadt Hitlers – und zugleich die Stadt Theodor Herzls, des geistigen Vaters Israels. Wien ist kafkaesk: Hoffnung und Frieden, Anstachelung und Hass, das Gefühl eines ausweglosen Labyrinths – alles wandert hier auf denselben Straßen nebeneinander.</span></p>
<p class="p2"><span class="s2">Diese Stadt trägt ihre Widersprüche wie ein kostbares, aber schweres Kleid: funkelnd, aber voller Schatten.</span></p>
<h4 class="p3"><span class="s1">Ein Blick von Wien in die Türkei</span></h4>
<p class="p2"><span class="s2">Mit genau diesen Gefühlen blicke ich auf die Türkei und höre die Stimmen von Millionen, die nach Gerechtigkeit verlangen, nach Rechtsstaatlichkeit suchen, nach innerem Frieden dürsten. Diese Stimmen erinnern mich an Beethoven – an einen Mann, der trotz zunehmender Taubheit nicht verstummte, sondern im Gegenteil den größten Friedensruf der Menschheit komponierte.</span></p>
<h4 class="p3"><span class="s1">Die 9. Symphonie: Die Menschheit erhebt ihre Stimme</span></h4>
<p class="p2"><span class="s2">Das Finale der 9. Symphonie von Beethoven, der zum Zeitpunkt der Komposition bereits vollständig taub war, ist die „Ode an die Freude“ – nicht nur die Hymne Europas, sondern die Hymne der Menschheit: „Alle Menschen werden Brüder.“</span></p>
<p class="p2"><span class="s2">Beethovens 9. Symphonie mit dem berühmten Chorfinale wurde am 7. Mai 1824 im Theater am Kärntnertor in Wien uraufgeführt. Dieses Theater befand sich genau dort, wo heute das Hotel Sacher bzw. die Wiener Staatsoper stehen. Beethoven wollte unbedingt anwesend sein – und er war es. Doch er konnte den Jubel nicht hören.</span></p>
<h4 class="p3"><span class="s1">Der Moment, in dem Beethoven die Menschheit sah</span></h4>
<p class="p2"><span class="s2">Als das Werk endete, waren die Menschen überwältigt. Sie erhoben sich, applaudierten minutenlang, riefen, weinten. Beethoven jedoch stand mit dem Rücken zum Publikum, völlig in seiner lautlosen Welt gefangen. Erst als eine Sängerin – nach den meisten Quellen die Altistin Caroline Unger – ihn sanft am Arm berührte und zu den jubelnden Menschen drehte, sah er, was er nicht mehr hören konnte:</span><span class="s2">ein Meer aus Dankbarkeit, Bewunderung und Menschlichkeit. </span><span class="s1">Beethoven konnte keinen einzigen Ton hören, aber er sah die Tränen, die Begeisterung, die brüderliche Ergriffenheit. Und in diesem Moment wurde sichtbar, was seine Musik uns bis heute zuflüstert:</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Selbst in den dunkelsten Momenten verstummen Hoffnung, Gerechtigkeit und Brüderlichkeit nicht – sie werden nur tiefer hörbar. Auch für die Türkei…</span></p>
<h4 class="p3"><strong><span class="s1">Der wahre Wiener Winter</span></strong></h4>
<p class="p2"><span class="s2">Vielleicht ist das der wahre Wiener Winter: ein leiser, aber unzerstörbarer Glaube daran, dass die Menschlichkeit immer wieder zu ihrer eigenen friedlichen Melodie findet.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quelle:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-76525 size-full" src="https://www.yenivatan.at/wp-content/uploads/2026/02/Cumhuriyet.01.02.2026-Viyana-Birol-Kilic-scaled.jpg" alt="" width="2048" height="2560" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2026/02/01/warum-beethoven-in-wien-nie-schweigt/">Warum Beethoven in Wien nie schweigt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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            	</item>
		<item>
		<title>Atma Şiwan, din kardeşiyiz: Fake History / Sahte Tarih</title>
		<link>https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/12/16/atma-siwan-din-kardesiyiz-fake-history-sahte-tarih/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Günes]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Dec 2025 07:29:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Türkische Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Andreas Güneş-Analiz, Berlin, 16.12.2025 “Tarihçi” etiketiyle sunulan ideolojik anlatıya üç dilde cevap.&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/12/16/atma-siwan-din-kardesiyiz-fake-history-sahte-tarih/">Atma Şiwan, din kardeşiyiz: Fake History / Sahte Tarih</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="p2"><span class="s2">Andreas Güneş-Analiz, Berlin, 16.12.2025</span></p>
<p>“Tarihçi” etiketiyle sunulan ideolojik anlatıya üç dilde cevap. Türkçe, Almanca ve İngilizce. Sırayla. Peki niye?</p>
<p class="p2"><span class="s2">Rudaw adlı Kürt medya organının, “tarihçi” sıfatıyla Emin Şiwan’ı öne çıkararak dolaşıma soktuğu anlatılar, tarih yazımının değil, ideolojik ajitasyonun ürünüdür.<br />
</span></p>
<p class="p2"><span class="s2"> Ortada ne akademik yöntem vardır ne de kaynaklarla desteklenen bir analiz.</span></p>
<p>Bunun yerine, belgeleri bağlamından koparan, kavramları kasıtlı biçimde çarpıtan ve yüzlerce yıllık çok aktörlü tarihsel süreçleri tek bir etnik öznenin hanesine yazmaya çalışan bir propaganda dili bulunmaktadır. Bu dil, tarih üretmez; mit üretir. Ve bu mitin adı nettir: Fake History. Bu söylemlerde tarihçilik yoktur; mitoloji mühendisliği vardır. Arşiv okumayı slogana indirgeyen, karmaşık süreçleri tek bir etnik kahramanlık hikâyesine dönüştüren bu yaklaşım, bilimselliğin değil kimlik ajitasyonunun alanına aittir.</p>
