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	<title>Geschichte Archive - tuerkische-allgemeine.de</title>
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	<description>Ihre Zeitung für Türkische News aus dem Deutschsprachigen Raum</description>
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		<title>Aleviten im Visier : „Sie alle massakrieren“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Birol Kilic]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2026 13:42:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aleviten im Visier : „Sie alle massakrieren“ von Birol Kilic , Analysen &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2026/08/29/aleviten-im-visier-sie-alle-massakrieren/">Aleviten im Visier : „Sie alle massakrieren“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="qMYqUG_convSearchResultHighlightRoot">
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<p>von Birol Kilic , Analysen  und Beobachtungen aus Wien, 29.08.2026</p>
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<p>Der kurdisch-islamisch-konservative Politiker und frühere HDP-Abgeordnete Altan Tan teilt Aleviten in „traditionelle“, „atheistische“ und „Pseudo-Aleviten“ ein und unterstellt Teilen von ihnen eine „Abrechnung mit dem Islam“. Wenige Tage später spricht ehemalige Generaldirektor der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, Kemal Öztürk, im Fernsehsender NTV pauschal von „allen Nusayriern“ und davon, man könne angesichts der geschilderten Verbrechen beinahe denken, „sie alle zu massakrieren“ sei gerechtfertigt.</p>
<p class="p1"><span class="s1">Gleichzeitig treibt Ankara einen neuen sunnitisch‑konservativen türkisch‑kurdischen Verständigungsprozess voran. </span>Ausgerechnet das Bündnis Sultan Selims I., Yavuz, mit dem <span class="s1">sunnitisch‑</span>kurdischen Gelehrten und Politiker İdris-i Bitlisi aus dem frühen 16. Jahrhundert wird dabei als historisches Beispiel türkisch-kurdischer Zusammenarbeit bemüht. Für Aleviten und Kızılbaş ist diese Epoche jedoch mit Verfolgung, Vertreibung, Enteignung und Tötungen verbunden. In einer der größten religiösen Gemeinschaften der Türkei wächst deshalb die Sorge, dass eine alte politische Logik in neuer Sprache zurückkehrt: kollektive Zuschreibung, religiöse Ausgrenzung und die Unterscheidung zwischen erwünschten und unerwünschten Aleviten.</p>
<h5><strong data-start="1730" data-end="1792">Eine neue  Allianz gegen die Aleviten– und eine alte Frage</strong></h5>
<p>Im Zentrum dieser neuen Verständigung steht ausgerechnet Abdullah Öcalan, Gründer und weiterhin wichtigste politische Bezugsperson der PKK, die auf der Terrorliste der Europäischen Union geführt wird. Auffällig ist dabei die politische Verschiebung: Öcalan würdigt inzwischen ausdrücklich den von Recep Tayyip Erdoğan und MHP-Chef Devlet Bahçeli getragenen politischen Willen und stellt historische türkisch-kurdische Bündnisse positiv heraus.Gleichzeitig wird aus Teilen des kurdisch-islamisch-konservativen Milieus eine Sprache hörbar, in der säkulare, linke und alevitische Kurden als Gegner oder Hindernis des neuen Prozesses erscheinen. Damit stellt sich besonders für kurdische und zazaische Aleviten eine unangenehme Frage: Soll die jahrzehntelange türkisch-kurdische Konfrontation durch eine neue, stärker konservativ-sunnitisch geprägte politische Verständigung beendet werden – und wer befindet sich danach außerhalb dieses neuen Konsenses?</p>
<h5><strong data-start="2748" data-end="2811">Wenn frühere PKK-Sympathisanten selbst ins Zweifeln geraten</strong></h5>
<p>Besonders sensibel ist diese Entwicklung für jene kurdischen und zazaischen Aleviten, die der PKK in der Vergangenheit aus ethnischen, linken, säkularen oder antistaatlichen Motiven politisch nahestanden oder Sympathien für sie hegten. Für viele von ihnen präsentierte sich die PKK über Jahrzehnte nicht als religiös-konservative, sondern als säkulare, linke und revolutionäre Bewegung.Wenn dieselbe Bewegung nun unter Öcalans politischer Führung eine Verständigung mit Erdoğan, Bahçeli und einem konservativ geprägten Staatsprojekt sucht, entsteht in diesem Milieu ein erheblicher Widerspruch. Auch in der europäischen Diaspora, in der zahlreiche kurdische und zazaische Aleviten leben, wird diese Entwicklung mit Aufmerksamkeit und teilweise erheblicher Skepsis verfolgt.</p>
<h5><strong data-start="3590" data-end="3652">Aus politischer Opposition wird „Abrechnung mit dem Islam“</strong></h5>
<p>Genau in dieser Phase erklärt Altan Tan, bestimmte Aleviten hätten eine „Abrechnung mit dem Islam“, bezeichnet andere als „atheistische Pseudo-Aleviten“ und zieht damit faktisch eine Grenze zwischen einem aus seiner Sicht legitimen und einem problematischen Alevitentum.Kurz darauf fällt im Fernsehen Kemal Öztürks Satz über die arabischen Aleviten, die Nusayrier. Er spricht nicht von konkreten Tätern, sondern von „allen Nusayriern“ und davon, man könne angesichts der ihm geschilderten Verbrechen beinahe zu dem Gedanken kommen, „sie alle zu massakrieren“.Das macht Aleviten nicht automatisch zu den „ersten Opfern“ eines geheimen politischen Plans. Für einen solchen Plan gibt es keinen Beleg. Es zeigt jedoch, wo eine neue gesellschaftliche Bruchlinie entstehen könnte: Während Erdoğan, Bahçeli, Öcalan und Teile der kurdischen Politik nach einer neuen staatlichen und regionalen Ordnung suchen, geraten ausgerechnet jene Aleviten unter Rechtfertigungsdruck, die religiös, säkular oder politisch nicht in diese neue Ordnung passen.</p>
<h5><strong data-start="4696" data-end="4747">Zwei unabhängige Aussagen, ein ähnliches und trauriges Muster</strong></h5>
<p>Altan Tan und Kemal Öztürk haben ihre Aussagen nach allem, was öffentlich bekannt ist, nicht miteinander abgestimmt. Es gibt keinen Beleg für eine gemeinsame Kampagne. Gerade deshalb ist die Ähnlichkeit des sprachlichen Mechanismus bemerkenswert.Aus Individuen werden Kollektive. Aus politischer Opposition wird eine Eigenschaft einer Glaubensgemeinschaft. Aus der Schuld konkreter Täter wird eine Zuschreibung an „alle“.Bei Altan Tan beginnt dies mit einer scheinbar theologischen Unterscheidung. Er spricht von „traditionellen Aleviten“, von „Aleviten ohne Ali“, von „Atheisten“, von „Pseudo-Aleviten“ und von „politischen Aleviten“. Problematisch ist nicht, dass ein konservativer Muslim eine bestimmte theologische Auffassung vom Alevitentum vertritt. Problematisch wird es dort, wo aus dieser Auffassung eine politische Sortierung von Menschen entsteht.Tan bleibt nicht bei der Frage, wer aus seiner Sicht religiös ist und wer nicht. Er behauptet, die von ihm so genannten „politischen Aleviten“ hätten nicht nur mit Erdoğan und der AKP, sondern mit dem „gesamten islamischen Lager“ und „im Kern auch mit dem Islam“ eine Rechnung offen.Damit verschiebt er die Ebene. Wer gegen Erdoğan ist, ist nicht automatisch gegen den Islam. Wer die AKP ablehnt, lehnt nicht den sunnitischen Glauben ab. Wer den politischen Islam kritisiert, führt keinen Glaubenskrieg gegen Muslime. Genau diese Grenzen werden jedoch verwischt, wenn politische Gegnerschaft als „Abrechnung mit dem Islam“ beschrieben wird.</p>
<h5><strong><span style="color: #000000; font-size: 2rem; font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, 'Segoe UI', Roboto, 'Helvetica Neue', Arial, 'Noto Sans', sans-serif, 'Apple Color Emoji', 'Segoe UI Emoji', 'Segoe UI Symbol', 'Noto Color Emoji';">Wenn aus Opposition eine religiöse Gegnerschaft wird</span></strong></h5>
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<p data-start="2685" data-end="2966">Tans Argumentation gewinnt zusätzliche Schärfe dadurch, dass er eine historische Reihe konstruiert: Menderes, Özal, Erbakan, Erdoğan. Derselbe angebliche alevitische politische Block habe sich immer wieder gegen konservative und religiös geprägte Führungspersönlichkeiten gestellt.</p>
<p data-start="2968" data-end="3228">Das ist mehr als eine parteipolitische Analyse. Es erzeugt das Bild eines dauerhaften gesellschaftlichen Gegners: auf der einen Seite das „islamische Lager“, auf der anderen bestimmte Aleviten, denen eine tiefere Feindschaft gegen den Islam zugeschrieben wird.</p>
<p data-start="3230" data-end="3481">In einem Land, in dem die Grenzen zwischen religiöser, politischer und ethnischer Identität immer wieder gewaltsam aufgeladen wurden, ist eine solche Konstruktion riskant. Sie kann aus einem politischen Streit eine konfessionelle Frontstellung machen.</p>
<p data-start="3483" data-end="3683">Noch deutlicher wird das in Tans Formulierung von den „atheistischen Pseudo-Aleviten“. Damit beansprucht er letztlich, von außen zu entscheiden, wer zur alevitischen Gemeinschaft gehört und wer nicht.</p>
<p data-start="3685" data-end="3917">Der religiöse Alevit, der Ali, Mohammed und die Zwölf Imame anerkennt, erscheint als legitim. Der säkulare, linke, sozialistische oder atheistische Mensch alevitischer Herkunft wird dagegen zum fragwürdigen oder „falschen“ Aleviten.</p>
<p data-start="3919" data-end="4016">Politisch entsteht so eine gefährliche Kategorie: der akzeptable und der nicht akzeptable Alevit.</p>
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<h4 class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" data-section-id="50k3a4" data-start="0" data-end="37">Wenn Glaube zur Machttechnik wird</h4>
<p data-start="39" data-end="352">Nicht der sunnitische Glaube ist hier Gegenstand der Kritik, ebenso wenig die kurdische oder türkische Herkunft eines politischen Akteurs. Interessant ist vielmehr ein Mechanismus, der weit über den konkreten Fall hinausweist: Religion kann vom persönlichen Glauben zu einem Instrument politischer Ordnung werden.</p>
<p data-start="354" data-end="784">Wenn ein Politiker beginnt festzulegen, wer ein „echter“ und wer ein „falscher“ Alevit sei, geht es nicht mehr ausschließlich um eine theologische Meinungsverschiedenheit. Religiöse Kategorien werden dann zur politischen Sortierung von Menschen benutzt. Der Andersdenkende erscheint zunächst als religiös fragwürdig, anschließend als politischer Gegner und schließlich möglicherweise als Teil eines kollektiv definierten Problems.</p>
<p data-start="786" data-end="1012">Ein solcher Mechanismus lässt sich als eine <strong data-start="830" data-end="860">„Theologie der Verachtung“</strong> beschreiben: Nicht die konkrete Handlung eines Menschen steht im Mittelpunkt, sondern seine vermeintlich richtige oder falsche religiöse Zugehörigkeit.</p>
<p data-start="1014" data-end="1608">Diese politische Versuchung ist älter als der moderne Islamismus. Bereits die frühe islamische Geschichte ist von Konflikten darüber geprägt, wie religiöse Legitimation und weltliche Herrschaft miteinander verbunden werden dürfen. Die Schlacht von Siffin, die Herausbildung dynastischer Herrschaft unter Muawiya und schließlich Kerbela gehören zu den zentralen historischen Erinnerungsorten dieses Konflikts. Besonders in schiitischen und alevitischen Traditionen wurden sie später zu Symbolen für die Frage, was geschieht, wenn politische Macht mit religiösem Wahrheitsanspruch verbunden wird.</p>
<p data-start="1610" data-end="2011">Der moderne politische Islam ist deshalb nicht einfach eine Fortsetzung der Umayyaden. Eine solche direkte historische Linie wäre zu grob. Vergleichbar ist jedoch ein bestimmtes Herrschaftsprinzip: Religion kann entweder eine moralische Grenze politischer Macht darstellen – oder sie kann dazu verwendet werden, Macht zu legitimieren, Gehorsam einzufordern und politische Gegner religiös zu markieren.</p>
<p data-start="2013" data-end="2269">Gerade deshalb sind Begriffe wie „echte Aleviten“, „Pseudo-Aleviten“ oder eine angebliche „Abrechnung mit dem Islam“ politisch nicht belanglos. Sie verschieben eine gesellschaftliche und politische Auseinandersetzung auf die Ebene religiöser Zugehörigkeit.</p>
<p data-start="2271" data-end="2514">Aus der Perspektive eines außenstehenden Beobachters liegt darin der entscheidende Punkt: Nicht mehr nur politische Positionen werden beurteilt, sondern zunehmend auch die religiöse Legitimität der Menschen, die diese Positionen vertreten.</p>
<p data-start="2516" data-end="2763" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Politisch entscheidend ist deshalb nicht die Frage, welche Definition des Alevitentums „richtig“ ist, sondern wer überhaupt das Recht beansprucht, eine solche Definition zur Grundlage gesellschaftlicher und politischer Zugehörigkeit zu machen.</p>
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<h4 class="z-0 flex min-h-[46px] justify-start"><span style="color: #000000; font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, 'Segoe UI', Roboto, 'Helvetica Neue', Arial, 'Noto Sans', sans-serif, 'Apple Color Emoji', 'Segoe UI Emoji', 'Segoe UI Symbol', 'Noto Color Emoji'; font-size: 2rem;">Eine alte konfessionelle Bruchlinie</span></h4>
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<p data-start="4058" data-end="4111">Diese Sprache fällt nicht in ein historisches Vakuum.</p>
<p data-start="4113" data-end="4396">Das Alevitentum ist keine bloße politische Identität. Für viele seiner Angehörigen ist die Erinnerung an Ali, an die Familie des Propheten und an Kerbela zentral. Ebenso gehört die Erfahrung staatlicher und gesellschaftlicher Ausgrenzung über Jahrhunderte zum kollektiven Gedächtnis.</p>
<p data-start="4398" data-end="4460">Hier berührt die aktuelle Debatte eine viel ältere Geschichte.</p>
<p data-start="4462" data-end="4951">In der Schlacht von Siffin im Jahr 657 standen sich Ali ibn Abi Talib und Muawiya ibn Abi Sufyan gegenüber. Nach der klassischen islamischen Überlieferung ließ die Seite Muawiyas in einer kritischen Phase Koranseiten oder Koranhandschriften auf Lanzen erheben und forderte, das „Buch Gottes“ zum Schiedsrichter zu machen. Der religiöse Appell hatte unmittelbare politische Wirkung: Alis Lager geriet unter Druck, die militärische Entscheidung wurde verhindert, ein Schiedsverfahren folgte.</p>
<p data-start="4953" data-end="5166">Es wäre historisch falsch, daraus eine direkte Linie zum modernen politischen Islam zu ziehen. Der politische Islam im heutigen Sinn entstand unter völlig anderen Bedingungen, vor allem im 19. und 20. Jahrhundert.</p>
<p data-start="5168" data-end="5334">Doch Siffin steht bis heute symbolisch für eine ältere und wiederkehrende Frage: Was geschieht, wenn religiöse Autorität im Kampf um politische Macht eingesetzt wird?</p>
<p data-start="5336" data-end="5571">Unter Muawiya entwickelte sich das Kalifat zunehmend zu einer dynastischen Herrschaft. Sein Sohn Yazid wurde als Nachfolger etabliert. Unter Yazids Herrschaft wurde 680 Husain, der Enkel des Propheten und Sohn Alis, in Kerbela getötet.</p>
<p data-start="5573" data-end="5753">Für Aleviten und Schiiten ist Kerbela keine historische Randnotiz. Es ist eine zentrale Chiffre für die Verbindung von Macht, religiöser Legitimation, Unterdrückung und Widerstand.</p>
<p data-start="5755" data-end="5977">Gerade deshalb reagieren Aleviten empfindlich, wenn heutige politische Auseinandersetzungen wieder in Kategorien von „richtiger Religion“, „Abweichung“, „Islamfeindschaft“ und gesellschaftlicher Loyalität übersetzt werden.</p>
<h4 data-section-id="5rmqp2" data-start="5979" data-end="6027">Warum ausgerechnet  Sultan Yavuz und İdris-i Bitlisi?</h4>
<p data-start="6029" data-end="6135">Noch brisanter wird die aktuelle Lage durch die Geschichtspolitik des neuen türkisch-kurdischen Prozesses. Abdullah Öcalan, der Gründer und weiterhin zentrale Bezugspunkt der PKK, hat das Bündnis von Sultan Selim I., Yavuz, mit İdris-i Bitlisi ausdrücklich als wichtiges historisches Beispiel osmanisch-kurdischer Zusammenarbeit hervorgehoben.</p>
<p data-start="6375" data-end="6480">Auch der türkische Parlamentspräsident Numan Kurtulmuş hat auf diese historische Konstellation verwiesen. Für eine türkisch-kurdische Staats- und Bündniserzählung kann dieses Beispiel attraktiv erscheinen. Unter Selim wurden kurdische Fürstentümer stärker in das osmanische System eingebunden; İdris-i Bitlisi spielte dabei eine wichtige Vermittlerrolle.</p>
<p data-start="6732" data-end="6799">Für Aleviten erzählt dieselbe Epoche jedoch eine andere Geschichte.</p>
<p data-start="6801" data-end="7275">Der Konflikt mit dem safawidischen Iran ging mit der Verfolgung von Kızılbaş-Gruppen in Anatolien einher. Kızılbaş wurden nicht nur als politische Sicherheitsgefahr, sondern in religiösen Texten und staatlichen Diskursen auch als häretisch und strafwürdig dargestellt. Über Opferzahlen und einzelne historische Details wird gestritten. Dass die Epoche für das alevitisch-kızılbaşische Gedächtnis eine Geschichte von Verfolgung und Gewalt darstellt, ist jedoch unbestreitbar.</p>
<p data-start="7277" data-end="7484">Deshalb ist die Frage berechtigt: Warum wird für einen Friedensprozess des 21. Jahrhunderts ausgerechnet ein historisches Bündnismodell gewählt, dessen andere Seite für Aleviten mit Verfolgung verbunden ist?</p>
<p data-start="7486" data-end="7549">Allein daraus folgt selbstverständlich keine heutige Bedrohung. Aber politische Symbole sind nicht neutral.</p>
<p data-start="7596" data-end="7946">Wenn ein historisches türkisch-kurdisches Bündnis positiv beschworen wird, dessen Entstehungszeit für Kızılbaş eine traumatische Bedeutung hat, und gleichzeitig ein prominenter kurdisch-islamisch-konservativer Politiker Teile der Aleviten als „Pseudo-Aleviten“ und als Gegner des Islam bezeichnet, entsteht ein Spannungsfeld, das erklärt werden muss.</p>
<h4 data-section-id="gm5m6z" data-start="7948" data-end="7998">Der neue Deal verändert die politischen Fronten</h4>
<p data-start="8000" data-end="8411">Der sogenannte Prozess für eine „terrorfreie Türkei“ hat die politische Landschaft verändert. AKP, MHP und die prokurdische DEM-Partei tragen inzwischen wesentliche Teile eines parlamentarischen Rahmens gemeinsam. Öcalan lobt den politischen Willen von Erdoğan und MHP-Chef Devlet Bahçeli. Altan Tan selbst spricht von einer erzielten „Übereinkunft“ und von einem möglichen türkisch-kurdisch-arabischen Bündnis.</p>
<p data-start="8413" data-end="8582">Ein öffentlich vorliegender, von Staat und PKK unterzeichneter Vertrag existiert nicht. Deshalb wäre es unseriös, von einem geheimen Abkommen gegen Aleviten zu sprechen. Doch politische Allianzen verändern immer auch die Definition von Freund und Gegner.</p>
<p data-start="8670" data-end="8719">Genau an diesem Punkt wird Tans Sprache relevant. Wenn der bisherige türkisch-kurdische Konflikt politisch entschärft werden soll, stellt sich zwangsläufig die Frage, welche inneren Gegensätze in der neuen Ordnung an Bedeutung gewinnen. Werden säkulare, linke oder alevitische Kritiker plötzlich als Hindernis einer großen konservativ-nationalen Versöhnung dargestellt?</p>
<p data-start="9042" data-end="9148">Das ist keine Behauptung über einen geheimen Plan. Es ist eine Frage an die öffentlich verwendete Sprache. Und diese Sprache gibt Anlass, genau hinzuhören.</p>
<h4 data-section-id="1ib6kiz" data-start="9200" data-end="9234">Dann sagte Kemal Öztürk: „alle“</h4>
<p data-start="9236" data-end="9306">Kemal Öztürks Aussage verschärfte diese Debatte noch einmal erheblich.</p>
<p data-start="9308" data-end="9458">Öztürk ist kein unbedeutender Kommentator. Er war Berater Recep Tayyip Erdoğans und später Generaldirektor der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu.</p>
<p data-start="9460" data-end="9812">In einer NTV-Sendung berichtete er über Verbrechen unter dem Assad-Regime, über Sednaya, Idlib, Afrin und das Umland von Aleppo. Er schilderte Grausamkeiten und sagte anschließend über die Nusayrier, also die arabischen Alawiten, sinngemäß, man könne angesichts dieser Berichte zu dem Gedanken kommen, es sei gerechtfertigt, „sie alle“ zu massakrieren.</p>
<p data-start="9814" data-end="9907">Danach fügte er hinzu, die neuen Machthaber hätten sich gerade nicht auf diese Weise gerächt.</p>
<p data-start="9909" data-end="9978">Dieser Zusatz gehört zum Kontext. Er darf nicht unterschlagen werden.</p>
<p data-start="9980" data-end="10025">Aber er löscht den vorherigen Satz nicht aus.</p>
<p data-start="10027" data-end="10067">Denn der zentrale Begriff lautet „alle“.</p>
<p data-start="10069" data-end="10087">Nicht „die Täter“.</p>
<p data-start="10089" data-end="10118">Nicht „die Verantwortlichen“.</p>
<p data-start="10120" data-end="10167">Nicht „jene, die gefoltert und gemordet haben“.</p>
<p data-start="10169" data-end="10195">Sondern: „alle Nusayrier“.</p>
<p data-start="10197" data-end="10257">Damit wird aus individueller Schuld kollektive Zuschreibung.</p>
<p data-start="10259" data-end="10522">Ein Nusayrier, der Assad bekämpft hat, fällt unter das Wort „alle“. Ein Kind fällt darunter. Ein Bauer, eine Ärztin, ein oppositioneller Intellektueller, ein Mensch, der mit keinem Verbrechen etwas zu tun hat – alle verschwinden sprachlich in derselben Kategorie. Genau hier beginnt eine Sprache, die in pluralistischen Gesellschaften gefährlich wird.</p>
<h4 data-section-id="1f7xjpq" data-start="10613" data-end="10649">Kollektivschuld ist keine Analyse</h4>
<p data-start="10651" data-end="10939">Die Verantwortung für Verbrechen kann nur individuell oder institutionell festgestellt werden. Ein Geheimdienst kann verantwortlich sein. Ein Gefängniskommandant kann verantwortlich sein. Ein militärischer Verband kann verantwortlich sein. Ein politischer Führer kann verantwortlich sein.</p>
<p data-start="10941" data-end="11001">Eine Glaubensgemeinschaft kann nicht pauschal schuldig sein.</p>
<p data-start="11003" data-end="11164">In dem Moment, in dem ethnische oder religiöse Identität an die Stelle konkreter Verantwortung tritt, endet politische Analyse und beginnt Kollektivzuschreibung. Genau deshalb ist die Verbindung zwischen den Aussagen Tans und Öztürks analytisch interessant, obwohl keine Koordination zwischen beiden nachgewiesen ist.</p>
<p data-start="11323" data-end="11399">Tan sagt im Kern: Ein Teil der Aleviten steht dem Islam feindlich gegenüber. Öztürk sagt im Kontext Syriens einen Satz, in dem „alle Nusayrier“ mit einem Massaker verbunden werden. In beiden Fällen wird religiöse Zugehörigkeit zum politischen Erklärungsmodell.</p>
<h4 data-section-id="1cijxii" data-start="11587" data-end="11656">Maraş, Çorum, Sivas Massaken: Warum Worte in diesem Fall nicht neutral sind</h4>
<p data-start="11658" data-end="11837">Die Türkei hat Erfahrung damit, was geschieht, wenn Aleviten nicht mehr als Individuen, Nachbarn und Bürger, sondern als geschlossene gesellschaftliche Kategorie behandelt werden.</p>
<p data-start="11839" data-end="12046">Maraş 1978, Çorum 1980 und Sivas 1993 sind unterschiedliche historische Ereignisse mit unterschiedlichen Akteuren und Ursachen. Sie dürfen nicht zu einer einzigen einfachen Erzählung zusammengedrängt werden. Aber eine Gemeinsamkeit ist relevant: Gewalt entstand nicht aus dem Nichts.</p>
<p data-start="12125" data-end="12318">Ihr gingen Gerüchte, politische Feindbilder, konfessionelle Zuschreibungen und die Vorstellung voraus, eine bestimmte Bevölkerungsgruppe bedrohe Religion, Nation oder gesellschaftliche Ordnung. Das bedeutet nicht, dass die Türkei heute unmittelbar vor einer vergleichbaren Entwicklung steht. Eine solche Behauptung wäre unbelegt und verantwortungslos.</p>
<p data-start="12480" data-end="12662">Es bedeutet aber sehr wohl, dass Begriffe wie „Islamfeind“, „Pseudo-Alevi“, „alle Nusayrier“ oder „massakrieren“ in diesem historischen Kontext eine besondere Verantwortung erzeugen. Gerade öffentliche Personen müssen wissen, welche Erinnerungen solche Begriffe aktivieren.</p>
<h4 data-section-id="13i5ldo" data-start="12756" data-end="12813">Frieden kann keine neue Minderheit zum Gegner brauchen</h4>
<p data-start="12815" data-end="12998">Der türkisch-kurdische Konflikt hat über Jahrzehnte unermessliches Leid verursacht. Wenn er tatsächlich auf politischem Weg beendet werden kann, wäre das ein historischer Fortschritt.</p>
<p data-start="13000" data-end="13136">Doch ein Friedensprozess beweist seine demokratische Qualität nicht allein daran, dass zwei bisher verfeindete Seiten sich verständigen. Entscheidend ist, was mit jenen geschieht, die nicht Teil dieses neuen Machtarrangements sind.</p>
<p data-start="13234" data-end="13468">Ein türkisch-kurdischer Frieden, der säkulare Aleviten, linke Aleviten oder andere kritische Gruppen als „gegen den Islam“, als „unecht“ oder als störende politische Elemente markiert, wäre kein umfassender gesellschaftlicher Frieden. Er würde lediglich eine Konfliktlinie schließen und möglicherweise eine andere verschärfen.</p>
<p data-start="13563" data-end="13656">Deshalb sollte die Frage nicht lauten, ob Aleviten „für“ oder „gegen“ den neuen Prozess sind. Die Frage lautet, ob sie ihre politischen Positionen frei vertreten können, ohne dass ihnen aufgrund ihrer religiösen oder kulturellen Identität eine Feindschaft gegen den Islam unterstellt wird.</p>
<p data-start="13855" data-end="14111">Und ebenso muss für arabische Aleviten gelten: Assad und seine Verbrechen können untersucht, verurteilt und strafrechtlich verfolgt werden, ohne Millionen Menschen allein wegen ihrer konfessionellen Herkunft in eine Kategorie kollektiver Schuld zu stecken.</p>
<h4 data-section-id="1me88wn" data-start="14113" data-end="14153">Die Warnzeichen liegen in der Sprache</h4>
<p data-start="14155" data-end="14311">Es gibt keinen Beleg für eine koordinierte anti-alevitische Strategie von Tan, Öztürk, Regierung und Öcalan. Eine seriöse Analyse sollte das deutlich sagen.</p>
<p data-start="14313" data-end="14402">Doch man braucht keine Verschwörung, damit gesellschaftlich gefährliche Sprache entsteht. Es genügt, wenn politische Akteure beginnen, Menschen nach religiöser Zugehörigkeit zu sortieren; wenn „richtige“ und „falsche“ Angehörige einer Minderheit definiert werden; wenn politische Opposition als religiöse Feindschaft interpretiert wird; wenn die Verbrechen einzelner auf eine ganze Gemeinschaft übertragen werden.</p>
<p data-start="14729" data-end="14794">Genau deshalb ist die Häufung der vergangenen Tage bemerkenswert.</p>
<p data-start="14796" data-end="14823">„Abrechnung mit dem Islam.“ , „Aleviten ohne Ali.“, „Atheistische Pseudo-Aleviten.“</p>
<p data-start="14880" data-end="14897">„Alle Nusayrier.“ „Massakrieren.“</p>
<p data-start="14916" data-end="15024">Jeder dieser Begriffe hat einen anderen Kontext. Zusammen ergeben sie keinen Beweis für einen geheimen Plan. Aber sie bilden eine politische Atmosphäre, die Aleviten mit guten Gründen aufmerksam macht. Die entscheidende Frage des neuen Prozesses lautet daher nicht nur, ob Ankara und die kurdische Bewegung Frieden schließen können.</p>
<p data-start="15252" data-end="15268">Sie lautet auch: <strong data-start="15270" data-end="15480">Kann eine neue türkisch-kurdische Verständigung entstehen, ohne dass Aleviten – religiöse wie säkulare, türkische wie kurdische – erneut zum inneren Gegenbild einer neuen politischen Ordnung gemacht werden?</strong></p>
<p data-start="15482" data-end="15607" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Daran wird sich zeigen, ob es tatsächlich um gesellschaftlichen Frieden geht – oder nur um eine Neuordnung politischer Macht.</p>
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<div class="text-center"><strong>Quellen</strong></div>
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<p data-start="135" data-end="334"><strong>Independent Türkçe – Altan Tan: „Was wollen die atheistischen Pseudo-Aleviten ohne Ali?“</strong><br />
Independent Türkçe – Altan Tan, “Ali’siz ateist sözde Aleviler neyin peşinde?”<br data-start="213" data-end="216" /><a href="https://www.indyturk.com/node/781786/t%C3%BCrki%CC%87yeden-sesler/alisiz-ateist-s%C3%B6zde-aleviler-neyin-pe%C5%9Finde?utm_source=">https://www.indyturk.com/node/781786/t%C3%BCrki%CC%87yeden-sesler/alisiz-ateist-s%C3%B6zde-aleviler-neyin-pe%C5%9Finde</a></p>
<p><strong>Medyascope – Interview mit Altan Tan von Ruşen Çakır vom 17. August 2026</strong></p>
<p data-start="336" data-end="491">Medyascope – Altan Tan’ın Ruşen Çakır’la 17 Ağustos 2026 tarihli söyleşisi<br data-start="410" data-end="413" /><a class="decorated-link" href="https://medyascope.tv/2026/08/17/cozum-surecinin-kaderini-kimler-belirleyecek/?utm_source=" target="_new" rel="noopener" data-start="413" data-end="491">https://medyascope.tv/2026/08/17/cozum-surecinin-kaderini-kimler-belirleyecek/</a></p>
<p><strong>Cumhuriyet – Äußerungen von Kemal Öztürk über Nusayrier in einer NTV-Sendung</strong></p>
<p data-start="493" data-end="703">Cumhuriyet – Kemal Öztürk’ün NTV’de Nusayriler hakkında kullandığı sözler<br data-start="566" data-end="569" /><a class="decorated-link" href="https://www.cumhuriyet.com.tr/siyaset/ntv-canli-yayininda-katliam-gondermesi-nusayrileri-hedef-alan-kemal-ozturk-e-buyuk-tepki-2533192?utm_source=" target="_new" rel="noopener" data-start="569" data-end="703">https://www.cumhuriyet.com.tr/siyaset/ntv-canli-yayininda-katliam-gondermesi-nusayrileri-hedef-alan-kemal-ozturk-e-buyuk-tepki-2533192</a></p>
<p><strong>PİRHA – Erklärung der Demokratischen Alevitischen Vereinigungen zu Altan Tan und Kemal Öztürk</strong><br data-start="687" data-end="690" />PİRHA – Demokratik Alevi Dernekleri’nin Altan Tan ve Kemal Öztürk açıklaması<br data-start="781" data-end="784" /><a class="decorated-link" href="https://pirha.org/dad-alevilere-yonelik-nefret-soyleminin-normallestirilmesine-izin-vermeyecegiz-525908.html/29/08/2026/?utm_source=" target="_new" rel="noopener" data-start="784" data-end="904">https://pirha.org/dad-alevilere-yonelik-nefret-soyleminin-normallestirilmesine-izin-vermeyecegiz-525908.html/29/08/2026/</a></p>
<p><strong>YOL TV – Reaktionen alevitischer Organisationen auf Altan Tans Äußerungen über Aleviten</strong></p>