<p class="p2"><strong><span class="s2">Rudaw üzerinden dolaşıma sokulan dört temel iddia</span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s2">Rudaw Türkçe hesabından servis edilen içerikte Emin Şiwan adına dört temel iddia ortaya atılmaktadır. Bu iddialar, ilk bakışta “belge”, “arşiv” ve “tarih” gibi kelimelerle süslenmiş olsa da, biraz kazındığında geriye yalnızca politik hedeflere hizmet eden sloganlar kalmaktadır. Polemik tam da burada başlamalıdır; çünkü bu söylemler masum akademik hatalar değil, bilinçli yönlendirmelerdir. Bu iddiaların ortak özelliği, bağlamdan koparma, indirgeme ve ajitasyon yoluyla tarihsel gerçekliği etnik bir mitolojiye dönüştürme çabasıdır.</span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s2">Çaldıran Savaşı’nı etnik slogana indirgemek</span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s2">“Şah İsmail ile Yavuz Selim arasındaki savaşta dengeyi Kürtler değiştirdi” iddiası, Çaldıran Savaşı gibi askerî tarih açısından son derece iyi çalışılmış bir olayı kaba bir etnik indirgemecilikle yeniden yazma girişimidir. Çaldıran’ın sonucunu belirleyen faktörler tarih literatüründe açıktır: Osmanlı ordusunun ateşli silah ve topçu üstünlüğü, Safevi ordusunun klasik süvari yapısının bu teknoloji karşısında yetersiz kalması, lojistik ve disiplin farkı, merkezi komuta yapısı ve Şah İsmail’in stratejik hataları. Kürt beylerinin bir kısmının Osmanlı ile ittifak kurduğu bilinmektedir; ancak bu durum “dengeyi Kürtler değiştirdi” şeklinde sunulamaz. Bu, askeri tarihi kimlik siyasetine kurban eden bilim dışı bir basitleştirmedir. Bu iddia, tarihsel gerçekliği değil, etnik romantizmi besleyen bir slogandır.</span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s2">Coğrafi terimi idari statüye dönüştürme manipülasyonu</span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s2">“Kerkük Osmanlı belgelerinde Kürdistan vilayetinin sancağıdır” iddiası, kavram çarpıtmanın en açık örneklerinden biridir. Osmanlı arşivlerinde “Kürdistan” ifadesinin zaman zaman geçtiği doğrudur; ancak bu kullanım coğrafi ve etnografik bir tanımlamadır. Osmanlı idari sisteminde sürekli ve resmî bir “Kürdistan vilayeti” yoktur. Kerkük’ün idari bağlılığı Şehrizor Eyaleti ve Musul Vilayeti üzerinden açıkça belgelenmiştir. Coğrafi bir ifadeyi idari statüye dönüştürmek tarihçilik değil, bilinçli bir sahteciliktir. Bu tür iddialar, tarihsel terminolojiyi keyfi biçimde yeniden tanımlayarak bugünün politik hedeflerine malzeme üretme çabasından ibarettir.</span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s2">Yeniçeriler üzerinden üretilen tarih karikatürü</span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s2">“Yeniçeriler Kürt hâkimiyetini kırmak için müdahale etti” söylemi, Osmanlı askerî ve idari yapısına dair en temel bilgileri bile yok saymaktadır. Yeniçeriler, Osmanlı merkezî ordusunun bir parçasıdır; etnik gruplara karşı özel bir “kırma misyonu” ile hareket ettiklerine dair ne bir arşiv belgesi ne de ciddi bir akademik çalışma vardır. Osmanlı–Kürt ilişkileri yüzyıllar boyunca ittifak, özerklik, merkezileşme ve isyan ekseninde ilerlemiştir. Bu karmaşık tarihsel süreci tek cümlelik bir slogana indirgemek, tarih üretmek değil, tarihi karikatürize etmektir. Bu iddia, Osmanlı tarihini çizgi film düzeyine indiren bir basitleştirmedir.</span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s2">“Hindistan ekolü” ve hayali bir devlet anlatısı</span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s2">İngilizlerin “Hindistan ekolü” ve “Kürdistan Devleti’nin iptali” iddiası, akademik tarih yazımından ziyade politik retoriğin alanına aittir. Kürdistan özelinde kurumsallaşmış bir “Hindistan ekolü” kavramı uluslararası literatürde bulunmamaktadır. İngiliz mandater yönetiminin Irak’taki politikaları bellidir: petrol bölgelerini kontrol etmek, merkezi devleti ayakta tutmak ve Kürt taleplerini sınırlı özerklik düzeyinde tutmak. Ortada ne tanımlı bir Kürdistan Devleti vardır ne de iptal edilen bir hukuki yapı. Bu iddia, tarih değil, siyasi mağduriyet üretimi amacıyla kurgulanmış bir söylemdir.</span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s2">Ortak yöntem: bağlamdan koparma, indirgeme ve ajitasyon</span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s2">Bu dört iddianın ortak yöntemi açıktır: belgeler bağlamından koparılmakta, kavramlar yerinden oynatılmakta, çok aktörlü süreçler tek bir etnik anlatıya indirgenmekte ve akademik literatür yerine medya manşeti dili kullanılmaktadır. Bu yaklaşım, tarih disiplininin temel ilkeleriyle bağdaşmaz. Bu, tarih değil; kimlik inşası için üretilmiş bir ajitasyon paketidir.</span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s2">Akademik tarihçi mi, popüler yorumcu mu?</span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s2">Kamuya açık kaynaklarda Emin Şiwan’ın uluslararası akademik camiada tanınan bir tarihçi olduğuna dair güçlü bir veri bulunmamaktadır. Peer-review dergilerde yayımlanmış çalışmalar, üniversite unvanları veya metodolojik katkılar görünmemektedir. Buna rağmen, “tarihçi” etiketiyle sunulması izleyicinin bilinçli biçimde yanıltılması anlamına gelir. Bu durum, akademik otoriteyi taklit ederek meşruiyet devşirme girişimidir.</span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s2">Bir kuyuya atılan dört taş</span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s2">Türkçede meşhur bir söz vardır: “Bir deli kuyuya taş atar, kırk akıllı çıkaramaz.” Emin Şiwan’ın Rudaw kuyusuna attığı bu dört taş, tarihsel hakikatle değil politik motivasyonla şekillenmiştir. Akademik kaynaklarla doğrulanmayan, yalnızca aynı medya ağının kendi haberlerinde dolaşıma sokulan iddialar, tarih değil propagandadır.</span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s2">Tarih değil, kimlik ajitasyonu yapılıyor</span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s2">Sonuç olarak Emin Şiwan üzerinden servis edilen bu anlatılar ne Kürt tarihine ne de bölgenin çok katmanlı geçmişine katkı sunmaktadır. Aksine, tarih disiplinini araçsallaştırarak Fake History üretmekte ve savunduğunu iddia ettiği toplumu da bilim dışı iddialarla küçük düşürmektedir. Tarih sloganla yazılmaz; arşivle, yöntemle ve entelektüel dürüstlükle yazılır. Bunların olmadığı yerde geriye yalnızca gürültü kalır.</p>