<p data-start="906" data-end="1124">YOL TV – Altan Tan’ın Alevilere yönelik sözlerine Alevi kurumlarının tepkisi<br data-start="982" data-end="985" /><a class="decorated-link" href="https://www.yoltv.com/2026/08/28/aleviligi-tanimlamak-da-alevilere-baris-dersi-vermek-de-senin-ve-senin-gibilerin-haddi-degildir-altan-tan/?utm_source=" target="_new" rel="noopener" data-start="985" data-end="1124">https://www.yoltv.com/2026/08/28/aleviligi-tanimlamak-da-alevilere-baris-dersi-vermek-de-senin-ve-senin-gibilerin-haddi-degildir-altan-tan/</a></p>
<p><strong>YOL TV – Alevitische Organisationen kritisieren Altan Tan und fordern juristische Schritte</strong><br data-start="1133" data-end="1136" />YOL TV – Alevi örgütlerinden Altan Tan’a tepki ve yargıya çağrı<br data-start="1189" data-end="1192" /><a class="decorated-link" href="https://www.yoltv.com/2026/08/26/alevi-orgutlerinden-yargiya-altan-tan-cagrisi-nefret-soylemleri-karsisindaki-cifte-standart-son-bulsun/?utm_source=" target="_new" rel="noopener" data-start="1192" data-end="1328">https://www.yoltv.com/2026/08/26/alevi-orgutlerinden-yargiya-altan-tan-cagrisi-nefret-soylemleri-karsisindaki-cifte-standart-son-bulsun/</a></p>
<p data-start="1330" data-end="1620"><strong>T24 – Reaktion der DEM-Partei auf Kemal Öztürks Aussage über „alle Nusayrier</strong><br />
T24 – DEM Parti’den Kemal Öztürk’ün “Nusayrilerin hepsini katletseler” sözlerine tepki<br data-start="1416" data-end="1419" /><a class="decorated-link" href="https://t24.com.tr/gundem/dem-partiden-kemal-ozturkun-bu-nusayrilerin-hepsini-katletseler-yeridir-diyesiniz-geliyor-sozlerine-tepki-bu-dil-acikca-suc-teskil-etmektedir-sorusturma-baslatilmali%2C1344660?utm_source=chatgpt.com" target="_new" rel="noopener" data-start="1419" data-end="1620">https://t24.com.tr/gundem/dem-partiden-kemal-ozturkun-bu-nusayrilerin-hepsini-katletseler-yeridir-diyesiniz-geliyor-sozlerine-tepki-bu-dil-acikca-suc-teskil-etmektedir-sorusturma-baslatilmali%2C1344660</a></p>
<p data-start="1622" data-end="1838"><strong>Anadolu Ajansı (AA) – Bericht über Kemal Öztürks Ausscheiden als Generaldirektor der Anadolu Ajansı sowie biografische Angaben</strong><br />
Anadolu Ajansı – Kemal Öztürk’ün Anadolu Ajansı Genel Müdürlüğü görevinden ayrılmasına ilişkin haber ve biyografik bilgiler<br data-start="1745" data-end="1748" /><a class="decorated-link" href="https://www.aa.com.tr/tr/kurumsal-haberler/aa-genel-muduru-ozturk-gorevinden-ayrildi/96450" target="_new" rel="noopener" data-start="1748" data-end="1838">https://www.aa.com.tr/tr/kurumsal-haberler/aa-genel-muduru-ozturk-gorevinden-ayrildi/96450</a></p>
<p><strong>Parlement-Große Nationalversammlung der Türkei (TBMM) – Abgeordneteneintrag zu Altan Tan</strong></p>
<p data-start="1840" data-end="2017">TBMM – Altan Tan milletvekili kaydı<br data-start="1875" data-end="1878" /><a class="decorated-link" href="https://www.tbmm.gov.tr/Milletvekili/MilletvekiliDetay?DonemId=f72877c2-f509-037b-e050-007f01005610&amp;id=f72877c2-bf6f-037b-e050-007f01005610" target="_new" rel="noopener" data-start="1878" data-end="2017">https://www.tbmm.gov.tr/Milletvekili/MilletvekiliDetay?DonemId=f72877c2-f509-037b-e050-007f01005610&amp;id=f72877c2-bf6f-037b-e050-007f01005610</a></p>
<p><strong>Große Nationalversammlung der Türkei (TBMM) – Gesetz Nr. 7595 zur Stärkung der nationalen Solidarität und gesellschaftlichen Integration</strong></p>
<p data-start="1840" data-end="2017">Parlement-TBMM – 7595 sayılı Millî Dayanışma ve Toplumsal Bütünleşmenin Güçlendirilmesine Dair Kanun<br data-start="2109" data-end="2112" /><a class="decorated-link" href="https://tbmm.gov.tr/Yasama/Kanun/3270cca3-ed00-434b-aa64-019fd1c2dd00" target="_new" rel="noopener" data-start="2112" data-end="2181">https://tbmm.gov.tr/Yasama/Kanun/3270cca3-ed00-434b-aa64-019fd1c2dd00</a></p>
<p data-start="2183" data-end="2321"><strong>Große Nationalversammlung der Türkei (TBMM) – Gesetzesvorlage, Initiatoren und parlamentarisches Verfahren</strong><br />
TBMM – Kanun teklifi, teklif sahipleri ve yasama süreci<br data-start="2238" data-end="2241" /><a class="decorated-link" href="https://www.tbmm.gov.tr/Yasama/KanunTeklifi/3270cca3-ed00-434b-aa64-019fd1c2dd00" target="_new" rel="noopener" data-start="2241" data-end="2321">https://www.tbmm.gov.tr/Yasama/KanunTeklifi/3270cca3-ed00-434b-aa64-019fd1c2dd00</a></p>
<p><strong>Medyascope – Abdullah Öcalans Einschätzungen zum Bündnis zwischen Yavuz Sultan Selim und İdris-i Bitlisi</strong></p>
<p data-start="2323" data-end="2519">Medyascope – Abdullah Öcalan’ın Yavuz Sultan Selim–İdris-i Bitlisi ittifakına ilişkin değerlendirmeleri<br data-start="2426" data-end="2429" /><a class="decorated-link" href="https://medyascope.tv/2025/06/04/abdullah-ocalan-cumhuriyetin-kurt-politikasini-elestirdi/" target="_new" rel="noopener" data-start="2429" data-end="2519">https://medyascope.tv/2025/06/04/abdullah-ocalan-cumhuriyetin-kurt-politikasini-elestirdi/</a></p>
<p><strong>Türk Kültürü ve Hacı Bektaş Veli Araştırma Dergisi – Wissenschaftliche Studie zur Zeit Yavuz Sultan Selims, zu den Kızılbaş und zu İdris-i Bitlisi</strong></p>
<p data-start="2521" data-end="2714">Türk Kültürü ve Hacı Bektaş Veli Araştırma Dergisi – Yavuz Sultan Selim dönemi, Kızılbaşlar ve İdris-i Bitlisi üzerine akademik çalışma<br data-start="2656" data-end="2659" /><a class="decorated-link" href="https://dergipark.org.tr/tr/pub/tkhcbva/article/1157234" target="_new" rel="noopener" data-start="2659" data-end="2714">https://dergipark.org.tr/tr/pub/tkhcbva/article/1157234</a></p>
<p><strong>Cambridge University Press – <em data-start="2830" data-end="2894">Warrant for Genocide? Ottoman Propaganda Against the Qizilbash</em></strong></p>
<p data-start="2716" data-end="3016">Cambridge University Press – <em data-start="2745" data-end="2809">Warrant for Genocide? Ottoman Propaganda Against the Qizilbash</em><br data-start="2809" data-end="2812" /><a class="decorated-link" href="https://www.cambridge.org/core/books/abs/violence-in-islamic-thought-from-the-mongols-to-european-imperialism/warrant-for-genocide-ottoman-propaganda-against-the-qizilbash/EA6979F5D1FD38159D1A3AE6FDC2F6AC" target="_new" rel="noopener" data-start="2812" data-end="3016">https://www.cambridge.org/core/books/abs/violence-in-islamic-thought-from-the-mongols-to-european-imperialism/warrant-for-genocide-ottoman-propaganda-against-the-qizilbash/EA6979F5D1FD38159D1A3AE6FDC2F6AC</a></p>
<p data-start="3018" data-end="3216"><strong>Bianet – Abdullah Öcalans Äußerung über den „starken politischen Willen“ von Erdoğan und Bahçeli</strong><br />
Bianet – Abdullah Öcalan’ın Erdoğan ve Bahçeli’nin “güçlü siyasi iradesi”ne ilişkin açıklaması<br data-start="3112" data-end="3115" /><a class="decorated-link" href="https://bianet.org/haber/ocalan-sosyal-medyaya-yansiyan-ve-bana-atfedilen-ifadeler-gercek-disi-322806" target="_new" rel="noopener" data-start="3115" data-end="3216">https://bianet.org/haber/ocalan-sosyal-medyaya-yansiyan-ve-bana-atfedilen-ifadeler-gercek-disi-322806</a></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2026/08/29/aleviten-im-visier-sie-alle-massakrieren/">Aleviten im Visier : „Sie alle massakrieren“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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		<title>Aleviler yine hedefte: Barış adı altında Yavuz–İdris-i Bitlisi işbirliği?</title>
		<link>https://www.tuerkische-allgemeine.de/2026/08/29/aleviler-yine-hedefte-baris-adi-altinda-yavuz-idris-i-bitlisi-isbirligi/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Birol Kilic]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2026 11:21:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.tuerkische-allgemeine.de/?p=8317</guid>

					<description><![CDATA[<p>Barış adı altında Yavuz–İdris-i Bitlisi işbirliği? Aleviler yine hedefte — Tan’dan “İslam’la&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2026/08/29/aleviler-yine-hedefte-baris-adi-altinda-yavuz-idris-i-bitlisi-isbirligi/">Aleviler yine hedefte: Barış adı altında Yavuz–İdris-i Bitlisi işbirliği?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1 class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" data-section-id="yz8pin" data-start="287" data-end="362">Barış adı altında Yavuz–İdris-i Bitlisi işbirliği?</h1>
<h5>Aleviler yine hedefte — Tan’dan “İslam’la hesaplaşma”, Öztürk’ten “hepsini katletseler”</h5>
<p><strong><a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/PDF/?uri=CELEX%3A32026D1882&amp;utm_source=">AB’nin terör örgütleri listesinde yer alan PKK’nın lideri Abdullah Öcalan</a>’ın Yavuz Sultan Selim–İdris-i Bitlisi ittifakını tarihsel bir Türk-Kürt ortaklığı modeli olarak öne çıkarması dikkat çekiyor. Altan Tan’ın “Ali’siz Aleviler” çıkışı ve Kemal Öztürk’ün Arap Alevilerine yönelik “Bu Nusayrilerin hepsini katletseler yeridir diyesiniz geliyor” sözleri ise şu soruyu gündeme getiriyor: “Barış” adı verilen yeni siyasal denklem kurulurken Aleviler neden yeniden hedef gösteriliyor?</strong></p>
<p class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" data-section-id="yz8pin" data-start="287" data-end="362">Birol Kılıç, Viyana&#8217;dan gözlem ve analizler, 29.08.2026<br />
<strong><br />
</strong>Son birkaç gün içinde kullanılan ifadeler sıradan bir siyasi polemiğin sınırlarını aştı. Eski HDP milletvekili Altan Tan, Alevileri “geleneksel”, “siyasal”, “Ali’siz”, “ateist” ve “sözde Alevi” diye tasnif ederken, “siyasal Aleviler” olarak adlandırdığı kesimin yalnız Erdoğan ve AKP ile değil, “topyekûn İslami kesimle” ve “özünde İslam’la” hesaplaştığını ileri sürdü. Gazeteci ve eski Anadolu Ajansı Genel Müdürü Kemal Öztürk ise Suriye’deki Nusayrileri konuşurken bütün bir inanç topluluğunu “hepsi” sözcüğüyle katliam cümlesinin içine yerleştirdi. İki kişinin aynı siyasi plan doğrultusunda hareket ettiğine ilişkin bir veri yok. Ancak iki açıklamadaki ortak nokta dikkat çekici: Tek tek kişilerin siyasi tercihleri veya somut fiilleri yerine, geniş bir inanç topluluğu kimliği üzerinden topluca tanımlanıyor.</p>
<h5><strong>Altan Tan&#8217;ın tepki çeken sözleri : “Hepsinin özünde İslam’la hesaplaşmaları var”</strong></h5>
<p>Altan Tan’ın sözleri yalnız “Ali’siz Aleviler” ifadesinden ibaret değil. Tan, “siyasal Aleviler” diye adlandırdığı kesimin geçmişten bugüne muhafazakâr ve İslamcı siyasi aktörlerle karşı karşıya geldiğini savundu; Adnan Menderes, Turgut Özal, Necmettin Erbakan ve Recep Tayyip Erdoğan’ı aynı tarihsel-siyasi çizginin içine yerleştirdi. Ardından bu kesimin “topyekûn İslami kesimle” ve “özünde İslam’la da bir hesaplaşması” bulunduğunu söyledi.</p>
<p>Buradaki ayrım önemli. Bir siyasi iktidara, Milli Görüş’e, AKP’ye veya siyasal İslam anlayışına karşı çıkmak ile İslam dinine karşı olmak aynı şey değil. Tan’ın kullandığı çerçeve ise siyasi muhalefeti daha geniş bir dinsel çatışmanın içine taşıyor. Böylece kendi “siyasal Alevi” kategorisine yerleştirdiği insanların tutumu yalnız bir hükümete veya ideolojiye muhalefet olarak değil, “İslami kesimle” ve nihayet “İslam’la hesaplaşma” biçiminde sunuluyor. Türkiye’nin mezhepsel hafızası düşünüldüğünde bu küçük bir kelime tercihi değil; Alevilerin geniş Sünni-Müslüman toplumun karşısında ayrı bir blok gibi algılanmasına yol açabilecek bir çerçeve.</p>
<p>Tan, 28 Ağustos’ta yayımlanan yazısında da geri adım atmadı. Yazının başlığı doğrudan “Ali’siz ateist sözde Aleviler neyin peşinde?” idi. Metinde “Ali’siz, ateist Alevi asıllılar” ifadesini kullandı ve ardından “Bakın, Alevi demiyorum” diye ekledi. Anne ve babaları Alevi olsa bile bugün Alevilikle veya herhangi bir dinle ilişkileri bulunmadığını düşündüğü kişilerin Alevi olarak tanımlanmasına karşı çıktı. Alevilik üzerinden “solculuk, sosyalistlik, Marksistlik, ateistlik” yapıldığını ileri sürdü; bunu “dolandırıcılık” ve “sahtekârlık” sözleriyle nitelendirdi.</p>
<p>Mesele Tan’ın Alevilik üzerine teolojik bir görüş taşıması değil. Tartışmalı olan, milyonlarca insanın taşıdığı bir kimliğin bir siyasetçi tarafından “geleneksel”, “Ali’siz”, “ateist”, “Marksist” veya “sözde” diye dışarıdan tasnif edilmesi ve ardından belirli Alevilerin “İslam’la hesaplaşan” bir siyasi kategori içinde sunulması. Bu yaklaşım kaçınılmaz olarak “makbul Alevi–makbul olmayan Alevi” tartışmasını doğuruyor. Alevi kuruluşlarının itirazı da tam burada yoğunlaşıyor: Aleviliğin sınırlarının dışarıdan çizilemeyeceği, kimin “gerçek” veya “sözde” Alevi olduğuna bir siyasetçinin karar veremeyeceği belirtiliyor.</p>
<h5><strong>Yavuz–İdris-i Bitlisi göndermesi neden Alevileri rahatsız ediyor?</strong></h5>
<p>Tartışmanın bir de tarihsel arka planı var. PKK lideri Abdullah Öcalan, örgütün 2025’teki kongresine gönderdiği değerlendirmede “Yavuz Sultan Selim ile İdris-i Bitlisi ittifakı çok önemlidir” diyerek bu ilişkiyi Osmanlı-Kürt ortaklığının önemli tarihsel örneklerinden biri olarak sundu. Çaldıran, Mercidabık ve Ridaniye savaşlarını da Kürt-Osmanlı ittifakının sonuçları arasında değerlendirdi.</p>
<p>Bu tarihsel örneği yakın dönemde yalnız Öcalan gündeme getirmedi. TBMM Başkanı Numan Kurtulmuş da Şırnak’ta yaptığı bir konuşmada Yavuz Sultan Selim ile İdris-i Bitlisi arasındaki ittifakı Türklerle Kürtlerin tarihsel ortaklığı açısından olumlu bir örnek olarak anlattı. Sözleri Alevi kuruluşlarının sert tepkisine yol açtı; çeşitli Alevi federasyonları ve dernekleri, Yavuz döneminin Kızılbaş-Alevi hafızasında taşıdığı ağır anlamı hatırlattı.</p>
<p>Çünkü Yavuz Sultan Selim–İdris-i Bitlisi ilişkisi yalnız Osmanlı’nın doğuya doğru genişlemesinin veya bazı Kürt emirlikleriyle kurduğu ittifakın tarihi değil. Aynı dönem Alevi-Kızılbaş hafızasında Çaldıran, Kızılbaşların takibi, ağır baskılar, fetvalar, sürgünler ve öldürmelerle birlikte anılıyor. Öldürülenlerin sayısı ve olayların kapsamı tarihçiler arasında tartışmalı olsa da Kızılbaşların dönemin siyasi ve dinî dilinde tehlikeli, sapkın ve cezalandırılması gereken bir topluluk olarak gösterildiği tarihsel bir gerçek.</p>
<p>Bu nedenle Yavuz–İdris-i Bitlisi ittifakının bugün yeniden bir “Türk-Kürt birlik modeli” olarak sunulması Aleviler açısından nötr bir tarih göndermesi değil. Alevi hafızasında ister istemez başka bir soru doğuyor: Geçmişte bu ittifakın karşısında kalan Kızılbaşların bugünkü torunları, kurulmak istenen yeni siyasi denklemde nerede duracak?</p>
<p>Elbette tarihsel bir ittifakın bugün anılması, kendi başına Alevilere yönelik bir tehdit bulunduğunu göstermez. Böyle bir sonuç çıkarmak için somut kanıt gerekir. Fakat aynı dönemde Alevilerin bir bölümünün “İslam’la hesaplaşan”, “Ali’siz”, “ateist” veya “sözde Alevi” olarak tanımlanması; hemen ardından Arap Alevilerinin tamamını kapsayan “hepsini katletseler” gibi bir cümlenin ulusal televizyonda kurulabilmesi, tarihsel göndermenin yarattığı hassasiyeti büyütüyor.</p>
<p>Ortaya çıkan soru bu nedenle basit değil: <strong>Yeni bir Türk-Kürt siyasi uzlaşması kurulurken Aleviler bunun eşit yurttaşları mı olacak, yoksa itiraz eden Aleviler yeniden “sorunlu kesim” olarak mı tarif edilecek? Başka bir ifadeyle: Bu barış kimler arasında ve kimin pahasına kuruluyor?</strong></p>
<h4><strong>Milli Görüş’ten HDP’ye, HDP’den Saadet’e</strong></h4>
<p>Altan Tan’ın siyasi geçmişi de bugünkü sözlerini değerlendirirken önem taşıyor. 1958 Batman doğumlu Tan, mühendislik eğitiminin ardından uzun yıllar muhafazakâr ve İslamcı Kürt siyasetinde yer aldı. 1987’de Refah Partisi’ne katıldı ve partinin Güneydoğu müfettişliği görevini üstlendi. Daha sonra Kürt siyasi hareketine yöneldi; üç dönem Diyarbakır milletvekilliği yaptı ve HDP çatısı altında parlamentoda bulundu.</p>
<p>HDP, özellikle AKP-MHP iktidarı tarafından yıllarca PKK’nın “parlamentodaki siyasi uzantısı” olmakla suçlandı. Cumhurbaşkanı Recep Tayyip Erdoğan bu nitelemeyi açık biçimde kullandı. Bu, iktidarın siyasi ve hukuki iddiasıdır; HDP ise bu tanımı reddetti. Parti hakkında açılan kapatma davasında da Yargıtay Cumhuriyet Başsavcılığı tarafından devletin ülkesi ve milletiyle bölünmez bütünlüğüne aykırı eylemlerin odağı haline geldiği ileri sürüldü.</p>
<p>Tan ise 2018’de HDP’den ayrılarak Milli Görüş geleneğinin devamındaki Saadet Partisi’nden İstanbul milletvekili adayı oldu. Ayrılırken HDP içindeki “marjinal sol” etkisini eleştiriyor, HDP ile HÜDA PAR arasında bir Kürt siyasi ittifakını tercih edeceğini söylüyordu. Bu geçmiş, bugün Aleviler hakkında kullandığı “Marksist”, “ateist” ve “İslam’la hesaplaşan” kategorilerini tek başına açıklamaz; ancak kullandığı siyasi dilin hangi düşünsel çevreden geldiğini anlamak açısından göz ardı edilemez.</p>
<h4><strong>“Madem bu anlaşma imzalandı, mutabakat sağlandı”</strong></h4>
<p>Altan Tan’ın Alevilere ilişkin çıkışlarının Türkiye’de yeni “çözüm” veya iktidarın kullandığı ifadeyle “Terörsüz Türkiye” sürecinin hızlandığı bir döneme rastlaması tartışmayı daha da hassas hale getiriyor. Tan, 17 Ağustos’ta Ruşen Çakır’a verdiği söyleşide devlet ile PKK arasındaki süreci değerlendirirken “Madem bu anlaşma imzalandı, mutabakat sağlandı” dedi; PKK’nın kampları boşaltması ve devletin bunu tespit etmesi gerektiğini savundu. Aynı söyleşide bölgesel perspektifini “Türk-Kürt-Arap ittifakı”, “Türkiye’nin havzasal genişlemesi” ve “entegrasyon süreci” kavramlarıyla anlattı.</p>
<p>Burada sınırı açık tutmak gerekiyor. Tan’ın “anlaşma imzalandı” sözü kendi ifadesidir. Kamuoyuna açıklanmış, devlet ile PKK temsilcilerinin imzalarını taşıyan bir anlaşma belgesi bulunmuyor. Dolayısıyla gizli veya yazılı bir anlaşmanın içeriği konusunda kesin hükümler vermek mümkün değil.</p>
<p>Buna karşılık sürecin artık yalnız görüşmelerden ibaret olmadığı da açık. TBMM’nin 10 Ağustos 2026’da kabul ettiği Millî Dayanışma ve Toplumsal Bütünleşmenin Güçlendirilmesine Dair Kanun, PKK/KCK’nin fiilî varlığını sona erdirmesi ve silahlarını teslim etmesinin güvenlik kurumlarınca tespit edilmesinden sonraki hukuki işlemleri düzenliyor. Teklifin ilk imzacıları arasında AKP’den Numan Kurtulmuş ve Abdullah Güler, MHP Genel Başkanı Devlet Bahçeli ile DEM Parti eş genel başkanları Tülay Hatimoğulları Oruç ve Tuncer Bakırhan bulunuyor.</p>
<p>Öcalan da sürecin geldiği aşamayı değerlendirirken Cumhurbaşkanı Erdoğan ile MHP lideri Bahçeli’nin ortaya koyduğu “güçlü siyasi irade”den söz etti. Dolayısıyla Ankara ile İmralı arasında hiçbir siyasi örtüşme bulunmadığını söylemek artık mümkün değil. Ancak bu siyasi yakınlaşmadan hareketle Alevilere karşı gizli bir plan veya anlaşma bulunduğu sonucuna varmak da mevcut belgelerin taşıyabileceğinden daha ileri bir iddia olur.</p>
<p>Asıl dikkat edilmesi gereken nokta başka: Yeni Türk-Kürt uzlaşmasının konuşulduğu günlerde, bazı Alevilerin aynı süreç içinde “İslam’la hesaplaşan”, “Marksist”, “Ali’siz” veya “sözde” bir kesim olarak tarif edilmeye başlanması.</p>
<h4><strong>Kemal Öztürk’ün cümlesindeki kritik sözcük: “Hepsi”</strong></h4>
<p>Altan Tan tartışması sürerken bu kez eski Anadolu Ajansı Genel Müdürü Kemal Öztürk’ün NTV’deki sözleri gündeme geldi. Öztürk, Suriye’de Esad yönetimi döneminde yaşandığını söylediği ağır insan hakları ihlallerini anlatırken Sednaya Cezaevi, İdlib, Afrin ve Halep kırsalından söz etti. Önce Sednaya için, “Orada çalışmış çöpçüyü bile assalar, kurşuna dizseler yeridir dersiniz” dedi.</p>
<p>Ardından kapsamı çok daha geniş bir cümle kurdu:</p>
<p><strong>“İdlib’de, Afrin’de ve Halep kırsallarında öyle korkunç hikâyeler dinledim ki, ‘Bu Nusayrilerin hepsini katletseler yeridir’ diyesiniz geliyor.”</strong></p>
<p>Öztürk daha sonra “Ama bakın intikam almadılar” diyerek sözünü sürdürdü. Bu devam cümlesi bağlam açısından önemlidir ve görmezden gelinmemelidir. Ancak tepkinin merkezindeki sorun da böylece ortadan kalkmıyor: <strong>“Nusayrilerin hepsi.”</strong></p>
<p>Bir rejimin, ordunun veya tek tek faillerin işlediği suçları araştırmak, suçluların yargılanmasını istemek başka şeydir; sorumluluğu milyonlarca insanın mensup olduğu bir inanç kimliğine genişletmek başka. Rejim yanlısı veya karşıtı, çocuk veya yetişkin, suç işlemiş veya hiçbir suça karışmamış olmasına bakılmaksızın “Nusayrilerin hepsi” denildiğinde bireysel sorumluluğun yerini kolektif suçlama alıyor.</p>
<p>Sorun bu nedenle yalnız “katletmek” fiili değildir. Ondan önce gelen <strong>“hepsi”</strong> sözcüğüdür.</p>
<p>Öztürk de sıradan bir sosyal medya kullanıcısı değil. Uzun yıllar Türkiye’nin siyasi ve medya merkezinde çalıştı; dönemin Başbakanı Recep Tayyip Erdoğan’ın basın danışmanlığını yaptı, daha sonra Anadolu Ajansı Yönetim Kurulu Başkanı ve Genel Müdürü oldu. Böyle bir geçmişe sahip bir gazetecinin ulusal televizyon ekranında bütün bir Nusayri toplumunu “hepsini katletseler” cümlesinin içine yerleştirmesi, sözlerin yarattığı tepkiyi daha da büyüttü.</p>
<p>Alevi kuruluşları bu ifadeyi bir dil sürçmesi olarak görmedi. Arap Alevi ve diğer Alevi kuruluşlarından gelen açıklamalarda, herhangi bir toplumun işlediği iddia edilen suçların o toplumun bütün üyelerine yüklenemeyeceği vurgulandı. Bazı kuruluşlar sözleri nefret söylemi olarak nitelendirirken, soruşturma çağrıları da yapıldı. Demokratik Alevi Dernekleri ise Altan Tan ile Kemal Öztürk’ün açıklamalarını aynı değerlendirmede ele alarak Alevilere yönelik nefret dilinin normalleştirilmemesi gerektiğini bildirdi.</p>
<h5><strong>Eski bir fay hattında yeni siyasi dönem</strong></h5>
<p>Altan Tan ile Kemal Öztürk’ün aynı siyasi plan doğrultusunda hareket ettiğini gösteren bir veri yok; böyle bir bağlantı kurmak eldeki bilgilerin ötesine geçer. Ancak kullanılan dilin ortak bir yönü var. Tan, Alevilerin bir bölümünü “İslam’la hesaplaşan” siyasi bir kategoriye yerleştiriyor ve bu kesimi “Ali’li”, “Ali’siz”, “geleneksel”, “Marksist”, “ateist” ve “sözde” diye ayırıyor. Öztürk ise Suriye’de belirli kişi ve kurumlara yüklenebilecek suçları “Nusayrilerin hepsi” ifadesiyle bir inanç topluluğunun tamamına doğru genişletiyor.</p>
<p>Türkiye’de Alevilerin tarihsel hafızası nedeniyle bu tür genellemeler sıradan sayılamaz. Maraş, Çorum ve Sivas gibi kitlesel şiddet olaylarının öncesinde ve sırasında da Aleviler hakkında siyasi, dinsel ve ahlaki suçlamalar dolaşıma sokulmuş; toplumun bir kesimi diğerine karşı kuşku ve düşmanlıkla beslenmişti. Bugünkü Türkiye’nin aynı noktaya sürüklendiğini söylemek için ortada kanıt yok ve böyle bir hüküm doğru olmaz. Fakat geçmişin bıraktığı ders de açık: Bir topluluğun önce kimliği üzerinden genellenmesi, ardından siyasi veya dinsel bir tehdit gibi sunulması hafife alınabilecek bir dil değildir.</p>
<p>Üstelik bugün tartışılan siyasi süreç “barış”, “kardeşlik”, “toplumsal bütünleşme” ve “Türk-Kürt ortaklığı” kavramları üzerinden yürütülüyor. Böyle bir dönemde Alevilerin bir bölümünü “İslam’la hesaplaşan” kesim olarak göstermek veya Arap Alevilerinin tamamını “katletmek” kelimesiyle aynı cümleye sokmak yalnız Alevileri ilgilendiren bir mesele değil. Türkiye’nin Sünni, Alevi, Kürt, Türk, seküler ve muhafazakâr kesimleri arasındaki kırılgan toplumsal dengeleri ilgilendiriyor.</p>
<p>Bir siyasetçiyi eleştirmek başka, onun inancını tartışma konusu yapmak başka; suç işlemiş kişileri yargılamak başka, onların mensup olduğu toplumun “hepsini” aynı suç ve katliam cümlesinin içine sokmak başkadır.</p>
<p>Altan Tan’ın “İslam’la hesaplaşma”, “Ali’siz”, “ateist” ve “sözde Alevi” sözleriyle Kemal Öztürk’ün “Nusayrilerin hepsi” ve “katletseler yeridir” ifadelerinin aynı günlerde gündeme gelmesi, Alevi kuruluşlarının neden sert tepki gösterdiğini anlamak için yeterince ağır bir tablo oluşturuyor.</p>
<p>Ve Yavuz Sultan Selim–İdris-i Bitlisi ittifakının yeniden olumlu bir tarihsel model olarak dolaşıma sokulduğu bu yeni siyasi dönemde Alevilerin sorduğu soru da ortada duruyor:</p>
<p><strong>Bu yeni “barış” ve ittifak düzeninde Alevilere biçilen yer gerçekten eşit yurttaşlık mı olacak; yoksa itiraz eden Aleviler yeniden “İslam’la hesaplaşan”, “sözde” veya “sorun çıkaran” bir toplumsal kesim olarak mı gösterilecek?</strong></p>
<p class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" data-start="120" data-end="133"><strong data-start="120" data-end="133">Kaynaklar</strong></p>
<p data-start="135" data-end="334">Independent Türkçe – Altan Tan, “Ali’siz ateist sözde Aleviler neyin peşinde?”<br data-start="213" data-end="216" /><a href="https://www.indyturk.com/node/781786/t%C3%BCrki%CC%87yeden-sesler/alisiz-ateist-s%C3%B6zde-aleviler-neyin-pe%C5%9Finde?utm_source=">https://www.indyturk.com/node/781786/t%C3%BCrki%CC%87yeden-sesler/alisiz-ateist-s%C3%B6zde-aleviler-neyin-pe%C5%9Finde</a></p>
<p data-start="336" data-end="491">Medyascope – Altan Tan’ın Ruşen Çakır’la 17 Ağustos 2026 tarihli söyleşisi<br data-start="410" data-end="413" /><a class="decorated-link" href="https://medyascope.tv/2026/08/17/cozum-surecinin-kaderini-kimler-belirleyecek/?utm_source=" target="_new" rel="noopener" data-start="413" data-end="491">https://medyascope.tv/2026/08/17/cozum-surecinin-kaderini-kimler-belirleyecek/</a></p>
<p data-start="493" data-end="703">Cumhuriyet – Kemal Öztürk’ün NTV’de Nusayriler hakkında kullandığı sözler<br data-start="566" data-end="569" /><a class="decorated-link" href="https://www.cumhuriyet.com.tr/siyaset/ntv-canli-yayininda-katliam-gondermesi-nusayrileri-hedef-alan-kemal-ozturk-e-buyuk-tepki-2533192?utm_source=" target="_new" rel="noopener" data-start="569" data-end="703">https://www.cumhuriyet.com.tr/siyaset/ntv-canli-yayininda-katliam-gondermesi-nusayrileri-hedef-alan-kemal-ozturk-e-buyuk-tepki-2533192</a></p>
<p data-start="705" data-end="904">PİRHA – Demokratik Alevi Dernekleri’nin Altan Tan ve Kemal Öztürk açıklaması<br data-start="781" data-end="784" /><a class="decorated-link" href="https://pirha.org/dad-alevilere-yonelik-nefret-soyleminin-normallestirilmesine-izin-vermeyecegiz-525908.html/29/08/2026/?utm_source=" target="_new" rel="noopener" data-start="784" data-end="904">https://pirha.org/dad-alevilere-yonelik-nefret-soyleminin-normallestirilmesine-izin-vermeyecegiz-525908.html/29/08/2026/</a></p>
<p data-start="906" data-end="1124">YOL TV – Altan Tan’ın Alevilere yönelik sözlerine Alevi kurumlarının tepkisi<br data-start="982" data-end="985" /><a class="decorated-link" href="https://www.yoltv.com/2026/08/28/aleviligi-tanimlamak-da-alevilere-baris-dersi-vermek-de-senin-ve-senin-gibilerin-haddi-degildir-altan-tan/?utm_source=" target="_new" rel="noopener" data-start="985" data-end="1124">https://www.yoltv.com/2026/08/28/aleviligi-tanimlamak-da-alevilere-baris-dersi-vermek-de-senin-ve-senin-gibilerin-haddi-degildir-altan-tan/</a></p>
<p data-start="1126" data-end="1328">YOL TV – Alevi örgütlerinden Altan Tan’a tepki ve yargıya çağrı<br data-start="1189" data-end="1192" /><a class="decorated-link" href="https://www.yoltv.com/2026/08/26/alevi-orgutlerinden-yargiya-altan-tan-cagrisi-nefret-soylemleri-karsisindaki-cifte-standart-son-bulsun/?utm_source=" target="_new" rel="noopener" data-start="1192" data-end="1328">https://www.yoltv.com/2026/08/26/alevi-orgutlerinden-yargiya-altan-tan-cagrisi-nefret-soylemleri-karsisindaki-cifte-standart-son-bulsun/</a></p>
<p data-start="1330" data-end="1620">T24 – DEM Parti’den Kemal Öztürk’ün “Nusayrilerin hepsini katletseler” sözlerine tepki<br data-start="1416" data-end="1419" /><a class="decorated-link" href="https://t24.com.tr/gundem/dem-partiden-kemal-ozturkun-bu-nusayrilerin-hepsini-katletseler-yeridir-diyesiniz-geliyor-sozlerine-tepki-bu-dil-acikca-suc-teskil-etmektedir-sorusturma-baslatilmali%2C1344660?utm_source=chatgpt.com" target="_new" rel="noopener" data-start="1419" data-end="1620">https://t24.com.tr/gundem/dem-partiden-kemal-ozturkun-bu-nusayrilerin-hepsini-katletseler-yeridir-diyesiniz-geliyor-sozlerine-tepki-bu-dil-acikca-suc-teskil-etmektedir-sorusturma-baslatilmali%2C1344660</a></p>
<p data-start="1622" data-end="1838">Anadolu Ajansı – Kemal Öztürk’ün Anadolu Ajansı Genel Müdürlüğü görevinden ayrılmasına ilişkin haber ve biyografik bilgiler<br data-start="1745" data-end="1748" /><a class="decorated-link" href="https://www.aa.com.tr/tr/kurumsal-haberler/aa-genel-muduru-ozturk-gorevinden-ayrildi/96450" target="_new" rel="noopener" data-start="1748" data-end="1838">https://www.aa.com.tr/tr/kurumsal-haberler/aa-genel-muduru-ozturk-gorevinden-ayrildi/96450</a></p>
<p data-start="1840" data-end="2017">TBMM – Altan Tan milletvekili kaydı<br data-start="1875" data-end="1878" /><a class="decorated-link" href="https://www.tbmm.gov.tr/Milletvekili/MilletvekiliDetay?DonemId=f72877c2-f509-037b-e050-007f01005610&amp;id=f72877c2-bf6f-037b-e050-007f01005610" target="_new" rel="noopener" data-start="1878" data-end="2017">https://www.tbmm.gov.tr/Milletvekili/MilletvekiliDetay?DonemId=f72877c2-f509-037b-e050-007f01005610&amp;id=f72877c2-bf6f-037b-e050-007f01005610</a></p>
<p data-start="2019" data-end="2181">TBMM – 7595 sayılı Millî Dayanışma ve Toplumsal Bütünleşmenin Güçlendirilmesine Dair Kanun<br data-start="2109" data-end="2112" /><a class="decorated-link" href="https://tbmm.gov.tr/Yasama/Kanun/3270cca3-ed00-434b-aa64-019fd1c2dd00" target="_new" rel="noopener" data-start="2112" data-end="2181">https://tbmm.gov.tr/Yasama/Kanun/3270cca3-ed00-434b-aa64-019fd1c2dd00</a></p>
<p data-start="2183" data-end="2321">TBMM – Kanun teklifi, teklif sahipleri ve yasama süreci<br data-start="2238" data-end="2241" /><a class="decorated-link" href="https://www.tbmm.gov.tr/Yasama/KanunTeklifi/3270cca3-ed00-434b-aa64-019fd1c2dd00" target="_new" rel="noopener" data-start="2241" data-end="2321">https://www.tbmm.gov.tr/Yasama/KanunTeklifi/3270cca3-ed00-434b-aa64-019fd1c2dd00</a></p>
<p data-start="2323" data-end="2519">Medyascope – Abdullah Öcalan’ın Yavuz Sultan Selim–İdris-i Bitlisi ittifakına ilişkin değerlendirmeleri<br data-start="2426" data-end="2429" /><a class="decorated-link" href="https://medyascope.tv/2025/06/04/abdullah-ocalan-cumhuriyetin-kurt-politikasini-elestirdi/" target="_new" rel="noopener" data-start="2429" data-end="2519">https://medyascope.tv/2025/06/04/abdullah-ocalan-cumhuriyetin-kurt-politikasini-elestirdi/</a></p>
<p data-start="2521" data-end="2714">Türk Kültürü ve Hacı Bektaş Veli Araştırma Dergisi – Yavuz Sultan Selim dönemi, Kızılbaşlar ve İdris-i Bitlisi üzerine akademik çalışma<br data-start="2656" data-end="2659" /><a class="decorated-link" href="https://dergipark.org.tr/tr/pub/tkhcbva/article/1157234" target="_new" rel="noopener" data-start="2659" data-end="2714">https://dergipark.org.tr/tr/pub/tkhcbva/article/1157234</a></p>
<p data-start="2716" data-end="3016">Cambridge University Press – <em data-start="2745" data-end="2809">Warrant for Genocide? Ottoman Propaganda Against the Qizilbash</em><br data-start="2809" data-end="2812" /><a class="decorated-link" href="https://www.cambridge.org/core/books/abs/violence-in-islamic-thought-from-the-mongols-to-european-imperialism/warrant-for-genocide-ottoman-propaganda-against-the-qizilbash/EA6979F5D1FD38159D1A3AE6FDC2F6AC" target="_new" rel="noopener" data-start="2812" data-end="3016">https://www.cambridge.org/core/books/abs/violence-in-islamic-thought-from-the-mongols-to-european-imperialism/warrant-for-genocide-ottoman-propaganda-against-the-qizilbash/EA6979F5D1FD38159D1A3AE6FDC2F6AC</a></p>
<p data-start="3018" data-end="3216">Bianet – Abdullah Öcalan’ın Erdoğan ve Bahçeli’nin “güçlü siyasi iradesi”ne ilişkin açıklaması<br data-start="3112" data-end="3115" /><a class="decorated-link" href="https://bianet.org/haber/ocalan-sosyal-medyaya-yansiyan-ve-bana-atfedilen-ifadeler-gercek-disi-322806" target="_new" rel="noopener" data-start="3115" data-end="3216">https://bianet.org/haber/ocalan-sosyal-medyaya-yansiyan-ve-bana-atfedilen-ifadeler-gercek-disi-322806</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<ul data-start="12948" data-end="13409">
<li data-section-id="o1n7hx" data-start="13368" data-end="13409"></li>
</ul>
<p data-start="10671" data-end="10977"><span class="contents" data-content-reference-start="11599" data-content-reference-end="11768"><span class="" data-state="closed"> </span></span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2026/08/29/aleviler-yine-hedefte-baris-adi-altinda-yavuz-idris-i-bitlisi-isbirligi/">Aleviler yine hedefte: Barış adı altında Yavuz–İdris-i Bitlisi işbirliği?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>&#8222;Üç perdeli skandal&#8220;: Devletin Entegrasyon Barometresi 02/2025 sessizce silindi, içeriği değiştirildi ve değişiklik notu düşülmeden yeniden yüklendi</title>
		<link>https://www.tuerkische-allgemeine.de/2026/04/29/uec-perdeli-skandal-devletin-entegrasyon-barometresi-02-2025-sessizce-silindi-icerigi-degistirildi-ve-degisiklik-notu-duesuelmeden-yeniden-yueklendi/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Günes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 10:18:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.tuerkische-allgemeine.de/?p=8054</guid>

					<description><![CDATA[<p>Viyana,29.04.2026- Avusturya Türk Kültür Düşünce Fabrikası TKG-Think Tank, Avusturya Uyum Bakanlığı&#8217;na bağlı&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2026/04/29/uec-perdeli-skandal-devletin-entegrasyon-barometresi-02-2025-sessizce-silindi-icerigi-degistirildi-ve-degisiklik-notu-duesuelmeden-yeniden-yueklendi/">&#8222;Üç perdeli skandal&#8220;: Devletin Entegrasyon Barometresi 02/2025 sessizce silindi, içeriği değiştirildi ve değişiklik notu düşülmeden yeniden yüklendi</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-path-to-node="1">Viyana,29.04.2026- <span class="citation-280">Avusturya Türk Kültür Düşünce Fabrikası TKG-Think Tank</span>, Avusturya Uyum Bakanlığı&#8217;na bağlı Avusturya Entegrasyon Fonu (ÖIF) tarafından hazırlanan ve kamu kaynaklarıyla finanse edilen <b data-path-to-node="0" data-index-in-node="141">Integrationsbarometer 02/2025</b> raporuyla ilgili tüm skandalı ortaya çıkardı. TKG&#8217;nin resmi açıklamasına göre, söz konusu rapor usulsüz bir şekilde silinmiş, değiştirilmiş ve herhangi bir düzeltme ibaresi konulmadan sessizce yeniden yayımlanmıştır.</p>
<p data-path-to-node="4">Avusturya Türk Kültür Cemiyeti (TKG), kamu kaynaklarıyla finanse edilen &#8222;Entegrasyon Barometresi 02/2025&#8220; raporunun usulsüz bir şekilde değiştirildiğini belgeleriyle ifşa etti. TKG’nin &#8222;Üç Perdelik Skandal&#8220; olarak nitelendirdiği süreç, devlet destekli bilimsel bir yayının şeffaflık ilkelerine aykırı şekilde &#8222;gece yarısı operasyonuyla&#8220; nasıl başkalaştırıldığını gözler önüne seriyor.</p>
<p data-path-to-node="5"><b data-path-to-node="5" data-index-in-node="0">Silindi, değiştirildi, habersizce değiştirildi notu koymadan yerine Kondu<br />
</b> TKG tarafından belgelenen verilere göre, raporun orijinali 23 Nisan 2026 tarihinde sessizce silindi. Orijinal bağlantının &#8222;404&#8220; hatası verdiği bu sürecin ardından, 26 Nisan’da raporun yeni bir versiyonu yüklendi. Ancak bu yeni dosyanın; herhangi bir revizyon ibaresi taşımadığı, 40 sayfadan 48 sayfaya çıkarıldığı, anket sorularının (Fragebogen) sonradan eklendiği ve bazı sayısal veriler ile metin pasajlarının değiştirildiği tespit edildi. TKG soruyor: &#8222;ÖIF neden bu değişiklikler hakkında sessiz kalıyor ve eleştirilere içeriksel bir yanıt vermeden her şeyi reddediyor?&#8220;</p>
<p data-path-to-node="1"><span data-path-to-node="1,1"><span class="citation-280">Avusturya Entegrasyon Fonu&#8217;nun (ÖIF) kamu kaynaklarıyla finanse edilen </span><b data-path-to-node="1,1" data-index-in-node="87"><span class="citation-280">Entegrasyon Barometresi 02/2025</span></b><span class="citation-280"> çalışması, 23.04.2026 tarihinde sessiz sedasız silindi</span></span><span data-path-to-node="1,3">. </span><span data-path-to-node="1,5"><span class="citation-279">Orijinal bağlantı bugüne kadar bir Error-404 (Sayfa bulunamadı) hatasına yönlendirdiğini TKG ifşa etti.  Ortada asıl kamu araştırması artık yok.  </span><a class="ng-star-inserted" href="https://www.integrationsfonds.at/fileadmin/content/AT/Produkte/%c3%96IF_Integrationsbarometer_2025-02.pdf" target="_blank" rel="noopener" data-hveid="0" data-ved="0CAAQ_4QMahgKEwiQlfi6wZKUAxUAAAAAHQAAAAAQsQM"><span class="citation-279">https://www.integrationsfonds.at/fileadmin/content/AT/Produkte/%c3%96IF_Integrationsbarometer_2025-02.pdf</span></a> </span></p>
<p data-path-to-node="1"><img post-id="8054" fifulocal-featured="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-8057 size-full" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/04/WEG-Int.baro_.2025-2-750x400-1.jpg" alt="&#8222;Üç perdeli skandal&#8220;: Devletin Entegrasyon Barometresi 02/2025 sessizce silindi, içeriği değiştirildi ve değişiklik notu düşülmeden yeniden yüklendi" title="&#8222;Üç perdeli skandal&#8220;: Devletin Entegrasyon Barometresi 02/2025 sessizce silindi, içeriği değiştirildi ve değişiklik notu düşülmeden yeniden yüklendi" width="750" height="400" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/04/WEG-Int.baro_.2025-2-750x400-1.jpg 750w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/04/WEG-Int.baro_.2025-2-750x400-1-300x160.jpg 300w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/04/WEG-Int.baro_.2025-2-750x400-1-260x140.jpg 260w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/04/WEG-Int.baro_.2025-2-750x400-1-560x300.jpg 560w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></p>
<h3 data-path-to-node="2">Değiştirilmiş hali ama dosya üzerinden değiştirilmiş ibaresi yok</h3>
<p data-path-to-node="2"><span data-path-to-node="2,1"><span class="citation-278">26.04.2026 tarihinde yeni bir adres altında değiştirilmiş bir versiyon yayımlandı; sayfa sayısı 40&#8217;tan 48&#8217;e çıkarılmış, anket formu sonradan eklenmiş, yüzdelik değerler ve metin pasajları değiştirilmiş bir şekilde — ancak revizyon olduğuna dair herhangi bir değişiklik işareti konulmadan </span></span><span data-path-to-node="2,4"><span class="citation-277">: </span><a class="ng-star-inserted" href="https://www.integrationsfonds.at/fileadmin/content/AT/monitor/Integrationsfonds_Integrationsbarometer_2025-02.pdf" target="_blank" rel="noopener" data-hveid="0" data-ved="0CAAQ_4QMahgKEwiQlfi6wZKUAxUAAAAAHQAAAAAQsgM"><span class="citation-277">https://www.integrationsfonds.at/fileadmin/content/AT/monitor/Integrationsfonds_Integrationsbarometer_2025-02.pdf</span></a></span></p>
<p data-path-to-node="1"><strong>Aşağıda, TKG&#8217;nin yayımladığı basın bildirisinin birebir tercümesi</strong></p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">APA  OTS, 29.04.2025<br />
Kaynak: <a href="https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260429_OTS0045/integrationsbarometer-022025-warum-wurde-die-originalstudie-am-2304-geloescht-geaendert-und-am-2604-ohne-kennzeichnung-ersetzt">https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260429_OTS0045/integrationsbarometer-022025-warum-wurde-die-originalstudie-am-2304-geloescht-geaendert-und-am-2604-ohne-kennzeichnung-ersetzt</a></p>
<h3 class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]"></h3>
<p>Entegrasyon Barometresi 02/2025: Orijinal çalışma neden 23.04&#8217;te silindi, değiştirildi ve 26.04&#8217;te işaretlenmeden yeniden yayınlandı?</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]"><strong>&#8222;Üç perdeli skandal&#8220; – Silindi. Değiştirildi. İşaretlenmeden yerini aldı. ÖIF bu değişiklikler hakkında neden sessiz kalıyor? TKG belgeliyor.</strong></p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Viyana , APA OTS, 29.04.2026– Devlet parası, silinmiş belge, sessiz değişiklik. Avusturya Entegrasyon Fonu, kamu parasıyla finanse ettiği Entegrasyon Barometresi 02/2025&#8217;i 23 Nisan 2026&#8217;da ortadan kaldırdı. Tek bir açıklama yapmadan. Tek bir duyuru olmadan. Orijinal bağlantı bugün hâlâ ölü: <a class="underline underline underline-offset-2 decoration-1 decoration-current/40 hover:decoration-current focus:decoration-current" href="https://www.integrationsfonds.at/fileadmin/content/AT/Produkte/%c3%96IF_Integrationsbarometer_2025-02.pdf">https://www.integrationsfonds.at/fileadmin/content/AT/Produkte/%c3%96IF_Integrationsbarometer_2025-02.pdf</a></p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Üç gün sonra, 26 Nisan&#8217;da, yeni bir adres altında tamamen farklı bir belge belirdi. 40 sayfa 48 olmuştu. Soru formu sonradan eklenmiş. Yüzde değerleri değişmişti. Metinler değişmişti. Ama tek bir satır bile &#8222;bu belge güncellenmiştir&#8220; demiyordu: <a class="underline underline underline-offset-2 decoration-1 decoration-current/40 hover:decoration-current focus:decoration-current" href="https://www.integrationsfonds.at/fileadmin/content/AT/monitor/Integrationsfonds_Integrationsbarometer_2025-02.pdf">https://www.integrationsfonds.at/fileadmin/content/AT/monitor/Integrationsfonds_Integrationsbarometer_2025-02.pdf</a></p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Adı konulmuş haliyle: bir gece yarısı operasyonu. Devlet kurumunun, vergilerle finanse edilmiş bilimsel bir yayın üzerinde sessiz sedasız yaptığı bir değiştirme operasyonu.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]"><strong>ÖIF reddediyor — ama kamu araştırmasını siliyor</strong></p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">ÖIF, 4 Şubat 2026&#8217;da kendi sitesinde bir &#8222;düzeltme&#8220; yayınladı ve şunları söyledi:</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]"><em>&#8222;Avusturya Entegrasyon Fonu (ÖIF), Avusturya Türk Kültür Topluluğu&#8217;nun (TKG) Entegrasyon Barometresi&#8217;ne ilişkin güncel açıklamasındaki değerlendirmeleri kesinlikle reddeder.&#8220;</em> (Kaynak: <a class="underline underline underline-offset-2 decoration-1 decoration-current/40 hover:decoration-current focus:decoration-current" href="https://www.integrationsfonds.at/newsbeitrag/richtigstellung-zur-aussendung-der-tkg-zum-integrationsbarometer-28640/">https://www.integrationsfonds.at/newsbeitrag/richtigstellung-zur-aussendung-der-tkg-zum-integrationsbarometer-28640/</a>)</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">TKG&#8217;nin 15 somut eleştirisinden birine bile yanıt verilmedi. Soru formunda Müslümanların mültecilerle aynı ölçeğe konulmasına yanıt yok. On bir yıllık özel izlemeye yanıt yok. &#8222;Siyasi İslam&#8220; kavramının tanımsız bırakılmasına yanıt yok. Sessiz versiyon değişikliğine yanıt yok. ÖIF bunların hepsini reddediyor — ve aynı zamanda araştırmayı siliyor.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Bu noktada TKG, Entegrasyon Fonu denetim kurulu üyelerine doğrudan soruyor: Siz bu kurumun denetim kurulu üyesisiniz. Entegrasyon Barometresi 02/2025&#8217;in kalitesini, tarafsızlığını ve toplumsal etkilerini değerlendirmek için hangi somut adımları attınız? Böyle bir şey nasıl olabildi?</p>
<p><strong>TKG soruyor</p>
<p></strong>TKG soruyor! Sayın Integrationsfonds Denetleme Kurulu, sorumlu olduğunuz ve &#8218;bilimsel kamu araştırması&#8216; adı altında yürütülen bu çalışmada, bireylerin dini inançlarını sorgulama hakkını nereden alıyorsunuz? Kamu kaynaklarıyla yapılan bir araştırmada bir insanın dini aidiyeti sizi ne hakla ilgilendiriyor? Devletin tarafsızlık ilkesi ve bireysel temel haklar çerçevesinde, kamu eliyle yürütülen bir araştırmada bir bireyin dini aidiyetinin sorgulanmasının etik gerekçesi nedir?&#8220;</p>
<p>TKG Soruyor:! Sayın Integrationsfonds Denetleme Kurulu, &#8218;Integrationsbarometer 2025&#8242; araştırmasında dini aidiyetin bir &#8217;sorun kategorisi&#8216; olarak sorgulanması hangi bilimsel standartla açıklanabilir? Devlet fonlarıyla finanse edilen bir projede, bir bireyin dini inancının bir denetim veya analiz konusu haline getirilmesi ne hakla mümkün olmaktadır?</p>
<p>İşte sorulardan bir tanesi</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]"><strong>Integrationsbarometer 2/2025 ( PETER HAJEK, INTEGRATIONSFONDS)-Soru 4:</strong> &#8222;Avusturya&#8217;da Müslümanlar ile Müslüman olmayanlar arasındaki birlikte yaşamı nasıl değerlendiriyorsunuz? Çok iyi, oldukça iyi, oldukça kötü yoksa çok mu kötü?&#8220;</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-pre-wrap leading-[1.7]">1 — Çok iyi 2 — Oldukça iyi 3 — Oldukça kötü 4 — Çok kötü 5 — Bilmiyorum / Yanıt yok</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Yalnızca Avusturya vatandaşlarına yöneltilen bu telefon ve çevrimiçi araştırmada — anketin başında &#8222;Avusturya vatandaşı mısınız?&#8220; sorusuna &#8222;hayır&#8220; yanıtı verenler derhal anketten çıkarılıyor — aşağıdaki soru sorulmaktadır:</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]"><strong>&#8222;Avusturya&#8217;da Müslümanlar ile Müslüman olmayanlar arasındaki birlikte yaşamı nasıl değerlendiriyorsunuz? Çok iyi, oldukça iyi, oldukça kötü yoksa çok mu kötü?&#8220;</strong></p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">TKG&#8217;ye göre bu soru, Avusturya Anayasası&#8217;nın 7. maddesi, AİHM&#8217;nin 9. ve 14. maddeleri ile ICC/ESOMAR Uluslararası Etik Kodu 2025&#8217;e aykırıdır: Yalnızca Avusturya vatandaşlarının katıldığı bir ankette, Müslümanlar — büyük çoğunluğu Avusturya vatandaşı olan 800.000 kişi — bizzat araştırmanın değerlendirme nesnesi haline getirilmekte; üstelik aynı ölçekte mülteciler ve göçmenlerle yan yana sıralanmaktadır.</p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-8060 size-full" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/04/MoslemFrage-IntegrationsbaromterPeterHajek.jpeg" alt="" width="1282" height="1512" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/04/MoslemFrage-IntegrationsbaromterPeterHajek.jpeg 1282w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/04/MoslemFrage-IntegrationsbaromterPeterHajek-254x300.jpeg 254w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/04/MoslemFrage-IntegrationsbaromterPeterHajek-868x1024.jpeg 868w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/04/MoslemFrage-IntegrationsbaromterPeterHajek-768x906.jpeg 768w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/04/MoslemFrage-IntegrationsbaromterPeterHajek-800x944.jpeg 800w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2026/04/MoslemFrage-IntegrationsbaromterPeterHajek-1160x1368.jpeg 1160w" sizes="(max-width: 1282px) 100vw, 1282px" /></p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Temel soru şudur: AİHM&#8217;nin 9. maddesiyle güvence altına alınmış bir temel hak olan din, bu araştırmada neden bir göç hukuku statü kategorisi gibi ele alındı? &#8222;Müslümanların&#8220; aynı ölçekte &#8222;göçmenler&#8220; ve &#8222;mültecilerle&#8220; yan yana sıralanması tarafsız bir kategorizasyon değil — dini aidiyeti entegrasyon politikası açısından risk göstergesi olarak kurgulayan normatif bir karardır. Denetim kurulunda bu değerlendirildi mi? Temel haklar incelemesi yapıldı mı? Damgalama riski tartışıldı mı?</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]"><strong>&#8222;İletişim girişimi olmadı&#8220; yalanı</strong></p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">ÖIF düzeltmesinde TKG&#8217;nin &#8222;bugüne kadar hiçbir zaman ÖIF ile iletişime geçmediğini&#8220; ileri sürdü. Bu doğru değil. TKG&#8217;nin eleştirileri 18 Aralık 2025&#8217;ten itibaren kamuoyuyla paylaşıldı: <a class="underline underline underline-offset-2 decoration-1 decoration-current/40 hover:decoration-current focus:decoration-current" href="https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20251218_OTS0086/tkg-stellungnahme-zum-integrationsbarometer-und-zur-einhaltung-des-283-stgb">https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20251218_OTS0086/tkg-stellungnahme-zum-integrationsbarometer-und-zur-einhaltung-des-283-stgb</a></p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">24 Aralık ve 31 Aralık 2025&#8217;te ek açıklamalar yapıldı. 7 Ocak 2026&#8217;da VdMI ve VMÖ&#8217;ye resmi şikâyet başvurusunda bulunuldu. Bunların hepsi ÖIF&#8217;in bildiği süreçlerdi.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Ama asıl mesele bu değil. Sivil toplum kuruluşları ve gazeteciler, eleştirdikleri devlet kurumundan izin almak zorunda değildir. Bu ne Avusturya Anayasası&#8217;nın ne de AİHM&#8217;nin 10. maddesinin öngördüğü bir zorunluluktur. Demokratik denetim ikili bir uzlaşma süreci değildir. Anayasal güvence altındaki bir haktır.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]"><strong>Soru formu her şeyi ele veriyor — siyah üzerine beyaz</strong></p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">ÖIF TKG&#8217;nin eleştirilerini &#8222;kesinlikle reddetti.&#8220; Sonra bizzat o soru formunu kamuoyundan sakladığı için eleştirilince onu ikinci versiyona ekledi. Ve o soru formu TKG&#8217;yi haklı çıkarıyor.</p>
<ol class="[li_&amp;]:mb-0 [li_&amp;]:mt-1 [li_&amp;]:gap-1 [&amp;:not(:last-child)_ul]:pb-1 [&amp;:not(:last-child)_ol]:pb-1 list-decimal flex flex-col gap-1 pl-8 mb-3" start="4">
<li class="whitespace-normal break-words pl-2">soru kelimesi kelimesine şöyle: <em>&#8222;Avusturyalılar ile Müslümanlar arasındaki birlikte yaşamı nasıl değerlendiriyorsunuz?&#8220;</em> Bu soru; 3. soru (göçmenlerle birlikte yaşam), 5. soru (Ukraynalı savaş mağdurları) ve 6. soru (mülteciler) ile yan yana sıralanmış. Dini aidiyet oturma hukuku statüsüyle aynı düzeye çekilmiş. Bu TKG&#8217;nin yorumu değil — ÖIF&#8217;in bizzat kendi soru formu tasarımı.</li>
</ol>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">&#8222;Siyasi İslam&#8220; ifadesi aynı formda iki farklı biçimde geçiyor: 1. soruda &#8222;siyasi İslam&#8217;ın yayılması&#8220;, 8. soruda &#8222;siyasi İslam ve radikalleşme.&#8220; İki farklı ifade, sıfır tanım. Katılımcılar ne değerlendirdi? Kimse bilmiyor. ÖIF de dahil.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Şekil 13 (S. 24): Müslümanlar için Ekim 2014&#8217;e uzanan on bir yıllık zaman serisi. Mülteciler için 2016, Ukraynalılar için 2023. Bu eşitsizlik için tek satır metodolojik gerekçe yok.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">TKG&#8217;nin eleştirileri soru formuyla birlikte azalmadı. Arttı.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]"><strong>Din oturma statüsü değildir — Anayasa ve insan hakları böyle söylüyor</strong></p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Avusturya&#8217;da Müslüman olan biri nesiller boyu bu toprakların vatandaşı olabilir. Doktor, öğretmen, girişimci olabilir. &#8222;Mülteci&#8220; ya da &#8222;göçmen&#8220; kavramıyla hukuki, sosyal ve biyografik olarak hiçbir ortak yanı olmayabilir. Yine de aynı soru formunda, aynı ölçek üzerinde bu kategorilerle yan yana sıralanıyor. Bu kamuoyu araştırması değil. Bu normatif etkisi olan kategori inşasıdır.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Avusturya Anayasası&#8217;nın 7. maddesi açıktır: Kimse inancından dolayı dezavantajlı kılınamaz. AİHM&#8217;nin 14. maddesi din temelinde ayrımcılığı yasaklar. 9. maddesi din özgürlüğünü güvence altına alır. Avrupa İnsan Hakları Mahkemesi, devlet kurumlarının dini gruplara karşı özel tarafsızlık yükümlülüğü taşıdığını defalarca teyit etmiştir.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">ICC/ESOMAR Uluslararası Kodu 2025, Madde 1(b): Araştırmacılar katılımın zarara — itibar kaybı dahil — yol açmamasını güvence altına almak zorundadır. Madde 5(c): Verinin kullanımı ilgili kişilere doğrudan zarar vermemeli, koruyucu tedbirler alınmalıdır. Madde 7(b): Nüfus temsili konusundaki sınırlılıklar şeffaf biçimde açıklanmalıdır. Bu araştırma bu gerekliliklerin hiçbirini karşılamıyor.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">800.000 insanı — nesiller boyu bu toplumun parçası olan Avusturya vatandaşlarını — oturma hukuku statü kategorileriyle aynı ölçeğe koymak hangi hakka dayanıyor? Hangi bilimsel standart buna izin veriyor? Hangi anayasal gerekçe var? Hangi insan hakları meşruiyeti? ÖIF bu soruyu yanıtlamadı. Sormadı bile.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]"><strong>Araştırma parti propagandasına dönüştüğünde</strong></p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Volkspartei, 18 Aralık 2025&#8217;te resmi Instagram hesabında bu araştırmaya dayanan grafikler paylaştı: &#8222;Avusturyalıların üçte ikisi Müslümanlarla birlikte yaşamayı zor buluyor.&#8220; Gönderinin altına dökülen yorumlar antisemitik karşılaştırmalar, §283 StGB kapsamında halkı kin ve düşmanlığa tahrik iddiaları ve bir dünya dinine yönelik nefret söylemi içeriyordu. ÖIF tek bir kelime söylemedi.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Devlet parasıyla finanse edilen, metodolojik olarak bir dini grubu sorun kategorisi olarak kurgulayan ve bulgularının siyasi mobilizasyon için kullanılmasına seyirci kalınan bir araştırma temel bir soru doğuruyor: Avusturya&#8217;da kamuoyu araştırması kimin elinde? ESOMAR etik koduna ve insan haklarına uygunluğunu kim denetliyor? TKG bu sorunun kamuoyu önünde tartışılmasını talep ediyor.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]"><strong>ESOMAR şikâyeti ve VdMI çelişkisi</strong></p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Araştırmanın 11. sayfası açıkça şunu söylüyor: <em>&#8222;Peter Hajek Public Opinion Strategies faaliyetlerini ESOMAR yönergelerine uygun olarak sürdürmektedir.&#8220;</em> Bu öz taahhüt artık belgelenmiş gerçeklerle yüzleşmek durumunda.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">TKG, 7 Ocak 2026&#8217;da VdMI ve VMÖ&#8217;ye şikâyet başvurusunda bulundu. VdMI, 8 Nisan 2026&#8217;da Peter Hajek&#8217;i temize çıkardı — tam soru formu henüz kamuoyuna açık değilken. Temel araştırma aracı görülemeden verilen aklanma kararı, TKG&#8217;nin 24 Nisan 2026 tarihli açık mektubunda belgelediği yedi çelişkiden biridir. TKG, 21 Nisan 2026&#8217;da Amsterdam&#8217;daki ESOMAR Profesyonel Standartlar Komitesi&#8217;ne resmi şikâyette bulundu.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">ÖIF her şeyi reddediyor. Soru formu ise ona itiraz ediyor.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]"><strong>TKG&#8217;nin talepleri</strong></p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">1-Entegrasyon Barometresi 02/2025&#8217;in tüm versiyonlarının tam olarak kamuoyuyla paylaşılması. Anlaşılır bir değişiklik özetinin yayınlanması. ÖIF ve denetim kurulunun içeriksel açıklama yapması.</p>
<p>2-Yetkililerin etkilenen nüfus gruplarına yönelik kamuoyu önünde özür dilemesi. &#8212;</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">3-Entegrasyon Fonu yönetim düzeyinde personel değişikliği.</p>
<p>4-ÖIF&#8217;in Peter Hajek Public Opinion Strategies GmbH ile ihale uygulamalarının bağımsız incelemeye tabi tutulması.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">TKG&#8217;nin tüm belgeleri: — 15 maddelik düzeltme kataloğu: <a class="underline underline underline-offset-2 decoration-1 decoration-current/40 hover:decoration-current focus:decoration-current" href="https://www.turkischegemeinde.at/wp-content/uploads/Forderungskatalog-der-TKG-Integratiosnbaromter2025.pdf">https://www.turkischegemeinde.at/wp-content/uploads/Forderungskatalog-der-TKG-Integratiosnbaromter2025.pdf</a> —</p>
<p>Orijinal araştırma (404 hatası): <a class="underline underline underline-offset-2 decoration-1 decoration-current/40 hover:decoration-current focus:decoration-current" href="https://www.integrationsfonds.at/fileadmin/content/AT/Produkte/%c3%96IF_Integrationsbarometer_2025-02.pdf">https://www.integrationsfonds.at/fileadmin/content/AT/Produkte/%c3%96IF_Integrationsbarometer_2025-02.pdf</a> —</p>
<p>Değiştirilmiş versiyon: <a class="underline underline underline-offset-2 decoration-1 decoration-current/40 hover:decoration-current focus:decoration-current" href="https://www.integrationsfonds.at/fileadmin/content/AT/monitor/Integrationsfonds_Integrationsbarometer_2025-02.pdf">https://www.integrationsfonds.at/fileadmin/content/AT/monitor/Integrationsfonds_Integrationsbarometer_2025-02.pdf</a> —</p>
<p>ÖIF düzeltmesi: <a class="underline underline underline-offset-2 decoration-1 decoration-current/40 hover:decoration-current focus:decoration-current" href="https://www.integrationsfonds.at/newsbeitrag/richtigstellung-zur-aussendung-der-tkg-zum-integrationsbarometer-28640/">https://www.integrationsfonds.at/newsbeitrag/richtigstellung-zur-aussendung-der-tkg-zum-integrationsbarometer-28640/</a> —</p>
<p>APA-OTS orijinal basın bildirisi: <a class="underline underline underline-offset-2 decoration-1 decoration-current/40 hover:decoration-current focus:decoration-current" href="https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260429_OTS0045/integrationsbarometer-022025-warum-wurde-die-originalstudie-am-2304-geloescht-geaendert-und-am-2604-ohne-kennzeichnung-ersetzt">https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260429_OTS0045/integrationsbarometer-022025-warum-wurde-die-originalstudie-am-2304-geloescht-geaendert-und-am-2604-ohne-kennzeichnung-ersetzt</a></p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2026/04/29/uec-perdeli-skandal-devletin-entegrasyon-barometresi-02-2025-sessizce-silindi-icerigi-degistirildi-ve-degisiklik-notu-duesuelmeden-yeniden-yueklendi/">&#8222;Üç perdeli skandal&#8220;: Devletin Entegrasyon Barometresi 02/2025 sessizce silindi, içeriği değiştirildi ve değişiklik notu düşülmeden yeniden yüklendi</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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		<item>
		<title></title>
		<link>https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/12/02/freuds-stiller-aber-hoffnungsvoller-stein-der-vernunft-in-wien-und-der-tuerkei/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Günes]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Dec 2025 09:34:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Freuds stiller, aber hoffnungsvoller Stein der Vernunft in Wien und der Türkei&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/12/02/freuds-stiller-aber-hoffnungsvoller-stein-der-vernunft-in-wien-und-der-tuerkei/"></a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Freuds stiller, aber hoffnungsvoller Stein der Vernunft in Wien und der Türkei</h2>
<p>On 30 October 2025, the traditional Turkish quality newspaper <i>Cumhuriyet</i> (“The Republic”), the oldest newspaper still in circulation in Turkey, published an essay by Birol Kiliç from Vienna entitled <i>“Freud&#8217;s quiet but hopeful stone of reason in Vienna and Turkey”</i> in its section for prominent authors on page two. The article has been translated into both German(first) and English. Kiliç is the founder and editor of the newspapers <i>Neue Heimat Zeitung</i>, <i>Türkische Allgemeine</i>, and <i>Neue Welt Verlag</i> in Vienna.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Freuds stiller, aber hoffnungsvoller Stein der Vernunft in Wien und der Türkei</strong></p>
<p>Cumhuriyet, Birol Kiliç, Seite 2, 30.11.2025</p>
<p>Es war einer jener Novembermorgen, an denen die Kälte Wiens wie ein feiner Schnitt auf der Haut liegt, und ich versuchte, rechtzeitig zu einer wichtigen Besprechung zu gelangen. Als ich durch den Sigmund-Freud-Park gegenüber der Universität Wien ging, hielt mich plötzlich jener Gedenkstein fest, den ich seit Jahren kenne, aber offenbar noch nie wirklich betrachtet hatte.</p>
<p>Im Morgenlicht erschien die Inschrift darauf schärfer, klarer und eindringlicher: „Die Stimme der Vernunft ist leise, sanft und still.“</p>
<p>Diese Stille gehörte nicht nur dem weltberühmten Freud (1856–1939), dem Vater der Psychoanalyse, sondern auch jener Hingabe, die das Herz der Anatolier erfasst – jenem moralischen Erbe, das sagt: „Wer sich nicht mit Vernunft und Gewissen reinigt, kann andere nicht reinigen.“ Ebenso gehört diese Stille dem Leiden der Türkei, in der Rechtsstaat, Meinungsvielfalt, Pressefreiheit, Gewaltenteilung und die freiheitlich-demokratische Grundordnung auf der Intensivstation liegen.</p>
<p>Wenn wir heute über die seelische Lage der Türkei nachdenken, gewinnt diese alte Botschaft neue Bedeutung. Die Hoffnungslosigkeit der Jugend, der Verlust des Glaubens an Gerechtigkeit und die Verdrängung der Wahrheit durch Lärm treiben die Menschen in die Stille. Doch Stille ist der Raum von Geduld und Gewissen.</p>
<p>Lärm und Ungerechtigkeit sind kurzlebig. Die Stimmen von Tyrannen wie Hitler waren sehr laut, aber keine von ihnen hat Bestand.</p>
<p>Die symbolische Linie von den anatolischen Erenler bis zum Freud-Stein in Wien erinnert uns daran: Wahrheit beginnt leise mit Vernunft und Gewissen, doch am Ende siegt sie immer.</p>
<p>Der Weg der Vernunft und des Gewissens der Menschheit, der aus der Vergangenheit lernt, ist derselbe. Wie Freud sagte: „Die Stimme der Vernunft ist leise, sanft und still.“ Die Vernunft und die Rechtschaffenen werden siegen. Ohne Zweifel.</p>