<p>Deutsch</span></p>
<h3 class="p1"><span class="s1">Erzähl keinen Unsinn, Şiwan – wir sind Glaubensbrüder: Fake History / Falsche Geschichte</span></h3>
<p class="p1"><span class="s1">„Historiker“-Etikett für eine ideologische Erzählung</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Das kurdische Medienorgan Rudaw hat unter dem Etikett „Historiker“ die Erzählungen von Emin Şiwan in Umlauf gebracht. Diese sind kein Produkt der Geschichtsschreibung, sondern ideologischer Agitation. Es gibt keine akademische Methode und keine Analyse, die durch Quellen gestützt wäre. Stattdessen werden Dokumente aus dem Zusammenhang gerissen, Begriffe bewusst verfälscht und jahrhundertelange, vielschichtige historische Prozesse einer einzigen ethnischen Gruppe zugeschrieben. Diese Sprache produziert keine Geschichte, sondern Mythen. Und dieser Mythos hat einen klaren Namen: Fake History. In diesen Erzählungen gibt es keine Geschichtswissenschaft, sondern Mythenproduktion. Archivlektüre wird auf Schlagworte reduziert, komplexe Prozesse werden zu einer ethnischen Heldengeschichte umgedeutet – das ist keine Wissenschaft, sondern Identitätsagitation.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Vier zentrale Behauptungen, die über Rudaw verbreitet werden</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Im über den Twitter-Account von Rudaw Türkçe verbreiteten Inhalt werden im Namen von Emin Şiwan vier zentrale Behauptungen aufgestellt. Diese Behauptungen sind auf den ersten Blick mit Begriffen wie „Dokument“, „Archiv“ und „Geschichte“ geschmückt, doch bei näherem Hinsehen bleibt nur politische Parole. Die Polemik muss genau hier beginnen, denn diese Aussagen sind keine harmlosen Fehler, sondern bewusste Manipulationen. Ihr gemeinsames Muster ist klar: aus dem Kontext reißen, reduzieren und agitieren.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Die Schlacht von Çaldıran auf ein ethnisches Schlagwort reduzieren</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Die Behauptung „Im Krieg zwischen Schah Ismail und Yavuz Selim haben die Kurden das Gleichgewicht verändert“ ist der Versuch, ein militärhistorisch gründlich erforschtes Ereignis grob ethnisch zu verfälschen. Die Faktoren, die das Ergebnis von Çaldıran bestimmten, sind in der Literatur klar: die Überlegenheit der osmanischen Feuerwaffen und Artillerie, die Unzulänglichkeit der klassischen Safawiden-Kavallerie gegenüber dieser Technologie, Unterschiede in Logistik und Disziplin, die zentrale Kommandostruktur und die strategischen Fehler von Schah Ismail. Dass einige kurdische Beys ein Bündnis mit den Osmanen eingingen, ist bekannt; doch dies kann nicht als „die Kurden haben das Gleichgewicht verändert“ dargestellt werden. Das ist eine wissenschaftsferne Simplifizierung, die Militärgeschichte der Identitätspolitik opfert. Diese Behauptung nährt nicht historische Realität, sondern ethnische Romantik.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Geografische Begriffe in Verwaltungsstatus verwandeln</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Die Behauptung „Kerkük ist in osmanischen Dokumenten ein Sanjak der Provinz Kurdistan“ ist ein Paradebeispiel für Begriffsverfälschung. Ja, der Ausdruck „Kurdistan“ taucht in osmanischen Archiven gelegentlich auf; doch dies ist eine geografische und ethnografische Bezeichnung. Eine dauerhafte und offizielle „Provinz Kurdistan“ existierte im osmanischen Verwaltungssystem nicht. Die Zugehörigkeit Kerküks ist über das Eyâlet Şehrizor und das Vilâyet Mosul klar dokumentiert. Einen geografischen Ausdruck in einen Verwaltungsstatus umzuwandeln ist keine Geschichtsschreibung, sondern bewusste Fälschung.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Eine Karikatur der Geschichte über die Janitscharen</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Die Behauptung „Die Janitscharen griffen ein, um die kurdische Herrschaft zu brechen“ ignoriert die grundlegendsten Kenntnisse über das osmanische Militär- und Verwaltungssystem. Die Janitscharen waren Teil der zentralen Armee des Osmanischen Reiches; es gibt weder ein Archivdokument noch eine seriöse Studie, die belegt, dass sie mit einer speziellen Mission gegen ethnische Gruppen agierten. Die osmanisch-kurdischen Beziehungen verliefen über Jahrhunderte entlang von Bündnissen, Autonomie, Zentralisierung und Aufständen. Diesen komplexen Prozess auf einen Slogan zu reduzieren, produziert keine Geschichte, sondern karikiert sie.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">„Indien-Schule“ und eine imaginäre Staats-Erzählung</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Die Behauptung über die „Indien-Schule“ der Briten und die „Annullierung des kurdischen Staates“ gehört nicht in die Geschichtswissenschaft, sondern in die politische Rhetorik. Ein institutionalisierter Begriff „Indien-Schule“ im Zusammenhang mit Kurdistan existiert in der internationalen Literatur nicht. Die Politik der britischen Mandatsverwaltung im Irak ist klar: Kontrolle der Ölfelder, Aufrechterhaltung des Zentralstaates und Begrenzung kurdischer Forderungen auf eingeschränkte Autonomie. Es gab weder einen definierten kurdischen Staat noch eine annullierte Rechtsstruktur. Diese Behauptung ist keine Geschichte, sondern die Produktion politischer Opfermythen.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Gemeinsame Methode: Kontextverlust, Reduktion und Agitation</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Das gemeinsame Muster dieser vier Behauptungen ist klar: Dokumente werden aus dem Zusammenhang gerissen, Begriffe verschoben, vielschichtige Prozesse auf eine ethnische Erzählung reduziert und statt akademischer Literatur wird die Sprache der Schlagzeilen benutzt. Das ist keine Geschichtswissenschaft, sondern ein Agitationspaket zur Identitätsbildung.