<h4>Die Stimme der Vernunft und ein Optimist?</h4>
<p>Vor der berühmten Votivkirche in Wien, einer Stadt, die jahrhundertelang das Zentrum eines glanzvollen Reiches war, dunkle Zeiten überstand und heute mehrfach zur „lebenswertesten Stadt der Welt“ gewählt wurde, steht seit 1985 eine Stele, die Sigmund Freud gewidmet ist.</p>
<p>Freud floh 1938 vor dem NS-Regime nach London, wo er 1939 voller Kummer und Schmerzen starb, während seine vier Geschwister, die ihm de facto das Leben gerettet hatten, in NS-Konzentrationslagern starben.</p>
<p>Auf dem Stein ist nur ein einziger Satz zu lesen, der jedoch eine tiefere Fortsetzung hat. In seinem Werk „Die Zukunft einer Illusion“ (1927) schreibt Freud:  „Die Stimme der Vernunft – zugleich Trägerin von Gewissen, Recht und Gerechtigkeit – ist leise, sanft, still, aber sie ruht nicht, bis sie gehört wird. Am Ende findet sie ihren Weg, und das ist ein seltener Grund für Optimismus für die Menschheit.“</p>
<p>Meinte Freud damit, dass Vernunft, Rechtschaffenheit, Ethik, Gewissenhaftigkeit und moralische Haltung zwar kurzfristig unterdrückt werden können, aber langfristig unvermeidlich Gehör finden? Demnach ist Stille kein Rückzug, sondern Ausdruck von Beständigkeit und moralischer Beharrlichkeit.</p>
<p>Als ich vor dem Stein stand, erinnerte ich mich an die Haltung der anatolischen Erenler, die ihre Hand auf das Herz legen und die gleiche Botschaft „Hand aufs Herz“ vermitteln. Und trotzdem gibt es in der Türkei unvernünftige und herzlose Entwicklungen, wenn der Staat de facto ausgebeutet wird. Freuds Botschaft schien wie eine moderne Wiedergeburt jener Wahrheit, die die Erenler schon vor Jahrhunderten still verkündet hatten.</p>
<p>Freuds Stein und das Symbol der anatolischen Erenler vermitteln dieselbe Botschaft. Lärm ist nicht gleichbedeutend mit Wahrheit; wahr ist die Stimme der Vernunft und des Gewissens, die still, aber beharrlich an die Wahrheit glaubt.</p>
<p>Die Hand auf dem Herzen ist eines der ältesten Führungszeichen der türkischen Kulturgeschichte. Mit dieser Geste wird keine Macht verkündet, sondern Treue zu Gewissen und Vernunft sowie Loyalität zu Recht und Wahrheit. Durch die Alp Erenler gelangte diese Tradition nach Anatolien, wurde dort geprägt und erreichte schließlich auch Europa über die Erenler.</p>
<p>Yunus Emre, Tapduk Emre, Ahi Evran, Hacı Bektaş Veli, Şeyh Edebali, Somuncu Baba, Abdal Musa, Sarı Saltuk, Geyikli Baba und Emir Sultan weisen alle auf denselben Punkt hin. Sie alle vertreten eine Moral- und Führungsauffassung, die Herz, Gewissen und Vernunft ins Zentrum stellt. Diese Ideen beeinflussten über die Balkanregion hinweg auch das westliche Denken.</p>
<p>Der kategorische Imperativ, ein unbedingtes Gebot der Vernunft, ist das Kernstück von Kants „Pflichtenethik“. Kants kritische Vernunft wurde indirekt von diesem Erbe genährt, und sein Einfluss reicht von Hegel bis zu Freud. Er ermutigt uns, optimistisch und hoffnungsvoll den moralischen Weg nicht zu bezweifeln – den Weg von Vernunft und Gewissen.</p>
<p>Wie Freud sagte: „Die Stimme der Vernunft ist leise, sanft und still.“ Die Vernunft und die Rechtschaffenen werden siegen&#8220;</p>
<p>Ohne Zweifel&#8230;.</p>
<p><strong>Quelle</strong>:<br />
<a href="https://www.cumhuriyet.com.tr/pazar-yazilari/freud-un-sessiz-ama-umut-veren-akil-tasi-2457079">https://www.cumhuriyet.com.tr/pazar-yazilari/freud-un-sessiz-ama-umut-veren-akil-tasi-2457079</a></p>
<p><strong>Englisch</strong></p>
<h4>Freud’s silent yet hopeful stone of reason</h4>
<p>Cumhuriyet, 30.11.2025, S.2, Birol Kiliç, Vienna</p>
<p>It was one of those November mornings when the cold of Vienna lay on the skin like a fine cut, and I tried to get to an important meeting on time. As I walked through the Sigmund Freud Park opposite the University of Vienna, I was suddenly held by that memorial stone which I had known for years, but apparently had never really looked at.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-7652 size-full" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/12/Mittel-Cumhuriyet.Freud_.BirolKilic-Vienna.jpeg" alt="" width="640" height="386" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/12/Mittel-Cumhuriyet.Freud_.BirolKilic-Vienna.jpeg 640w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/12/Mittel-Cumhuriyet.Freud_.BirolKilic-Vienna-300x181.jpeg 300w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/12/Mittel-Cumhuriyet.Freud_.BirolKilic-Vienna-600x362.jpeg 600w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In the morning light the inscription on it appeared sharper, clearer, more compelling: “The voice of reason is quiet, gentle and still.”</p>
<p>This silence belonged not only to the world‑famous Freud (1856–1939), the father of psychoanalysis, but also to that devotion which captures the heart of the Anatolians – that moral heritage which says: “Whoever does not cleanse himself with reason and conscience cannot cleanse others.” Likewise, this silence belongs to the suffering of Turkey, where the rule of law, diversity of opinion, freedom of the press, separation of powers and the liberal‑democratic order lie in intensive care.</p>
<p>When we think today about the spiritual condition of Turkey, this old message gains new meaning. The hopelessness of the youth, the loss of faith in justice and the displacement of truth by noise drive people into silence. Yet silence is the space of patience and conscience.</p>
<p>Noise and injustice are short‑lived. The voices of tyrants like Hitler were very loud, but none of them endured.</p>
<p>The symbolic line from the Anatolian Erenler to the Freud stone in Vienna reminds us: truth begins quietly with reason and conscience, yet in the end it always triumphs.</p>
<p>The path of reason and conscience of humanity, which learns from the past, is the same. As Freud said: “The voice of reason is quiet, gentle and still.” Reason and the righteous will prevail. Without doubt.</p>
<p>The voice of reason and an optimist?</p>
<p>In front of the famous Votive Church in Vienna, a city that for centuries was the center of a splendid empire, survived dark times and today has been chosen several times as the “most livable city in the world,” there has stood since 1985 a stele dedicated to Sigmund Freud.</p>
<p>Freud fled in 1938 from the Nazi regime to London, where he died in 1939 full of sorrow and pain, while his four siblings, who had in fact saved his life, perished in Nazi concentration camps.</p>
<p>On the stone only a single sentence is written, but it has a deeper continuation. In his work “The Future of an Illusion” (1927) Freud writes:<br />
“The voice of reason – at the same time bearer of conscience, law and justice – is quiet, gentle, still, but it does not rest until it is heard. In the end it finds its way, and that is a rare reason for optimism for humanity.”</p>
<p>Did Freud mean that reason, righteousness, ethics, conscientiousness and moral attitude can be suppressed in the short term, but in the long term inevitably find a hearing? Silence is therefore not retreat, but expression of persistence and moral tenacity.</p>
<p>As I stood before the stone, I remembered the attitude of the Anatolian Erenler, who place their hand on the heart and convey the same message “hand on heart.” And yet there are in Turkey such unreasonable and heartless developments when the state is de facto exploited. Freud’s message seemed like a modern rebirth of that truth which the Erenler had already proclaimed silently centuries ago.</p>
<p>Freud’s stone and the symbol of the Anatolian Erenler convey the same message. Noise is not truth; true is the voice of reason and conscience, which quietly but persistently believes in truth.</p>
<p>The hand on the heart is one of the oldest signs of leadership in Turkish cultural history. With this gesture no power is proclaimed, but loyalty to conscience and reason as well as fidelity to law and truth. Through the Alp Erenler this tradition came to Anatolia, was shaped there and finally reached Europe through the Erenler.</p>
<p>Yunus Emre, Tapduk Emre, Ahi Evran, Hacı Bektaş Veli, Şeyh Edebali, Somuncu Baba, Abdal Musa, Sarı Saltuk, Geyikli Baba and Emir Sultan all point to the same truth. They all represent a moral and leadership concept that places heart, conscience and reason at the center. These ideas influenced Western thought across the Balkan region.</p>
<p>The categorical imperative, an unconditional command of reason, is the core of Kant’s “ethics of duty.” Kant’s critical reason was indirectly nourished by this heritage, and his influence extends from Hegel to Freud. He encourages us to remain optimistic and hopeful, not to doubt the moral path – the path of reason and conscience.</p>
<p>As Freud said: “The voice of reason is quiet, gentle and still.” Reason and the righteous will prevail. Without doubt.</p>
<p><strong>Source</strong>:<br />
<a href="https://www.cumhuriyet.com.tr/pazar-yazilari/freud-un-sessiz-ama-umut-veren-akil-tasi-2457079">https://www.cumhuriyet.com.tr/pazar-yazilari/freud-un-sessiz-ama-umut-veren-akil-tasi-2457079</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/12/02/freuds-stiller-aber-hoffnungsvoller-stein-der-vernunft-in-wien-und-der-tuerkei/"></a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Tony Blair in Gaza: An affront to historical responsibility</title>
		<link>https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/10/04/tony-blair-in-gaza-an-affront-to-historical-responsibility/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Günes]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Oct 2025 12:30:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tony Blair in Gaza: The familiar &#8218;fox&#8216; returns — as a peace&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/10/04/tony-blair-in-gaza-an-affront-to-historical-responsibility/">Tony Blair in Gaza: An affront to historical responsibility</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3 class="p1">Tony Blair in Gaza: The familiar &#8218;fox&#8216; returns — as a peace observer. Critics ask: how can you entrust the henhouse to the fox?</h3>
<p class="p1">by Birol Kilic, Analysis and Observations from Vienna, 04.10.2025</p>
<p class="p1">It is the stated expectation of U.S. President Donald Trump that Tony Blair will assume a central role in the proposed Gaza Peace Council. Yet appointing the architect of the Iraq War to oversee a region traumatised by decades of conflict is not merely a diplomatic decision—it risks being read as a provocation against historical memory itself.</p>
<figure id="attachment_7424" aria-describedby="caption-attachment-7424" style="width: 576px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7424 size-full" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/10/blair-baghdad.jpg" alt="" width="576" height="400" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/10/blair-baghdad.jpg 576w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/10/blair-baghdad-300x208.jpg 300w" sizes="(max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption id="caption-attachment-7424" class="wp-caption-text">Blair in Irak</figcaption></figure>
<p class="p1">Blair’s proposed role in Gaza is not merely a political appointment—it is a direct affront to the collective memory of Middle Eastern peoples. The figure who shaped millions of lives through the falsehood of “weapons of mass destruction” is now being presented as a problem solver in one of the most wounded regions on earth. This is not peace—it is the institutionalization of mistrust.</p>
<p class="p1">Better mistrust than trusting an old fox with such a past and ending up bitterly disappointed. This is not rhetoric—it is an analysis grounded in documented facts.</p>
<p class="p1">In 2003, Blair led Britain into war based on manipulated intelligence. The invasion destabilized the region, caused hundreds of thousands of deaths, and enabled the rise of radical groups such as ISIS and Al-Nusra. Civilians continue to suffer from its consequences.</p>
<p class="p1">The Chilcot Commission confirmed in 2016 that Blair committed to military action before exhausting diplomatic options. No legal accountability followed—a political failure with global repercussions.</p>
<p class="p1">Now, the same figure is being positioned to “bring peace” to Gaza, with full backing from the Trump administration. This is not peace diplomacy—it is the institutional continuation of Western arrogance. Installing Blair in Gaza is handing the henhouse to the fox, and risking not just broken eggs, but the collapse of trust itself.</p>
<p class="p1">As the search for peace in the Middle East continues, Blair’s name resurfaces in a U.S.-backed transitional plan for Gaza’s administration. Talks are reportedly underway with Gulf states and the United Nations to place him at the helm. The proposal has triggered fierce criticism from Palestinian groups and international observers.</p>
<p class="p1">Is the criticism of Blair unfair? Let us examine the facts.</p>
<p class="p1">His proposed role has sparked widespread public reaction. The question “Are there no other candidates?” echoes across diplomatic and civil society circles. His responsibility for the Iraq War and the absence of legal accountability for false intelligence are being raised again. Critics argue that this appointment will not foster peace, but rather deepen mistrust.</p>
<p class="p1">Blair’s role in Gaza is not just a diplomatic gesture—it is a provocation against historical memory. The man who helped justify the Iraq invasion through false claims is now being presented as a mediator for a region still bearing the scars of that war. This is not peace policy—it is the normalization of distrust.</p>
<p class="p1">The Chilcot Report documented Blair’s failures in detail. His decisions bypassed diplomatic channels, ignored warnings, and contributed to long-term instability. The consequences are still unfolding.</p>
<p class="p3"><span class="s1"> <a href="https://www.theguardian.com/uk-news/2016/jul/06/iraq-war-inquiry-key-findings-tony-blair-chilcot"><span class="s2">The Guardian – Chilcot Report</span></a></span></p>
<h3 class="p1"><img post-id="7417" fifulocal-featured="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7421 size-full aligncenter" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/10/tonyturkischeallgemeine.jpg" alt="Tony Blair in Gaza: An affront to historical responsibility" title="Tony Blair in Gaza: An affront to historical responsibility" width="780" height="440" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/10/tonyturkischeallgemeine.jpg 780w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/10/tonyturkischeallgemeine-300x169.jpg 300w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/10/tonyturkischeallgemeine-768x433.jpg 768w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/10/tonyturkischeallgemeine-600x338.jpg 600w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></h3>
<h3></h3>
<h3 class="p1">Iraq War and Blair’s Responsibility</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p1"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7427 size-full aligncenter" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/10/nnnnna.jpg" alt="" width="577" height="287" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/10/nnnnna.jpg 577w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/10/nnnnna-300x149.jpg 300w" sizes="(max-width: 577px) 100vw, 577px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p1">Blair’s invasion of Iraq in 2003, alongside the U.S., was based on claims of weapons of mass destruction. These claims were later found to be baseless. Blair publicly stated it was an “intelligence failure” and issued an apology.</p>
<p class="p2"><span class="s1"><a href="https://www.theguardian.com/uk-news/2016/jul/06/iraq-war-inquiry-key-findings-tony-blair-chilcot"><span class="s2">The Guardian – Chilcot Report</span></a> </span></p>
<p class="p2"><span class="s1"> <a href="https://edition.cnn.com/2015/10/25/europe/tony-blair-iraq-war-apology/index.html"><span class="s2">CNN – Blair’s Apology</span></a></span></p>
<p class="p1">Civilian Casualties and Academic Studies</p>
<p class="p1">Estimates of civilian deaths in the Iraq War vary. According to Iraq Body Count, approximately 200,000 civilian deaths have been documented since 2003.</p>
<p class="p2"><span class="s1"> <a href="https://www.iraqbodycount.org/"><span class="s2">Iraq Body Count</span></a></span></p>
<p class="p1">Some academic studies estimate the number to be between 500,000 and 1 million. Research published by PLOS Medicine also accounts for indirect consequences of the war.</p>
<p class="p2"><span class="s1"> <a href="https://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1000415"><span class="s2">PLOS Medicine</span></a></span></p>
<p class="p1">Serious Allegations! Here are the sources</p>
<p class="p1">Al-Nusra and HTS’s links to al-Qaeda – BBC</p>
<p class="p1">Direct ties between al-Nusra and al-Qaeda, the transition to HTS, and leadership structures are detailed.</p>
<p class="p3"><span class="s1"><a href="https://www.bbc.com/news/world-middle-east-54153187"><span class="s2">https://www.bbc.com/news/world-middle-east-54153187</span></a></span></p>
<p class="p1">Post-Blair Iraq and regional radicalization – Chatham House</p>
<p class="p1">The power vacuum created by Blair’s Iraq invasion paved the way for the rise of ISIS and al-Nusra.</p>
<p class="p3"><span class="s1"> <a href="https://www.chathamhouse.org/2023/06/iraq-20-years-on-lessons-and-legacies"><span class="s2">https://www.chathamhouse.org/2023/06/iraq-20-years-on-lessons-and-legacies</span></a></span></p>
<p class="p1">Timber Sycamore: CIA-backed arms transfers – The Guardian</p>
<p class="p1">U.S. weapons sent to Syrian groups ended up with al-Nusra under the Timber Sycamore program.</p>
<p class="p3"><span class="s1"> <a href="https://www.theguardian.com/us-news/2016/jan/05/us-arming-syrian-rebels-cia-timber-sycamore"><span class="s2">https://www.theguardian.com/us-news/2016/jan/05/us-arming-syrian-rebels-cia-timber-sycamore</span></a></span></p>
<p class="p1">Weapons to radical groups in Syria – U.S. Senate</p>
<p class="p1">Military support to al-Nusra and similar groups was debated in the U.S. Senate.</p>
<p class="p3"><span class="s1"> <a href="https://www.foreign.senate.gov/hearings/us-policy-toward-syria-09262023"><span class="s2">https://www.foreign.senate.gov/hearings/us-policy-toward-syria-09262023</span></a></span></p>
<p class="p1">Jihadist reorganization after al-Qaeda – EUISS</p>
<p class="p1">EUISS analyzes the fragmentation and reformation of jihadist groups in Syria post–al-Qaeda.</p>
<p class="p3"><span class="s1"> <a href="https://www.iss.europa.eu/content/jihadist-fragmentation-syria"><span class="s2">https://www.iss.europa.eu/content/jihadist-fragmentation-syria</span></a></span></p>
<p class="p1">Abu Muhammad al-Julani’s background – PBS Frontline</p>
<p class="p1">Ahmad al-Shara (al-Julani) and his roles in HTS and al-Nusra—designated by the U.S. as a “Global Terrorist.”</p>
<p class="p3"><span class="s1"> <a href="https://www.pbs.org/wgbh/frontline/article/abu-mohammad-al-jolani-hts-leader-profile"><span class="s2">https://www.pbs.org/wgbh/frontline/article/abu-mohammad-al-jolani-hts-leader-profile</span></a></span></p>
<p class="p1">ISIS’s rise in Iraq – CNN</p>
<p class="p1">How ISIS gained power in post-Blair Iraq and its regional impact.</p>
<p class="p3"><span class="s1">👉 <a href="https://edition.cnn.com/2014/06/12/world/meast/who-is-isis/index.html"><span class="s2">https://edition.cnn.com/2014/06/12/world/meast/who-is-isis/index.html</span></a></span></p>
<p class="p1">HTS leadership and al-Qaeda ties – Bellingcat</p>
<p class="p1">Open-source analysis reveals HTS’s structure and its ongoing links to al-Qaeda.</p>
<p class="p3"><span class="s1"> <a href="https://www.bellingcat.com/news/mena/2021/03/15/hts-leadership-structure-and-al-qaeda-links"><span class="s2">https://www.bellingcat.com/news/mena/2021/03/15/hts-leadership-structure-and-al-qaeda-links</span></a></span></p>
<p class="p1">Israel and Iran on the brink – EUISS</p>
<p class="p1">After the 2025 war, EUISS examines the repositioning of Salafi groups and Europe’s security strategies.</p>
<p class="p3"><span class="s1"> <a href="https://www.iss.europa.eu/publications/briefs/israel-and-iran-brink-preventing-next-war"><span class="s2">https://www.iss.europa.eu/publications/briefs/israel-and-iran-brink-preventing-next-war</span></a></span></p>
<p class="p1">UN snapback sanctions on Iran – PBS NewsHour</p>
<p class="p1">UN sanctions over Iran’s nuclear program and their diplomatic impact on militant networks.</p>
<p class="p3"><span class="s1"> <a href="https://www.pbs.org/newshour/world/what-to-know-about-the-un-reimposing-snapback-sanctions-over-irans-nuclear-program"><span class="s2">https://www.pbs.org/newshour/world/what-to-know-about-the-un-reimposing-snapback-sanctions-over-irans-nuclear-program</span></a></span></p>
<p class="p1">Iraq’s fragile stability – Chatham House</p>
<p class="p1">Post-Blair Iraq’s instability analyzed in the context of Iran-Israel conflict and Salafi reorganizations.</p>
<p class="p3"><span class="s1"> <a href="https://www.chathamhouse.org/2025/06/iraqs-fragile-stability-threatened-shifting-middle-eastern-order"><span class="s2">https://www.chathamhouse.org/2025/06/iraqs-fragile-stability-threatened-shifting-middle-eastern-order</span></a></span></p>
<p class="p1">Those who advocate placing responsibility for Gaza in the hands of a figure with a clean past and a publicly recognized conscience are not merely protecting a region—they are safeguarding the memory of humanity itself. When the fox is entrusted with the henhouse, it is not the eggs that break—it is the silence. This is not a metaphor; it is a thesis grounded in historical experience.</p>
<p class="p1">I may be mistaken. I remain open to counterarguments. But asking this question is both a moral and analytical duty—a responsibility of conscience toward history.</p>
<p class="p1">We wish peace and dignity for the people of Gaza, for neighboring countries, for the region—and for the world.</p>
<p class="p1">As Atatürk famously stated: <strong><i>“Peace at home, peace in the world.”</i> </strong>This principle remains a relevant benchmark for any genuine peace initiative.</p>
<p class="p3"><span class="s1"> </span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/10/04/tony-blair-in-gaza-an-affront-to-historical-responsibility/">Tony Blair in Gaza: An affront to historical responsibility</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Westliche Doppelmoral: Wie Terror auf dem UN-Podium salonfähig gemacht wird!</title>
		<link>https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/09/23/westliche-doppelmoral-wie-terror-auf-dem-un-podium-salonfaehig-gemacht-wirdwestliche-doppelmoral-terror-auf-dem-un-podium-die-maske-von-ahmed-al-sharaa-alias-golani-und-die-wahre-natur-von-hts/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Günes]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Sep 2025 09:17:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>von Andreas Günes, Faktenanalyse aus Berlin vom 23.09.2025 Die Maske von Ahmed&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/09/23/westliche-doppelmoral-wie-terror-auf-dem-un-podium-salonfaehig-gemacht-wirdwestliche-doppelmoral-terror-auf-dem-un-podium-die-maske-von-ahmed-al-sharaa-alias-golani-und-die-wahre-natur-von-hts/">Westliche Doppelmoral: Wie Terror auf dem UN-Podium salonfähig gemacht wird!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>von Andreas Günes, Faktenanalyse aus Berlin vom 23.09.2025</p>
<p>Die Maske von Ahmed al-Sharaa alias Golani und die wahre Natur von HTS</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_7299" aria-describedby="caption-attachment-7299" style="width: 1604px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7299 size-full" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-23-um-11.02.39.jpeg" alt="" width="1604" height="1730" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-23-um-11.02.39.jpeg 1604w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-23-um-11.02.39-278x300.jpeg 278w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-23-um-11.02.39-949x1024.jpeg 949w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-23-um-11.02.39-768x828.jpeg 768w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-23-um-11.02.39-1424x1536.jpeg 1424w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-23-um-11.02.39-800x863.jpeg 800w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-23-um-11.02.39-1160x1251.jpeg 1160w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-23-um-11.02.39-1600x1726.jpeg 1600w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-23-um-11.02.39-556x600.jpeg 556w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-23-um-11.02.39-1536x1657.jpeg 1536w" sizes="(max-width: 1604px) 100vw, 1604px" /><figcaption id="caption-attachment-7299" class="wp-caption-text">Screenshot</figcaption></figure>
<p class="p1">Am 20. September 2025 wurde auf dem US-amerikanischen YouTube-Kanal Redacted News ein englischsprachiger Beitrag mit dem Programmtitel  <strong>„Syrian President CALLS ON US TO LIFT Caesar Act Sanctions during HISTORIC UN VISIT“</strong> veröffentlicht.</p>
<p>Der vielversprechende, aber auf Fake News und Fake History basierende Titel und Untertitel der Sendung lautet: <em> „Während seines historischen Besuchs bei der UNO fordert der syrische Präsident die USA auf, die Sanktionen des Caesar Act aufzuheben. Ahmed al-Sharaa erneuerte bei seinem historischen Besuch bei der UNO in New York seine Forderung an Washington, die im Rahmen des Caesar Act von 2019 verhängten US-Sanktionen offiziell aufzuheben. Als erster syrischer Staatschef seit fast sechs Jahrzehnten nahm er an einer Sitzung der UN-Generalversammlung teil. Dies stellt einen historischen Moment in den diplomatischen Beziehungen Syriens dar.“</em></p>
<p>Aber alles bitte mit der Reihe.</p>
<p class="p1"><strong>Strategische Medieninszenierung um Ahmed al-Sharaa alias Golani</strong></p>
<p class="p1">In einem am 20. September 2025 veröffentlichten Beitrag des US-Kanals <i>Redacted News</i> wird Ahmed al-Sharaa als amtierender Präsident Syriens dargestellt. Während seines Besuchs bei den Vereinten Nationen fordert er die Aufhebung der US-Sanktionen gemäß dem Caesar Act. Die Sendung wurde in den USA produziert, die Aufnahmen zeigen ihn vor dem UN-Hauptquartier in New York.</p>
<p class="p1">Moderiert wird das Format von Clayton Morris, ehemaliger Fox-News-Journalist und Gründer von <i>Redacted News</i>. Er agiert nicht als neutraler Interviewer, sondern als aktiver Vermittler einer gezielten Rehabilitierungskampagne. Die Sendung vermeidet jede Erwähnung von al-Sharaas dokumentierter Vergangenheit als Abu Mohammad al-Julani, Gründer der Al-Nusra-Front und später Anführer von HTS (Hayat Tahrir al-Sham) – einer Organisation, die von den USA, der EU, der Türkei und Japan <a href="https://2017-2021.state.gov/amendments-to-the-terrorist-designations-of-al-nusrah-front/index.html">offiziell als terroristisch eingestuft wird.</a></p>
<p class="p1">Statt kritischer Einordnung wird ein versöhnliches, staatsmännisches Bild gezeichnet, das auf diplomatische Anerkennung und Normalisierung abzielt. Diese selektive Darstellung folgt typischen Mustern strategischer Medienarbeit zur Legitimation extremistischer Akteure.</p>
<p class="p1"><i>Redacted News</i> präsentiert sich als Plattform für „unabhängigen Journalismus“, vertritt jedoch regelmäßig Positionen, die mit russischer, chinesischer oder antiwestlicher Desinformation übereinstimmen. Der Kanal bietet umstrittenen Figuren Raum, die in etablierten Medien kaum Gehör finden.</p>
<p class="p1">In diesem Beitrag zitieren wir Ahmed Sara alias Golani und analysieren seine Aussagen im Licht seiner dokumentierten Taten und öffentlichen Reden – als kritische Notiz im kollektiven Gedächtnis.</p>
<p class="p1"><strong>Ein Terrorist als Redner über Frieden? – Eine Mahnung an das Gewissen der Weltöffentlichkeit</strong></p>
<p class="p1">Alle westlichen Länder, ihre Geheimdienste sowie zuständige Minister und Bürokraten wissen es: Dieser Mann ist nicht nur eine politische Figur. Unter dem Decknamen Abu Mohammad al-Julani ist er bekannt als Gründer der Al-Nusra-Front und später der HTS (Hayat Tahrir al-Sham). Er steht auf internationalen Terrorfahndungslisten. HTS wird von den USA, der EU, der Türkei und Japan als Terrororganisation eingestuft.</p>
<p class="p1">Dennoch durfte dieser Mann auf dem Podium der Vereinten Nationen über „Frieden, Gerechtigkeit und die Stimme des Volkes“ sprechen. Einige Staaten gewährten ihm diese Bühne – ohne gerichtliche Prüfung, obwohl ihm schwere Verbrechen gegen Andersdenkende und religiöse Minderheiten wie Aleviten, Drusen, Christen und Kurden in Syrien und Irak vorgeworfen werden.</p>
<p class="p1">Seit Dezember 2024 bis September 2025 wurden insbesondere gegen arabische Aleviten und Drusen genozidale Massaker, Pogrome und systematische Vergewaltigungen dokumentiert. In Regionen wie Latakia leben viele Menschen – besonders Aleviten – heute ohne Zugang zu Mehl und Wasser. Diese Stimmen hören wir täglich, doch viele wollen sie nicht hören.</p>
<p class="p1">Ahmad al-Sarra, bekannt als al-Julani, agiert im Namen westlicher Interessen und seiner regionalen Allianzen als „nützlicher Terrorist“. Dass er der Menschheit in den USA und bei den Vereinten Nationen Lektionen über Gerechtigkeit erteilt, ist ein moralischer Tiefpunkt.</p>
<p class="p1">Es ist beschämend, wie ein international gesuchter Terrorist in westlichen Ländern salonfähig gemacht wird – und wie dieselben Länder sich gleichzeitig anmaßen, anderen über Menschenrechte zu belehren.</p>
<p><strong>Grundlage unserer Analyse: Die angekündigte Rede von Ahmed al-Sharaa vor der UN-Generalversammlung</strong></p>
<p class="p1">Unsere Analyse basiert auf einem medialen Vorbericht aus den Vereinigten Staaten, der die bevorstehende Rede von Ahmed al-Sharaa vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen thematisiert.</p>
<p>Am 20. September 2025 wurde auf dem US-amerikanischen YouTube-Kanal Redacted News, wie oben erwähnt, ein englischsprachiger Beitrag mit dem Programmtitel</p>
<p class="p1">„Syrian President CALLS ON US TO LIFT Caesar Act Sanctions during HISTORIC UN VISIT“ veröffentlicht – ein Inhalt, den wir hier kritisch unter die Lupe nehmen und analysieren sollten, um eine Notiz in der Geschichte zu hinterlassen.</p>
<p class="p1"><strong>„Syrian President CALLS ON US TO LIFT Caesar Act Sanctions during HISTORIC UN VISIT“ </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_7298" aria-describedby="caption-attachment-7298" style="width: 640px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7298 size-full" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Mittel-Bildschirmfoto-2025-09-23-um-10.42.58.jpeg" alt="" width="640" height="363" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Mittel-Bildschirmfoto-2025-09-23-um-10.42.58.jpeg 640w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Mittel-Bildschirmfoto-2025-09-23-um-10.42.58-300x170.jpeg 300w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Mittel-Bildschirmfoto-2025-09-23-um-10.42.58-600x340.jpeg 600w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-7298" class="wp-caption-text">Screenshot</figcaption></figure>
<p class="p1">Die Sendung thematisiert den bevorstehenden Auftritt von Ahmed al-Sharaa bei den Vereinten Nationen und seine Forderung nach Aufhebung der US-Sanktionen gemäß dem Caesar Act.</p>
<p class="p1"><strong>Plattform:</strong> YouTube – Kanal <i>Redacted News</i></p>
<p class="p1"><strong>Veröffentlichungsdatum</strong>: 20. September 2025</p>
<p class="p2"><span class="s1"><strong>Direkter Link</strong>:</span></p>
<p class="p1"><strong>Aufnahmeort:</strong> New York, Umgebung des Hauptsitzes der Vereinten Nationen</p>
<p class="p1"><strong>Produktionsort:</strong> Digitale Ausstrahlung aus den Studios von Redacted News mit Sitz in den Vereinigten Staaten</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7297 size-full" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Mittel-Bildschirmfoto-2025-09-23-um-10.43.30.jpeg" alt="" width="640" height="369" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Mittel-Bildschirmfoto-2025-09-23-um-10.43.30.jpeg 640w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Mittel-Bildschirmfoto-2025-09-23-um-10.43.30-300x173.jpeg 300w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Mittel-Bildschirmfoto-2025-09-23-um-10.43.30-600x346.jpeg 600w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p class="p1">Es handelt sich hierbei <strong>nicht um eine offizielle UN-Übertragung</strong>, sondern um ein redaktionelles Format, das eine politische Inszenierung vorbereitet. Die Sendung präsentiert Ahmed al-Sharaa als Redner über <strong>„Frieden, Gerechtigkeit und die Stimme des Volkes“ im Vorfeld seiner UN-Rede</strong>, ohne jedoch auf seine umstrittene Vergangenheit oder seine Rolle innerhalb extremistischer Strukturen einzugehen.</p>
<p class="p1"><strong>Diese mediale Darstellung wirft grundlegende Fragen auf: </strong></p>
<p class="p1">Wie wird ein international gelisteter Terrorakteur – bekannt unter dem Decknamen Abu Mohammad al-Julani, Gründer der Al-Nusra-Front und später Anführer von HTS (Hayat Tahrir al-Sham) – auf globaler UN Bühne legitimiert?</p>
<p class="p1">HTS wird von den USA, der EU, der Türkei und Japan als Terrororganisation eingestuft. Dennoch erhält al-Sharaa eine Plattform, um über universelle Werte zu sprechen – während Minderheiten wie Aleviten, Drusen, Christen und Kurden in Syrien und Irak unter seiner Führung systematisch verfolgt wurden.</p>
<p class="p1">Diese Analyse versteht sich nicht als polemischer Angriff, sondern als dokumentarischer Beitrag zur öffentlichen Erinnerung. Sie fragt nach den ethischen Grenzen politischer Repräsentation und nach der Verantwortung internationaler Institutionen gegenüber den Opfern.</p>
<p>Dieser Text analysiert alle Aussagen von Ahmed al-Sharaa in seiner UN-Rede und konfrontiert sie mit seiner Vergangenheit, den Verbrechen von HTS gegen Minderheiten, den internationalen Unterstützungsnetzwerken und der widersprüchlichen Haltung der Vereinten Nationen – mit Quellenangaben.</p>
<h4 class="p1">Aus dieser Sendung entnehmen wir zentrale Aussagen, die wir im Licht dokumentierter Fakten und Taten kritisch analysieren!</h4>
<p>Ahmet Sara spricht in diesem TV-Programm, als ob er vor der UN-Versammlung sprechen würde. Wir zitieren und analysieren mit offenen Quellen.</p>
<p><strong>„Herr Generalsekretär, verehrte Delegierte, heute hier im Namen des syrischen Volkes zu sprechen, ist eine historische Ehre.“</strong></p>
<p>Diese Aussage klingt diplomatisch, doch angesichts seiner Vergangenheit ist sie zutiefst widersprüchlich. Ahmed al-Sharaa war seit 2012 Anführer der Al-Nusra-Front und verantwortlich für schwere Verbrechen gegen Alawiten, Drusen, Kurden und Christen in Syrien.<br />
Quelle: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ahmed_al-Scharaa">https://de.wikipedia.org/wiki/Ahmed_al-Scharaa</a></p>
<h4><strong>„Der Caesar Act bestraft nicht mehr ein Regime, sondern das Volk. Diese Ungerechtigkeit muss enden.“</strong></h4>
<p>HTS kam durch militärische Gewalt an die Macht. Im Dezember 2024 marschierten HTS-Milizen auf Damaskus und übernahmen die Kontrolle. In Suweida, Afrin und Hama wurden Zwangsumsiedlungen, Enteignungen, Entführungen von Frauen und sexuelle Versklavung dokumentiert.<br />
Quelle: https://www.derstandard.at/story/3000000263499/syriens-220bergangspr228sident-al-sharaa-bildet-neue-regierung</p>
<h4><strong>„Das syrische Volk ist fleißig. Unsere Arbeitskraft ist unsere Würde. Gebt uns Raum zum Atmen.“</strong></h4>
<p>In HTS-kontrollierten Gebieten gelten strenge Einschränkungen für Frauen: Kopftuchzwang, Bildungsverbote und öffentliche Unsichtbarkeit. Alawitische und drusische Frauen wurden entführt und sexuell versklavt.<br />
Quelle: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20250318_OTS0098</p>
<h4><strong>„Zwanzig Jahre lebte ich im Verborgenen. Heute stehe ich mit reinem Gewissen vor meinem Volk.“</strong></h4>
<p>Diese Aussage klingt wie ein Opferbericht, doch in Wahrheit war diese Zeit geprägt von Terroraktivitäten in Irak, Syrien, der Türkei, der EU und dem Iran. Ab 2003 kämpfte er in Mossul und Falludscha, gründete 2011 Al-Nusra, errichtete 2014 Scharia-Gerichte in Idlib und übernahm 2024 mit HTS die Macht in Damaskus.<br />
Quelle: https://www.aljazeera.com/news/2024/12/4/who-is-abu-mohamad-al-julani-the-leader-of-hayat-tahrir-al-sham-in-syria</p>
<h4><strong>„Das neue Syrien wird nicht im Schatten des alten Regimes leben. Wir bauen unsere Zukunft selbst.“</strong></h4>
<p>HTS nutzt diese Rhetorik zur ideologischen Rekrutierung. In Ausbildungslagern werden Kinder militärisch und religiös indoktriniert.</p>
<p>Quelle: https://globalvoices.org/2025/06/06/syrian-narratives-over-president-ahmed-al-sharaa/</p>
<h4><strong>„Frieden mit Israel? Unsere Aufgabe ist es, mit unserem Volk in Frieden zu leben.“</strong></h4>
<p>Diese Aussage dient der Imagepflege gegenüber dem Westen. HTS war lange Teil des al-Qaida-Netzwerks und betrieb anti-israelische Propaganda.<br />
Quelle: https://www.srf.ch/news/international/syriens-neuer-starker-mann-ahmed-al-scharaa-der-gelaeuterte-dschihadist</p>
<h4>„Ich rufe Amerika auf: Diese Sanktionen sind kein politisches, sondern ein humanitäres Problem. Hebt sie auf.“</h4>
<p>Die USA führen HTS weiterhin als Terrororganisation. Die Forderung nach Aufhebung des Caesar Act ist ein strategisches Manöver.<br />
Quelle: https://www.diepresse.com/19197450/usa-ziehen-das-kopfgeld-auf-chef-der-hts-miliz-in-syrien-zurueck</p>
<h4>„Die Vereinten Nationen müssen die Stimme der Völker sein. Nicht nur der Staaten, sondern auch der Gewissen.“</h4>
<p>Trotz Kenntnis seiner Vergangenheit gewährte die UN ihm eine Bühne. Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich und das Lemkin Institute erstatteten Anzeige wegen HTS-Verbrechen.<br />
Quelle: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20250318_OTS0098</p>
<h4>„Die Stimme des Volkes wird nicht länger unterdrückt. Die Zivilgesellschaft ist die Garantie der neuen Ära.“</h4>
<p>Unabhängige NGOs wurden in HTS-Gebieten verboten oder gleichgeschaltet. Gruppen wie „Molham Team“ dienen der Propaganda.<br />
Quelle: https://bianet.org/haber/hts-hakkinda-neler-biliyoruz-302472</p>
<h4>„Herr Präsident Trump, lassen Sie uns reden. Öffnen wir ein neues Kapitel für unsere Völker.“</h4>
<p>Diese Einladung ist Teil der Legitimationsstrategie. HTS wird als „gemäßigte Opposition“ vermarktet, obwohl ihre Vergangenheit das Gegenteil beweist.<br />
Quelle: https://www.aljazeera.com/news/2024/12/4/who-is-abu-mohamad-al-julani-the-leader-of-hayat-tahrir-al-sham-in-syria</p>
<h4>„Wir wurden jahrelang im Dunkeln dargestellt. Die Medien vergrößerten den Krieg, nicht die Stimmen des Volkes.“</h4>
<p>HTS betreibt gezielte Medienkampagnen, um sich als reformierte Kraft darzustellen.<br />
Quelle: https://www.derstandard.at/story/3000000247678/abu-mohammad-al-jolani-der-terrorist-der-sich-von-al-kaida-lossagte</p>
<h4>„Unsere Jugend wird Kinder des Friedens, nicht des Krieges sein. Wir sind ihnen etwas schuldig.“</h4>
<p>In HTS-Ausbildungslagern werden Kinder militärisch gedrillt und ideologisch geformt.<br />
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ahmed_al-Scharaa</p>
<h4>„Syrien wird nicht länger ein Land des Terrors sein, sondern des Friedens.“</h4>
<p>Ahmed al-Sharaa war Anführer von Al-Nusra, das direkt mit al-Qaida und ISIS kooperierte. Zwischen 2013 und 2014 arbeitete Al-Nusra mit ISIS zusammen, bevor es zur Spaltung kam. Viele Kämpfer wechselten zu ISIS, und HTS übernahm deren Strukturen.</p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Offizielle Stellungnahme des US-Außenministeriums zur Terrorismus-Einstufung von Muhammad al-Jawlani</span></strong></p>
<p class="p3">Zuletzt wollen wir die Stellungnahme des amerikanischen Unterstaatssekretärs für öffentliche Diplomatie und öffentliche Angelegenheiten vom 16. Mai 2013 aus dem Büro für öffentliche Angelegenheiten des Justizministeriums hier in deutscher Sprache veröffentlichen. <a href="https://2009-2017.state.gov/r/pa/prs/ps/2013/05/209499.htm">Sie ist noch erreichbar.</a></p>
<p class="p3"><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-7307 size-full" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-23-um-13.12.38.png" alt="" width="1960" height="1598" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-23-um-13.12.38.png 1960w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-23-um-13.12.38-300x245.png 300w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-23-um-13.12.38-1024x835.png 1024w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-23-um-13.12.38-768x626.png 768w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-23-um-13.12.38-1536x1252.png 1536w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-23-um-13.12.38-800x652.png 800w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-23-um-13.12.38-1160x946.png 1160w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-23-um-13.12.38-1600x1304.png 1600w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-23-um-13.12.38-600x489.png 600w" sizes="(max-width: 1960px) 100vw, 1960px" /></strong></p>
<p>Terrorismus-Einstufung des Anführers der Al-Nusrah-Front, Muhammad Al-Jawlani</p>
<p class="p3">Medienmitteilung – Büro des Sprechers</p>
<p class="p3">Washington, DC – 16. Mai 2013</p>
<p class="p3">Das Außenministerium hat den Anführer der Al-Nusrah-Front, Muhammad al-Jawlani (Ahmet Al Schare), gemäß der Executive Order (E.O.) 13224, die sich gegen Terroristen und diejenigen richtet, die Terroristen oder terroristische Handlungen unterstützen, als „Specially Designated Global Terrorist“ (besonders ausgewiesener globaler Terrorist) eingestuft.</p>
<p class="p3">Infolge dieser Einstufung werden alle Vermögenswerte, die der US-Gerichtsbarkeit unterliegen und an denen Al-Jawlani beteiligt ist, gesperrt, und US-Bürgern ist es generell untersagt, Transaktionen mit ihm oder zu seinen Gunsten durchzuführen.</p>
<p class="p3">Außerdem hat das Finanzministerium am selben Tag vier hochrangige Beamte des Assad-Regimes sowie zwei mit dem Assad-Regime verbundene Einrichtungen – Syrian Arab Airlines und Addounia Television – als Terroristen eingestuft.</p>
<p class="p3">Al-Jawlani gilt als Anführer von al-Nusrah. In Videos erklärte er, dass sein oberstes Ziel der Sturz des syrischen Regimes und die Einführung der islamischen Scharia im ganzen Land sei. Er wurde von Al-Qaida im Irak (AQI) ausdrücklich mit der Umsetzung dieser Ziele beauftragt.</p>
<p class="p3">Unter seiner Führung verübte die Al-Nusrah-Front mehrere Selbstmordanschläge in ganz Syrien, insbesondere in Damaskus, aber auch in anderen Regionen. Dabei wurden zahlreiche unschuldige Zivilisten getötet.</p>
<p class="p3">Zu den von Al-Nusrah beanspruchten Operationen gehören:</p>
<p class="p3">•<span class="Apple-converted-space">  </span>Ein Selbstmordanschlag am 26. Januar 2013 auf einen Militärstützpunkt in Quneitra nahe der Golanhöhen</p>
<p class="p3">•<span class="Apple-converted-space">  </span>Eine Erklärung vom 15. Februar 2013 zu Anschlägen in Damaskus und al-Shadadi</p>
<p class="p3">•<span class="Apple-converted-space">  </span>Eine Erklärung vom 20. März 2013 zu zwei Anschlägen am 6. März 2013 nahe Homs</p>
<p class="p3">Obwohl die Al-Nusrah-Front Ende 2011 von AQI als Front für Aktivitäten in Syrien gegründet wurde, schwor al-Jawlani kürzlich öffentlich Ayman al-Zawahiri, dem Anführer von al-Qaida, die Treue.</p>
<p class="p3">Am 11. Dezember 2012 änderte das Außenministerium die Einstufung von AQI als ausländische terroristische Organisation, um die Al-Nusrah-Front als Alias hinzuzufügen.</p>
<p class="p3">Die sektiererische Vision von al-Jawlanis Al-Nusrah widerspricht den Bestrebungen des syrischen Volkes, das ein freies, demokratisches und inklusives Syrien anstrebt – mit einer Regierung, die nationale Einheit, Menschenrechte und Gleichheit vor dem Gesetz achtet.</p>
<p class="p3">Extremismus und terroristische Ideologie haben in einem Syrien nach Assad keinen Platz. Alle verantwortungsbewussten Syrer sollten sich gegen al-Qaida und andere extremistische Elemente aussprechen.</p>
<p class="p3">Die vollständige Originalquelle ist hier abrufbar:</p>
<p class="p4"><a href="https://2009-2017.state.gov/r/pa/prs/ps/2013/05/209499.htm">https://2009-2017.state.gov/r/pa/prs/ps/2013/05/209499.htm</a></p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<h4><a href="https://2009-2017.state.gov/r/pa/prs/ps/2013/05/209499.htm"><strong>U.S Department of State: Terrorist Designation of Al-Nusrah Front Leader Muhammad Al-Jawlani</strong></a></h4>
<p><a href="https://2009-2017.state.gov/r/pa/prs/ps/2013/05/209499.htm">https://2009-2017.state.gov/r/pa/prs/ps/2013/05/209499.htm</a></p>
<p><a href="https://www.bbc.com/news/world-middle-east-26651985">https://www.bbc.com/news/world-middle-east-26651985</a><br />
<a href="https://www.longwarjournal.org/archives/2014/04/nusra_front_leader.php">https://www.longwarjournal.org/archives/2014/04/nusra_front_leader.php</a><br />
<a href="https://www.brookings.edu/blog/order-from-chaos/2017/02/01/what-is-hayat-tahrir-al-sham-and-what-does-it-mean-for-syrias-civil-war/">https://www.brookings.edu/blog/order-from-chaos/2017/02/01/what-is-hayat-tahrir-al-sham-and-what-does-it-mean-for-syrias-civil-war/</a></p>
<p>Ahmed al-Sharaa alias Julani steht auf der Sanktionsliste des UN-Sicherheitsrats (Resolution 1267).<br />
Quelle: <a href="https://main.un.org/securitycouncil/en/sanctions/1267/aq_sanctions_list/summaries/individual/abu-mohammed-al-jawlani">https://main.un.org/securitycouncil/en/sanctions/1267/aq_sanctions_list/summaries/individual/abu-mohammed-al-jawlani</a></p>
<p>Das US-Außenministerium erklärte ihn 2013 zum „Global Specially Designated Terrorist“ und setzte 2017 ein Kopfgeld von 10 Millionen Dollar aus.<br />
Quellen:<br />
<a href="https://2009-2017.state.gov/r/pa/prs/ps/2013/05/209499.htm">https://2009-2017.state.gov/r/pa/prs/ps/2013/05/209499.htm</a></p>
<p><a href="https://www.newsweek.com/us-remove-bounty-syrian-leader-al-qaeda-2004650">https://www.newsweek.com/us-remove-bounty-syrian-leader-al-qaeda-2004650</a></p>
<p>Die UN stuft HTS weiterhin als Terrororganisation ein.<br />
Quelle: https://news.un.org/en/story/2024/12/1158126</p>
<p>Die EU erhielt 2025 eine offizielle Anzeige wegen HTS-Massakern an Minderheiten.<br />
Quelle: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20250318_OTS0098</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/09/23/westliche-doppelmoral-wie-terror-auf-dem-un-podium-salonfaehig-gemacht-wirdwestliche-doppelmoral-terror-auf-dem-un-podium-die-maske-von-ahmed-al-sharaa-alias-golani-und-die-wahre-natur-von-hts/">Westliche Doppelmoral: Wie Terror auf dem UN-Podium salonfähig gemacht wird!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
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	</item>
		<item>
		<title>499. Jahrestag der Schlacht von Mohács – Erinnerung, Diplomatie und Brüderlichkeit</title>
		<link>https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/08/29/499-jahrestag-der-schlacht-von-mohacs-erinnerung-diplomatie-und-bruederlichkeit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Günes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Aug 2025 08:45:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wussten Sie, dass sich im Jahr 1926 ein bedeutendes Ereignis zwischen Ungarn&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/08/29/499-jahrestag-der-schlacht-von-mohacs-erinnerung-diplomatie-und-bruederlichkeit/">499. Jahrestag der Schlacht von Mohács – Erinnerung, Diplomatie und Brüderlichkeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wussten Sie, dass sich im Jahr 1926 ein bedeutendes Ereignis zwischen Ungarn und der Türkei zutrug – ein Moment, den wir am 29. August 2025 als historisches Dokument neu beleuchten wollen? <span class="Apple-converted-space">  </span>Vierhundert Jahre nach der Schlacht von Mohács wurde nicht nur der Verlust eines Königs betrauert, sondern auch eine neue Brücke zwischen zwei alten Völkern geschlagen. Die Teilnahme der Türkei an der Gedenkfeier von 1926 verlieh dem Ereignis eine unerwartete diplomatische Tiefe – ein Zeichen dafür, dass Geschichte nicht nur trennt, sondern auch verbinden kann.</p>
<p>Von Birol Kilic, Analysen und Beobachtungen aus Wien, den 29.08.2025</p>
<p><strong><br />
BUDAPEST. </strong>Am 29. August 1926, exakt vier Jahrhunderte nach der folgenschweren Schlacht von Mohács, versammelten sich in Ungarn zahlreiche Würdenträger und Bürger zu einer eindrucksvollen Gedenkveranstaltung. Diese Zeremonie war weit mehr als ein historisches Ritual – sie markierte einen bedeutenden Moment der diplomatischen Annäherung zwischen der Türkei und Ungarn im frühen 20. Jahrhundert.</p>
<p>Die Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs und die territorialen Verluste durch den Vertrag von Trianon hatten Ungarn schwer getroffen. In diesem Kontext wurde die Gedenkfeier in Mohács zu einem Ausdruck kollektiver Selbstbesinnung und nationaler Würde. Besonders hervorzuheben ist die Anwesenheit des türkischen Botschafters Hüsrev Gerede, der – neben dem britischen Gesandten – als einziger ausländischer Diplomat offiziell eingeladen war und damit eine besondere symbolische Rolle einnahm.</p>
<p>Der damalige Reichsverweser Miklós Horthy hielt eine Rede, in der er die Türkei ausdrücklich würdigte. Er sagte: „<strong>Vor vierhundert Jahren kämpften wir gegen unsere Verwandten. Und heute, an diesem traurigen Tag, ist der Vertreter eines Bruderlandes hier, um unseren Schmerz zu teilen – während jene, die damals mit uns kämpften, heute gegen uns stehen.“</strong></p>
<p>Die Rede enthielt nicht nur Worte des Gedenkens, sondern offenbarte eine tiefgreifende historische Neubewertung. Sie trug dazu bei, das Bild der Türkei nicht länger als einstigen Gegner, sondern als respektierten Partner und kulturell verwandtes Volk zu verankern.</p>
<p>Miklós Horthy, der zentrale Akteur der Gedenkfeier von 1926, war eine prägende Figur der ungarischen Geschichte im 20. Jahrhundert. Geboren am 18. Juni 1868 in Kenderes (damals Österreich-Ungarn), diente er zunächst als Admiral in der k.u.k. Marine. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm er als Reichsverweser die faktische Staatsführung des Königreichs Ungarn und blieb von 1920 bis 1944 im Amt.</p>
<p>Sein offizieller Titel lautete <i>vitéz nagybányai Horthy Miklós</i>, und er galt als Symbol für nationale Stabilität in einer Zeit tiefgreifender politischer Umbrüche. Auch seine Teilnahme an der Gedenkfeier zum 400. Jahrestag der Schlacht von Mohács unterstrich seine Rolle als Vermittler zwischen Vergangenheit und Gegenwart – und zwischen Ungarn und der Türkei.</p>
<p>Auf türkischer Seite wurde die Einladung mit besonderer diplomatischer Sensibilität behandelt. Die Regierung in Ankara instruierte Botschafter Hüsrev Gerede ausdrücklich, nur dann an der Veranstaltung teilzunehmen, wenn sichergestellt sei, dass keine Aussagen fallen würden, die die nationalen Empfindungen der Türkei verletzen könnten. Nachdem diese Bedingung erfüllt war, nahm Hüsrev Bey an der Gedenkfeier teil und wurde mit sichtbarer Wertschätzung empfangen</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Diplomatisches Dokument aus dem Jahr 1926 – Osmanisch-Türkische Rede von Hüsrev Gerede in Mohács</h2>
<p>Im Rahmen der Gedenkfeier zum 400. Jahrestag der Schlacht von Mohács hielt der türkische Botschafter Hüsrev Gerede eine bemerkenswerte Rede, deren Originaltext in osmanischer Schrift überliefert ist. Das Dokument, das auf Seite 205 der diplomatischen Archivsammlung erscheint, ist Teil des Werkes:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-7245 size-full" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/diplomatHuesrevbey.jpg" alt="" width="843" height="1265" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/diplomatHuesrevbey.jpg 843w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/diplomatHuesrevbey-200x300.jpg 200w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/diplomatHuesrevbey-682x1024.jpg 682w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/diplomatHuesrevbey-768x1152.jpg 768w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/diplomatHuesrevbey-800x1200.jpg 800w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/diplomatHuesrevbey-400x600.jpg 400w" sizes="(max-width: 843px) 100vw, 843px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>📘 <i>A magyar–török politikai kapcsolatok alakulása a diplomáciai levéltári források alapján (1922–1933)</i> <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>📍 Herausgegeben vom Außenministerium der Republik Türkei, Diplomatisches Archiv, Ankara, 2024 <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>📄 Seite: 205 <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>🔗 <a href="https://www.worldcat.org/title/1427787781">WorldCat-Eintrag zum Werk</a></p>
<p>In dieser Rede betont Hüsrev Bey die historische Brüderlichkeit zwischen Türken und Ungarn und beginnt mit den Worten:</p>
<p>„Kardeşlerim – Meine Brüder, <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Während ich heute vor den heiligen Gräbern unserer heldenhaften Vorfahren spreche, beginne ich nicht mit diplomatischen Floskeln, sondern mit dem Ruf unserer gemeinsamen Herkunft: Brüder.“</p>
<p>Er hebt hervor, dass die Osmanen bei ihren militärischen Unternehmungen in Europa nie aus religiösem Fanatismus handelten, sondern stets politische Ziele verfolgten. Die Konfrontationen mit Ungarn seien nicht ideologisch motiviert gewesen, sondern Teil der strategischen Umfassung von Byzanz. Werke wie Takáts’ „Budiner Paschas auf Ungarisch“ belegen die Toleranz der Osmanen gegenüber lokalen Kulturen.</p>
<p>Zum Abschluss seiner Rede ehrt Hüsrev Bey die gefallenen Helden und gedenkt des ungarischen Freiheitskämpfers Ferenc Rákóczi mit tiefem Respekt. Die Teilnahme der Türkei an dieser Gedenkfeier wurde von der ungarischen Seite als ein Akt der Versöhnung und Brüderlichkeit gewürdigt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aus dem ungarischen Quellen</p>
<p><i>Szenzációt keltett Horthy Miklós mohácson elmondott beszéde a csata négyszázadik évfordulóján</i> <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Veröffentlicht auf <a href="https://www.bama.hu/helyi-kozelet/2022/08/szenzaciot-keltett-horthy-miklos-mohacson-elmondott-beszede-a-csata-negyszazadik-evfordulojan">Bama.hu – Baranya Megyei Hírportál</a></p>
<h2>Horthy Miklós’ Rede in Mohács sorgte für Aufsehen – Gedenkfeier zum 400. Jahrestag der Schlacht von Mohács</h2>
<p>Laut einem Artikel der ungarischen Regionalzeitung <i>Bama.hu</i> vom August 2022 sorgte die Rede von Reichsverweser Miklós Horthy bei der Gedenkfeier zum 400. Jahrestag der Schlacht von Mohács im Jahr 1926 für diplomatisches und öffentliches Aufsehen. Die Veranstaltung fand am 29. August 1926 in Mohács statt und wurde als nationaler Trauertag begangen.</p>
<p>Horthy reiste mit dem Dampfer „Zsófia“ der MFTR-Flussschifffahrtsgesellschaft an und wurde am Hafen von einer großen Menschenmenge empfangen. Die Delegation wurde von Levente-Jugendlichen und Pfadfindern zum Szent-György-Platz begleitet, wo ein Feldaltar errichtet und das Gelände der geplanten Gedächtniskirche mit Fahnen geschmückt war.</p>
<p>Erzbischof Gyula Zichy zelebrierte die Messe und segnete den Grundstein der Kirche, in dessen Fundament Erde aus 3600 Siedlungen der historischen 64 Komitate Ungarns eingebracht wurde – ein symbolischer Akt nationaler Einheit.</p>
<p>Nach der Messe fuhr die Delegation zur Mündung des Csele-Bachs, wo ein Denkmal zu Ehren von König Ludwig II. errichtet worden war. Horthy legte dort den ersten Kranz nieder und hielt eine Rede, in der er betonte, dass mit dem Tod des Königs auch das „Herz Ungarns“ verloren gegangen sei – in einer Zeit, in der die Verteidigung der westlichen Kultur oberste Priorität hatte.</p>
<p>Besonders bemerkenswert war Horthys Aussage, dass aus dem einstigen Feind, den Türken, inzwischen ein verständnisvoller Freund geworden sei, während sich Ungarn von seinem damaligen Verbündeten Serbien entfremdet habe – selbst wenn dieser heute unter dem Namen Jugoslawien auftrete. Diese Worte galten als diplomatisch heikel, insbesondere im Kontext der Nachwirkungen des Vertrags von Trianon.</p>
<p>Ein Missverständnis entstand, als einige Medien berichteten, Jugoslawien sei durch seine Botschaft vertreten gewesen. Dies wurde später offiziell dementiert. Auch Sportler des Ruderverbands, die aus Budapest, Győr und der Tschechoslowakei angereist waren, durften nicht an der offiziellen Zeremonie teilnehmen, da die Grenzpolizei ihre Ankunft nicht registriert hatte.</p>
<p>Die Veranstaltung wurde filmisch dokumentiert und bleibt ein bedeutendes Kapitel der ungarischen Erinnerungskultur.</p>
<p>Quellen:</p>
<p>•<span class="Apple-converted-space">  </span>Kerepeszki Róbert: <i>Horthy Miklós mohácsi beszéde, 1926. Emlékezethely a politikai gondolkodásban és a nemzetközi kapcsolatok történetében</i>. <a href="https://www.academia.edu/17287300/Horthy_Mikl%C3%B3s_moh%C3%A1csi_besz%C3%A9de_1926_Eml%C3%A9kezethely_a_politikai_gondolkod%C3%A1sban_%C3%A9s_a_nemzetk%C3%B6zi_kapcsolatok_t%C3%B6rt%C3%A9net%C3%A9ben">PDF auf Academia.edu</a> <a href="https://www.academia.edu/17287300/Horthy_Mikl%C3%B3s_moh%C3%A1csi_besz%C3%A9de_1926_Eml%C3%A9kezethely_a_politikai_gondolkod%C3%A1sban_%C3%A9s_a_nemzetk%C3%B6zi_kapcsolatok_t%C3%B6rt%C3%A9net%C3%A9ben?copilot_analytics_metadata=eyJldmVudEluZm9fY29udmVyc2F0aW9uSWQiOiJxSnc5NXpUS1VxQ1ZIdVhKOXo0NTEiLCJldmVudEluZm9fY2xpY2tTb3VyY2UiOiJjaXRhdGlvbkxpbmsiLCJldmVudEluZm9fbWVzc2FnZUlkIjoiMk1DNkFweG9ocm1qejMyV2JIeUZyIiwiZXZlbnRJbmZvX2NsaWNrRGVzdGluYXRpb24iOiJodHRwczpcL1wvd3d3LmFjYWRlbWlhLmVkdVwvMTcyODczMDBcL0hvcnRoeV9NaWtsJUMzJUIzc19tb2glQzMlQTFjc2lfYmVzeiVDMyVBOWRlXzE5MjZfRW1sJUMzJUE5a2V6ZXRoZWx5X2FfcG9saXRpa2FpX2dvbmRvbGtvZCVDMyVBMXNiYW5fJUMzJUE5c19hX25lbXpldGslQzMlQjZ6aV9rYXBjc29sYXRva190JUMzJUI2cnQlQzMlQTluZXQlQzMlQTliZW4ifQ%3D%3D">A</a></p>
<p>•<span class="Apple-converted-space">  </span>Huszadik Század Archiv: <i>Horthy Miklós beszéde a mohácsi síkon a magyar-szerb orientáció mellett</i> (1926). <a href="http://www.huszadikszazad.hu/1926-augusztus/politika/horthy-miklos-beszede-a-mohacsi-sikon-a-magyar-szerb-orientacio-mellett">Zeitungsartikel</a> <a href="http://www.huszadikszazad.hu/1926-augusztus/politika/horthy-miklos-beszede-a-mohacsi-sikon-a-magyar-szerb-orientacio-mellett?copilot_analytics_metadata=eyJldmVudEluZm9fbWVzc2FnZUlkIjoiMk1DNkFweG9ocm1qejMyV2JIeUZyIiwiZXZlbnRJbmZvX2NsaWNrU291cmNlIjoiY2l0YXRpb25MaW5rIiwiZXZlbnRJbmZvX2NsaWNrRGVzdGluYXRpb24iOiJodHRwOlwvXC93d3cuaHVzemFkaWtzemF6YWQuaHVcLzE5MjYtYXVndXN6dHVzXC9wb2xpdGlrYVwvaG9ydGh5LW1pa2xvcy1iZXN6ZWRlLWEtbW9oYWNzaS1zaWtvbi1hLW1hZ3lhci1zemVyYi1vcmllbnRhY2lvLW1lbGxldHQiLCJldmVudEluZm9fY29udmVyc2F0aW9uSWQiOiJxSnc5NXpUS1VxQ1ZIdVhKOXo0NTEifQ%3D%3D">B</a></p>
<p>•<span class="Apple-converted-space">  </span>T.C. Außenministerium, Diplomatisches Archiv: <i>Türkiye-Macaristan Siyasi İlişkileri, 1922–1933</i>. Herausgegeben von Mehmet Erdoğan, Emre Saral, Kövecsi-Oláh Péter. Ankara, 2024.</p>