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Akademischer Historiker oder populärer Kommentator?</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">In öffentlich zugänglichen Quellen gibt es keine starken Hinweise darauf, dass Emin Şiwan in der internationalen akademischen Gemeinschaft als Historiker anerkannt ist. Es gibt keine Veröffentlichungen in peer-reviewten Zeitschriften, keine Universitätspositionen, keine methodologischen Beiträge. Dennoch wird er mit dem Etikett „Historiker“ präsentiert – das ist eine bewusste Irreführung des Publikums. Es ist der Versuch, akademische Autorität zu imitieren, um Legitimität zu gewinnen.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Vier Steine, die in einen Brunnen geworfen wurden</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Im Türkischen gibt es ein bekanntes Sprichwort: „Ein Verrückter wirft einen Stein in den Brunnen, vierzig Weise können ihn nicht herausziehen.“ Die vier Steine, die Emin Şiwan in den Rudaw-Brunnen geworfen hat, sind nicht durch historische Wahrheit, sondern durch politische Motivation geformt. Behauptungen, die nicht durch akademische Quellen bestätigt werden und nur im eigenen Mediennetzwerk zirkulieren, sind keine Geschichte, sondern Propaganda.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Keine Geschichte, sondern Identitätsagitation</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Die über Emin Şiwan verbreiteten Erzählungen tragen weder zur kurdischen Geschichte noch zum vielschichtigen Erbe der Region bei. Im Gegenteil: Sie instrumentalisieren die Geschichtswissenschaft, produzieren Fake History und diskreditieren die Gesellschaft, die sie zu verteidigen vorgeben, mit unwissenschaftlichen Behauptungen. Geschichte wird nicht mit Parolen geschrieben, sondern mit Archiven, Methoden und intellektueller Redlichkeit. Wo dies fehlt, bleibt nur Lärm, Agitation und Mythologie.</span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s2">English</span></strong></p>
<h3 class="p1"><span class="s1">Atma Şiwan, we are brothers in faith: Fake History</span></h3>
<p class="p1"><strong><span class="s1">The “Historian” label for an ideological narrative</span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">The Kurdish media outlet Rudaw has circulated the narratives of Emin Şiwan under the label “historian.” These are not products of historiography but of ideological agitation. There is no academic method and no analysis supported by sources. Instead, documents are torn from their context, concepts deliberately distorted, and centuries of multi-actor historical processes attributed to a single ethnic subject. This language does not produce history; it produces myths. And this myth has a clear name: Fake History. In these narratives there is no scholarship, but myth-making. Archival reading is reduced to slogans, complex processes are turned into an ethnic hero tale – this is not science but identity agitation.</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Four central claims circulated via Rudaw</span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">In content distributed through Rudaw Türkçe’s account, four central claims are attributed to Emin Şiwan. These claims, at first glance decorated with words like “document,” “archive,” and “history,” reveal upon closer inspection only political slogans. Polemic must begin here, because these are not innocent mistakes but deliberate manipulations. Their common method is clear: remove context, reduce complexity, and agitate.</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Reducing the Battle of Çaldıran to an ethnic slogan</span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">The claim “In the war between Shah Ismail and Yavuz Selim, the Kurds changed the balance” is an attempt to rewrite a thoroughly studied military event with crude ethnic reductionism. The factors determining Çaldıran’s outcome are clear in the literature: Ottoman superiority in firearms and artillery, the inadequacy of Safavid cavalry against this technology, differences in logistics and discipline, centralized command, and Shah Ismail’s strategic errors. That some Kurdish beys allied with the Ottomans is known; but this cannot be presented as “the Kurds changed the balance.” This is an unscientific simplification sacrificing military history to identity politics. This claim feeds not historical reality but ethnic romanticism.</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Turning a geographic term into administrative status</span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">The claim “Kirkuk is a sanjak of the Kurdistan province in Ottoman documents” is a textbook case of conceptual distortion. Yes, the term “Kurdistan” appears occasionally in Ottoman archives; but this is a geographic and ethnographic designation.<br />