<p>•<span class="Apple-converted-space">  </span>Takáts Sándor: <i>Budin Paşalarının Macarca Muhâberâtı</i> – Historische Quelle zur osmanischen Verwaltung und Toleranzpolitik in Ungarn.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/08/29/499-jahrestag-der-schlacht-von-mohacs-erinnerung-diplomatie-und-bruederlichkeit/">499. Jahrestag der Schlacht von Mohács – Erinnerung, Diplomatie und Brüderlichkeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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		<title>Wendepunkt 1. August 2025: Warum danken die alevitischen Bektaschi Griechenland?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Birol Kilic]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Aug 2025 09:34:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wendepunkt 1. August 2025: Warum danken die alevitischen Bektaschi Griechenland? &#160; Syrien&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/08/09/wendepunkt-1-august-2025-warum-danken-die-alevitischen-bektaschi-griechenland/">Wendepunkt 1. August 2025: Warum danken die alevitischen Bektaschi Griechenland?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Wendepunkt 1. August 2025: Warum danken die alevitischen Bektaschi Griechenland?</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Syrien versus Griechenland im Monat August 2025</p>
<p>Birol Kılıç, Beobachtungen und Analysen aus Wien, 09.08.2025</p>
<p>Warum danken sie ausgerechnet Griechenland, obwohl sie von Massakern, Assimilation, Diskriminierung und menschenverachtenden <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/05/09/appell-an-un-und-internationalen-gerichtshof-entfuehrung-und-sexuelle-versklavung-alevitischer-frauen-in-syrien/">Behandlungen durch IS, HTS, al-Nusra, salafistische und wahhabitische Terrororganisationen in Syrien und den Nachbarländern betroffen sind?</a></p>
<p>Ich war neugierig. In letzter Zeit habe ich die neben dem <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/06/12/massaker-und-pogrome-in-talkalakh-gegen-die-alevitische-minderheit-in-syrien/">in Syrien stattfindenden alevitischen Genozid begangenen Vergewaltigung</a><a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/06/12/massaker-und-pogrome-in-talkalakh-gegen-die-alevitische-minderheit-in-syrien/">en, Raub und Unmenschlichkeiten beobachtet</a> und geschrieben.</p>
<p>Die Aleviten sind besonders dankbar für Österreich und Deutschland, da sie dort als religiöse Glaubensgemeinschaft anerkannt sind. Das sind Fakten, die wir kennen. Neu ist aber Griechenland, besonders ab dem 1. August 2025, ein Wendepunkt in der griechischen Geschichte.</p>
<p>Das griechische Parlament hat am 1. August 2025 die Bektaşi-Aleviten erstmals offiziell als eigenständige Religionsgemeinschaft anerkannt. Sie können nun eigene Tekke gründen, ihr Eigentum verwalten und ihre Führer wählen. Der vom griechischen Ministerium für Bildung, Religion und Sport ausgearbeitete Gesetzentwurf zur Spaltung der türkischen Minderheit in Westthrakien definiert die alevitischen Bektaşi als separate „religiöse juristische Person”.</p>
<p>Eine <strong>Tekke bzw. ein Dergah</strong> ist ein Zentrum der alevitischen Bektashi-Gemeinschaft. Der Begriff bedeutet „Rückzugsort“, „Schutz“ oder „Asyl“ und bezeichnet einen Gebetsraum, der nicht mit einer Moschee gleichzusetzen ist.</p>
<p>Die türkische Regierung sollte das eigentlich machen. Und zwar längs. Schade&#8230; Das sollte eigentlich die türkische Regierung machen. Und zwar längs. Ganz im Gegenteil. Die Entwicklungen in der Türkei sind demokratiepolitisch beängstigend und was in Syrien bezüglich <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/05/13/syrien-das-ist-keine-hochzeit-das-ist-die-vergewaltigung-einer-frau/">der Aleviten durch HTS und die Regierung passiert,</a> ist ebenfalls besorgniserregend.</p>
<h4>911 km grenze und schmerzen</h4>
<p>In Syrien, das eine 911 km lange Grenze mit der Türkei hat, passiert vor den Augen der mehr als 30 Millionen Aleviten in der Türkei und der Millionen Aleviten in der Diaspora ein genozidales Massaker an den Aleviten. Im August hat dieses Massaker durch Hunger und Wassermangel seinen Höhepunkt erreicht. Wir leben im 21. Jahrhundert und alle verschließen die Augen davor, wie die HTS Golani Ahmet Schaara Regierung die alevitische Minderheit genozidiert – mit Hilfe der Nachbarregierungen. Die Aleviten sind schockiert und trauern, weil sie Gewalt ablehnen. Das ist vielleicht Ihr Fehler gegenüber den Drusen in Syrien, die jetzt ihre Ehre, ihr Land und ihr Gut, dazu noch ihre Frauen und Mädchen durch den sunnitischen, chidistischen, salfitischen, wahabitischen Terrorismus verlieren, der von der HTS-Regierung unterstützt, wenn nicht sogar dirigiert wird. Das sind nicht nur Behauptungen, sondern Fakten der internationalen Organisation und Presse. Auf der anderen Seite passiert im Monat August, genauer gesagt am 1. August 2025, etwas in Griechenland, wo die Aleviten-Bektaschis in der Welt und in der Türkei Freude bereiten und Griechenland „Danke” sagen.</p>
<p>Griechenland hat Anfang April 2021 das Alevitentum offiziell anerkannt. Dies gab der damalige stellvertretende griechische Minister für Bildung und religiöse Angelegenheiten, Angelos Syrigos, vor vier Jahren bei der Neueröffnung eines „Cem Evi” (CEM-HAUS, keine Moschee) in der Grenzregion Evros in der Zeitung evros-news.gr bekannt. (1)</p>
<p>Heute, vier Jahre später, erfahren wir aus griechischen Zeitungen vom 01.08.2025 von einer neuen Entwicklung bezüglich der alevitischen Bektaschier in Griechenland. Aus dem Gesetzesentwurf des griechischen Ministeriums für Bildung, Religion und Sport sowie aus den Stellungnahmen des Parlaments und der alevitischen Gemeinden in Griechenland und der Türkei erfahren wir, dass insbesondere die institutionelle Anerkennung der Aleviten in Thrakien erfolgt, wo hauptsächlich die türkisch-sunnitische und alevitische Minderheit lebt. Griechenland erkennt sie nicht als türkische, sondern als muslimische Minderheit an. In Artikel 49 des Gesetzesentwurfs ist diese Anerkennung verankert. Darin wird festgelegt, dass die Aleviten alle Rechte behalten, die ihnen aus dem Vertrag von Lausanne über die muslimische Minderheit zustehen. Sie unterliegen jedoch nicht der Zuständigkeit der sunnitischen Muftis, die ausschließlich den sunnitischen Islam vertreten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Viele Aleviten in der Türkei, in Europa und weltweit freuen sich über die Entwicklungen in Österreich und Deutschland, wo die Aleviten als Glaubensgemeinschaft anerkannt sind. Auch die alevitischen Bektaşi in Griechenland dürfen das ab dem 1. August 2025 erleben.</p>
<p>Aus verschiedenen Quellen, die ich hier notiert habe, ist zu erfahren: „Gratulation Griechenland. <a href="https://www.turkischegemeinde.at/dringende-petition-an-das-un-hauptquartier-in-new-york-die-un-muss-sofort-handeln-um-die-genozidalen-massaker-an-den-alawiten-in-syrien-zu-stoppen/">Heute werden die arabischen Aleviten in der Küstenregion Syriens von der HTS-Gruppe ‚Ahmet Schaara (Golani)‘ – eine Gruppe von Al-Nusra- und Al-Nusra-nahestehenden salafistischen und wahabitischen IS-Derivaten – genozidal massakriert.</a> Die Frauen und Töchter werden vergewaltigt und als Sexsklavinnen verschleppt. Ihre Grundstücke und ihr gesamtes Hab und Gut werden beschlagnahmt. Sie müssen jetzt, mitten im August, ohne Wasser und Essen auskommen und den Tod erwarten. Obwohl wir viele Beschwerden bei der UNO und in Den Haag eingereicht haben, schaut die AKP-MHP-Regierung zu, obwohl Millionen von ihnen in der Region Hatay und in der Südosttürkei als alevitische Araber und türkische Staatsbürger leben. Auch unsere Zukunft in der Türkei ist nicht rosig, da diese Banden aus Idlib durch die Engländer und Amerikaner als IS-Terroristen der Al-Nusra-Front ausgebildet wurden und nun die Macht in Syrien übernommen haben. In der Türkei sind sie stark vertreten. Deswegen ist dieser Schritt in Griechenland sehr wichtig.“</p>
<p>Ein anderer alevitischer Intellektueller aus Istanbul spricht gegenüber der Türkischen Allgemeinen Folgendes an: „Tatsächlich liegen sehr viele Anzeigen bezüglich der HTS-Regierung vor. Sie hat vor kurzem die Dürzis im Süden Syriens massakriert, aber einen großen Widerstand erlebt und sich zurückgezogen, weil die Dürzis ihre Waffen niemals an die HTS-Regierung abgegeben haben. Das taten die alevitischen Araber, und das war der Beginn der alevitischen Genozide, die bis heute, seit Dezember 2024, in steigendem Tempo weitergehen. Wer diese Genozide verdunkelt, ist auch Täter und wird in Den Haag in Zukunft zur Rechenschaft gezogen. Sie haben moralisch verloren und ihre Glaubwürdigkeit zerstört.“</p>
<p>Wir haben alles notiert und beobachten, dass die Entwicklungen in Syrien bald auch die Türkei und Europa in Mitleidenschaft ziehen werden. Unser Ziel ist es deshalb, durch wahre Informationen aufzuklären, damit sich solche Entwicklungen in der Türkei und in Europa nicht ereignen.</p>
<p>Die Aleviten sind Mitglieder einer vorwiegend in der Türkei beheimateten Glaubensrichtung, die sich im 13./14. Jahrhundert unter den zugewanderten oghusisch-türkmenischen Stämmen in Anatolien und Aserbaidschan verbreitete. In der Türkei machen sie etwa 25–40 % der Bevölkerung aus. In Deutschland und Österreich gelten sie als offiziell anerkannte Religionsgemeinschaft.</p>
<p>I<strong>ch möchte hier drei griechische Quellen vorstellen:</strong> eine regionale Zeitung aus Xanthi( Türkisch İskeçe), die griechische Zeitung Pasok und Einen Vortrag hielt der griechisch-türkische Abgeordnete Ilhan Ahmet. Abgeordneter der PASOK-Bewegung für den Wandel im griechischen Parlament. Zudem möchte ich die Übersetzung des griechischen Gesetzes Art. 49 mit dem Titel „Anerkennung der religiösen Gemeinschaft der Bektaşi-Aleviten in Thrakien als juristische Person” vorstellen.</p>
<p>Da die alevitische Glaubensgemeinschaft in Österreich staatlich anerkannt ist, könnte dies auch für die Leserinnen und Leser in Deutschland von Interesse sein. Ohne Kommentar darf ich die Berichte mit den Quellen und Übersetzungen unten wiedergeben. Hier ist zu lesen, wie die Griechen die Angelegenheit der Aleviten sehen bzw. wie sie darüber berichten.</p>
<p><strong>Xanthi, xanthinea.gr-Zeitung. 2. August 2025</strong></p>
<p><strong>Die Quellen sind unten angegeben. (2)</strong></p>
<h4>xanthinea.gr: „Aleviten in Thrakien: Warum ihre Anerkennung Ankara verärgert – Der Konflikt mit dem türkischen Konsulat“</h4>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_7125" aria-describedby="caption-attachment-7125" style="width: 884px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7125 size-full" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-09-um-11.35.58.jpeg" alt="" width="884" height="932" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-09-um-11.35.58.jpeg 884w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-09-um-11.35.58-285x300.jpeg 285w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-09-um-11.35.58-768x810.jpeg 768w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-09-um-11.35.58-800x843.jpeg 800w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-09-um-11.35.58-569x600.jpeg 569w" sizes="(max-width: 884px) 100vw, 884px" /><figcaption id="caption-attachment-7125" class="wp-caption-text">Screenshot</figcaption></figure>
<p><strong>Xanthi, 2. August 2025.</strong> Die „Panurgie der Geschichte” führte zur Verabschiedung der Bestimmungen des Gesetzentwurfs des Bildungsministeriums zur institutionellen Verankerung des religiösen Dogmas der Aleviten in Thrakien. Dies verärgerte Ankara stark und fällt zeitlich mit dem Beginn ihres großen Festes „Hilia” zusammen.</p>
<p>Insbesondere fällt die institutionelle Anerkennung der Aleviten in Thrakien mit dem Beginn dieses Festes auf der Hochebene von Chilia zusammen. Dieser historische Ort der Begegnung und des kulturellen Ausdrucks liegt an der Grenze zwischen Rhodopen, Evros und Bulgarien und beherbergt den berühmten Tekke von Roussa.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_7127" aria-describedby="caption-attachment-7127" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7127 size-large" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/xx-1024x597.jpeg" alt="" width="1024" height="597" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/xx-1024x597.jpeg 1024w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/xx-300x175.jpeg 300w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/xx-768x448.jpeg 768w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/xx-1536x896.jpeg 1536w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/xx-2048x1195.jpeg 2048w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/xx-800x467.jpeg 800w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/xx-1160x677.jpeg 1160w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/xx-1600x933.jpeg 1600w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/xx-2320x1353.jpeg 2320w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/xx-600x350.jpeg 600w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/08/xx-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7127" class="wp-caption-text">Screenshot</figcaption></figure>
<p>Laut Quellen des Ministeriums handelt es sich dabei jedoch um einen Zufall und nicht um eine Absicht der griechischen Regierung. Diese misst der Maßnahme jedoch kulturelle und politische Bedeutung bei und bekräftigt damit die langjährige Präsenz und Bedeutung der Aleviten in der Region.</p>
<p>Nach Informationen von Iefimerida wird Bildungsministerin Sofia Zacharaki nach der Verabschiedung des Gesetzes voraussichtlich an den Feierlichkeiten teilnehmen und zu diesem Zweck mit einem Militärflugzeug nach Evros fliegen.</p>
<p>Die Entscheidung des griechischen Parlaments, die rechtliche Anerkennung der alevitischen Bektaşi-Gemeinschaft in Thrakien voranzutreiben, ist ein Meilenstein für die Religionsfreiheit in Griechenland und für die Beziehungen des Landes zur Türkei.</p>
<p>Die etwa 3.500 Mitglieder zählende alevitische Gemeinschaft, die in mindestens zehn Dörfern in der Region Thrakien lebt – darunter Roussa, Mega Derio und Mikro Derio –, ist nun offiziell als religiöse juristische Person anerkannt. Dies ermöglicht es der Gemeinschaft, innerhalb der muslimischen Minderheit in Thrakien autonom zu funktionieren.</p>
<p>In Artikel 49 des Gesetzentwurfs des Ministeriums für Bildung, Religion und Sport ist diese Anerkennung verankert. Dort wird festgelegt, dass die Aleviten alle Rechte behalten, die ihnen aus dem Vertrag von Lausanne über die muslimische Minderheit zustehen. Sie unterliegen jedoch nicht der Zuständigkeit der Muftis, die ausschließlich den sunnitischen Islam vertreten.</p>
<p>Pilgerreisen</p>
<p>Religiöse Tourismuspakete</p>
<p>Auf diese Weise erhält die Gemeinschaft administrative und religiöse Autonomie. Dieser Schritt wird von griechischen Quellen als strategisch wichtig für den Schutz der religiösen Rechte und die Erweiterung des demokratischen Staates bezeichnet.</p>
<p>Die alevitischen Muslime unterscheiden sich in ihrer Glaubensausübung deutlich von der innerhalb der Minderheit vorherrschenden sunnitischen Doktrin. Anstatt in den gemeinsamen sunnitischen Moscheen zu beten, führen sie ihre religiösen Zeremonien in speziellen Räumen durch, die als Cemevi (auch „Cemici” oder „Tekke”) bekannt sind. Dort verbinden sie Musik, Tanz, Poesie und gemeinsame Meditation. Darüber hinaus wenden sie nicht unbedingt die Scharia an, halten sich nicht zwingend an den Ramadan und erkennen den staatlichen Mufti nicht als ihren religiösen Führer an.</p>
<p>Im Bildungsministerium herrscht die Ansicht, dass dieser Schritt des griechischen Parlaments einen Wendepunkt für die religiöse Autonomie und das Funktionieren dieser Untergruppe der muslimischen Minderheit darstellt, ohne jedoch ihren Status als Angehörige der Minderheit insgesamt zu beeinträchtigen.</p>
<p>Durch den Gesetzentwurf des Ministeriums für Bildung, Religion und Sport wird die Gemeinschaft der Bektaschi-Aleviten als religiöse juristische Person des Privatrechts mit Sitz in Roussa im Evros ausdrücklich anerkannt.</p>
<p>Dieser institutionelle Status ist der erste seiner Art für eine muslimische Glaubensgemeinschaft in Griechenland und bildet die Grundlage für die Selbstverwaltung der Gemeinschaft in religiösen und administrativen Angelegenheiten.</p>
<p><strong>Der Gesetzentwurf führt praktische Änderungen ein, die diese Autonomie und Flexibilität gewährleisten.</strong></p>
<p>So wird ein gemeinnütziger Verwaltungsausschuss für die Bektaşi-Aleviten-Wakifs (Stiftung) gegründet, der der Aufsicht des Ministeriums untersteht. Er übernimmt die Verwaltung der Wakifs, der Tekkes und der Kultstätten und gewährleistet so den Schutz und die ordnungsgemäße Verwaltung des Vermögens der Gemeinschaft. Gleichzeitig wird diese von den übrigen Minderheitenstrukturen distanziert und erhält administrative und wirtschaftliche Autonomie.</p>
<p>Der Gesetzentwurf sieht zudem Bildungsregelungen vor, die die besondere religiöse Identität der Aleviten anerkennen.</p>
<p>Wenn an einer Schule mindestens zehn alevitische Schüler:innen eingeschrieben sind, haben diese die Möglichkeit, am speziellen Unterricht zu ihrer Glaubenslehre teilzunehmen und sind damit vom obligatorischen Religionsunterricht befreit. Dies ist eine wichtige Änderung, die den Respekt vor religiöser Vielfalt widerspiegelt und die Notwendigkeit einer Anpassung des Bildungswesens an die Besonderheiten der Gemeinschaft aufzeigt.</p>
<p>Darüber hinaus vereinfacht die Anerkennung der Gemeinschaft als juristische Person des Privatrechts die Verfahren zu ihrer Gründung und ihrem Betrieb, verringert den bürokratischen Aufwand und schafft einen klareren und funktionelleren Rahmen.</p>
<p>Hervorzuheben ist, dass die Gemeinschaft ihren Status als Teil der muslimischen Minderheit in Thrakien mit allen Rechten, die sich aus dem Vertrag von Lausanne und der Gesetzgebung des Landes ergeben, vollständig behält.</p>
<p>Die institutionelle Anerkennung zielt nicht darauf ab, den Minderheitenstatus insgesamt infrage zu stellen, sondern den Aleviten die Ausübung ihrer religiösen und kulturellen Rechte mit größerer Autonomie und unter Achtung ihrer Besonderheiten zu ermöglichen. Durch diese Regelung werden die demokratische Gleichstellung und die Teilhabe der Aleviten am öffentlichen Leben in Thrakien gestärkt und ihre kollektive Identität und Tradition gewahrt</p>
<p>.</p>
<p><strong>Der langjährige Streit mit dem Konsulat in Komotini</strong></p>
<p>Diese Anerkennung sorgt in Ankara und insbesondere im türkischen Konsulat in Komotini für große Verärgerung, da das Konsulat traditionell versucht, seinen Einfluss auf die muslimische Minderheit aufrechtzuerhalten.</p>
<p>Die langjährige Auseinandersetzung zwischen der türkischen diplomatischen Vertretung und den Aleviten dreht sich um das Fest in Chilia. Das Konsulat betrachtet dieses Fest als Hebel für seine Strategie der Einflussnahme und Durchsetzung seines Dogmas gegenüber der muslimischen Minderheit.</p>
<p>Das türkische Konsulat in Komotini, das das religiöse und soziale Leben der Muslime kontrollieren will, akzeptiert die Unabhängigkeit der Aleviten von der Vereinigung mit der sunnitischen Minderheit in Griechenland nicht, die sie über das Präsidium für religiöse Angelegenheiten (Diyanet) kontrollieren wollen. Es reagiert nun auf die unabhängige religiöse Organisation und Veranstaltungen der Aleviten in Griechenland, da diese seine eigene Rolle schwächen.</p>
<p>Nachdem die alevitische Gemeinschaft in den letzten Jahren die Kontrolle über den Kulturverein zurückgewonnen hat, der das Fest organisiert, hat das türkische Konsulat beschlossen, eigene Veranstaltungen zu organisieren. Diese verlieren jedoch allmählich an Bedeutung.</p>
<p>Dabei handelt es sich um den bekannten lokalen Brauch des „Ağa”, bei dem traditionelle Ringkämpfe ausgetragen werden, bei denen die Ringer, wie es beim traditionellen Ringkampf der Aleviten in der Region üblich ist, mit Öl eingerieben werden. Diese Kämpfe sind eine Art griechisch-römischer oder freier Kampf, bei dem die Ringer, die Pechlivanis genannt werden, Lederhosen tragen und mit Öl eingerieben kämpfen, wodurch der Kampf aufgrund der Glätte erschwert wird.</p>
<p>Die Ölringkämpfe haben tiefe Wurzeln in der Tradition der alevitischen Bektasiden in Thrakien. Sie sind Teil eines großen Festes, das jedes Jahr auf der Anhöhe von Chilia in der Nähe von Roussa mit Musik, Tanz und gesellschaftlichen Zusammenkünften stattfindet. Die Ringer erhalten vom Publikum Geld als Anerkennung, während die gesamte Veranstaltung für die lokale alevitische Gemeinschaft auch eine religiös-kulturelle Dimension hat.</p>
<p>Für die Aleviten in Thrakien bedeutet die Verabschiedung des Gesetzesentwurfs den glücklichen Abschluss langjähriger Bemühungen. In diesen haben sie für die Unabhängigkeit ihrer Glaubenslehre und die Anerkennung ihrer einzigartigen Identität in Griechenland gekämpft. Dabei bitten sie ohne Einflussnahme oder Einmischung von außen um Anerkennung.</p>
<p>D<strong>er allgemeine Kontext des Misstrauens der türkischen AKP Regierung gegenüber den Aleviten</strong></p>
<p>Die Haltung von Recep Tayyip Erdoğan gegenüber den Aleviten in Thrakien ist zurückhaltend bis ablehnend. Dies hängt mit der sunnitischen, reaktionären Prägung seiner Partei und der türkischen Republik im Allgemeinen zusammen.</p>
<p>Sowohl der Staat Türkei als auch Erdoğans Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) unterstützen den reaktionären sunnitischen Islam nachdrücklich als grundlegenden Bestandteil der nationalen und religiösen Identität. Deshalb stellt die Anerkennung einer alevitischen Glaubenslehre eine Herausforderung für das offizielle religiöse Narrativ und die Kontrolle der Minderheit dar.</p>
<p>Darüber hinaus beansprucht Erdoğan die Rolle des Führers der muslimischen Welt, wodurch sein Bekenntnis zum sunnitischen Islam politisch notwendig wird und Teil seiner Ideologie ist. Nach türkischer Darstellung würde die Anerkennung der Aleviten als eigenständige religiöse Glaubensrichtung das einheitliche sunnitische Bild der Minderheit in Thrakien zerstören und eine andere Minderheitenidentität schaffen. Dies würde das türkische Dogma einer ungeteilten muslimischen Minderheit grundlegend infrage stellen.</p>
<p>Ein weiterer wichtiger Faktor, der die Kontroverse verschärft, sind die langjährigen Beziehungen der Aleviten zu den Kurden, die einen Konfliktpunkt mit der türkischen Regierung darstellen. Die Aleviten sind dafür bekannt, dass sie historisch enger mit den Kurden verbunden sind. Trotz der jüngsten Entwicklungen sind die Kurden nach wie vor ein entscheidender Faktor für die Sicherheitsgarantien der Türkei.</p>
<p>Schließlich stellt die neue Bestimmung des griechischen Gesetzentwurfs, der die Aleviten als eigenständige Religionsgemeinschaft in Griechenland anerkennt, das türkische Dogma über die Minderheit in Thrakien infrage.</p>
<p>Dieses besagt, dass die muslimische Minderheit in Thrakien eine einzige, unteilbare, überwiegend sunnitische Gemeinschaft ist. Die Anerkennung einer nicht-sunnitischen Glaubensrichtung ist für Ankara demnach unzulässig und eine zusätzliche Provokation. Dies verärgert den türkischen Präsidenten Erdoğan und das türkische Konsulat, da es ihren Einfluss mindert und die bisherigen Gepflogenheiten im Umgang mit Minderheiten infrage stellt.&#8220; (2)</p>
<p>&#8212;-</p>
<p>PASOK-Bewegung für den Wandel, Partei, pasok.gr (3).</p>
<h3>„Thrakien ist weder eine ‚Grenze‘, noch eine ‚Gefahr‘ oder eine ‚Überwachungszone‘.</h3>
<p>Von der Pressestelle der PASOK-Bewegung für den Wandel</p>
<p>Veröffentlicht am 01.08.2025</p>
<p>In: Parlamentarische Tätigkeit</p>
<p>Rede zum Gesetzentwurf des Ministeriums für Bildung, Religion und Sport, über den heute, am letzten Arbeitstag des Parlaments vor der Sommerpause, abgestimmt wird.</p>
<p>Gehalten von Ilhan Ahmet, Abgeordneter der PASOK-Bewegung für den Wandel.</p>
<p>Ilhan Ahmet ging dabei insbesondere auf die Artikel ein, die die institutionelle Anerkennung der religiösen Gemeinschaften der Bektasiden und Aleviten innerhalb des griechischen Staatsgebiets betreffen.</p>
<p>Ilhan Ahmet legte den Parlamentsprotokollen zunächst den Beschluss der Versammlung der Juristen von Komotini zur unglücklichen Äußerung von Sofia Zacharaki vor und forderte sie auf, diese zurückzunehmen.</p>
<p>Er betonte, dass in den Artikeln 49 bis 58 des Gesetzentwurfs das Recht unserer Mitbürger, der Aleviten und Bektasiten – Mitglieder der muslimischen Minderheit in Thrakien – ihre religiöse und kulturelle Identität frei zum Ausdruck zu bringen, sich zu organisieren und selbst zu definieren, zum ersten Mal ausdrücklich verankert ist. Ahmet bezeichnete dies als „Akt des Respekts gegenüber der Würde, dem Glauben und der Identität Tausender unserer Mitbürger”.</p>
<p>„Dies ist ein Schritt in Richtung echter Gleichberechtigung und Festigung der Religionsfreiheit in Thrakien und in ganz Griechenland.” Die Aleviten und Bektasiten sind nicht „unsichtbar“. Sie sind Bürger dieses Landes, die eine offene, tolerante und friedliche Form des Islam vertreten, mit Betonung auf der Gleichstellung der Geschlechter und der Akzeptanz von Unterschieden“, schloss er.</p>
<p>In seiner Rede bezog sich der PASOK-Abgeordnete an einigen Stellen auf einen kürzlich erschienenen Artikel des Rechtsanwalts und renommierten Juristen Stergios Gialoglou. Gialoglou ist alles andere als ein Feind oder Gegner der Regierung. Der Abgeordnete nutzte den Artikel, um auf die schwierige Lage Thrakiens aufmerksam zu machen.</p>
<p>Gleichzeitig wies er nachdrücklich auf die chronischen Missstände und die sozioökonomische Sackgasse hin, in der sich die Region befindet.</p>
<p>„Thrakien leert sich. Die jungen Leute gehen weg. Die Industriegebiete verkümmern. Armut und Chancenlosigkeit schaffen ein soziales Vakuum und untergraben das Vertrauen in die Institutionen. Und das betrifft nicht nur Muslime oder Christen. Es betrifft alle Bürger Thrakens, unabhängig von ihrer Herkunft oder Religion. Es ist Zeit, das Narrativ zu ändern. Thrakien ist weder „Grenze“ noch „Gefahr“ noch „Überwachungszone“. Thrakien ist ein Knotenpunkt. Es ist eine Brücke zu den Balkanländern, nach Europa und in den Osten. Thrakien ist eine Chance. Es lohnt sich, in diese Region zu investieren. Wir fordern keine Sonderbehandlung. Wir fordern gleichberechtigte Teilhabe. Wir fordern eine Politik, die verbindet und nicht spaltet. Wir fordern Würde und Entwicklung für alle. Das politische System des Landes ist verpflichtet, diese Region aktiv zu unterstützen.&#8220;</p>
<h3>Hier ist das griechische Gesetz Nr. 49 bezüglich der „Anerkennung der religiösen Gemeinschaft der Bektaşi-Aleviten in Thrakien als juristische Person”.</h3>
<p><strong>Übersetzt in die deutsche Sprache.</strong></p>
<p>Artikel 49</p>
<h6>Artikel 49 – Anerkennung der religiösen Gemeinschaft der Bektaşi-Aleviten in Thrakien als juristische Person</h6>
<p>(1) Die religiöse Gemeinschaft der Bektaşi-Aleviten in Thrakien wird gemäß Artikel 2 des Gesetzes Nr. 4301/2014 als juristische Person des Privatrechts unter dem Namen „Trakya Bektaşi Alevi Müslümanları Dini Tüzel Kişiliği” (Religiöse juristische Person der Bektaşi-Aleviten in Thrakien) anerkannt. Ihr Sitz befindet sich in der Gemeinde Orfeas, Gemeinde Soufli, Bezirk Evros, im Ort Mikro Derio, Dorf Roussa. Für die Anerkennung ist es nicht erforderlich, sich an das zuständige erstinstanzliche Gericht zu wenden.</p>
<p>(2) Innerhalb eines Jahres nach der Veröffentlichung dieses Gesetzes im Amtsblatt muss diese juristische Person zusammen mit den entsprechenden Unterlagen gemäß Artikel 3 des Gesetzes Nr. 4301/2014 beim erstinstanzlichen Gericht, in dessen Bezirk ihr Sitz liegt, einen Antrag auf Eintragung in das amtliche Register stellen.</p>
<p>Die Gründungsurkunde und die Satzung müssen mit mindestens 300 Unterschriften eingereicht werden.</p>
<p>– Der Antrag ist auch dem Ministerium für Bildung, Religion und Sport zu melden.</p>
<p>– Die Eintragung erfolgt durch den Gerichtspräsidenten.</p>
<p>Wird innerhalb dieser Frist kein Antrag gestellt, kann keine öffentliche Einrichtung mit dieser juristischen Person Geschäfte tätigen.</p>
<p>(3) Die Mitglieder der Bektaşi-Aleviten-Gemeinschaft in Thrakien genießen die Minderheitenrechte, die ihnen durch den Vertrag von Lausanne und die griechischen Gesetze zuerkannt wurden. Artikel 146 des Gesetzes Nr. 4964/2022 (Aufgaben und Befugnisse der Muftis von Thrakien) findet auf sie keine Anwendung.</p>
<p>4. Diese juristische Person unterliegt Abschnitt A des Gesetzes Nr. 4301/2014, sofern Abschnitt H keine anderen Regelungen enthält.</p>
<p>Artikel 50 – Gebetsstätten der Bektaşi-Aleviten in Thrakien</p>
<p>1. Die bestehenden Gebetsstätten (Cem, Cemevi, Tekke) und die künftig zu errichtenden Gebetsstätten werden von der „Religiösen Juristischen Person der Bektaşi-Aleviten in Thrakien” gemäß ihrer eigenen Gründungs- und Geschäftsordnung verwaltet und vertreten.</p>
<p>(2) Innerhalb von zwei Jahren nach der Veröffentlichung dieses Gesetzes im Amtsblatt müssen die Gründungs- und Betriebsgenehmigungen der bestehenden und rechtmäßig tätigen Gebetsstätten im Namen der juristischen Person neu geregelt werden.</p>
<p>– Der Antrag ist zusammen mit dem in der Gebetsstätte tätigen Geistlichen (Dede) zu unterzeichnen.</p>
<p>– Es sind keine weiteren Formalitäten oder Unterlagen erforderlich.</p>
<p>(3) Die in Absatz 2 genannte Frist kann durch Beschluss des Ministers für Bildung, Religion und Sport insgesamt dreimal um jeweils ein Jahr verlängert werden.</p>
<p>Artikel 51 – Verwaltungskommission für das Stiftungsvermögen der Bektaşi-Aleviten in Thrakien (Δ.Ε.Β.Α.Μ.Α.Μ.Θ.)</p>
<p>Es wird eine juristische Person des Privatrechts mit dem Namen „Verwaltungskommission für das Stiftungsvermögen der Bektaşi-Aleviten in Thrakien” gegründet.</p>
<p>– Diese Einrichtung ist eine gemeinnützige Organisation ohne Erwerbszweck.</p>
<p>– Sie wird vom Minister für Bildung, Religion und Sport beaufsichtigt.</p>
<p>– Ihr Hauptzweck ist</p>
<p>die Verwaltung und Erhaltung von Stiftungsvermögen (Gebäude, Grundstücke, Wälder),</p>
<p>&#8211; die Verwaltung und Erhaltung religiöser und kultureller Stätten wie Cem, Cemevi, Tekke und Friedhöfe,</p>
<p>– sowie aller Einnahmen und Spenden.</p>
<p>, sowie die Durchführung gemeinnütziger Aktivitäten.</p>
<p>Sie unterliegt jedoch auch dem Gesetz über das kulturelle Erbe und archäologische Funde (4858/2021).</p>
<p>2. Die Kommission hat alle Rechte und Pflichten an allen ihr überlassenen beweglichen und unbeweglichen Vermögenswerten.</p>
<p>Sie handelt gemäß dem vom Spender angegebenen Zweck.</p>
<p>Die Kommission verwaltet auch die Vermögenswerte, die sie in Zukunft erwerben wird (gesetzlich erworben), auf die gleiche Weise.</p>
<p>Artikel 52: Verwaltung der Stiftungseigentümer der Kommission für die Verwaltung der Stiftungseigentümer der Bektaşi-Aleviten von Thrakien.</p>
<p>1. Das Verwaltungsorgan der Δ.Ε.Β.Α.Μ.Α.Μ.Θ. (Kommission für die Verwaltung der Stiftungseigentümer) ist der Verwaltungsrat (Y.K.).</p>
<p>– Die Amtszeit beträgt drei Jahre.</p>
<p>– Der Verwaltungsrat besteht aus fünf Mitgliedern.</p>
<p>– Alle Mitglieder werden ausschließlich aus den Reihen der Mitglieder der religiösen juristischen Person der Bektaşi-Aleviten von Thrakien gewählt.</p>
<p>– Die Mitglieder müssen mindestens 21 Jahre alt sein.</p>
<p>– Die Ernennung erfolgt durch den Minister für Bildung, Religion und Sport auf Vorschlag dieser religiösen juristischen Person.</p>
<p>– Die Mitglieder können gleichzeitig Geschäftsführer der juristischen Person, Religionsbeamte (Dede) oder gemäß Artikel 59 Religionslehrer (ιεροδιδάσκαλος) sein.</p>
<p>– Ehepartner oder Verwandte bis zum dritten Grad eines Mitglieds können jedoch nicht gleichzeitig dem Vorstand angehören.</p>
<p>In der ersten Sitzung des Verwaltungsrats werden gewählt:</p>
<p>– der Vorsitzende (der gleichzeitig der gesetzliche Vertreter der Kommission ist),</p>
<p>– der Schatzmeister,</p>
<p>– der Sekretär.</p>
<p>Wenn die religiöse juristische Person keine fünf Mitglieder und deren Stellvertreter vorschlägt, werden die fehlenden Mitglieder direkt vom Minister ernannt.</p>
<p>– Wenn die religiöse juristische Person aufgelöst wird, werden alle Mitglieder direkt vom Minister ernannt.</p>
<p>Diese Mitglieder müssen unbedingt Bektaşi-Aleviten sein.</p>
<p>Die Beschlüsse des Verwaltungsrats treten erst nach vorheriger Genehmigung in Kraft und werden auf der offiziellen Website der Kommission veröffentlicht.</p>
<p>– Ausgaben, die 1.500 Euro übersteigen,</p>
<p>– Anmietung, Kauf, Verkauf und Verpfändung von Immobilien,</p>
<p>– Kreditaufnahmen,</p>
<p>– Annahme von Spenden, Hilfen, Sponsoring, Erbschaften und Vermächtnissen.</p>
<p>– Einstellung von Personal.</p>
<p>Bei diesen Vorgängen sind darüber hinaus die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO – 2016/679) und das griechische Gesetz Nr. 4624/2019 zu beachten.</p>
<p>Artikel 53 – Ausschlussgründe</p>
<p>Die folgenden Personen können nicht in den Verwaltungsrat berufen werden:</p>
<p>– Abgeordnete, Gouverneure, Bürgermeister usw.</p>
<p>• Personen, die in der Verwaltung einer anderen Stiftung tätig sind,</p>
<p>– Personen, die wegen einer der folgenden Straftaten verurteilt wurden oder gegen die ein Verfahren läuft:</p>
<p>– Diebstahl, Betrug, Unterschlagung, Bestechung, Amtsmissbrauch, Falschaussage, Sexualdelikte, Verleumdung usw.</p>
<p>– Ehepartner oder Verwandte bis zum dritten Grad, die in derselben Verwaltung tätig sind.</p>
<p>– Personen, die zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten absolviert haben, können nicht wiedergewählt werden.</p>
<p>Artikel 54 – Unvereinbarkeiten und Amtsenthebung</p>
<p>(1) Bei Vorliegen eines Hindernisses oder bei Nichteinhaltung der Vorschriften erlischt die Mitgliedschaft automatisch.</p>
<p>Die Entscheidung trifft der Minister.</p>
<p>(2) Bis zum Abschluss des Registrierungsverfahrens wird eine vorläufige Verwaltung vom Minister ernannt.</p>
<p>3. Die Mitglieder des Verwaltungsrats haften für vorsätzliche oder grob fahrlässige Verletzung ihrer Pflichten.</p>
<p>Der Vorsitzende und der Schatzmeister sind zur Vermögensangabe verpflichtet.</p>
<p>⸻</p>
<p>Artikel 55 – Einnahmequellen</p>
<p>1. Die Einnahmen setzen sich wie folgt zusammen:</p>
<p>– Erträge aus der Verwaltung des Stiftungsvermögens, Zinsen, Spenden, Erbschaften sowie Finanzmittel aus öffentlichen Investitionsprogrammen.</p>
<p>2. Die Kommission kann vom Ministerium unterstützt werden.</p>
<p>3. Bis Ende März eines jeden Jahres sind die Bilanz des Vorjahres und der Haushalt für das neue Jahr vorzulegen.</p>
<p>In notwendigen Fällen können unter Einhaltung der Bedingungen durch Spenden erworbene bewegliche/unbewegliche Vermögenswerte verkauft werden.</p>
<p>Zunächst wird eine Bewertung vorgenommen und eine öffentliche Versteigerung organisiert.</p>
<p>Nach drei erfolglosen Versteigerungen kann ein Direktverkauf erfolgen.</p>
<p>5. Der Zweck des Spenders ist zu beachten. Ist dies nicht möglich, kann durch Gerichtsbeschluss ein neuer Zweck festgelegt werden.</p>
<p>⸻</p>
<p>Artikel 56 – Stiftungsverzeichnis</p>
<p>(1) Die Vermögenswerte der Bektaşi-Alevî-Stiftungen gelten automatisch als auf die Kommission übertragen.</p>
<p>Der Vorsitzende erstellt einen Inventarbericht, der mit einer notariell beglaubigten Urkunde im Grundbuch eingetragen wird.</p>
<p>(2) Eigentumsfragen werden auf Vorschlag einer neunköpfigen Kommission vom Minister entschieden.</p>
<p>Die Kommission setzt sich wie folgt zusammen: Vertreter des Bildungsministeriums, des Wirtschaftsministeriums, des Landwirtschaftsministeriums, des Rechtsrats und ein Vertreter der Kommission.</p>
<p>3. Neu zu gründende Stiftungen werden gemäß den Bestimmungen des Zivilgesetzbuches gegründet und nach diesem Gesetz verwaltet. Artikel 57 – Religiöse Erziehung der Bektaşi-Aleviten in Thrakien</p>
<p>1. Bektaşi-alevitische muslimische Schüler, die in Thrakien öffentliche oder Minderheitenschulen besuchen,</p>
<p>a) sind gemäß Artikel 37 des Gesetzes Nr. 4777/2021 und den darauf basierenden Ministerialbeschlüssen vom Religionsunterricht befreit,</p>
<p>b) nicht an einem alternativen Unterricht teilnehmen möchten und</p>
<p>c) in öffentlichen Schulen mindestens zehn Schüler einer Klasse und in Minderheitenschulen unabhängig von der Anzahl der Schüler einen Antrag stellen.</p>
<p>Für diese Schüler wird während der Religionsunterrichtsstunde die Glaubenslehre der Bektaşi-Aleviten in Thrakien unterrichtet.</p>
<p>2. Dieser Unterricht kann von folgenden Personen erteilt werden:</p>
<p>&#8211; PE73-Fachlehrer (Mitglieder der Trakya Bektaşi Alevi Müslümanları Dini Tüzel Kişiliği, religiöse juristische Person der Bektaşi-Aleviten von Thrakien),</p>
<p>oder von religiösen Lehrern (İerodidaskalos) gemäß Artikel 59.</p>
<p>3. Die Unterrichtsmaterialien werden wie folgt erstellt:</p>
<p>• vom Institut für Bildungspolitik (Ι.Ε.Π.),</p>
<p>– oder von einem durch Ministerialbeschluss eingesetzten Expertenausschuss.</p>
<p>Die Materialien werden in gedruckter oder digitaler Form vom Institut für Informationstechnologie und Veröffentlichungen (Ι.Τ.Υ.Ε.) „DIOFANTOS” verteilt.</p>
<p>Wenn sie bis zum 30. Juni nicht vom IEP vorbereitet werden können oder ihre Verteilung nicht möglich ist:</p>
<p>wählen die Lehrer die Materialien aus, die sie für geeignet halten.</p>
<p>Diese Materialien werden nach Genehmigung durch das I.E.P. kostenlos an die Schülerinnen und Schüler verteilt.</p>
<p>In der Entscheidung über die Bildung des Fachausschusses werden die Arbeitsbedingungen, die zu erbringenden Leistungen und die Vergütung der Mitglieder festgelegt.</p>
<p>Artikel 58 – Religionslehrer (İerodidaskalos) für die Bektaşi-Aleviten in Thrakien</p>
<p>Zur Unterstützung der religiösen und spirituellen Entwicklung der Bektaşi-Aleviten in Thrakien</p>
<p>– können in den Provinzen Rodopi, Xanthi und Mergini insgesamt 15 Religionslehrer (İerodidaskalos)</p>
<p>– für einen Zeitraum von höchstens zehn Monaten mit einem befristeten privatrechtlichen Vertrag nach öffentlicher Ausschreibung eingestellt werden.</p>
<p>Die Verträge werden vom Minister für Bildung, Religion und Sport unterzeichnet.</p>
<p>2. Die Aufgabe der Religionslehrer besteht darin, ihren Glauben in Gotteshäusern zu lehren.</p>
<p>Darüber hinaus können sie mit Zustimmung des zuständigen Bildungsdirektors ihren Glauben auch in öffentlichen und Minderheitenschulen unterrichten, sofern sie dies wünschen.</p>
<p>Dies erfordert keine pädagogische Qualifikation und findet außerhalb des Lehrplans statt.</p>
<p>Artikel 59: Qualifikationen von Religionslehrern und Ausschlussgründe</p>
<p>(1) Bewerber müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:</p>
<p>– griechische Staatsangehörigkeit und ständiger Wohnsitz in Thrakien,</p>
<p>– Mitgliedschaft in der religiösen Körperschaft der Bektaşi-Aleviten in Thrakien,</p>
<p>– Abschluss an einer theologischen Fakultät, einer Grundschullehrerausbildung oder einer Ausbildung zum Sekundarschullehrer,</p>
<p>– Die Diplome müssen von der D.O.A.T.A.P. (Griechische Akademie für Akademische Anerkennung) anerkannt sein.</p>
<p>(2) Auch Dede (religiöse Führer) können unter folgenden Bedingungen kandidieren:</p>
<p>– griechische Staatsangehörigkeit, ständiger Wohnsitz in Thrakien und Mitgliedschaft in der entsprechenden religiösen juristischen Person,</p>
<p>– Abschluss der Grundschule oder Sekundarstufe oder Hochschulabschluss (von der D.O.A.T.A.P. anerkannt),</p>
<p>– Registrierung gemäß Artikel 14 des Gesetzes Nr. 4301/2014.</p>
<p>3. Die folgenden Personen können nicht als Religionslehrer ernannt werden:</p>
<p>– Personen, die unter Vormundschaft stehen,</p>
<p>– Personen, die wegen einer der folgenden Straftaten rechtskräftig verurteilt wurden oder gegen die ein Ermittlungsverfahren läuft:</p>
<p>• Diebstahl, Unterschlagung, Betrug, Erpressung, Bestechung, Amtsmissbrauch, Sexualstraftaten, häusliche Gewalt, Kindesentführung, Störung religiöser Zeremonien,</p>
<p>Staatsverbrechen: – Aufruhr,</p>
<p>– Widerstand gegen die Staatsgewalt,</p>
<p>– Störung der Rechtspflege,</p>
<p>– Anstiftung zu Straftaten,</p>
<p>– Terrorismus,</p>
<p>– Rassismus,</p>
<p>– Beleidigung religiöser Symbole usw.</p>
<p>Darüber hinaus sind Drogendelikte und die Ausübung einer religiösen Tätigkeit ohne Befugnis ebenfalls ein Hinderungsgrund.</p>
<p>Ausnahmsweise können in den ersten fünf Jahren nach Inkrafttreten dieses Gesetzes auch folgende Personen als Religionslehrer eingestellt werden:</p>
<p>– griechische Staatsbürger mit ständigem Wohnsitz in Thrakien, die Mitglied der entsprechenden religiösen juristischen Person sind,</p>
<p>– Absolventen einer Religionsschule in Xanthi oder Komotini oder</p>
<p>– Personen, die mindestens zehn Jahre lang als Religionslehrer gemäß dem Gesetz Nr. 3536/2007 tätig waren.</p>
<p>Artikel 60 – Auswahlverfahren</p>
<p>(1) Durch Ministerialbeschluss wird bekannt gegeben:</p>
<p>– die Anzahl der zu besetzenden Stellen,</p>
<p>– die erforderlichen Qualifikationen,</p>
<p>– die Auswahlkriterien, Ausschlussgründe, Vertragsbedingungen und Arbeitsorte (es kann sich um mehrere Cemevis oder Tekkes handeln).</p>
<p>Wenn der Religionslehrer auch an Schulen tätig sein möchte, wird sein Vertrag entsprechend angepasst.</p>
<p>2. Die Auswahl erfolgt durch eine fünfköpfige Kommission.</p>
<p>– drei Mitglieder werden von einer religiösen juristischen Person ernannt,</p>
<p>– zwei Mitglieder werden vom Bildungsminister ernannt.</p>
<p>Die Bewerber:innen werden nicht nur anhand ihrer Unterlagen, sondern auch anhand ihrer Qualifikationen wie Moral, Persönlichkeit und bisherige Leistungen bewertet.</p>
<p>– Die Kommission wird durch einen Ministerialbeschluss eingesetzt, wobei ein Vorsitzender und ein Sekretär ernannt werden.</p>
<p>Artikel 61 – Einstellung von Religionslehrern</p>
<p>(1) Die Verträge von Religionslehrern können einseitig um bis zu zehn Monate verlängert werden.</p>
<p>– Verträge, deren Laufzeit abgelaufen ist und die nicht verlängert werden, enden automatisch mit der Besetzung neu ausgeschriebener Stellen.</p>
<p>2. Die Gehälter werden gemäß Artikel 37 des Gesetzes Nr. 3536/2007 gezahlt.</p>
<p>– Haushalt: Die Kosten werden vom Ministerium für Bildung, Religion und Sport getragen.</p>
<p>– Für Religionslehrer, die an beauftragten Schulen unterrichten, wird keine zusätzliche Vergütung gezahlt.</p>
<p>– Sozialversicherung: Sie sind bei der E-EFKA versichert.</p>
<p>3. Der Vertrag wird in folgenden Fällen gekündigt:</p>
<p>– Schriftlicher Antrag der religiösen juristischen Person</p>
<p>– Einleitung eines Strafverfahrens gegen den Kandidaten gemäß Artikel 60.</p>
<p>Die Staatsanwaltschaft informiert das Ministerium unverzüglich über die Einleitung eines solchen Verfahrens.</p>
<p>– Bis zur rechtskräftigen Verurteilung wird die Registrierung des Religionslehrers als religiöser Bediensteter ausgesetzt.</p>
<p>Wird er für unschuldig befunden, wird die Registrierung wieder aktiviert.</p>
<p>(5) Religionslehrer können auf Wunsch und mit Entscheidung des zuständigen Bildungsdirektors auch als Verwaltungsangestellte bei der religiösen juristischen Person tätig werden.</p>
<p>In diesem Fall bleibt das Gehalt unverändert, es werden keine zusätzlichen Zahlungen geleistet und die Arbeitszeiten werden neu geregelt.</p>
<p>Quellen:</p>
<p><strong>(1)</strong></p>
<p><a href="https://www.evros-news.gr/2021/04/10/σουφλί-το-χώρο-λατρείας-των-αλεβιτών-σ/">https://www.evros-news.gr/2021/04/10/σουφλί-το-χώρο-λατρείας-των-αλεβιτών-σ/</a></p>
<p><strong>(2)</strong></p>
<blockquote hcb-fetch-image-from="https://www.xanthinea.gr/2025/08/alevites-thrakis-giati-i-anagnorisi-tous-eknevrizei-tin-agkyra-i-kontra-me-to-tourkiko-proxeneio?fbclid=IwY2xjawMBzKdleHRuA2FlbQIxMABicmlkETB2VWhxR05tbnBtOXk4a3RBAR6FP5b-ul9gmLdoNs-y3BIW-1-iEz4lVZYCMNZE93dbDGZYIr6aFL0Rp4PNXg_aem_S_i_IeNAksF6GfdGP44aHg" class="wp-embedded-content" data-secret="4YVF20rbAX"><p><a href="https://www.xanthinea.gr/2025/08/alevites-thrakis-giati-i-anagnorisi-tous-eknevrizei-tin-agkyra-i-kontra-me-to-tourkiko-proxeneio">Αλεβίτες Θράκης: Γιατί η αναγνώρισή τους εκνευρίζει την Άγκυρα &#8211; Η κόντρα με το Τουρκικό Προξενείο</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8220;Αλεβίτες Θράκης: Γιατί η αναγνώρισή τους εκνευρίζει την Άγκυρα &#8211; Η κόντρα με το Τουρκικό Προξενείο&#8221; &#8212; XanthiNea.gr | Ξάνθη Νέα | Ειδήσεις για Ξάνθη" src="https://www.xanthinea.gr/2025/08/alevites-thrakis-giati-i-anagnorisi-tous-eknevrizei-tin-agkyra-i-kontra-me-to-tourkiko-proxeneio/embed#?secret=KYDMgR2aNq#?secret=4YVF20rbAX" data-secret="4YVF20rbAX" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1285398819926109&amp;set=a.457676202698379&amp;type=3&amp;mibextid=wwXIfr&amp;rdid=vDbe8whBSrk9IXkg&amp;share_url=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fshare%2F1EtPY8vGKe%2F%3Fmibextid%3DwwXIfr#">https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1285398819926109&amp;set=a.457676202698379&amp;type=3&amp;mibextid=wwXIfr&amp;rdid=vDbe8whBSrk9IXkg&amp;share_url=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fshare%2F1EtPY8vGKe%2F%3Fmibextid%3DwwXIfr#</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>(3)</strong></p>
<blockquote hcb-fetch-image-from="https://pasok.gr/i-thraki-den-einai-oute-sunoro-oute-kindunos-oute-zoni-epitirisis/?fbclid=IwY2xjawL-lPxleHRuA2FlbQIxMABicmlkETE0cG5Kb05BcTl2NHh0NUxkAR6crfFEDfV_SP1DVCpcjfSnfLMsN8VjiBjXfnWtUmbRaG632tfh8mnftqbhpw_aem_CU7koS-YVIA7Y80-veYbIg" class="wp-embedded-content" data-secret="GO4KFxxQQ4"><p><a href="https://pasok.gr/i-thraki-den-einai-oute-sunoro-oute-kindunos-oute-zoni-epitirisis/">&#8220;Η Θράκη δεν είναι ούτε “σύνορο”, ούτε “κίνδυνος”, ούτε “ζώνη επιτήρησης”&#8221;  </a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8220;&#8220;Η Θράκη δεν είναι ούτε “σύνορο”, ούτε “κίνδυνος”, ούτε “ζώνη επιτήρησης”&#8221;  &#8221; &#8212; ΠΑΣΟΚ - Κίνημα Αλλαγής" src="https://pasok.gr/i-thraki-den-einai-oute-sunoro-oute-kindunos-oute-zoni-epitirisis/embed/#?secret=Y2j19FxApd#?secret=GO4KFxxQQ4" data-secret="GO4KFxxQQ4" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Syrien und Aleviten</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="EQvMB6wUzu"><p><a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/05/13/syrien-das-ist-keine-hochzeit-das-ist-die-vergewaltigung-einer-frau/">SYRIEN: DAS IST KEINE HOCHZEIT, DAS IST DIE VERGEWALTIGUNG EINER FRAU!</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;SYRIEN: DAS IST KEINE HOCHZEIT, DAS IST DIE VERGEWALTIGUNG EINER FRAU!&#8220; &#8212; tuerkische-allgemeine.de" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/05/13/syrien-das-ist-keine-hochzeit-das-ist-die-vergewaltigung-einer-frau/embed/#?secret=t8GwSpodEQ#?secret=EQvMB6wUzu" data-secret="EQvMB6wUzu" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="xCZgXaVlYZ"><p><a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/05/09/hts-syrische-vergewaltigungen-von-minderheiten-eine-analyse/">HTS Syrische Vergewaltigungen von Minderheiten &#8211; eine Analyse</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;HTS Syrische Vergewaltigungen von Minderheiten &#8211; eine Analyse&#8220; &#8212; tuerkische-allgemeine.de" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/05/09/hts-syrische-vergewaltigungen-von-minderheiten-eine-analyse/embed/#?secret=H5gHSdeXmf#?secret=xCZgXaVlYZ" data-secret="xCZgXaVlYZ" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="cFEWcK50uT"><p><a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/05/09/appell-an-un-und-internationalen-gerichtshof-entfuehrung-und-sexuelle-versklavung-alevitischer-frauen-in-syrien/">Appell an UN und Internationalen Gerichtshof: Entführung und sexuelle Versklavung alevitischer Frauen in Syrien</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Appell an UN und Internationalen Gerichtshof: Entführung und sexuelle Versklavung alevitischer Frauen in Syrien&#8220; &#8212; tuerkische-allgemeine.de" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/05/09/appell-an-un-und-internationalen-gerichtshof-entfuehrung-und-sexuelle-versklavung-alevitischer-frauen-in-syrien/embed/#?secret=3iPOurb7a4#?secret=cFEWcK50uT" data-secret="cFEWcK50uT" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
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<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Appell an UN und Internationalen Gerichtshof: Entführung und sexuelle Versklavung alevitischer Frauen in Syrien&#8220; &#8212; tuerkische-allgemeine.de" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/05/09/appell-an-un-und-internationalen-gerichtshof-entfuehrung-und-sexuelle-versklavung-alevitischer-frauen-in-syrien/embed/#?secret=3iPOurb7a4#?secret=cFEWcK50uT" data-secret="cFEWcK50uT" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
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<blockquote hcb-fetch-image-from="https://www.turkischegemeinde.at/offener-brief-an-die-eu-kommission-streichung-von-der-eu-terrorliste-und-unlemkins-institut-syrien-hts-massaka-bericht/" class="wp-embedded-content" data-secret="02wfiuZOEt"><p><a href="https://www.turkischegemeinde.at/offener-brief-an-die-eu-kommission-streichung-von-der-eu-terrorliste-und-unlemkins-institut-syrien-hts-massaka-bericht/">Offener Brief an die EU-Kommission: Streichung von der EU-Terrorliste und UN+Lemkins-Institut Syrien HTS Massaka-Bericht</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Offener Brief an die EU-Kommission: Streichung von der EU-Terrorliste und UN+Lemkins-Institut Syrien HTS Massaka-Bericht&#8220; &#8212; Turkische Kulturgemeinde Österreich" src="https://www.turkischegemeinde.at/offener-brief-an-die-eu-kommission-streichung-von-der-eu-terrorliste-und-unlemkins-institut-syrien-hts-massaka-bericht/embed/#?secret=Ryleq2sx4J#?secret=02wfiuZOEt" data-secret="02wfiuZOEt" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<blockquote hcb-fetch-image-from="https://www.turkischegemeinde.at/lemkin-institut-alarmstufe-rot-fuer-voelkermord/" class="wp-embedded-content" data-secret="muBL3rkDGL"><p><a href="https://www.turkischegemeinde.at/lemkin-institut-alarmstufe-rot-fuer-voelkermord/">Lemkin Institut: Alarmstufe Rot für Völkermord</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Lemkin Institut: Alarmstufe Rot für Völkermord&#8220; &#8212; Turkische Kulturgemeinde Österreich" src="https://www.turkischegemeinde.at/lemkin-institut-alarmstufe-rot-fuer-voelkermord/embed/#?secret=EyiYTMX16o#?secret=muBL3rkDGL" data-secret="muBL3rkDGL" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
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<blockquote hcb-fetch-image-from="https://www.turkischegemeinde.at/dringende-petition-an-das-un-hauptquartier-in-new-york-die-un-muss-sofort-handeln-um-die-genozidalen-massaker-an-den-alawiten-in-syrien-zu-stoppen/" class="wp-embedded-content" data-secret="NW6SybxNAx"><p><a href="https://www.turkischegemeinde.at/dringende-petition-an-das-un-hauptquartier-in-new-york-die-un-muss-sofort-handeln-um-die-genozidalen-massaker-an-den-alawiten-in-syrien-zu-stoppen/">Dringende Petition an das UN-Hauptquartier in New York: „Die UN muss sofort handeln, um die genozidalen Massaker an den Alawiten in Syrien zu stoppen“.</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;&lt;p&gt;Dringende Petition an das UN-Hauptquartier in New York:&lt;/p&gt; „Die UN muss sofort handeln, um die genozidalen Massaker an den Alawiten in Syrien zu stoppen“.&#8220; &#8212; Turkische Kulturgemeinde Österreich" src="https://www.turkischegemeinde.at/dringende-petition-an-das-un-hauptquartier-in-new-york-die-un-muss-sofort-handeln-um-die-genozidalen-massaker-an-den-alawiten-in-syrien-zu-stoppen/embed/#?secret=QEbo9jiwwa#?secret=NW6SybxNAx" data-secret="NW6SybxNAx" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/08/09/wendepunkt-1-august-2025-warum-danken-die-alevitischen-bektaschi-griechenland/">Wendepunkt 1. August 2025: Warum danken die alevitischen Bektaschi Griechenland?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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		<title>Das neue Buch: &#8222;Der Papst muss sterben&#8220;</title>
		<link>https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/01/17/das-neue-buch-der-papst-muss-sterben/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Günes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jan 2025 10:52:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Türkische Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>WIEN. In seinem neuen Buch „Der Papst muss sterben“ erzählt der Mailänder&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/01/17/das-neue-buch-der-papst-muss-sterben/">Das neue Buch: &#8222;Der Papst muss sterben&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>WIEN.</strong> In seinem neuen Buch „Der Papst muss sterben“ erzählt der Mailänder Schriftsteller Ezio Gavazzeni die Geschichte des Attentats von Mehmet Ali Agca auf Papst Johannes Paul II. anhand offizieller Dokumente aus den italienischen Staatsarchiven.</p>
<p>Laut Gavazzeni haben die italienischen Geheimdienste, die wussten, dass der armenische ASALA Terrorismus hinter dem Attentat von 1981 steckte, die Staatsanwälte belogen und bewusst dazu beigetragen, die Schuld auf den KGB und die Türkei zu schieben.</p>
<p>Der Autor Ezio Gavazzeni schreibt die Geschichte des Attentats von Mehmet Ali Agca auf Papst Johannes Paul II. am 13. Mai 1981 neu und stützt sich dabei auf mehr als 400 offizielle Dokumente aus den Staatsarchiven der italienischen Geheimdienste SISDE und SISMI, der Polizei Digos, der Ministerien, der Polizei und der Gouverneursämter.</p>
<p>Gavazzeni weist in seinem Buch nach, dass der armenische Terrorismus hinter der Ermordung des Papstes steckt und dass die Armenische Geheimarmee zur Befreiung Armeniens (ASALA) Mehmet Ali Agca als Auftragsmörder angeheuert hatte.</p>
<p>Die ASALA, die den polnischen Papst von 1977 bis 1983 ständig mit dem Tod bedroht hatte, will, dass die von Henry Kissinger im Auftrag des Vatikans, der italienischen Regierung und der USA organisierte Operation Safe Haven so schnell wie möglich beendet wird. Im Rahmen dieser geheimen Operation wurden Tausende von Armeniern, die in Armenien, in den von der Sowjetunion kontrollierten Ländern, in Syrien, im Iran, im Irak, im Libanon und vor allem in Armenien lebten, nach Rom gebracht, wo sie eine Zeitlang in 16 vertraglich gebundenen Herbergen untergebracht wurden, um dann, nachdem die erforderlichen Dokumente vorbereitet worden waren, nach Amerika auszuwandern.</p>
<p>Die ASALA mit ihrer marxistisch-leninistischen Ideologie, die sich gegen die Evakuierung der Armenier aus diesen Ländern, die sie als Eigentum der Armenier bezeichnete, und gegen die Überführung der Armenier in imperialistische Länder aussprach, begann in Italien mit Terroranschlägen und Morddrohungen gegen den Papst, der für diese Operation verantwortlich war. Aus diesem Grund nahm der italienische Staat 1980 Verhandlungen mit der ASALA in Beirut auf, um die Angriffe auf italienisches Territorium zu unterbinden und im Gegenzug den Strom armenischer Flüchtlinge durch Rom zu stoppen.</p>
<p>Diese Verhandlungen führten erst 1983 zu einem Abkommen. Ilario Martella, der Richter, der das Attentat auf den Papst untersuchte, wurde über all dies nicht informiert, auch nicht über die Drohungen Asalas gegen den Papst, und er wurde in dem Glauben gelassen, das Attentat sei vom KGB organisiert worden. Kurzum, die italienischen und amerikanischen Geheimdienste hatten bewusst gelogen. Für das Attentat hatte ASALA den türkischstämmigen Mehmet Ali Ağca als Auftragsmörder angeheuert. Ziel von ASALA war es, durch das Attentat den Hass auf die Türkei und die Türken im Westen zu verstärken.</p>
<p>Das auch für die Türkei interessante Buch des Mailänder Schriftstellers Ezio Gavazzeni, das die Geschichte des Papstattentats neu schreibt, wurde von der in Italien lebenden Journalistin Birgül Göker Perdisa in der Sendung „Nişan Tasi“ (Stein des Anstoßes) von MK Haber mit Tayfun Gönüllü auf die Tagesordnung gesetzt.</p>
<p><strong>Der Schriftsteller Ezio Gavazzeni stellt das Buch vor</strong></p>
<p>Der Mailänder Schriftsteller Ezio Gavazzeni schreibt auf seiner offiziellen Homepage in italienischer Sprache, die wir als Türkische Allgemeine ins Deutsche übersetzt haben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6445 size-full" src="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/01/Bildschirmfoto-2025-01-17-um-11.49.33-scaled.jpeg" alt="" width="2560" height="1397" srcset="https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/01/Bildschirmfoto-2025-01-17-um-11.49.33-scaled.jpeg 2560w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/01/Bildschirmfoto-2025-01-17-um-11.49.33-300x164.jpeg 300w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/01/Bildschirmfoto-2025-01-17-um-11.49.33-1024x559.jpeg 1024w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/01/Bildschirmfoto-2025-01-17-um-11.49.33-768x419.jpeg 768w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/01/Bildschirmfoto-2025-01-17-um-11.49.33-1536x838.jpeg 1536w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/01/Bildschirmfoto-2025-01-17-um-11.49.33-2048x1117.jpeg 2048w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/01/Bildschirmfoto-2025-01-17-um-11.49.33-200x110.jpeg 200w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/01/Bildschirmfoto-2025-01-17-um-11.49.33-800x436.jpeg 800w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/01/Bildschirmfoto-2025-01-17-um-11.49.33-1160x633.jpeg 1160w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/01/Bildschirmfoto-2025-01-17-um-11.49.33-3072x1676.jpeg 3072w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/01/Bildschirmfoto-2025-01-17-um-11.49.33-1600x873.jpeg 1600w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/01/Bildschirmfoto-2025-01-17-um-11.49.33-2320x1266.jpeg 2320w, https://www.tuerkische-allgemeine.de/wp-content/uploads/2025/01/Bildschirmfoto-2025-01-17-um-11.49.33-600x327.jpeg 600w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>
<p>Der Papst muss sterben</p>
<p>von Ezio Gavazzeni</p>
<p>Mehr als 400 Dokumente von Geheimdiensten, Ministerien, Digos, Polizeipräsidien und Präfekturen aus dem Zentralen Staatsarchiv rekonstruieren die Geschichte des Attentats von Mehmet Ali Ağca auf Karol Wojtyła im Mai 1981. Aus dieser Rekonstruktion geht hervor, dass die Geheimarmee zur Befreiung Armeniens (ASALA) den polnischen Papst von 1977 bis 1983 mit dem Tod bedrohte. Der Grund? Die geheime Operation Safe Haven&#8220;, die vom Vatikan, der italienischen Regierung und den USA (Henry Kissinger) durchgeführt wurde, mit dem Ziel, Armenier aus der damaligen UdSSR zu vertreiben und sie in 16 konventionellen&#8220; Unterkünften nach Rom zu bringen, um sie von dort aus in die USA weiterzuschleusen. 1980 nahm der italienische Staat in Beirut Verhandlungen mit den armenischen Terroristen auf, die 1983 mit der Unterschrift von Oscar Luigi Scalfaro abgeschlossen wurden. Ein Strom, der laut den Inhabern dieser Pensionen tatsächlich gestoppt wurde. Als der Richter Ilario Martella 1983 die Ermittlungen zum Attentat auf Johannes Paul II. mit der so genannten „bulgarischen Spur“ abschließen wollte, wurde er von den Geheimdiensten über die vorangegangenen Morddrohungen gegen den Pontifex belogen.</p>
<p>&#8230; Und es wurde erwähnt, dass es eine italienische Zeitschrift gab<br />
zu einer Zeit gab, als ein Führer der armenischen Gemeinschaft<br />
in seinem Bemühen, die Türkei und die Türken anzugreifen<br />
und die Türken und die Geschichte dieses Antagonismus, den er für so stark hielt.<br />
Dieser armenische Führer fühlte sich so stark<br />
dass sie sogar einen Türken anheuern konnten.<br />
Türken anheuern konnte, um den Papst zu töten.&#8220;<br />
Ezio Gavazzeni&#8220;</p>
<p>Quellen:</p>
<p><strong>https://www.eziogavazzeni.com/</strong></p>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=UsRFyLRHNhg" title="&#039;Il Papa deve morire&#039;, ne parlano l&#039;autore Ezio Gavazzeni e il vaticanista Francesco Antonio Grana" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/UsRFyLRHNhg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2025/01/17/das-neue-buch-der-papst-muss-sterben/">Das neue Buch: &#8222;Der Papst muss sterben&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Immer wieder: Berichte zur Entmenschlichung von Menschen aus der Türkei in Österreich</title>