</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">A permanent and official “Kurdistan Province” did not exist in the Ottoman administrative system. Kirkuk’s administrative affiliation is clearly documented through the Şehrizor Eyalet and the Mosul Vilayet. Turning a geographic expression into an administrative status is not historiography but deliberate falsification. Such claims are nothing more than attempts to arbitrarily redefine historical terminology to manufacture material for contemporary political goals.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">A caricature of history through the Janissaries</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">The claim “The Janissaries intervened to break Kurdish dominance” ignores even the most basic knowledge of the Ottoman military and administrative system. The Janissaries were part of the central Ottoman army; there is neither an archival document nor a serious academic study suggesting that they acted with a special mission against ethnic groups. Ottoman–Kurdish relations unfolded over centuries along the axes of alliance, autonomy, centralization, and rebellion. Reducing this complex historical process to a one-sentence slogan does not produce history; it caricatures it. This claim reduces Ottoman history to the level of a cartoon.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">The “India school” and an imaginary state narrative</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">The claim about a British “India school” and the “cancellation of the Kurdistan State” belongs not to academic historiography but to political rhetoric. There is no institutionalized concept of an “India school” in the international literature regarding Kurdistan. The policies of the British Mandate administration in Iraq are clear: controlling oil regions, maintaining the central state, and limiting Kurdish demands to restricted autonomy. There was neither a defined Kurdish state nor an annulled legal structure. This claim is not history but a narrative constructed to produce political victimhood.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Common method: removing context, reducing complexity, and agitating</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">The common method of these four claims is clear: documents are removed from their context, concepts are shifted, multi-actor processes are reduced to a single ethnic narrative, and instead of academic literature, the language of media headlines is used. This approach is incompatible with the fundamental principles of the historical discipline. It is not history; it is an agitation package produced for identity construction.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Academic historian or popular commentator?</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Publicly accessible sources provide no strong evidence that Emin Şiwan is recognized as a historian in the international academic community. There are no publications in peer-reviewed journals, no university positions, no methodological contributions. Nevertheless, he is presented with the label “historian,” which constitutes a deliberate deception of the audience. This is an attempt to imitate academic authority in order to gain legitimacy.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Four stones thrown into a well</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">There is a well-known Turkish proverb: “A madman throws a stone into a well, and forty wise men cannot retrieve it.” The four stones that Emin Şiwan has thrown into the Rudaw well are shaped not by historical truth but by political motivation. Claims that are not confirmed by academic sources and circulate only within the same media network are not history but propaganda.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Not history, but identity agitation</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">In conclusion, the narratives circulated through Emin Şiwan contribute neither to Kurdish history nor to the multilayered past of the region. On the contrary, they instrumentalize the discipline of history, produce Fake History, and discredit the very society they claim to defend with unscientific assertions. History is not written with slogans; it is written with archives, method, and intellectual honesty. Where these are absent, only noise remains.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1"> </span></p>
<p class="p2"><span class="s2"> </span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/12/16/atma-siwan-din-kardesiyiz-fake-history-sahte-tarih/">Atma Şiwan, din kardeşiyiz: Fake History / Sahte Tarih</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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		<item>
		<title>TKG verurteilt antisemitischen Terrorangriff in Sydney</title>
		<link>https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/12/15/tkg-verurteilt-antisemitischen-terrorangriff-in-sydney/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Günes]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Dec 2025 10:36:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wien, 15.12.2025- Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) hat den bewaffneten Angriff&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/12/15/tkg-verurteilt-antisemitischen-terrorangriff-in-sydney/">TKG verurteilt antisemitischen Terrorangriff in Sydney</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p2"><span class="s2"><strong>Wien, 15.12.2025-</strong> Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) hat den bewaffneten Angriff am Bondi Beach in Sydney scharf verurteilt. Nach den bisher veröffentlichten Erkenntnissen soll die Tat eindeutig antisemitisch motiviert gewesen sein. Bei dem Angriff kamen mehrere Menschen ums Leben, darunter auch Personen unterschiedlicher Nationalitäten.</span></p>
<p class="p2"><span class="s2">Nach Angaben der Behörden griff ein muslimischer Passant mutig ein, entriss dem Täter die Waffe und riskierte dabei sein eigenes Leben. Die TKG bezeichnete dieses Verhalten als „vorbildliche menschliche Zivilcourage“, die zeige, dass „Menschlichkeit stärker ist als Hass und Gewalt“.</span></p>
<p class="p2"><span class="s2">In einer Stellungnahme sprach die TKG den Familien und Angehörigen der Opfer ihr tief empfundenes Beileid aus und wünschte den Verletzten eine rasche Genesung. Die Gemeinschaft betonte ihre Solidarität mit der jüdischen Bevölkerung sowie mit allen Menschen, die von Hass, Terror und Diskriminierung betroffen sind. Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Extremismus hätten „in unseren Gesellschaften keinen Platz“.</span></p>