		<link>https://www.tuerkische-allgemeine.de/2024/11/28/immer-wieder-berichte-zur-entmenschlichung-von-menschen-aus-der-tuerkei-in-oesterreich/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Günes]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Nov 2024 08:04:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Solche hetzerischen Berichte führen dazu, dass Menschen aus der Türkei in Österreich&#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Solche hetzerischen Berichte führen dazu, dass Menschen aus der Türkei in Österreich schlecht behandelt und diskriminiert werden!&#8220;</strong></p>
<p><strong>WIEN. </strong>Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) warnt vor einem kriminellen Vorfall in Wien, bei dem eine österreichisch-türkische Staatsbürgerin ihr uneheliches Kind nach der Geburt ermordet hat, um unter dem Deckmantel dieses kriminellen Vorfalls die gesamte türkische Familie, die Frauen und die türkische Gesellschaft dieser Tat als Norm, Kultur, Sitte, Ehrenkodex, Ehrenmord oder Tradition zu überführen und zu entmenschlichen.</p>
<p>Laut TKG brodelt es in Österreich wieder wie folgt: &#8222;Das eine Woche alte Baby „Melek“, zu Deutsch „Engel“, soll laut Zeitungsberichten von seiner 30-jährigen, labilen Mutter ermordet im Müllcontainer eines Wiener Krankenhauses gefunden worden sein. Der 28-jährige Vater und seine Familie wollten das unehelich geborene Kind ebenso wenig wie die Familie der Mutter. Es gilt die Unschuldsvermutung. Nach der Verhaftung der Mutter, die ihr Frühgeborenes in einer Klinik in Wien-Favoriten getötet und dies der Polizei gestanden haben soll, sind viele Fragen offen. Als Reaktion darauf wurde der Fall in Teilen der österreichischen Presse als „Ehrenmord“ oder als „kulturelle Norm, Sitte oder Tradition“ bezeichnet, dargestellt oder in Frage gestellt&#8220;.</p>
<p><strong>In der Pressemitteilung der TKG, deren Vorsitzender Birol Kilic ist, werden folgende Punkte unterstrichen:  </strong>&#8222;Mit dem Ziel, Menschen aus der Türkei in Österreich mit noch mehr Vorurteilen zu belegen, sie zu demütigen, sie auf dem Arbeitsmarkt bis hin zur Beamtenebene oder in der Gesellschaft schlecht zu behandeln, als dies ohnehin schon der Fall ist. Solche Berichte und Hetze führen dazu bzw. verstärken dies. Solche hetzerischen Berichte führen dazu, dass Menschen aus der Türkei in Österreich schlecht behandelt und diskriminiert werden! Laut TKG handelt es sich dabei um eine altbekannte Methode des &#8222;Kulturrassismus&#8220; bzw. &#8222;Rassismus ohne Rasse&#8220; (Neorassismus), die man in Österreich aus der Geschichte gelernt haben sollte und nicht wiederholen darf. Vor allem von Parteien, rassistischen Organisationen und manchen Medien, die Inserate aus öffentlichen Geldern oder aus der Wirtschaft erhalten und trotzdem Hass und Hetze und das Zusammenleben in Österreich nicht fördern, sondern in den Dreck ziehen. Das stärkt nur die reaktionären und rassistischen Bewegungen auf türkischer Seite in Österreich. Mit den türkischen kulturellen Werten, Traditionen, Sitten, Normen und dem Verständnis der Menschen aus der Türkei, egal welcher Herkunft, hat so etwas Brutales nichts zu tun. Genauso wenig wie der autochthone Österreicher Fritzl aus Amstetten, der durch die jahrelange Vergewaltigung seiner eigenen Tochter im Keller seines Hauses weltweit Schlagzeilen machte, mit österreichischen kulturellen Werten, Ehrbegriff, Traditionen, Sitten und Normen zu tun hat. Der Großteil der in Österreich lebenden türkischen Migranten lebt friedlich und in allen Bereichen integriert in Österreich. Seien es WissenschaftlerInnen, ÄrztInnen, Fachmänner und Frauen in allen Bereichen, Gastronomie, KünstlerInnen, ArbeiterInnen, gewählte Abgeordnete, Landtagsabgeordnete, Bezirksräte, TaxifahrerInnen, Bedienstete und mehrere Eigentümer der Holdinggesellschaft, Immobilien Tykons. Es gibt unter ihnen sehr gute und sehr schlechte Menschen, genauso wie unter autochthonen ÖsterreicherInnen oder anderen Gruppen von MigrantInnen. Man sollte kriminelle Geschichten nicht auf eine Gemeinde, auf Personen oder Bevölkerungsgruppen verallgemeinern. Wir werden in Österreich täglich auf die Probe gestellt, weil die Bevölkerung, ob wir es wollen oder nicht, immer vielfältiger wird. Wenn die Medien, zu Recht oder zu Unrecht, Probleme mit dem AKP-Regime und seinen Propagandisten bzw. deren verlängertem Arm in Österreich haben, die sie als undemokratisch und verfassungsfeindlich empfinden, dann direkt mit jenen, die sich journalistisch, politisch, aber nicht mit einer vielfältigen Bevölkerung von ca. 400.000 (vierhunderttausend) Menschen aus der Türkei mit anderer Herkunft in einem 9-Millionen-Land wie Österreich beschäftigen&#8220;.</p>
<p>Laut TKG handelt es sich dabei um eine altbekannte Methode des &#8222;Kulturrassismus&#8220; bzw. &#8222;Rassismus ohne Rasse&#8220; (Neorassismus), die man in Österreich aus der Geschichte gelernt haben sollte und nicht wiederholen darf.</p>
<p><strong>Die Presseaussendung der TKG mit dem Titel &#8222;Die Tragödie von Baby Melek: “Es geht nicht um Ehre, Sitte, Tradition oder einen archaischen Ehrenkodex“. lautet wie folgt:</strong></p>
<p>In Österreich brodelt es. Das eine Woche alte Baby „Melek“, zu Deutsch „Engel“, soll laut Zeitungsberichten von seiner 30-jährigen, labilen Mutter ermordet im Müllcontainer eines Wiener Krankenhauses gefunden worden sein. Der 28-jährige Vater und seine Familie wollten das unehelich geborene Kind ebenso wenig wie die Familie der Mutter. Es gilt die Unschuldsvermutung.</p>
<p>Nach der Verhaftung der Mutter, die ihr Frühgeborenes in einer Klinik in Wien-Favoriten getötet und dies der Polizei gestanden haben soll, sind viele Fragen offen. Als Reaktion darauf wurde der Fall in Teilen der österreichischen Presse als „Ehrenmord“ oder als „kulturelle Norm, Sitte oder Tradition“ bezeichnet, dargestellt oder in Frage gestellt.</p>
<p>In den Berichten wird übrigens immer wieder und wiederholt  <strong>„auf die türkische Abstammung der Frau von einem unehelichen Mann und auf die Familie hingewiesen“,</strong>was wir als Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) für bedenklich halten, was aber leider in der uns bekannten journalistischen Eile unter den Tisch fällt und gewollt oder ungewollt als <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus_ohne_Rassen#:~:text=Magiros).,auch%20auf%20die%20Kultur%20%C3%BCbertragen.">„kultureller Rassismus“ (Kultururalismus. Rassismus ohne Rasse)</a> gegen die „journalistische Ethik“ und die „Goldenen Regeln“ betrieben wird</p>
<p>Wir müssen einen Eintrag in die Geschichte machen.</p>
<p><strong>Autochthone Österreicher Fritzl aus Amstetten!</strong></p>
<p><strong>Frage:</strong> Wie beeinflussen kulturelle Werte, Bräuche, Traditionen und Normen das Ehrverständnis der türkischen Community in Österreich?<br />
<strong>TKG:</strong> So etwas Brutales hat mit den türkischen kulturellen Werten, Traditionen, Sitten, Normen und dem Verständnis der Menschen aus der Türkei, egal welcher Herkunft, nichts zu tun. Genauso wenig wie der autochthone Österreicher Fritzl aus Amstetten, der durch die jahrelange Vergewaltigung seiner eigenen Tochter im Keller seines Hauses weltweit Schlagzeilen machte, mit österreichischen kulturellen Werten, Ehrbegriff, Traditionen, Sitten und Normen zu tun hat. Der Großteil der in Österreich lebenden türkischen Migranten lebt friedlich und in allen Bereichen integriert in Österreich. Seien es WissenschaftlerInnen, ÄrztInnen, Fachmänner und Frauen in allen Bereichen, Gastronomie, KünstlerInnen, ArbeiterInnen, gewählte Abgeordnete, Landesabgeordnete, Bezirksräte, TaxifahrerInnen, Bedienstete. Es gibt unter ihnen sehr gute und sehr schlechte Menschen, genauso wie unter autochthonen ÖsterreicherInnen oder anderen Gruppen von MigrantInnen. Man sollte kriminelle Geschichten nicht auf eine Gemeinde, auf Personen oder Bevölkerungsgruppen verallgemeinern. Wir werden in Österreich jeden Tag auf die Probe gestellt, weil die Bevölkerung, ob wir es wollen oder nicht, immer vielfältiger wird.</p>
<p>Faktum ist aber, damit es jeder weiß: Die österreichisch-türkischen Familien hegen und pflegen ihre Kinder und widmen ihnen ihr ganzes Leben. Die Geburt eines Kindes gilt in der österreichisch-türkischen Gesellschaft als „Glücksbringer für die ganze Familie“ und <strong>das Kind wird nicht in den nächsten Mülleimer geworfen, wenn es nicht gefällt oder die Ehre ver</strong>letzt wird. Ein solches Bild mit Vorurteilen möchte man den AustrotürkenInnen in Österreich als unveränderliche Kultur einprägen. Bravo! Nichts aus der Geschichte gelernt. Wir machen trotzdem weiter. Wir geben nicht auf mit der Aufklärung für Österreich, außer unsere Post an die Österreichische Post.</p>
<p><strong>Rassismus ohne Rassen: „Kultureller Rassismus“</strong></p>
<p><strong>Faktum 1-</strong>Der Kulturalismus als „kultureller Rassismus“ bezeichnet Konzepte, die mit ihrem Kulturbegriff völkische Lehren fortführen. Er geht von der Existenz eines Rassismus aus, der den Begriff der Rasse nicht verwendet. Neorassisten vertreten also keinen Kulturalismus im philosophischen Sinne, sondern im Gegenteil einen Biologismus, den sie auch auf die Kultur übertragen. Der Kulturbegriff der Neorassisten ist kein kulturalistischer, sondern ein naturalistischer. Die Rhetorik ändert sich, aber das biologistische Denken bleibt. Das Wort „Rasse“ wird hier durch „Kultur“, „Ethnie“, „Volk“, „Nation“, „Tradition“, „Ehrenkodex“ oder andere Begriffe ersetzt. Der Begriff „Rasse“ wird in dieser Form des Rassismus aufgegeben, „ohne dass die Abwertung und Ausgrenzung des ‚Anderen‘ an Schärfe verliert“ (Quelle: Angelika Magiros: Kritik der Identität. „Bio-Macht“ und „Dialektik der Aufklärung“ – Instrumente gegen Fremdenabwehr und Neo-)Rassismus. Münster 2004, Insb. S. 166 ff.)</p>
<p><strong>Faktum 2-</strong> „John Solomos und Les Back argumentieren, dass Rasse heute ‚als Kultur codiert‘ wird und dass das zentrale Merkmal dieser Prozesse darin besteht, dass die Eigenschaften sozialer Gruppen fixiert, naturalisiert und in einen pseudobiologisch definierten Kulturalismus eingebettet werden.“<br />
– George M. Fredrickson: Rassismus. Ein historischer Abriß (Quelle: George M. Fredrickson: Rassismus. Ein historischer Abriß. Hamburger Edition, Hamburg 2004 (Einleitung online (Memento vom 23. August 2016 im Internet Archive).</p>
<p><strong>Faktum 3-</strong> „Wenn dieses Klassifikationssystem dazu dient, soziale, politische und ökonomische Praktiken zu rechtfertigen, die bestimmte Gruppen vom Zugang zu materiellen oder symbolischen Ressourcen ausschließen, handelt es sich um rassistische Praktiken.“ ( Quelle: Stuart Hall: Rassismus als ideologischer Diskurs( Stuart Hall: Rassismus als ideologischer Diskurs. In: Das Argument. Heft 178, 1989, S. 913)</p>
<p><strong>Frage: </strong>Welches öffentliche Interesse besteht daran, die Herkunft des Täters und seiner Familie in der Berichterstattung immer wieder so reißerisch und sensationslüstern mit „Kultur, Ehrenmord, Tradition, Ehrenkodex“ etc. zu erwähnen?</p>
<p>Im Anschluss an diese Berichterstattung in österreichischen Medien finden sich in sozialen Netzwerken folgende hetzerische und kulturrassistische Kommentare: <em><strong>„Im zweiten Fall ging es um den Mord an einem Baby, wobei die Medienmeute und die Psychiaterin R. schon vor dem Obduktionsergebnis genau wussten, dass es sich um eine „Kindbett-Depression“ handelte, was wiederum eine geringe oder gar keine Strafe nach sich zieht. Tatsächlich wurde das Baby von einer Mutter, die sich auf einen archaischen (türkischen) Ehrenkodex beruft, brutal zu Tode geprügelt. Die in solchen Fällen erfahrene „Prominentenanwältin“ durfte ihre einseitige Sicht in allen Medien präsentieren“.</strong></em></p>
<p>Wie kann man die kriminelle Tat einer kranken Frau und das Fehlverhalten bzw. die Familie einer ganzen Bevölkerungsgruppe, die mit 4000.000 nicht klein aber in der Minderheit ist, als unveränderliche Kultur wie die DNA abstempeln, satanisieren und Vorurteile in die Köpfe der Menschen stempeln.Viele Menschen aus der Türkei werden deshalb schlecht und nicht gleich behandelt, weil die Menschen mit Vorurteilen in den Köpfen wie in Granit einbrennen.</p>
<p>Warum sagte der deutsche Jude Albert Einstein: <strong>„Es ist leichter, ein Atom zu zertrümmern, als Vorurteile abzubauen</strong>“ (Zitat: Albert Einstein, 1879 – 1955)</p>
<p>Warum musste Albert Einstein Deutschland verlassen? Und welche Menschen (auch Minderheitenangehörige) schreiben bzw. verbreiten heute zum Fremdschämen solche vorurteilsbildenden satanisierenden Berichte über eine Minderheit von AustrotürkenInnen? Die Austrotürken sind keine Engel, aber der Satan per se auch nicht. Das ist falsch und entspricht nicht der Wahrheit.</p>
<blockquote><p><strong>„Archaischer (türkischer) Ehrenkodex Beruf“?</strong></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_9055" class="wp-caption alignnone">
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9055 size-full" src="https://www.turkischegemeinde.at/wp-content/uploads/Mittel-Bildschirmfoto-2024-11-27-um-10.38.54.jpeg" alt="" width="640" height="381" aria-describedby="caption-attachment-9055" /></p>
<p id="caption-attachment-9055" class="wp-caption-text">(c) Heute</p>
</div>
<p>Gerade diese Art der Berichterstattung, die immer wieder die Herkunft des Täters betont, provoziert, hetzt und baut Vorurteile gegen eine Bevölkerungsgruppe, gegen eine Minderheit auf. Das ist Hetze pur. Man muss sich die Frage stellen: Welches öffentliche Interesse besteht daran, die Abstammung des Täters und seiner Familie in der Berichterstattung ständig und immer wieder so reißerisch und sensationslüstern zu erwähnen?</p>
<blockquote><p><strong>Was sagt das österreichische Recht, das uns alle verbindet?</strong></p></blockquote>
<p>Den Tatbestand der Verhetzung erfüllt auch, wer eine der genannten Personengruppen in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, sie verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen.</p>
<p>Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein ehrenrühriges und volksverhetzendes Posting den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllen und damit strafbar sein. Der Straftatbestand wurde zum 1. Januar 2016 erweitert, um unter anderem die Internetkriminalität effektiver bekämpfen zu können.</p>
<p>Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Verhetzung zu begehen:</p>
<p>Verhetzung begeht, wer vor einer größeren Anzahl von Personen (ab ca. 30 Personen) zu Gewalt oder Hass gegen Personen auffordert oder aufreizt, und zwar wegen ihrer Rasse, Hautfarbe, Sprache, Religion oder Weltanschauung<br />
der Nationalität, der Abstammung, der nationalen oder ethnischen Herkunft<br />
des Geschlechts, einer körperlichen oder geistigen Behinderung<br />
des Alters oder der sexuellen Identität.</p>
<p>Für den Aufruf zur Gewalt kann das Gericht eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren verhängen. Erfolgt der Aufruf zur Gewalt oder die Verhetzung vor einer größeren Öffentlichkeit (ab 150 Personen), beträgt die Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren. Hat die Aufreizung tatsächlich zu Gewalttätigkeiten geführt, beträgt die Freiheitsstrafe mindestens sechs Monate und höchstens fünf Jahre.</p>
<p>Das billigende oder rechtfertigende Verbreiten von volksverhetzendem Material wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bis zu 720 Tagessätzen bestraft.</p>
<p><strong><a href="https://www.krone.at/3605854">Verhetzung kann solche Fälle auslösen…Beispiel</a><br />
</strong><br />
Todesschuss in der Türkenkaserne: So starb der junge Soldat Mustafa P. durch den tödlichen Schuss von Lukas P.! Genau fünf Wochen nach dem tödlichen Drama im Wachraum der Kärntner Türkenkaserne gibt es laut österreichischen Medien neue Details zum Tathergang: Der 21-jährige Soldat Mustafa P. wurde von Lukas P. mit einem einzigen Schuss in die Lunge getroffen und verblutete sofort hilflos.  Es gilt die Unschuldsvermutung. Warum ermordete Lukas P. den von seinen Freunden geliebten türkischstämmigen österreichischen Soldaten Mustafa P. aus der Ferne? Gab es ein rassistisches Motiv? Wir vertrauen darauf, dass die österreichischen Staatsanwälte und Richter hier richtig handeln.</p>
<blockquote><p>Haben Sie schon einmal von Infantizid – Kindstötung gehört?</p></blockquote>
<p>Unter Kindstötung (auch Infantizid, von lat. infanticidium) versteht man die Tötung eines Kindes, meist durch einen Elternteil. Die Tötung eines Neugeborenen wird als Neonatizid bezeichnet.</p>
<p>Resnick, P. J. (1970) definiert den Neonatizid als Tötung eines Kindes innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Geburt, den Infantizid als Tötung eines Kindes im Alter von einem Tag bis zu einem Jahr und den Filizid als Tötung eines Kindes im Alter von über einem Jahr.</p>
<p>Der Experte und  Autor Resnick, P. J. ist der Ansicht, dass die Tötung eines Neugeborenen eine von anderen Kindstötungen getrennte Einheit darstellt, die sich hinsichtlich der Diagnose, der Motive und der rechtlichen Disposition des Täters unterscheidet.</p>
<p>Es werden die Unterschiede zwischen der Tötung von Neugeborenen und anderen Kindstötungen untersucht. Für dieses Phänomen wird ein neuer Begriff vorgeschlagen: „Neonatalmord“. Mütter, die Neugeborene töten, sind seltener psychotisch als Mütter, die ältere Kinder töten. Während die meisten Filizide aus „altruistischen“ Gründen begangen werden, werden die meisten Neonatizide einfach deshalb begangen, weil das Kind unerwünscht ist. Zu den Gründen für die Tötung von Neugeborenen gehören außereheliche Vaterschaft, Vergewaltigung und die Tatsache, dass das Kind als Hindernis für die elterlichen Ambitionen angesehen wird. Nichteheliche Vaterschaft ist das häufigste Motiv.</p>
<p>Es gibt zwei Gruppen von unverheirateten Mörderinnen:<br />
(a) junge, unreife und sexuell passive Frauen (die häufig eine Schwangerschaft leugnen und selten vorsätzlich töten) und<br />
(b) Frauen mit starken instinktiven Trieben und wenig ethischer Zurückhaltung (die tendenziell älter, gefühlloser und häufig promiskuitiv sind).</p>
<p>Es wird spekuliert, dass ungelöste ödipale Gefühle zu einigen Kindestötungen beitragen können, die früher ausschließlich soziologischen Faktoren zugeschrieben wurden. (51 ref.) (PsycINFO Database Record (c) 2019 APA)</p>
<p><a href="https://psycnet.apa.org/record/1971-04596-001">Quelle:  <em>Resnick</em>, P. J. (<em>1970),</em>Murder of the newborn: A psychiatric review of neonaticide. The American Journal of Psychiatry,</a></p>
<p><strong>Frage:</strong> Was hat das alles mit Ehrenmord, Norm, Kultur oder Tradition in Österreich zu tun?</p>
<p><strong>Statistiken und Motive</strong></p>
<p>Die Inzidenz liegt in Schweden bei 0,6 pro 100.000 Kinder unter 15 Jahren (Somander &amp; Rammer, 1991), in den USA bei bis zu 2,5 pro 100.000 Kinder unter 18 Jahren (Jason, Gilliland &amp; Tyler, 1983) und in Finnland und Österreich bei 5 pro 100.000 Kinder.<br />
Man geht davon aus, dass 2 bis 10 % der als plötzlicher Säuglingstod registrierten Fälle ein gewalttätiges Motiv haben und in Wirklichkeit Kindstötungen sind (Emery, 1985). Zwei Drittel bis drei Viertel der Kindstötungen werden von der leiblichen Mutter begangen. Nach einer Studie von Raič war in 18 % der Fälle der Vater der Täter. Resnick untersuchte 1969 131 Gerichtsfälle, in denen Mütter ihre Kinder getötet hatten, anhand von Interviews und teilte diese Fälle je nach Motiv in fünf Kategorien ein (außer Neonatizid).</p>
<p>Quelle: APA: Finnland mit den meisten Kindstötungen in der westlichen Welt. Kleine Zeitung, 11. Dezember 2011, archiviert vom Original am 17. August 2014; abgerufen am 11. Dezember 2011: „In Schweden ist es nur etwas mehr als ein Zehntel. Die Studie zeigt auch, dass Mütter mit psychischen Problemen am häufigsten zu Täterinnen werden. In 75 von 200 Fällen begingen die Täter Selbstmord.“</p>
<p>Seit der Antike kennt die Gesellschaft die Tötung des Nachwuchses in Zeiten der Not, des Hungers oder aus anderen Gründen. Große Philosophen wie Platon und Seneca befürworteten die weit verbreitete Sitte, „missgestaltete“ Neugeborene auszusetzen oder aktiv zu töten. Im Gegensatz dazu berichtete Tacitus, dass die Juden die Tötung spätgeborener Kinder als Verbrechen betrachteten, und Flavius Josephus bezeugte im 1. Jahrhundert, dass es im Judentum verboten sei, eine Abtreibung herbeizuführen.</p>
<p>Im mittelalterlichen jüdisch-christlichen Europa waren die Hauptgründe für Kindstötungen die Unehelichkeit des Kindes und die Armut der Eltern (Quelle: Moseley, 1986), aber auch Missbildungen des Kindes.</p>
<p>Quellen: Flavius Josephus, Gegen Apion 2,24 und Hannes Stein: Unser Engel bewahrt uns vor dem Kindermord, Die Welt, 22. Februar 2013.</p>
<blockquote><p><strong>Wir müssen warnen!</strong></p></blockquote>
<p>Wenn die Medien zu Recht oder zu Unrecht Probleme mit dem AKP-Regime und seinen Propagandisten bzw. deren verlängertem Arm in Österreich haben, die Sie als undemokratisch und verfassungsfeindlich empfinden, dann direkt mit jenen, die sich journalistisch, politisch, <strong>aber nicht mit einer vielfältigen Bevölkerung von ca. 400.000 (vierhunderttausend) Menschen aus</strong> der Türkei mit anderer Herkunft in einem 9-Millionen-Land wie Österreich beschäftigen.</p>
<p><strong>„Vielgeprüftes Land“ versus „Vielgeliebtes Österreich“</strong></p>
<p>Pauschalisierungen, die die Herkunft einer Gruppe in Österreich reißerisch darstellen, können vielleicht unter dem Deckmantel des Journalismus versteckte Vorurteile und Hass aus verschiedenen Gründen einiger „Menschen“ (unter dem Vorwand, ÖsterreicherInnen zu sein) gegen eine Bevölkerungsgruppe in Österreich, die in der vierten Generation, ca. 400.000 Menschen, Ihre Herkunft aus der Türkei bedienen bzw. stillen. Wir haben verstanden, dass Sie Menschen hassen, aber Sie können dafür nicht ein Medium bzw. hinter einem Medium als seriöse JournalistInnen oder HerausgeberInnen verstecken, egal welches, das auch Inserate der öffentlichen Hand oder von Parteien schaltet, wo auch Austrotürken ihre Steuern zahlen oder private Unternehmen, wo auch Sie einkaufen, Ihre Versicherung abschließen, Ihre Bank haben etc.</p>
<p>Das dient nicht dem Zusammenleben in Österreich und führt zu Vorurteilen und Hass. Das wollen wir nicht.</p>
<p>Wir haben kein Verständnis für Hetzer, egal von welcher Seite, auch nicht unter uns, und ich hoffe, Sie haben Verständnis dafür, dass wir als Verfassungspatrioten hier einen Einspruch erheben, den wir nicht auf die Straße tragen, indem wir vor Institutionen, Parteien, Ministerien und Medien demonstrieren, weil unsere Würde hier permanent angegriffen und missachtet wird. Es gibt das Demonstrationsrecht.</p>
<p>Österreich ist, wie es in der Bundeshymne heißt, ein „vielgeprüftes Land“, viel und schmerzlich geprüft auch durch biologischen und kulturellen Rassismus und klerikalen Faschismus… Auf diesen Trümmern des Zweiten Weltkrieges wurde die Republik Österreich mit einer vielfältigen, freiheitlich-demokratischen, liberalen und säkularen Grundordnung aufgebaut. Wir möchten die Werte, Prinzipien und die kulturelle Identität der Republik Österreich schützen, weil wir Österreich lieben, wie es in der Bundeshymne „Vielgeliebtes Österreich“ heißt, weil wir stolze österreichische BürgerInnen sind.</p>
<blockquote><p><strong>Fragen und Antworten</strong></p></blockquote>
<p>Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) hat hier Fragen und Antworten vorbereitet, die für uns als unabhängige NGO eine Legitimation für das Gemeinwohl der Republik Österreich und das Zusammenleben ohne Pauschalisierungen darstellen sollen.</p>
<p><strong>Frage:</strong> Wie beeinflussen kulturelle Werte, Bräuche, Traditionen und Normen das Ehrverständnis der türkischen Community in Österreich?<br />
<strong>TKG:</strong> So etwas Brutales hat nichts mit den türkischen kulturellen Werten, Traditionen, Bräuchen, Normen und dem Verständnis der Menschen aus der Türkei, egal welcher Herkunft, zu tun. Genauso wenig wie der autochthone Österreicher Fritz aus Amstetten, der durch die jahrelange Vergewaltigung seiner eigenen Tochter im Keller seines Hauses weltweit Schlagzeilen machte, mit österreichischen kulturellen Werten, Ehrbegriff, Traditionen, Sitten und Normen zu tun hat. Der Großteil der in Österreich lebenden türkischen Migranten lebt friedlich und in allen Bereichen integriert in Österreich. Seien es WissenschaftlerInnen, ÄrztInnen, Fachmänner und Frauen in allen Bereichen, Gastronomie, KünstlerInnen, ArbeiterInnen, gewählte Abgeordnete, Landesabgeordnete, Bezirksräte, TaxifahrerInnen, Bedienstete. Es gibt unter ihnen sehr gute und sehr schlechte Menschen, genauso wie unter autochthonen ÖsterreicherInnen oder anderen Gruppen von MigrantInnen. Man sollte kriminelle Geschichten nicht auf eine Gemeinde, auf Personen oder Bevölkerungsgruppen verallgemeinern. Wir werden in Österreich täglich auf die Probe gestellt, weil die Bevölkerung, ob wir es wollen oder nicht, immer vielfältiger wird.</p>
<p>Aber Tatsache ist, damit es jeder weiß: Die österreichisch-türkischen Familien hegen und pflegen ihre Kinder und widmen ihnen ihr ganzes Leben. Die Geburt eines Kindes gilt in der österreichisch-türkischen Gesellschaft als „Glücksbringer für die ganze Familie“ und das Kind wird nicht weggeworfen, wenn es nicht gefällt oder die Ehre verletzt. Ein solches Bild möchten die AustrotürkenInnen in Österreich als unveränderbare Kultur vermitteln. Bravo… aus der Geschichte nichts gelernt. Wir machen trotzdem weiter. Wir geben die Aufklärungsarbeit für Österreich nicht auf, außer unsere Briefe an die Österreichische Post.</p>
<p><strong>Frage:</strong> Welche Rolle spielen familiäre Erwartungen und Traditionen in solchen Fällen (unverheiratete Eltern, Frühgeburt eines Mädchens)?<br />
<strong>TKG:</strong> Sowohl in Österreich als auch in der Türkei gibt es solche Fälle, die auf Verzweiflung und psychische Not zurückzuführen sind. Die Lebensseiten der österreichischen Presse sind voll von Tragödien, außer bei den türkischen Einwanderern. Niemand führt sie auf Ehrenmorde und unveränderliche kulturelle Normen des Herkunftslandes oder Österreichs zurück, als wären sie DNA. Einzelschicksale als kulturelle Normen einer Nation oder Religion zu definieren, ist Kulturrassismus. Das ist keine Frage der Ehre. Auch in solchen Fällen, bei unverheirateten Paaren, wünscht sich das Kind eine Familie. Im schlimmsten Fall wird das Kind in staatliche Obhut gegeben. Dass dieses Kind vom Vater und seiner Familie nicht gewollt ist und dass psychischer Druck auf die labile Mutter ausgeübt wird, ist Brutalität und das individuelle unmoralische Verhalten dieser Familie. Wir verurteilen es. Ein Kind unmittelbar nach der Geburt zu töten und es aus Gründen der Ehre wegzuwerfen, ist in keiner Nation und in keiner Religion akzeptabel.</p>
<p><strong>Frage:</strong> Wie reagiert die Gesellschaft auf einen Ehrenmord? Gibt es einen Unterschied zwischen der Reaktion der türkischen Gesellschaft und der allgemeinen Bevölkerung?<br />
<strong>TKG:</strong> Ehrenmorde sind in der türkischen Gesellschaft nicht verankert. Sie werden als sehr verabscheuungswürdig empfunden. Solche Morde können in feudalen Familien in der Osttürkei vorkommen, aber auch auf dem Balkan und sogar unter der autochthonen Bevölkerung in Österreich. Diese vereinzelten Vorfälle können nicht einer ganzen Nation angelastet werden. Die türkische Community hat Vertrauen in die unabhängige Justiz und die ehrliche Polizei in Österreich.</p>
<p><strong>Frage:</strong> Welche Maßnahmen sollten gesetzt werden, um die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren?<br />
<strong>TKG:</strong> Österreich ist ein liberaler, demokratischer und sozialer (vor allem für Frauen und Kinder) Rechtsstaat. Diese Qualitäten des österreichischen Staates sollten vor allem bei MigrantInnen, egal welcher Herkunft, verstärkt beworben werden, um ihnen das Gefühl zu geben, dass sie nicht alleine sind, dass der österreichische Rechtsstaat mit seinen Behörden und all seinen Möglichkeiten auf Abruf für sie da ist, dass der österreichische Rechtsstaat überall und jederzeit existiert und viele rechtliche Rahmenbedingungen für ein menschenwürdiges Leben bietet, aber auch Pflichten von seinen BürgerInnen einfordert. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Republik Österreich auf einer glorreichen Geschichte und Vergangenheit mit ihrer heutigen freiheitlich-demokratischen, vielfältigen und säkularen Rechtsstaatsverfassung aufgebaut wurde, auf die wir alle stolz sein können, egal welcher Herkunft wir sind und wie wir unser Augenlicht schützen. Jeden Tag, jede Stunde. Andererseits dürfen wir nie vergessen, dass es in dieser glorreichen Geschichte auch Zeiten gab, die schrecklich, unmenschlich und zum Fremdschämen waren, und dass wir auch daraus keine Feindschaft, sondern Lehren für unser viel geliebtes und viel geprüftes Österreich ziehen müssen. Das müssen wir allen MigrantInnen, egal woher sie kommen, ab der ersten Stunde in Österreich lehren.</p>
<p>Quelle:</p>
<h3 class="entry-title post__title"><a href="https://www.turkischegemeinde.at/es-geht-nicht-um-ehre-sitte-tradition-oder-archaischer-ehrenkodex-beruf/">Die Tragödie von Baby Melek: “Es geht nicht um Ehre, Sitte, Tradition oder einen archaischen Ehrenkodex“.</a></h3>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de/2024/11/28/immer-wieder-berichte-zur-entmenschlichung-von-menschen-aus-der-tuerkei-in-oesterreich/">Immer wieder: Berichte zur Entmenschlichung von Menschen aus der Türkei in Österreich</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tuerkische-allgemeine.de">tuerkische-allgemeine.de</a>.</p>
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					<wfw:commentRss>https://www.tuerkische-allgemeine.de/2024/11/28/immer-wieder-berichte-zur-entmenschlichung-von-menschen-aus-der-tuerkei-in-oesterreich/feed/</wfw:commentRss>
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