<p class="p2"><span class="s2">Zugleich erinnerte die TKG politische Verantwortungsträger weltweit an ihre besondere Rolle. Jede Politikerin und jeder Politiker trage Verantwortung für Worte und Handlungen, unabhängig vom Land. Frieden zu fördern, die Würde jedes Menschen zu achten und ein respektvolles Miteinander zu stärken, sei eine gemeinsame Aufgabe.</span></p>
<p class="p2"><span class="s2">Als Teil der österreichischen Zivilgesellschaft bekräftigte die TKG ihr Engagement für Solidarität, Respekt und ein friedliches Zusammenleben in einer pluralistischen Gesellschaft. Abschließend rief sie alle gesellschaftlichen Akteure dazu auf, gemeinsam gegen Hass, Extremismus und Gewalt einzutreten.</span></p>
<p>Quelle: <a href="https://www.turkischegemeinde.at/tkg-verurteilt-den-terror-in-sydney-und-wuenscht-den-verletzten-baldige-genesung/">https://www.turkischegemeinde.at/tkg-verurteilt-den-terror-in-sydney-und-wuenscht-den-verletzten-baldige-genesung/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/12/15/tkg-verurteilt-antisemitischen-terrorangriff-in-sydney/">TKG verurteilt antisemitischen Terrorangriff in Sydney</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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            	</item>
		<item>
		<title>20. November: Was sagte Netanjahu über die Türkei?</title>
		<link>https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/11/22/20-november-was-sagte-netanjahu-ueber-die-tuerkei/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Birol Kilic]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Nov 2025 05:23:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>20. November: Was sagte Netanjahu über die Türkei? Von Birol Kilic, Beobachtungen&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/11/22/20-november-was-sagte-netanjahu-ueber-die-tuerkei/">20. November: Was sagte Netanjahu über die Türkei?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>20. November: Was sagte Netanjahu über die Türkei?</h2>
<p>Von Birol Kilic, Beobachtungen und Analyse, aus Wien, vom 22.11.2025</p>
<p>Der israelische Premierminister Netanyahu äußerte diese Sätze am 10. November 2025 während einer Sondersitzung in der Knesset in Jerusalem über die Regierung in Ankara. Es handelt sich um ein Thema, das die Öffentlichkeit sowohl jetzt als auch in Zukunft interessiert. Dabei wird das Thema weder bagatellisiert noch emotionalisiert sondern den Leserinnen und Lesern ein direkter Überblick ermöglicht.</p>
<p>Wir veröffentlichen hier die wortgetreue Übersetzung, kommentarlos aus dem Hebräischen und Englischen ins Türkische, nun ins Deutsche übertragen.</p>
<p>Die sehr knappen, vorsichtigen und diplomatischen Aussagen wurden<strong> am 20. November 2025 im Liveblog der Times of Israel</strong> veröffentlicht. Es handelt sich um eine wortgetreue und kommentarlos Wiedergabe, die den Ton Netanyahus unverändert dokumentiert. Damit ist die Bedeutung exakt übertragen und für die History festgeschrieben.</p>
<h5><strong>Zusätzliche Entwicklung vor dem Sendum am 20. November</strong></h5>
<p>Vor der am 20. November von Premierminister Netanjahu veröffentlichten Sendung im Liveblog der Times of Israel erließ die türkische Justiz am 7. und 8. November 2025 Haftbefehle gegen insgesamt 37 israelische Staatsbürger. Unter den Genannten befinden sich Premierminister Benjamin Netanjahu, Außenminister Israel Katz sowie weitere hochrangige Regierungsmitglieder, darunter der Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir. Ihnen wird „Verbrechen gegen die Menschlichkeit” und „systematischer Völkermord” im Zusammenhang mit den militärischen Operationen Israels im Gazastreifen vorgeworfen.</p>
<p>Die Generalstaatsanwaltschaft in Istanbul begründete diese Entscheidung damit, dass die israelische Führung durch wiederholte und großflächige Angriffe auf zivile Infrastruktur, Wohngebiete und medizinische Einrichtungen eine gezielte Strategie verfolge, die auf die Vernichtung der palästinensischen Bevölkerung abziele. In den Haftbefehlen wird auf die hohe Zahl ziviler Opfer, darunter Frauen und Kinder, sowie auf die Zerstörung lebenswichtiger Versorgungseinrichtungen verwiesen.</p>
<p>Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, dass die Ermittlungen auf Grundlage von Zeugenaussagen, Bildmaterial und internationalen Menschenrechtsberichten geführt wurden. Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte bereits zuvor mehrfach öffentlich erklärt, Netanjahu sei „für einen Genozid in Gaza verantwortlich“. Mit den Haftbefehlen wurde diese politische Anklage nun in eine juristische Form überführt.</p>
<p>Internationale Medien wie Der Standard, ZDF, ORF, Südkurier und t‑online griffen die Entscheidung auf und betonten, dass die Türkei damit einen beispiellosen Schritt gegen die israelische Regierung unternimmt. Während israelische Medien die Rede Netanyahus am 10. November 2025 überwiegend diplomatisch einordneten, sahen internationale Stimmen in der Kombination aus Rede und Haftbefehlen ein klares Zeichen für die Eskalation der Spannungen zwischen Ankara und Jerusalem.</p>
<p>Die Haftbefehle sind zunächst nur innerhalb der Türkei gültig, könnten jedoch über internationale Kooperationen oder Interpol-Mechanismen weitergetragen werden. Ob und inwieweit diese juristischen Schritte praktische Folgen für Netanjahu und seine Minister haben werden, ist derzeit unklar. Dennoch bilden sie den unmittelbaren Hintergrund für Netanyahus vorsichtige und diplomatisch formulierte Rede in der Knesset, die einerseits auf Entspannung abzielt, andererseits aber auch deutliche sicherheitspolitische Signale sendet.</p>
<h5><strong>Premierminister Netanyahu in O-Ton (3 Sprachen)<br />
20. November 2025 im Liveblog der Times of Israel </strong></h5>
<p class="p1"><strong>&#8222;Wir wollen ein Modus Vivendi mit der Türkei.&#8220;<br />
</strong>&#8222;Türkiye ile bir modus vivendi istiyoruz.&#8220;</p>
<p class="p2" dir="rtl">&#8222;אנחנו רוצים מודוס ויוונדי עם טורקיה&#8220;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p1"><strong>&#8222;Die Türkei benutzt eine sehr harte, sehr radikale Rhetorik, und wir wehren sie ab.&#8220;<br />
</strong>&#8222;Türkiye çok sert, çok radikal bir retorik kullanıyor ve biz onu savuşturuyoruz.&#8220;</p>
<p class="p2" dir="rtl">&#8222;טורקיה משתמשת ברטוריקה קשה מאוד ורדיקלית מאוד, ואנחנו מסיטים אותה&#8220;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p1"><strong>&#8222;Vor Ort, in der Praxis, haben wir ihren Eintritt in den Süden Syriens verhindert.&#8220;<br />
</strong>&#8222;Sahada, fiilen, onların Suriye’nin güneyine girişini engelledik.&#8220;</p>
<p class="p2" dir="rtl">&#8222;בשטח, בפועל, מנענו את כניסתם לדרום סוריה&#8220;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p1"><strong>&#8222;Sie wollten an einen Ort nahe unserer Grenze eindringen. Ich sagte: Das wird niemals geschehen.&#8220;<br />
</strong>&#8222;Onlar sınırımıza yakın bir yere girmek istediler. Ben dedim ki: Bu asla olmayacak.&#8220;</p>
<p class="p2" dir="rtl">&#8222;הם רצו להיכנס למקום קרוב לגבול שלנו. אמרתי: זה לעולם לא יקרה&#8220;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p1"><strong>&#8222;Wir wollten auch nicht, dass sie in das Gebiet namens T‑4 im Zentrum Syriens eindringen, und wir haben diesen Flugplatz sogar bombardiert. Das war der Befehl, den ich der Luftwaffe gab, und sie haben ihn ausgeführt.&#8220;<br />
</strong>&#8222;Biz onların Suriye’nin ortasındaki T‑4 adlı bölgeye girmelerini de istemedik ve bu hava üssünü hatta bombaladık. Bu, Hava Kuvvetlerine verdiğim emirdi ve onlar bunu yerine getirdiler.&#8220;</p>
<p class="p2" dir="rtl">&#8222;בנוסף לא רצינו שייכנסו לאזור שנקרא T‑4 במרכז סוריה, ואף הפצצנו את שדה התעופה הזה. זו הייתה הפקודה שנתתי לחיל האוויר, והם ביצעו אותה&#8220;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p1"><strong>&#8222;Derzeit halten wir eine gewisse Distanz, und gleichzeitig bauen wir einen Dialog mit der Türkei auf.&#8220; &#8220;<br />
</strong>&#8222;Şu anda belli bir mesafeyi koruyoruz ve aynı zamanda Türkiye ile bir diyalog kuruyoruz.&#8220;</p>
<p class="p2" dir="rtl">&#8222;כיום אנו שומרים על מרחק מסוים, ובו בזמן מקיימים דיאלוג עם טורקיה&#8220;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p1"><strong>&#8222;Jenseits der Schlagzeilen sagen wir in unseren Kontakten: Es gibt ein gegenseitiges Interesse, Zusammenstöße zu vermeiden.&#8220;<br />
</strong>&#8222;Manşetlerin ötesinde, temaslarımızda şunu söylüyoruz: Çatışmalardan kaçınmak için karşılıklı bir çıkar vardır.&#8220;</p>
<p class="p2" dir="rtl">&#8222;מעבר לכותרות, אנו אומרים במגעים שלנו: יש עניין הדדי להימנע מעימותים&#8220;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p1"><strong>&#8222;Wir werden immer tun, was nötig ist, um unser Land zu schützen und zu verteidigen. Aber zuerst, wenn möglich, nehmen wir Kontakte auf; und gleichzeitig zeigen wir Entschlossenheit vor Ort.&#8220;<br />
</strong>&#8222;Ülkemizi korumak ve savunmak için gereken her şeyi her zaman yapacağız. Ama önce, mümkünse, temas kurarız; ve aynı zamanda sahada kararlılık gösteririz.&#8220;</p>
<p class="p2" dir="rtl">&#8222;אנו תמיד נעשה כל מה שנדרש כדי להגן על ארצנו. אבל קודם, אם אפשר, אנו מקיימים מגעים; ובו בזמן אנו מראים נחישות בשטח&#8220;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p1"><strong>&#8222;Das zweite Thema ist, wie man Macht für die Zukunft aufbaut.&#8220;<br />
</strong>&#8222;İkinci konu, geleceğe yönelik nasıl güç inşa edileceğidir.&#8220;</p>
<p class="p2" dir="rtl">&#8222;הנושא השני הוא כיצד אתה בונה כוח לעתיד&#8220;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p1"><strong>&#8222;Es hängt sehr stark davon ab, wie sie ihre Macht aufbauen. Wir beobachten sie.&#8220;<br />
</strong>&#8222;Bu, onların güçlerini nasıl inşa ettiklerine çok bağlıdır. Biz onları izliyoruz.&#8220;</p>
<p class="p2" dir="rtl">&#8222;זה תלוי מאוד כיצד הם בונים את כוחם. אנחנו עוקבים אחריהם&#8220;</p>
<p class="p1"><strong>&#8222;Wie man sagt: Der Appetit wächst beim Essen; manche Fähigkeiten steigern den Appetit, und deine Fähigkeiten können den Appetit anderer dämpfen.&#8220;<br />
</strong>&#8222;Denildiği gibi: İştah yemekle artar; bazı yetenekler iştahı artırır ve senin yeteneklerin başkalarının iştahını azaltabilir.&#8220;</p>
<p class="p2" dir="rtl">&#8222;כפי שאומרים, התיאבון גדל עם האכילה; יכולות מסוימות מגבירות את התיאבון, והיכולות שלך יכולות לקהות את התיאבון של אחרים&#8220;</p>
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<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Analyse</strong></h4>
<p><strong>Unterschiedliche mediale Darstellung</strong></p>
<p>Die israelische Presse (Ynet, Times of Israel, Israel Hayom) berichtete mit diplomatischer und nüchterner Sprache, betonte Abschreckung und Dialog. Die türkische Presse (NTV, Odatv, TGRT Haber, Star, Türkiye Gazetesi) stellte dieselben Aussagen mit schärferen, dramatischeren Schlagzeilen dar, oft mit einem konfrontativen Ton.</p>
<p>In der israelischen Presse fallen die direkten Analysen zu Netanyahus Rede über die Türkei vom 10. November 2025 eher verhalten aus. Nachrichtenportale wie Ynet, Times of Israel und Israel Hayom beschränkten sich weitgehend auf die Wiedergabe seiner Aussagen, während tiefere Einschätzungen vor allem in kommentierenden Medien erschienen – allen voran in Haaretz. Dort wurde die Rede im Hinblick auf die zukünftigen türkisch‑israelischen Beziehungen und Netanyahus Verweis auf einen „modus vivendi“ eingeordnet. Auffällig ist dabei: Obwohl Netanyahus Sprache diplomatisch wirkt, transportiert sie zugleich eine deutliche Botschaft der Abschreckung und des Machtgleichgewichts.</p>
<p><strong>Die Analyse von Haaretz hebt besonders hervor</strong></p>
<p>Die einzige substanzielle Analyse in der israelischen Presse stammt von Haaretz. Dort wird betont:<br />
•⁠ ⁠Netanyahus Ton sei diplomatisch, der Inhalt jedoch klar von sicherheitspolitischer Abschreckung geprägt.<br />
•⁠ ⁠Der Begriff „modus vivendi“ werde als strategischer Versuch verstanden, die Beziehungen zur Türkei nicht abbrechen zu lassen, sondern aktiv zu steuern.<br />
•⁠ ⁠In der israelischen Öffentlichkeit werde die Rede als „Politik des Gleichgewichts“ gegenüber der scharfen Rhetorik Ankaras wahrgenommen.</p>
<p>Haaretz ordnete die Rede, gehalten im Rahmen einer Konferenz in Berlin, als Balanceakt „zwischen diplomatischem Ton und Abschreckung“ ein. Der Verweis auf die Lage an der syrischen Grenze oder den Angriff auf die T‑4‑Basis wurde als Hinweis darauf interpretiert, dass Israel gegenüber der Türkei weiterhin faktische Abschreckung betreibt.</p>
<p>Times of Israel und Israel Hayom beließen es bei einer nicht‑kommentierenden Berichterstattung. Beide stellten Netanyahus Aussage „Wir wollen keinen Konflikt mit der Türkei“ in den Mittelpunkt, ohne weiterführende Analyse.</p>
<p><strong>Deutsche und internationale Medien wie die Deutsche Welle  (auch ORF, Standard)</strong>, die über den türkischen Haftbefehl gegen Netanyahu wegen „Völkermordvorwürfen“ berichteten, betonten, dass Israels Rhetorik einerseits auf Entspannung abzielt, andererseits aber klare sicherheitspolitische Signale aussendet.</p>
<p><strong>Quellen und Links</strong></p>
<p><strong>Israelische Medien</strong></p>
<p>• Ynet (Hebräisch): https://www.ynet.co.il/news/article/yokra14580514<br />
• Times of Israel (Englisch): https://www.timesofisrael.com/liveblog_entry/israel-wants-to-reach-deal-with-turkey-but-cant-rule-out-threat-says-netanyahu/<br />
• Israel Hayom (Englisch): https://www.israelhayom.com/2025/10/21/netanyahu-draws-red-line-no-turkish-troops-in-gaza/</p>
<p>Haaretz – Konferenz in Berlin, 7.11.2025 (übersetzt, NIF Deutschland)</p>
<blockquote hcb-fetch-image-from="https://www.nif-deutschland.de/haaretz-konferenz-2025-bericht/" class="wp-embedded-content" data-secret="HaAsmg66pd"><p><a href="https://www.nif-deutschland.de/haaretz-konferenz-2025-bericht/">Haaretz-Konferenz in Berlin: Bruchlinien und Perspektiven für Israel, Gaza und Deutschland</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8220;Haaretz-Konferenz in Berlin: Bruchlinien und Perspektiven für Israel, Gaza und Deutschland&#8221; &#8212; NIF Deutschland - New Israel Fund" src="https://www.nif-deutschland.de/haaretz-konferenz-2025-bericht/embed/#?secret=yM5ea0CgP0#?secret=HaAsmg66pd" data-secret="HaAsmg66pd" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>DW – Türkei möchte Netanjahu festnehmen lassen, 8.11.2025<br />
https://www.dw.com/de/news-kompakt-tuerkei-haftbefehl-israel-netanjahu-gaza-antisemitismus-ungarn-russland-orban-trump/a-74670963</p>
<p>Athen Nachrichten – Türkei erließ Haftbefehle gegen 37 Israelis, 7.11.2025<br />
https://de.rua.gr/2025/11/07/tuerkiye-erliess-haftbefehle-gegen-37-israelis-darunter-m-</p>
<p><strong>Türkische Medien</strong></p>
<p>• NTV: https://www.ntv.com.tr/dunya/netanyahu-turkiye-ile-catisma-istemiyoruz,_dyhuQiPO0KGMAuAhVY0Qg<br />
• Odatv: https://www.odatv.com/guncel/netanyahu-acik-acik-soyledi-turkiyeyi-engelledik-120124373<br />
• TGRT Haber: https://www.tgrthaber.com/dunya/netanyahunun-gundemi-turkiye-ozel-toplanti-yapti-3262483<br />
• Star: https://www.star.com.tr/dunya/soykirimci-netanyahudan-turkiye-mesaji-son-yillarda-cok-dusmanca-bir-tutum-icindeler-haber-1975690/<br />
• Türkiye Gazetesi: https://www.turkiyegazetesi.com.tr/dunya/tel-aviv-basinindan-carpici-iddia-netanyahu-turkiye-icin-yeni-hamleye-hazirlaniyor-1131464</p>
<p><strong>Haftbefehl-Quellen</strong></p>
<p>Tachles – Erneut Haftbefehl gegen Netanyahu, 9.11.2025 <span class="Apple-converted-space"> </span>https://www.tachles.ch/artikel/news/erneut-haftbefehl-gegen-netanyahu</p>
<p>Der Standard – Türkische Justiz erlässt Haftbefehl gegen Netanjahu wegen „Völkermords“, 8.11.2025 <span class="Apple-converted-space"> </span>https://www.derstandard.at/story/3000000295482/t252rkei-justiz-erl228sst-haftbefehl-gegen-netanyahu-wegen-v246lkermords</p>
<p>ZDF Heute – Türkei: Gericht erlässt Haftbefehl gegen Benjamin Netanjahu, 8.11.2025 <span class="Apple-converted-space"><br />
</span>https://www.zdfheute.de/politik/ausland/tuerkei-haftbefehl-netanjahu-israel-nahost-100.html</p>
<p>ORF – Türkei: Haftbefehl gegen Netanjahu wegen „Völkermords“, 7.11.2025 <span class="Apple-converted-space"> </span>https://orf.at/stories/3410873/</p>
<p>Südkurier – Türkisches Gericht erlässt Haftbefehl gegen Netanjahu, 8.11.2025 <span class="Apple-converted-space"> </span>https://www.suedkurier.de/politik/justiz-tuerkisches-gericht-erlaesst-haftbefehl-gegen-netanjahu-112746816</p>
<p>t‑online – Türkei erlässt Haftbefehl: Netanjahu wegen Völkermord angeklagt, 7.11.2025 <span class="Apple-converted-space"> </span>https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_100990738/tuerkei-erlaesst-haftbefehl-netanjahu-wegen-voelkermord-angeklagt.html</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/11/22/20-november-was-sagte-netanjahu-ueber-die-tuerkei/">20. November: Was sagte Netanjahu über die Türkei?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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